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Sommersemester 2011

 

Sommersemester 2011

 

Balejko, Dariusz K.

Geschlechtergerechte Didaktik – Umgang mit der Vielfalt an den Hochschulen
5/8 ECTS
Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung / Praxisrelevante Fertigkeiten
Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: CP 200, Veranstaltungsbeginn: 07.04.2011

Wozu dient eigentlich Bachelor-Studium? Was bedeutet die Hochschulreform in Deutschland? Wen betreffen und auf welche Art und Weise die Reformen der Universitäten? Und was hat ein Hermaphrodit mit dem Bildungswesen zu tun? Wir werden im Seminar die Verknüpfungen zwischen gesellschaftlichen Normierungen, biographischen Erfahrungen und Wissens(re)produktion an den (Hoch)schulen untersuchen, um Antworten auf diese Fragen zu suchen/finden und an Konzepten einer (geschlechter)gerechten Didaktik zu arbeiten. Um diesen Prozess zu initiieren beginnt das Seminar mit einem 2-tägigen Gender Training, in dem die Gender-Kompetenz im Mittelpunkt steht. Darauf bauend werden wir unter Berücksichtigung der Genderforschung die Konstruktion des gesellschaftlichen Wissens analysieren und die pädagogischen Ansätze reflektieren, die zwecks der Vermittlung dieses Wissens in Einsatz kommen (können). Das Seminar lebt von der Aktivität der Teilnehmenden und gibt eine Chance, das Wissen aus dem Bereich der Gender Studies aufzubauen oder zu vertiefen und gleichzeitig gemeinsam didaktische
Konzepte für die Europa-Universität zu entwerfen.
Literatur: Butler, J. Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt/M 199, 1Butler, J. Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen, Frankfurt/M 2009, von Glasersfeld, E. Radikaler Konstruktivismus. Idden, Ergebnisse, Probleme, Frankfurt/M 1997
Die vollständige Literaturliste wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben.
Hinweise zur Veranstaltung: Aufgrund der beschränkten Teilnehmendenzahl bitte melden Sie sich per Mail bei Dariusz Balejko (balejko@europa-uni.de) mit der Beschreibung Ihrer Motivation für diese Veranstaltung.
Das Gender-Training findet an folgenden Tagen statt: 15.04.2011, 11-17 Uhr; 28.04.2011, 14-18 Uhr
Leistungsnachweis: Projektarbeit/Hausarbeit

 

Chołuj, Bożena

Kunst-Politik-Freitod. Heinrich von Kleist gestern und heute
3/6/9 ECTS
Seminar: BA/MA, BA Literaturwissenschaften-Vertiefung//MASS Optionsmodul // MA Literatur
Blockseminar, Ort: CP 200, Veranstaltungsbeginn: 28.04.2011

Es ist ein Projektseminar unter anderem für die Studierenden, die sich an der Vorbereitung der gleichnamigen Tagung engagieren möchten, welche im Herbst 2011 in Slubice am Collegium Polonicum im Rahmen der Kleist-Tage stattfinden wird. Im Seminar geht es um drei große Kategorien: Kunst, Politik und Freitod, deren Bedeutung wir in den Werken von Heinrich von Kleist untersuchen und dabei verfolgen, ob sie sich mit unserem Verständnis dieser Phänomene deckt. Um diese nämlich kreist die Rezeption des Schaffens von Kleist von Anfang an. Im Seminar gehen wir der Frage nach, wieweit ihre wandelnde Bedeutung seine Aktualität absichert.
Literatur: Werke von Heinrich von Kleist und weitere Literatur wird im Internet (Moodle – Platform) angegeben
Hinweise zum Blockseminar: donnerstags 16.00-20.00 und freitags 11.00-15.00 an folgenden Terminen: 28.04; 26.05 u. 27.05; 23.06 u. 24.06; 7.07 u. 8.07; 15.07


Chołuj, Bożena

Judith Butler interpretieren. Ein Lektüreseminar
3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MICS Gender Studies // MASS Kultur und Gesellschaft
Donnerstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: CP 200, Veranstaltungsbeginn: 07.04.2011

