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Die Jesuiten. Geschichte und kulturelle Bedeutung eines Ordens

Apl.-Prof. Dr. Michael Höhle

6/8/9 ECTS

Seminar
BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung // Kulturgeschichte-Vertiefung

Montag, 14.15 - 15.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2017, Raum GD 07

„Macht und Geheimnis der Jesuiten“ (Fülöp-Miller) haben schon immer die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. 1540 von Papst Paul III. anerkannt, stellten die Jesuiten mit ihrer straffen Führung und elitären Ausbildung einen völlig neuen Ordenstyp dar und trugen erheblich dazu bei, dass sich die katholische Kirche nach den Verlusten im Reformationszeitalter erneuern und ausbreiten konnte. Das Seminar nimmt seinen Ausgangspunkt bei der spirituellen Erfahrung des spanischen Gründers Igantius von Loyola und verfolgt danach herausragende Tätigkeitsfelder des Ordens: das Engagement im Bildungswesen, das Jesuitentheater und die Bautätigkeit, den politischen Einfluss der Hofbeichtväter sowie den missionarischen Einsatz in Südamerika („Jesuitenstaat“) und China. Am Schluss steht die Frage nach den Gegnern der Gesellschaft Jesu und nach den Erstarrungstendenzen, die dazu führten, dass der Orden im Aufklärungszeitalter als antimodern bekämpft und 1773 durch Papst Klemens XIV. (vorübergehend) aufgehoben wurde.

Literatur:

  • Markus Friedrich, Die Jesuiten. Aufstieg, Niedergang, Neubeginn, München- Berlin 2016;
  • Peter Knauer, Hinführung zu Ignatius von Loyola, Freiburg i. Br. 2006.

Hinweise zur Veranstaltung:
Eine Exkursion zu Jesuiten heute wird angeboten.

Leistungsnachweis:
Kurzvortrag; Hausarbeit