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Modul Transdisziplinäre Gender und Queer Theory

Wahlpflichtmodul 'Transdisziplinäre Gender und Queer Theory (Master NEUE Struktur)

Wahlmodul Transdisciplinary Gender Studies (B.A. + Master ALTE Struktur)

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Bożena Chołuj

Im Mittelpunkt dieses Moduls steht die Vermittlung theoretischer und methodischer Konzepte zur Analyse von Geschlechterverhältnissen in individueller, struktureller und symbolischer Hinsicht. Vermittelt wird ein Überblick über Grund lagen, Problemfelder und Fragestellungen in der Frauen- und Geschlechterforschung.

Wahlpflichtmodul  'Transdisziplinäre Gender und Queer Theory (Master NEUEStruktur)

Für Interessierte BA-Studierende sind diese Lehrveranstaltungen offen. BA-Studierende können es im Rahmen einer Vertiefung belegen.

LEHRVERANSTALTUNGEN Sommersemester 2018

Chołuj, Bożena: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne oder postfaktisch versus post-truth
Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen sowie Gender Studies

CP 153

Block

Kasper, Judith: Ich du er sie es #metoo. Gender und Sprache
Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie
Do, 16-18 Uhr
AM 203
Keinz, Anika: Werkstatt Migration und gender_queer
in der sozialwissenschaftlichen Forschung
Lehrstuhl für Literaturwissenschaft, Wissens- und Mediengeschichte
Do, 14-18 Uhr,
14-täglich
GD 07
Lanz, Stephan: Interaktionen, Grenzen und LebensweltenDie ZABH und Eisenhüttenstadt
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie
Block,
AM 202
Tacke, Alexandra: Gegen die Wand: Subversive Positionierungen von Autorinnen und Künstlerinnen
(Seminar)
Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration

Di, 11-13 Uhr,

GD 06

 

Beschreibung der Lehrveranstaltungen (SoSe 2018)

Chołuj, Bożena: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne, oder postfaktisch versus post-truth

Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen sowie Gender Studies (Vst.-Nr.: 11116)

3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MASS: Gender Studies und Queer Theorie // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften, Block, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 19.04.2018
Der Begriff post-truth ist in Großbritannien zum Wort des Jahres 2016 gewählt worden, doch seine Popularität geht weit über die ange lsächsische Welt hinaus. Im Deutschen spricht man von Postfaktualität, in Polen von Postprawda (also post-truth). Wir versuchenGründe für diesen Unterschied zu erkunden. Sowohl post-truth als auch Postfakutalität erscheinen meistens in politischen Kontexten, aberKarriere machen sie auch in anderen Bereichen. Warum aber geschieht dies erst jetzt, obwohl der Begriff post-truth bereits seit 1992bekannt ist? Unser Seminar ist für diejenigen gedacht, die daran interessiert sind, den medialen Charakter dieses Phänomens zu
untersuchen. Wir diskutieren diese Thematik im Kontext von Lü ge, fake news, Schweigen, Wahrheit, und verfolgen, was dieses Wortbenennt, welche Bedürfnisse im öffentlichen Diskurs es deckt.
Literatur: Wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben und auf Moodle bereitgestellt.
Hinweise zum Blockseminar: 19.04./17.05./14.06./05.07./12.07., jeweils von 9.15 Uhr bis 16 Uhr
Leistungsnachweis: Aktive und regelmäßige Teilnahme; Hausarbeit; Referate sind möglich.

Keinz, Anika: Werkstatt Migration und gender_queer in der sozialwissenschaftlichen Forschung

Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie (Vst.-Nr.: 11152)