Judith Butler gilt seit dem Erscheinen ihres Buches „Das Unbehagen der Geschlechter“ in Deutschland als eine spannende aber auch umstrittene Philosophin, ohne die Gender Studies und Queer Theory hierzulande nicht denkbar wären. Sie ist auch eine politische Person, was z.B. bei Ihrer demonstrativen Ablehnung des Preises für Zivilcourage beim letztjährigen Berliner Christopher Street Day zeugt. Im Seminar lesen wir ihre Texte auf politische Ansätze hin, analysieren die deutsche Debatte um ihr Körper-Konzept und verfolgen ihre Entwicklungslinie von der gender-Problematik über die Machtfragen bis zu ihren Arbeiten über Krieg und Gewalt.
Literatur: Werke von Judith Butler in deutscher Sprache, ausgewählte Fragmente in englischer und deutscher Sprache, sowie die deutschen Debatten um Butler werden im Internet (Moodle – Platform) zur Verfügung gestellt.


Chołuj, Bożena

Der weibliche Körper im Familien- und Geschlechterdiskurs der letzten Jahre
3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MICS Gender Studies // MASS Kultur und Gesellschaft
Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: CP 157, Veranstaltungsbeginn: 07.04.2011

Abtreibung, künstliche Befruchtung, Sexualität, Kaiserschnitt und Schmerzlinderung bei der Entbindung auf Wunsch, das sind wohl die aktuellsten Themen, die den weiblichen Körper in Familien- und Geschlechterdiskurs der letzten Jahre direkt betreffen. Wir gehen im Seminar der Frage nach, wie sich die Wahrnehmung – Selbst- und Fremdwahrnehmung – des weiblichen Körpers durch diese Diskurse verändert und ob ein Einfluss auf die Geschlechterrollen erkennbar ist. Wir analysieren unterschiedliche Textsorten zu diesen Themen: Presseartikel, wissenschaftliche Abhandlungen und politische Statements etc.
Literatur: Barbara Duden: „Geschichte unter der Haut“ (1987), weiteres Material wird im Internet (Moodle – Platform) zur Verfügung gestellt.


Chołuj, Bożena

Ringvorlesung: Text und Praxis
3/6/9 ECTS
Ringvorlesung: BA/MA, BA Literaturwissenschaften-Vertiefung // MICS Translation Studies /
MA Literatur Modul 4
Mittwoch, 14-tägig, 18.15 - 19.45 Uhr, Ort: CP 20, Veranstaltungsbeginn: 06.04.2011

Die Ringvorlesung ist eine offene Veranstaltungsform, die in möglichst breiter Form all diejenigen zu Wort bittet, die im weiten Feld zwischen Original und Übersetzung tätig sind. Die Vorlesung sucht den Dialog zwischen Übersetzungspraxis und -theorie. Sie bietet Raum für übersetzungswissenschaftliche Diskussion, lädt zugleich aber auch Übersetzer ein, spezifische Probleme des Übersetzens zu beleuchten sowie ihr Selbstverständnis als Übersetzer zu reflektieren. Ergänzt wird die Ringvorlesung durch Autoren-, bzw. Übersetzerlesungen sowie die Vorstellung konkreter Übersetzungsinitiativen und deren Protagonisten.
Leistungsnachweis: Hausarbeiten möglich

 

Dominiak, Tomasz

Literarische Übersetzungsanalyse
3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MICS Translation Studies / MA Literatur Modul 4
Mittwoch, 14-tägig, 14.00 – 18.00 Uhr, Ort: CP 145, Veranstaltungsbeginn: 06.04.2011

Den Ausgangspunkt des Seminars bildet die Autonomie eines literarischen Textes - die des Originals genauso wie die der Übersetzung in eine andere Sprache. Aus dieser Perspektive werden literarische Prosa-Texte der deutschen und polnischen Literatur und ihre jeweiligen Übersetzungen als gleichwertige Primärtexte bzw. Originale behandelt und mit Hilfe von etablierten literaturwissenschaftlichen Methoden (z.B. textimmanente Analyse, Strukturalismus, Hermeneutik) analysiert und interpretiert. Die parallele Betrachtung und Interpretation von Textpaaren, die aus einem Original und seiner Übersetzung (des „zweiten“ Originals) bestehen, soll kulturspezifische Aspekte und/oder literarische und sprachliche Elemente veranschaulichen, die für einen literarischen Text und seine Deutung entscheidend sind. Dabei werden u.a. folgende Fragen besonders aufmerksam erörtert: Gibt es Bedeutungsunterschiede bzw. -verschiebungen zwischen dem Original und der Übersetzung? Wie entstehen sie? Welche Rolle spielt die literarische Tradition und die Kultur im Allgemeinen bei den herausgearbeiteten Unterschieden? Welchen Status hat die Übersetzung? Was wird übersetzt? Analysegegenstand sind kurze Prosatexte der deutschen und polnischen Literatur des 19. und 20 Jahrhunderts sowie deren Übersetzungen in der jeweils anderen Sprache. Teilnahmevoraussetzung sind daher gute Kenntnisse der deutschen und polnischen Sprache.
Teilnahmevoraussetzungen: gute Polnischkenntnisse
Hinweise zum Blockseminar: 06.4.11; 20.4.11; 04.5.11; 18.5.11; ; 01.6.11; 15.6.11; 29.06.11
Leistungsnachweis: Hausarbeit

