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made@viadrina: gender lectures & projects

made@viadrina: gender lectures

Die meisten wissenschaftlichen Arbeiten vor der Promotion kommen kaum ans Licht der Öffentlichkeit, noch nicht einmal der Hochschulöffentlichkeit. Deswegen können sie nicht zum Bestandteil der Wissensproduktion  werden, auf diese einwirken. Sie zirkulieren nur in der „ritualisierten“ Bearbeitung von Korrektur und Begutachtung. Damit ihr Erkenntnisertrag dem esoterischen Kreis (im Sinne Ludwik Flecks) der forschenden Gemeinschaft zur Kenntnis gebracht wird, stellen wir zukünftig herausragende Haus-, BA- und MA-Arbeiten zu Gender-Themen auf unserer Homepage zur Verfügung.

In dem Projekt „made@viadrina: gender lectures“ werden die Arbeiten, die im Bereich der Gender Studies an der Europa-Uni entstehen, von den Verfasser*innen in Vorträgen vorgestellt und diskutiert und daraufhin im Internet (http://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/lw/depolitbez/Projekte/Gender-Lectures/index.html) veröffentlicht.

Das Projekt soll die inhaltliche Relevanz dieser Texte im Rahmen des Moduls „Transdisciplinary Gender Studies“ zeigen und auch für andere Lehrveranstaltungen der EUV  im Bereich Geschlechterstudien / Wissenstheorie / Diskurstheorie nutzbar machen. Eine erweiterte Sichtbarmachung, d.h. die weitere Verlinkung und Vernetzung  der Texte, erfolgt in dem Maße, wie es die personellen Ressourcen im Bereich Gender Studies der EUV zulässt.

Texte




Vorträge:

11.12.1013    Nora Rigamonti: "Das Wesen der Weiblichkeit: Nur eine Dependenz der Eierstöcke oder ein hybrider Cyborg? Eine kritische Überlegung zur (Dis-)Kontinuität diskursiver Konstruktionen von Weiblichkeit".

14 Uhr c.t., Collegium Polonicum Raum 26

Der Vortrag wird biologistisch argumentierende, historische sowie aktuelle (populär-)wissenschaftliche Diskurse über die Konstitution ›der‹ Weiblichkeit skizzieren und ihnen Haraways de-naturalisierende techno-feministische Perspektive gegenüberstellen. Im Rahmen dieser Gegenüberstellung werden u.a. folgende Aspekte analysiert: Inwiefern können mithilfe der Figur der Cyborg hegemoniale Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen subversiv gebrochen und Konstruktionen von Körpern irritiert werden? Mehr zum Inhalt und zur Person befindet sich hier.

 

27.11.2013    Sylvia Sadzinski: "Opfer-Abo und Täteridentität. Vergewaltigung, Vergewaltigungsmythen und die Konstruktion von Geschlecht"

14 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

Von einer binären Geschlechterordnung ausgehend befasst sich dieser Beitrag mit dem Diskurs um Vergewaltigung und Viktimisierungs- bzw. Responsibilisierungsprozessen bei Frauen und Männern und den dadurch produzierten Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit... Mehr zum Inhalt und zur Person befindet sich hier

 

20.11.2013    Amadeus Janio: "Zakaz pedałowania - Verteidigungsstrategien des heteronormativen Gesellschaftssdiskurses in Polen"

14 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

Die Geschlechts- und Sexualpolitiken Polens sind in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend in den Fokus der europäischen Presse, Politik und Justiz geraten. Thema war hierbei der restriktive sowie teilweise gewalttätige Umgang mit nicht hegemonialen Sexualitäten, insbesondere Homosexualität... Mehr zum Inhalt und zur Person befindet sich hier

 

12.06.2013    Hannah Ehlers: Auf Biegen und Brechen - über die binäre Geschlechterordnung als Herausforderung für Theorie und Praxis von Gender Kompetenz Trainings.

14 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

Gender Kompetenz Trainings sind eine Methode zur Sensibilisierung und Reflexion für Macht- und Geschlechterkonstellationen auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene. Durch die verschiedenen Ansätze und die historische Entwicklung können Gender Kompetenz Trainings in ihrer Konzeption und Ausführung unterschiedlich sein.... Mehr zum Inhalt und zur Person befindet sich hier

 

23.01.2013  Sabrina Köhler: Sexuelle Kriegsgewalt. Eine kritische Auseinandersetzung mit einem Kriegsphänomen beispielhaft am Balkankonflikt.

14 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

Sexuelle Gewalt ist ein Phänomen aller bewaffneten Konflikte und findet als systematisch und strategisch eingesetztes Mittel die Formulierung der sexuellen Kriegsgewalt. Im Zuge von Eroberung, Vertreibung und Zerstörung wurde im Balkankonflikt massenhaft vergewaltigt. Im Kontext von Versklavung und Menschenhandel fand die sexuelle Gewalt eine organisierte Fortsetzung in den Kriegs- und Nachkriegszeiten... Mehr zum Inhalt und zur Person finden Sie hier.

 

12.12.2012 Henriette Jankow: „Als Frau Butler ablehnte…“ – Zum Umgang mit Rassismus(-vorwürfen) in der LGBT-Community 

14 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

Der Berliner CSD e.V. verleiht seit 2001 auf dem jährlichen Christopher-Street-Day den „Zivilcourage-Preis“. Im Jahr 2010 soll Judith Butler ihn für ihre (theoretische) Arbeit zu Gender und Sexualität erhalten. Sie lehnt ihn ab, mit der Begründung „einige der Veranstalter_innen haben sich explizit rassistisch geäußert bzw. sich nicht von diesen Äußerungen distanziert“. Als „Eklat“ und „billige Propaganda“ bezeichnet, war Butlers Preisablehnung wochenlang Gegenstand einer heftigen Debatte in Online-Foren und in der Bloggosphäre der ‚LGBT‘-Community... mehr zum Inhalt und zur Person finden Sie hier

 

5.12.2012    Julian Irlenkäuser: Das türkische Militär und die (Re-)Konstruktion hegemonialer Männlichkeit

18.00 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

Neben Aserbaidschan ist die Türkei der einzige Mitgliedstaat des Europarats, welcher eine Gesetzgebung zur Kriegsdienstverweigerung vermissen lässt. Trotz mehrer Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte weigert sich die türkische Regierung nach wie vor vehement, eine legale Alternative zur allgemeinen Wehrpflicht für männliche Staatsbürger in die Wege zu leiten. Dieser Vehemenz (scheinbar) zum trotz, geistern in den letzten Jahren in zunehmender Anzahl Berichte über skurrile Ausmusterungspraktiken des türkischen Militärs durch die Medien... mehr zum Inhalt und zur Person lesen Sie hier

 

28.11.2012    Sylvia Lundschien: Die Ästhetik des "wahren Selbst"

18.00 Uhr c.t., Collegium Polonicum, Raum 26

In einer gegenwärtig stark auf Visualisierung bedachten Kultur konkurrieren Bilder in vielen Bereichen mit schriftlichem oder mündlichem Ausdruck und tragen so semiotisch komprimierte Ideen in weite Felder hinein. So sind auch Filme mit, über oder von Trans*Personen mittlerweile im euroamerikanischen Kino keine Neuheit mehr und erreichen auch mittels vielfältiger Medien ein größeres und nicht-akademisches Publikum....mehr zu dem Inhalt und zur Person finden Sie hier