3/6/9 ECTS
Kolloquium: MA, MASS: Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory
Donnerstag, 14-täglich, 14.15 - 17.45 Uhr, Ort: GD 07, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2018
Die Werkstatt Migration und gender_queer in der sozialwissenschaftlichen Forschung ist ein studienbegleitendes Forum für alle diejenigen, die eine sozialwissenschaftliche Masterarbeit im Rahmen des MASS schreiben (insbesondere im Modul Migration, Ethnizität,Ethnozentrismus und Gender Studies und queer theory) oder eine Dissertation mit kultur-bzw. sozialanthropologischer Ausrichtung planen. In der Werkstatt sollen geplante Forschungsprojekte, die im Bereich Migrationsforschung oder die Gender und Sexualitäten als analytischeKategorien oder als Gegenstandsbereiche ihrer Forschung haben bzw. den Blick auf geschlechterspezifische Dimensionen in derMigrationsforschung richten, vorgestellt und diskutiert sowie durchgeführte Feldforschungen präsentiert werden. Im Sinne einer intersektionalen Perspektive sollen Gender und Sexualität dabei stets als interdependent mit anderen Kategorien betrachtet und gedacht
werden. Schwerpunkte sollen sowohl methodologische als auch epistemologische Fragen einer kultur- und sozialanthropologischen Forschung sein (wie lege ich eine Forschung an, wie begrenze ich sinnvoll das Untersuchungs- bzw. Gegenstandsfeld, auf welchesInstrumentarium greife ich zurück, wie setze ich es um?) und Theoriefragen (welche theoretischen Ansätze kommen in Frage?).

Teilnahmevoraussetzungen: Anmeldung bis zum 01.04.2018 unter: hiwi-anthro1@europa-uni.de (es werden keine
Anmeldebestätigungen verschickt). Für Studierende, die am Lehrstuhl Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie ihren Master-Abschluss anstreben, ist die Teilnahme an diesem Kolloquium verpflichtend.
Hinweise zum Blockseminar: 12.04.; 26.04.; 17.05.; 31.05.; 14.06.; 28.06.; 12.07.; 19.07.

Kasper, Judith: Ich du er sie es #metoo. Gender und Sprache

Lehrstuhl für Literaturwissenschaft, Wissens- und Mediengeschichte (Vst.-Nr.: 11147)
3/6/9 ECTS

Seminar: MA, MASS: Gender Studies und Queer Theory // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
Donnerstag, 16.15 - 17.45 Uhr, Ort: AM 203, Veranstaltungsbeginn: 19.04.2018
Gender ist längst nicht nur Thema von Feministinnen und in LGBT-Kreisen. Es erschüttert mehr denn je zuvor die quasi-natürliche Annahme von zwei Geschlechtern, auf denen sich die abendländische Ordnung mit ihren Institutionen und Sprachkonventionen errichtet.Nachdem Kant dem (implizit männlich gedachten) Ich die Substantialität ausgetrieben und etwa 100 Jahre später Freud erklärt hat, dass das Ich nicht Herr im eigenen Hause sei, geht es weitere 100 Jahre später zunehmend um die dritte Person, an der in vielen Sprachen die Geschlechterdifferenz markiert wird und von dort auf die Ich-Konstitution einwirkt. Dabei beobachten wir derzeit zwei Tendenzen: einerseits tritt der Geschlechterkonflikt in eine neue Phase ein, wenn nach langem Schweigen immer mehr Frauen davon berichten, dass sie von Männern – meist in Machtpositionen – vergewaltigt worden sind und dies eine Welle der Solidarisierung in den social networks ausgelöst hat. Andererseits lösen sich die Geschlechter als binäre Konstruktion in der gleichzeitig geführten Debatte um die Homo-Ehe, die Transsexualität und die Kritik an den sprachlichen Normierungen zunehmend auf. Das Seminar möchte einen Raum kritischer Observation und Analyse für diese Entwicklungen schaffen. Einerseits sollen wichtige Ansätze der Gender-Theorie gelesen werden (Butler, Halberstam, Hornscheidt u.a.); andererseits wird erwartet, dass die Teilnehmer*innen bereit sind, ausgestattet mit den theoretischen Ansätzen, die aktuellen Debatten kritisch aufzubereiten und umgekehrt die erworbenen Theorie-Ansätze in ihren Möglichkeiten und Grenzen zu reflektieren.
Literatur: Beginnen wird das Seminar mit einem Text, der gleichsam am Anfang der abendländischen Metaphysik – im komischen Modus! – die Geschlechterteilung zum Thema macht: Platons "Gastmahl". Mit diesem Text sollten sich die interessierten Teilnehmer bitte schon während der Semesterferien vertraut machen.
Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Teilnahme
Hinweise zur Veranstaltung: Zu Beginn des Semesters werden die zu behandelnden Texte sowie eine Bibliographie als pdf s inmoodle bereit gestellt. Bedingungen für den Erwerb von ECTS-Punkten: Regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referats, Hausarbeit.
Leistungsnachweis: Referat, Essay, Hausarbeit