 

Kasten, Anna

Performativitätsforschung – eine Einführung

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung

Donnerstag, 16.15 - 17.45 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 07.04.2011

Im Seminar nähern wir uns der Performativitätsforschung aus der Gender-Perspektive an. Den Begriff „Performativität“ kennzeichnen eine vielgestaltige Verwendbarkeit und eine Mehrdeutigkeit. Im ersten Teil des Seminars konzentrieren wir uns auf die Performativitätskonzepte in unterschiedlichen Forschungsfeldern wie Gender Studies, Ethnologie, Medien- und Theaterwissenschaften. Im zweiten Teil untersuchen wir, wie die Geschlechterzugehörigkeit in der Fotographie, in der Musik, im Film und in alltäglichen sozialen Kontexten problematisiert, inszeniert und hergestellt wird. Das Seminar führt Studierende in die interdisziplinäre Performativitätsforschung ein mit dem Ziel, die Studierenden zu befähigen, die gewählten Konzepte in verschiedenen Disziplinen auszuprobieren.

Literatur: Butler, Judith: Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen, Frankfurt am Main, 2009; Wirth, Uwe: Performanz. Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften, Frankfurt/Main, 2002; Wulf, Christoph (Hrsg.): Grundlagen des Performativen. Eine Einführung in die Zusammenhänge von Sprache, Macht und Handeln, Weinheim/München, 2001.

Hinweise zur Veranstaltung: Aufgrund der beschränkten TeilnehmerInnenzahl bitte melden Sie sich bis 31.03.2011 bei Anna Kasten (Kasten@europa-uni.de) an.

Leistungsnachweis: Referat oder/und Hausarbeit


Lietz, Gero

Übersetzung wissenschaftlicher Texte aus dem Polnischen ins Deutsche II
3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MICS Translation Studies / MA Literatur Modul 4
Montag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: CP 145b, Veranstaltungsbeginn: 04.04.2011

Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung des gleichnamigen Seminars aus dem Wintersemester 2010/2011, ist jedoch ausdrücklich offen für alle interessierten Neueinsteiger. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die spezifischen Anforderungen, die es beim Übersetzen wissenschaft¬licher Texte vom Polnischen ins Deutsche zu beachten gilt. Im Unterschied zum literarischen Übersetzen geht es nicht in erster Linie um die Wiedergabe fiktionaler Wirklichkeiten und um die Vermittlung ästhetischer Qualitäten. Priorität haben die Wahrung der inhaltlichen Eindeutigkeit und die Einhaltung der für wissenschaftliche Texte geltenden sprachlich-stilistischen Normen. Ziel des Seminars im Sommersemester ist die gemeinsame Erarbeitung von druckreifen Übersetzungen polnischer zeitgeschichtlicher Beiträge der letzten Jahre, die sich thematisch mit der Region der ehemaligen Provinz Pommern beschäftigen. Zu den wichti¬gen Themen, die in den letzten Jahren von polnischer Seite forciert und kritisch vorangetrieben wurden, gehört u.a. die Neubesiedlung der ehemaligen deutschen Gebiete und damit die Beschreibung eines Wandlungsprozesses von einzigartigen Ausmaßen. Da das Übersetzen wissenschaft¬licher Texte kein Selbstzweck sein kann, sollen die im Seminarverlauf entstehenden Übersetzungen noch im Laufe des Jahres 2011 publiziert werden, und zwar in der in Rostock erscheinenden Zeitschrift Zeitgeschichte regional. Die Seminarteilnehmer/innen tragen so unmittelbar dazu bei, für polnischsprachige Autoren ein deutsches Leserforum zu schaffen und die Rezeption polnischer zeithistorischer Forschung im deutschsprachigen Raum zu verbessern.
Teilnahmevoraussetzungen: Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an deutsche Muttersprachler und Muttersprachlerinnen. Voraussetzung sind außerdem sehr gute Polnischkenntnisse.
Leistungsnachweis: Übersetzungen

