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Gefühlslagen der Exklusion

Dr. Stefan Wellgraf
Gefühlslagen der Exklusion

Gesellschaftliche Exklusionsprozesse sind für die betroffenen Akteure häufig mit enormen emotionalen Belastungen verbunden. Auf der Grundlage von Forschungen des Dozenten mit Berliner Hauptschülern sowie wissenschaftlichen und literarischen Texten diskutieren wir unterschiedliche Emotionen wie etwa Angst, Scham, Wut und Neid. Gefühle der Unzulänglichkeit und der Unzufriedenheit sollen ebenso in den Blick genommen werden wie  affektive Zustände der Irritation, Langeweile, Sprachlosigkeit und Resignation. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, auf welche Weise Gefühlslagen der Exklusion als politische Emotionen – als Ausdruck und Reproduktionsinstanz von Machtverhältnissen, aber auch als Ausgangspunkt für Kritik – verstanden werden können. Daneben wird uns das Problem der empirischen Erfassbarkeit von Emotionen und Affekten begleiten.