Lanz, Stephan: Interaktionen, Grenzen und Lebenswelten. Die ZABH und Eisenhüttenstadt

Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie (Vst.-Nr.: 11163)
3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MEK: Forschungsmodul // MASS: Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen / Gender Studies und Queer Theory / Politik und Kultur / Forschungsmodul / Urban Studies // KGMOE: Räume - Grenzen - Metropolen /Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
Block, Ort: AM 202, Veranstaltungsbeginn: 11.04.2018
In Eisenhüttenstadt wurde vor 26 Jahren die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ eröffnet. Das Areal umschließt neben den Wohneinheiten eine Vielzahl an Institutionen und Behörden, wie zum Beispiel eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und ein mittlerweile geschlossenes Abschiebegefängnis. Das Umfeld der Einrichtung bietet verschiedene Interaktionsräume zwischen Bewohner*innen und Anwohner*innen. Im Zuge des zweisemestrigen Forschungsprojekts wird die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber*innen in Bezug auf die Stadt Eisenhüttenstadt untersucht. Mögliche Untersuchungsfelder und Themenbereiche sind beispielsweise Praktiken der Identitätskonstruktion, Aus- und Einschlussmechanismen sowie die Wahrnehmung und Wirkung der ZASt im städtischen Raum und vice versa. Hinsichtlich der in den letzten Jahren erneut in den Vordergrund gerückten Debatten um Migration, territoriale Grenzen und Flucht, werden in Eisenhüttenstadt auch Fragen nach Politiken der Sichtbarkeit zentral. Es handelt sich bei dem Projekt um eine studentische Forschungsgruppe. Während im vergangenen Semester der Zugang zum Feld hergestellt wurde, soll nundie Auswertung der erhobenen Daten im Mittelpunkt stehen. Dennoch sind Gesprächsrunden und vertiefende Workshops angedacht, umauch für neue Teilnehmende die Möglichkeit zu bieten, ein eigenes Forschungsvorhaben zu realisieren. Die Ausarbeitung und Umsetzung der Präsentation der Ergebnisse bilden den Abschluss der Lehrveranstaltung. Geplant ist ebenfalls eine Ausstellung in Eisenhüttenstadt.
Teilnahmevoraussetzungen: Eigeninitiative und Interesse an selbstorganisierter Forschung.
Hinweise zum Blockseminar: Blocktermine werden bekannt gegeben
Leistungsnachweis: Die spezifischen Leistungsanforderungen werden in der ersten Seminarsitzung besprochen.

Tacke, Alexandra: Gegen die Wand: Subversive Positionierungen von Autorinnen und Künstlerinnen (Seminar)

Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration
(Vst.-Nr.: 11227)