 

Rosenau, Alicja

Übersetzung aus dem Deutschen ins Polnische
(für polnische MuttersprachlerInnen)
3 ECTS
Seminar: MA, MICS Translation Studies
Blockseminar, Ort: CP 200, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2011

Unter Anleitung von Alicja Rosenau werden die Seminarteilnehmer an ausgewählten literarischen Texten in die Werkstatt des Übersetzers und dessen Handwerk eingeführt. Anhand der von den Teilnehmern angefertigten Übertragungen werden die beim Übersetzen sich immer neu stellenden Fragen diskutiert: Wie viel Treue zum Original ist unbedingt notwendig, wie viel Freiheit darf sich der Übersetzer erlauben? Wem gegenüber steht der Übersetzer vorrangig in der Pflicht? Dem Autor des Originals oder im Zweifelsfalle doch eher dem Leser in der Zielsprache? Soll das Original in der Übersetzung durchscheinen oder soll eine Übersetzung möglichst nicht als solche kenntlich sein, der Übersetzer unsichtbar sein? In der Auseinandersetzung mit dem eigenen übersetzten Text soll der kritische Blick auf den selbst „geschriebenen“ Text geschärft werden, um die zum Redigieren der eigenen Übersetzung nötige Distanz zu entwickeln. Die Vielzahl alternativer Übersetzungen ein und desselben Textes wiederum zeigt den Teilnehmern ganz konkret, dass Übersetzung nicht die Suche nach der einen idealen Übersetzung ist, sondern immer eine von vielen möglichen Annäherungen an das Ideal ist.
Teilnahmevoraussetzungen: polnische MuttersprachlerInnen
Hinweise zur Veranstaltung: TeilnehmerInnen werden gebeten sich bis zum 8.4. per Mail bei Frau Balfanz anzumelden (balfanz@europa-uni.de). Die Vorarbeit für das Seminar beinhaltet kurze Übersetzungen der Teilnehmenden.
Hinweise zum Blockseminar: 15.4/16.4.2011; 13.5/14.5.2011; 27.5./28.5.2011; 17.6./18.6.2011; jeweils Freitag 16-19 Uhr und Samstag 10-14 Uhr
Leistungsnachweis: Übersetzungen

 

Samborska, Barbara

Übersetzung aus dem Polnischen ins Deutsche
(für deutsche MuttersprachlerInnen)
3 ECTS
Seminar: MA, MICS Translation Studies
Blockseminar, Ort: CP 145, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2011

Grundlage für die Textarbeit wird der 2007 im polnischen Verlag Wydawnictwo Nowy Swiat erschienene Roman von Anna Janko „Dziewczyna z zapalkami“ sein. Janko, die in Polen eigentlich als Lyrikerin bekannt geworden ist, hat mit ihrem Buch bewiesen, dass Lyrik eine gute Schule für Prosa sein kann. Das Buch eignet sich besonders für die Textarbeit, weil die Autorin ihrem Übersetzer eine Vielfalt an Kreativität abverlangt:
narrative Prosa, geschliffene Dialoge, teilweise aufgebaut wie Theaterszenen, Gedichte, die wie lose Blätter
eingestreut sind und Aphorismen, die es dem Übersetzer gar nicht so einfach machen. All diese Hürden zu nehmen, wird kein einfaches Vergnügen sein, aber es kann eins werden. Für das Buch interessieren sich mehrere deutsche Verlage.
Teilnahmevoraussetzungen: deutsche MuttersprachlerInnen
Hinweise zur Veranstaltung: TeilnehmerInnen werden gebeten sich bis zum 8.4.2011 per Mail bei Frau Balfanz anzumelden balfanz@europa-uni.de
Hinweise zum Blockseminar: 15.4.2011 (14-18 Uhr); 6.5./7.5.2011, 27.5./28.5.2011, 10.6./11.6.2011 (jeweils freitags 14-18 Uhr und samstags 10-14 Uhr); 24.6.2011 (14-18 Uhr)
Leistungsnachweis: Übersetzungen