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Christen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Apl. Prof. Dr. Michael Höhle

KUL-11875
6/9 ECTS
Seminar: Kulturwissenschaften: Vertiefung // Kulturgeschichte: Vertiefung
Mo, 14:15 - 15:45 Uhr Ort: GD 07, Veranstaltungsbeginn: 14.10.2019

„Wenn die Geschichte entartet, dann ist die Stunde gekommen, in der der Mensch die Geschichte nicht verraten darf“, notierte der Jesuit Alfred Delp, der Anfang 1945 als Mitglied des „Kreisauer Kreises“ hingerichtet wurde. Das Seminar geht Menschen nach, die nach Delps Worten die „ungeheure Anstrengung“ unternahmen, zum „Gesetz der menschlichen Freiheit“ zu stehen, auch um den Preis ihres eigenen Lebens. Ihr Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur reichte von der alltäglichen Nonkonformität und Verweigerung bis hin zu Protest, Rebellion, Verschwörung und Entwürfen eines besseren Deutschlands. Bei aller Unterschiedlichkeit der sozialen Stellung und Wirkungsfelder, der Konfession und des Lebensalters vereinte sie die Verankerung im christlichen Glauben. Aber welche Motive und Ziele bewegten sie? Welche Hindernisse standen entgegen? Welchen Rückhalt und welche Resonanz erfuhren die Männer und Frauen des „Widerstands“ in ihrer Kirche? Wie standen die großen Kirchen zum NS-Staat?

Literatur: Gerd R. Ueberschär, Für ein anderes Deutschland. Der deutsche Widerstand gegen den NS-Staat 1933-1945, Frankfurt am Main 2006; Gerhard Ringshausen, Widerstand und christlicher Glaube angesichts des Nationalsozialismus, Berlin 2. Aufl. 2008; Karl-Joseph Hummel/ Michael Kißener (Hrsg.), Die Katholiken und das Dritte Reich. Kontroversen und Debatten, Paderborn 2. Aufl. 2010

Leistungsnachweis: Kurzvortrag, Hausarbeit bzw. Essay

Sprache: Deutsch