3/6/9 ECTS
Seminar: MA, MAL: Vergleichende Literaturgeschichte – Übersetzung – Verflechtung – Transkulturalität //
MASS: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen und ästhetische Formationen / Gender Studies und Queer Studies //
Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
Dienstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: GD 06, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2018
Autorinnen wie Ingeborg Bachmann, Marlen Haushofer, Elfriede Jelinek und Virginia Woolf sowie Künstlerinnen wie Birgit Jürgenssen, Francesca Woodman, Monika Bonvincini und Veruschka von Lehndorff haben sich auffällig häufig in ihren Texten, Fotografien und Videoinstallationen mit der Wand als vieldeutiges Motiv auseinandergesetzt, indem sie ihr eigenes Verschwinden in Szene gesetzt, sich an Wänden abgearbeitet oder sie zu Projektions- oder Schreibflächen gemacht haben. Geschickt verbinden sie dabei geschlechterkritische mit ästhetischen Fragestellungen, wie im Seminar zu sehen sein wird. Die Wand fungiert als Leinwand, leeres Blatt oder ‚vierte (Theater-)Wand‘, ist dann wieder Gefängnis, Verlies oder Sargdeckel. Vor allem ist sie jedoch der Schauplatz eines Vermächtnisses, der die weiblichen Figuren in sich aufnehmend dennoch umso deutlicher hervortreten lässt. Gerade in ihren Rissen wird die Wand zu einer sprechenden, die mehr offenbart als verbirgt. Parallel zum Seminar findet auch eine Ringvorlesung zum gleichen Thema statt, in der
renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Literatur-, Kultur-, Kunst- und Tanzwissenschaften wöchentlich ihre Analysen der subversiven Ausformungen des Gegen-die-Wand-Angehens vorstellen werden. Wenn Zeit und Lust besteht, sollen idealerweise beide Veranstaltungen im Sommersemester besucht werden, da sie sich gegenseitig ergänzen und befruchten sollen.

 

ARCHIV

LEHRVERANSTALTUNGEN Wintersemester 2017/2018

Hoenes, Josch: Gender-Theorien

Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen sowie Gender Studies

3/6/9 ECTS, Seminar: MA, MASS Gender Studies and Queer Theory / MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Block, Veranstaltungsbeginn: 20.10.2017

Vst.-Nr.: 10882

Chołuj, Bożena: Anti-Genderismus in der EU: Proteste, Manifestationen, Publikationen

Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen sowie Gender Studies

9 ECTS, Seminar: MA, MASS Gender Studies and Queer Theory // MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Block, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2017

Vst.-Nr.: 10865

Keinz, Anika: Werkstatt Migration und gender_queer in der sozialwissenschaftlichen Forschung (Masterkolloquium)
Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie

3/6/9 ECTS, Seminar: MA, MASS Forschungsmodul / Gender Studies und Queer Theory / Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus // MES

Donnerstag, 14-täglich, 14.15 - 17.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 12.10.2017

Vst.-Nr.: 10896

Nationalismusforschung
Lehrstuhl für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas

3/6/9 ECTS, Seminar: MA, MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen / Politik und Kultur / Gender Studies and Queer Theory //MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Mittwoch, 11.15 - 12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 11.10.2017

Vst.-Nr.: 10940
Hennig, Anja: Religiöse moderne Fundamentalismen im Vergleich
Lehrstuhl für Vergleichender Politikwissenschaft

3/6/9 ECTS Seminar: MA, MASS Politik und Kultur / Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory // MES

Dienstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.10.2017

Vst.-Nr.: 10881
Kurilo, Olga: Frauen in den Revolutionen
Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte

9 ECTS, Seminar: MA, MEK Zentralmodul / Wissenskulturen - Wissenschaften, Religionen, Künste // KGMOE Menschen-Artekfakte-Visionen //MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory

Block, Veranstaltungsbeginn: 19.10.2017

Vst.-Nr.: 10907

Krämer, Hannes: Die ZASt und Eisenhüttenstadt. Praktiken und Formen der Grenzziehungen
Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie

Seminar: MA, MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen /Gender Studies und Queer Theory / Politik und Kultur / Forschungsmodul // KGMOE Räume - Grenzen - Metropolen /Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft //MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften, Block

Vst.-Nr.: 10996

BESCHREIBUNGEN der LEHRVERANSTALTUNGEN (WiSe17/18)

Hoenes, Josch: Gender-Theorien

Vst.-Nr.: 10882 (Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen sowie Gender Studies)

3/6/9 ECTS

Seminar: MA, MASS Gender Studies and Queer Theory /MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Block, Veranstaltungsbeginn: 20.10.2017

Seit mehr als 20 Jahren nimmt die politische Bedeutung von Gender zu, ob auf programmatischer Ebene oder als politischer Kampfbegriff. Im Seminar werden theoretische Konzepte zu Gender erkundet. Es wird gefragt, welche Funktionen dieser Begriff annehmen kann, wie er definiert wird, was sich mit ihm analysieren lässt, und was wissenschaftliche Disziplinen gewinnen, wenn sie Gender als eine Kategorie berücksichtigen. Auch wird die Entwicklungslinie von Gender zu Queer Studies verfolgt und wissenschaftliche Texte werden daraufhin untersucht, ob beide Wissensbereiche einen feministischen Charakter haben.

