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Außerplanmäßige Professur für Alte Geschichte und Römische Verfassungsgeschichte

WiSe 2017/18

I. Seminar Master: Kants Schrift "Zum ewigen Frieden"

Master, Kulturgeschichte-Einführung, 3/6/9 ECTS

Dozent: Prof. Dr. A. Graeber

Zeit: Montag 14 – 16 Uhr

Beginn: Montag, 09.10.2017

Ort: tba

Gegenstand des Seminars: Kaum eine andere Schrift Immanuel Kants hat so einen nachhaltigen Einfluss auf die politische Theorie und Ideengeschichte ausgeübt wie das in erster Auflage 1795 (2. Aufl. 1796) erschienene Werk „Zum ewigen Frieden“. Kant entwickelt einen neuen theoretischen Ansatz, in dem er den Begriff des Friedens nicht mehr wie bisher bloß als die Abwesenheit von Krieg zwischen den Staaten definiert, sondern als Ergebnis eines eigenen politischen Prozesses sieht, gegründet auf Vernunft und Gerechtigkeit, eingebunden in ein von allen an der Friedensstiftung beteiligten ‚Republiken‘ anerkannten Rechtssystem. Außer der Untersuchung der Schrift und ihren Vorbildern geht es auch um die Frage nach dem Einfluß, den Kants Friedensphilosophie etwa auf den Völkerbund und die Charta der Vereinten Nationen ausgeübt hat. Und schließlich soll der in der heutigen politischen Philosophie heftig diskutierten Frage nachgegangen werden, inwiefern die Kants Friedensidee für die Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen im Rahmen der wachsenden Globalisierung noch als mögliches Vorbild in Anspruch genommen werden kann.

Literatur: I. Kant, Zum ewigen Frieden: ein philosophischer Entwurf, 1795. Weitere Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.

Teilnahmevoraussetzungen: Das Seminar richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende. Die Kenntnis von Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ wird vorausgesetzt.

Leistungsnachweis: Referat, Essay, Hausarbeit.

 

II. Vorlesung Bachelor: Die Zeit der Großen Völkerwanderung - Krise und Ende der römischen Zivilisation

Bachelor, Kulturgeschichte-Einführung, 6 ECTS

Dozent: Prof. Dr. A. Graeber

Zeit: Montag 11 - 13 Uhr

Ort: tba

Veranstaltungsbeginn: 09.10.2017

Gegenstand der Vorlesung: In der Spätantike lassen sich zum ersten Mal historisch faßbare Migrationen und Bevölkerungsverschiebungen auf dem europäischen Kontinent beobachten, die in letzter Konsequenz zu einer nachhaltigen Veränderung der politischen Karte Europas führten. Einerseits trugen Alamannen, Vandalen, Goten und Franken entscheidend zur Auflösung des römischen Imperiums bei. Andererseits schufen sie die Grundlagen für die Neubildung der frühmittelalterlichen Ordnung. Für die Zeit zwischen dem 4. und 6./7. Jahrhundert sollen die Ursachen, der Verlauf sowie die politischen und kulturellen Folgen dieser Migrationen näher dargestellt werden.

Literatur: W. Dahlheim, Die Antike, 2001; W. Pohl, Die Völkerwanderung, Stuttgart, Berlin, Köln 2002; G. Scheibelreiter, Die barbarische Gesellschaft. Mentalitätsgeschichte einer europäischen Achsenzeit, 5. – 8. Jahrhundert, Darmstadt 1999; J. Martin, Spätantike und Völkerwanderung, München 1995. Weitere Literatur wird während der Vorlesung bekannt gegeben.

Teilnahmevoraussetzungen: Grundkenntnisse der römischen Geschichte.

Leistungsnachweis: Am Ende der Vorlesung wird ein Abschlußtest angeboten.

Hinweis zur Abgabe von Arbeiten: Hausarbeiten, die nicht fristgerecht eingereicht werden, können grundsätzlich nicht mehr für die Benotung berücksichtigt werden. Sie können Ihre Hausarbeiten per Post senden oder sie in ausgedruckter Form im Sekretariat oder in der Poststelle abgeben.