Teilnahmevoraussetzungen: regelmäßige und aktive Teilnahme

Hinweise zum Blockseminar: 20.10./17.11./ 8.12./12.1.18/26.1.18

Leistungsnachweis: Hausarbeit


Chołuj, Bożena: Anti-Genderismus in der EU: Proteste, Manifestationen, Publikationen

Vst.-Nr.: 10865 ( Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen sowie Gender Studies)

9 ECTS

Seminar: MA, MASS Gender Studies and Queer Theory // MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Block, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2017

Gender als Wort und Begriff hat im wissenschaftlichen und im politischen Diskurs in der EU seit den frühen 1990er Jahren Konjunktur. 1995 spielte diese Kategorie eine wichtige Rolle auf der IV Weltfrauenkonferenz in Beijing und war für deren Abschlussdokument von zentraler Bedeutung. Sie ist aber bis heute trotz der Erwartung engagierter Aktivist_Innen der dritten Welle der Frauenbewegung nicht in den Mainstream eingegangen, sondern geriet in die Zwickmühle öffentlicher Konflikte in fast allen Mitgliedsländern der EU. In Debatten zu Gender-Mainstreaming, EU-Richtlinien, zu Gleichstellungspolitik und Geschlechteridentitäten, Sexualität, zu häuslicher Gewalt, In-vitro-Fertilisation und Abtreibungsfragen wird Gender zu einer zivilisatorischen Gefährdung stilisiert. Wir untersuchen textuelle und bildliche Angriffe auf Gender und Gender Studies und verfolgen Debatten, in denen die Wissenschaftlichkeit der Gender-Forschung in Frage gestellt wird. Und wir versuchen zu erkunden, worum es bei diesen Auseinandersetzungen geht? Welche Ziele werden dabei verfolgt, welche Strategien werden entwickelt und angewendet?

Literatur: Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben und auf moodle bereit gestellt.

Teilnahmevoraussetzungen: regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Freude an Diskussion

Hinweise zum Blockseminar: 13.10/10.11/8.12/5.01.18/26.01.18

Leistungsnachweis: Hausarbeit


Keinz, Anika: Werkstatt Migration und gender_queer in der sozialwissenschaftlichen Forschung (Masterkolloquium)

Vst.-Nr.: 10896 (Lehrstuhl für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie)

3/6/9 ECTS

Seminar: MA, MASS Forschungsmodul / Gender Studies und Queer Theory / Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus // MES

Donnerstag, 14-täglich, 14.15 - 17.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 12.10.2017

Die Werkstatt Migration und gender_queer in der sozialwissenschaftlichen Forschung soll ein studienbegleitendes Forum für alle diejenigen darstellen, die eine sozialwissenschaftliche Arbeit (Masterarbeit) im Rahmen des MASS schreiben (insbesondere im Modul Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus und Gender Studies und queer theory) oder eine Dissertation mit kultur- bzw. sozialanthropologischer Ausrichtung planen. In der Werkstatt sollen geplante Forschungsprojekte, die im Bereich Migrationsforschung oder die Gender und Sexualitäten als analytische Kategorien oder als Gegenstandsbereiche ihrer Forschung haben bzw. den Blick auf geschlechterspezifische Dimensionen in der Migrationsforschung richten, vorgestellt und diskutiert sowie durchgeführte Feldforschungen präsentiert werden. Im Sinne einer intersektionalen Perspektive sollen Gender und Sexualität dabei stets als interdependent mit anderen Kategorien betrachtet und gedacht werden. Schwerpunkte sollen sowohl methodologische als auch epistemologische Fragen einer kultur- und sozialanthropologischen (Geschlechter-)Forschung sein (wie lege ich eine Forschung an, wie begrenze ich sinnvoll das Untersuchungs- bzw. Gegenstandsfeld, auf welches Instrumentarium greife ich zurück, wie setze ich es um?) und Theoriefragen (welche theoretischen Ansätze kommen in Frage?).

Hinweise zum Blockseminar: 12.10., 26.10., 9.11.,23.11., 7.12., 21.12., 11.01., 25.01.; jeweils von 14.15 Uhr bis 17.45 Uhr

Hennig, Anja: Religiöse moderne Fundamentalismen im Vergleich

Vst.-Nr.: 10881 (Lehrstuhl für Vergleichender Politikwissenschaft)

3/6/9 ECTS

Seminar: MA, MASS Politik und Kultur / Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory // MES

Dienstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.10.2017

Was kennzeichnet religiösen Fundamentalismus? Inwieweit lässt sich das Konzept auf verschiedene Religionen anwenden? Geht es wirklich um Religion oder um politische Macht? Welle Rolle spielen Geschlechterhierarchien? Um diese und andere Fragen zu beantworten, zielt das Seminar zunächst darauf, grundlegende Kriterien zur Identifikation und vergleichenden Analyse moderner fundamentalistischer Bewegungen zu (v)ermitteln. Dabei sollen zugleich Begriffe und Vorannahmen der Fundamentalismus-Forschung kritisch hinterfragt werden. Ausgangspunkt und zentrale Quelle ist die umfassende fünfbändige Ergebnisdokumentation des „Fundamentalism Projects“, das zwischen 1991 und 1996 an der American Academy durchgeführt wurde und bis heute grundlegend ist. In diesem Unterfangen wurden erstmals fundamentalistische Bewegungen innerhalb verschiedener Religionen und über die Kontinente hinweg analysiert und systematisch verglichen. Wir werden uns mit diesen Forschungsergebnissen ebenso befassen wie mit kritischen Rezensionen und der gegenwärtigen Forschung, die häufig den Islamismus zum Gegenstand hat. Neben den konzeptionell theoretischen Grundlagen, Einblicken in Fallstudien und einem wissenschaftskritischen Blick geht es auch um Grundlagen des sozialwissenschaftlichen Vergleichs.

Literatur: Casanova, José (1995) "Fundamentalisms and Society: Reclaiming the Sciences, the Family, and Education by Martin E. Marty; R. Scott Appleby; Fundamentalism and the State: Remaking Polities, Economies, and Militance by Martin E. Marty; R. Scott Appleby."

Leistungsnachweis: (9ECTS) Referat, Reflection Paper, HA

Nationalismusforschung

Vst.-Nr.: 10940 (Lehrstuhl für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas)

3/6/9 ECTS

Seminar: MA, MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen / Politik und Kultur / Gender Studies and Queer Theory //MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Mittwoch, 11.15 - 12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 11.10.2017

Nationalismus – nach dem zweiten Weltkrieg und insbesondere in der Bundesrepublik oft für überwunden erklärt – hat nach dem Ende des Kalten Krieges in Europa und vor allem in der Gegenwart als Ideologie bzw. politische Bewegung wieder erheblich an Bedeutung gewonnen. Zugleich gilt die Entstehung und Geschichte des Nationalismus heute als eines der wichtigsten und prägendsten historischen Phänomene des 19. und 20. Jahrhunderts. In dieser Veranstaltung wird deshalb ein möglichst breiter Überblick in die Nationalismusforschung der letzten Jahrzehnte und die Geschichte des Nationalismus von seinen Anfängen bis in die jüngste Geschichte vorgestellt. Behandelt werden die einflussreichsten Nationalismustheorien sowie prägende Forschungsperspektiven wie Nationalismus und Gewalt, Nationalismus und Religion, Nationalismus und Geschlecht oder Nationalismus und Rassismus. An klassischen Beispielen aus der europäischen und nordamerikanischen Geschichte wird nach Entwicklungsbedingungen, Grundideen und nach sozialen Trägerschichten des Nationalismus gefragt. Im Anschluss daran werden die Ausbreitung und Verlaufsgeschichte des Nationalismus außerhalb der nordatlantischen Sphäre vorgestellt und die Ergebnisse der neueren Nationalismusforschung diskutiert.

Literatur: Literatur zur Einführung: Hans-Ulrich Wehler, Nationalismus: Geschichte, Formen, Folgen, München 2004.


Krämer, Hannes:  Die ZASt und Eisenhüttenstadt. Praktiken und Formen der Grenzziehungen

Vst.-Nr.: 10996 (Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie)

Seminar: MA, MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen / Gender Studies und Queer Theory / Politik und Kultur / Forschungsmodul // KGMOE Räume - Grenzen - Metropolen / Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft // MEK/KGMOE/MAKS/MASS/MAL Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Block

In Eisenhüttenstadt wurde vor 26 Jahren die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZASt) eröffnet. Das Areal umschließt neben den Wohneinheiten auch die Leitung der ZASt, eine Polizeistation, eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, die Zentrale Ausländerbehörde und ein mittlerweile geschlossenes Abschiebegefängnis. Das Umfeld der ZASt bietet eine Vielzahl an Interaktionsräumen zwischen Bewohner*innen und Anwohner*innen, die sich über die Grenzen des Areals hinweg erstrecken. Untersucht werden soll im Zuge eines zweisemestrigen Forschungsprojekts die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber*innen in Bezug auf die Stadt Eisenhüttenstadt. Mögliche Untersuchungsfelder und Themenbereiche sind beispielsweise Praktiken der Identitätskonstruktion, Aus- und Einschlussmechanismen sowie die Wahrnehmung und Wirkung der ZASt im städtischen Raum und vice versa. Hinsichtlich der in den letzten Jahren erneut in den Vordergrund gerückten Debatten um Migration, territoriale Grenzen und Flucht, werden in Eisenhüttenstadt auch Fragen nach Politiken der Sichtbarkeit zentral. Es handelt sich bei dem Projekt um eine studentische Forschungsgruppe, unterstützt durch das Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION. In einem ersten Teil des Projektes wird es um die theoretische und methodische Einführung in das Thema gehen. Im zweiten Teil soll in ethnographischen Forschungen den erarbeiteten Fragen nachgegangen werden. Die Ausarbeitung und Umsetzung der Präsentation der Ergebnisse bilden den Abschluss der Lehrveranstaltung. Begleitend sind Abendvorträge und Diskussionsrunden zum Thema angedacht.

Teilnahmevoraussetzungen: Interesse am Thema und an ethnographischer Forschung

Hinweise zur Veranstaltung: Es findet eine Exkursion statt.

Hinweise zum Blockseminar: Semestervorbesprechung: 16.10.2017 14-16 Uhr ; weitere Termine: 27.10.2017, 15.12.2017, 26./27.01.2018, jeweils 10-16 Uhr

Leistungsnachweis: Die spezifischen Leistungsanforderungen werden in der ersten Seminarsitzung besprochen.


Kurilo, Olga: Frauen in den Revolutionen

Vst.-Nr.: 10907 (Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte)

9 ECTS

Seminar: MA, MEK Zentralmodul / Wissenskulturen - Wissenschaften, Religionen, Künste // KGMOE Menschen-Artekfakte-Visionen // MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory

Block, Veranstaltungsbeginn: 19.10.2017

Im 20. Jahrhundert fanden in Europa und Asien die Revolutionen statt, die die Nachkriegsgeschichte der Welt radikal veränderten. In Deutschland und Russland führten Revolutionsbewegungen zu dem Sturz der Monarchie. Danach etablierte sich in Russland nach der Oktoberrevolution 1917 die Macht der Sowjets. In Deutschland entstand eine parlamentarische Demokratie, die Weimarer Republik. Noch früher wurde als Ergebnis der Xinhai-Revolution die erste chinesische Republik in China 1912 gegründet, die allerdings in Europa viel weniger bekannt ist als die Kulturrevolution von Mao Zedong. Im Mittelpunkt des Seminars stehen Frauen und ihre Blicke auf die Revolutionen bzw. revolutionären Veränderungen in Deutschland, Russland und China. Interkulturelle Überschneidungen und Grenzüberschreitungen bilden in diesem Zusammenhang eine Basis für den internationalen Vergleich. Im Rahmen des Seminars ist auch eine Exkursion zu diesem Thema in Berlin vorgesehen.

Literatur: wird zum Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben

Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige und aktive Teilnahme

Hinweise zur Veranstaltung: in Zusammenarbeit mit dem Sozialwissenschaftlichen Studienkreis für Interkulturelle Perspektiven e.V. (SSIP) und dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

Hinweise zum Blockseminar: 19.10.2017 (Do.): 14:15-17:45, Einführung; 16.11.2017 (Do.), 9:15-17:45, Block 1; 14.12.2017 (Do.), 11:00-18:00, Block 2 (Käthe-Kollwitz-Museum, Fasanenstraße 24, 10719 Berlin); 11.01.2018 (Do.), 9:15-17:45, Block 3

Leistungsnachweis: Referat, Präsentation, Teilnahme an der Exkursion


ARCHIV der LEHRVERANSTALTUNGEN ( Modul 'Transdisziplinäre Gender und Queer Theory)

SoSe2017

Hoenes, Josch: Gender-Theorien

Chołuj, Bożena: Anti-Genderismus in der EU: Proteste, Manifestationen, Publikationen

Keinz, Anika: Werkstatt Migration und gender_queer in der sozialwissenschaftlichen Forschung (Masterkolloquium)

Krämer, Hannes:  Die ZASt und Eisenhüttenstadt. Praktiken und Formen der Grenzziehungen

Kurilo, Olga: Frauen in den Revolutionen

WiSe 2016/2017

Almog, Yael: Sexualität und Gender in der jüdischen Literatur der Moderne

Chołuj, Bożena: Differenz-, Gender-, Grenzstudien (Masterkolloquium)

Ramme, Jennifer / Chołuj, Bożena: De/Naturalisierungen des Politischen

Chołuj, Bożena / Czerwonogora, Katarzyna: Emancipation of Jewish women in modern Europe

Hennig, Anja: Gender Equality in Politik und Religion. Entwicklung und Aneignungspraktiken einer transnationalen Norm

Knefelkamp, Ulrich: Verdrängte Erinnerung – die Hexenverfolgungen im kommunikativen Gedächtnis

Morach, Norbert / Seidel, Sabine / Vogler-Lipp, Stefanie: „Der Islam ist eine Terrorreligion!“ oder „Homos dürfen keine Kinder haben!“ Diversitätskompetenz entwickeln und diskutieren

WiSe 2015/2016


Bergmann, Anna: Geschichte und Konzepte der Kindheit seit dem Spatmittelalter bis in die Gegenwart (Vorlesung)

Chołuj, Bożena: Differenz-, Gender- und Grenzforschung (Kolloquium)

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer: Das Politische anders denken und den Kategorien entgehen? Lektüreseminar zu Rancière

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer / Balejko, Dariusz: Gender&Motion

Morach, Norbert / Vogler-Lipp, Stefanie: Diversitatskompetenz entwickeln

SoSe 2015

Bethke, Svenja -Kleidung und Mode in historischer Perspektive. Fallbeispiele aus der Neueren Europäischen Geschichte im transnationalen Kontext

Chołuj, Bożena -Differenz-, Gender- und Grenzforschung (Kolloquium)

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer -Un/Doing Gender. Stabilisierungen und Destabilisierungen von Geschlechterordnungen.

Coffey, Judith / Balling, J. Rafael - Erzählungen von Liebe in der Literatur 1850-1950

Gorzelniak, Samanta – Liebeskonzepte

Guérot, Ulrike - Ist Europa eine Frau? Diskurse und Gender in Europa

Keinz, Anika - Intersektionalität, Queering, Passing, Assemblage. Denken gegen Ausschließlichkeiten und Unvereinbarkeiten

Lanza, Giovanni - Die offene Botschaft: Identität, Alterität, Medienübersetzung