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Modul Transdisziplinäre Gender und Queer Theory

Wahlpflichtmodul 'Transdisziplinäre Gender und Queer Theory (Master NEUE Struktur)

Wahlmodul Transdisciplinary Gender Studies (B.A. + Master ALTE Struktur)

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Bożena Chołuj

Im Mittelpunkt dieses Moduls steht die Vermittlung theoretischer und methodischer Konzepte zur Analyse von Geschlechterverhältnissen in individueller, struktureller und symbolischer Hinsicht. Vermittelt wird ein Überblick über Grund lagen, Problemfelder und Fragestellungen in der Frauen- und Geschlechterforschung.

Wahlpflichtmodul  'Transdisziplinäre Gender und Queer Theory (Master NEUEStruktur)

Für Interessierte BA-Studierende sind diese Lehrveranstaltungen offen. BA-Studierende können es im Rahmen einer Vertiefung belegen.

LEHRVERANSTALTUNGEN Wintersemester 2016/2017

Chołuj, Bożena: Denkstil, Paradigma, Matrix, Framing wissenschaftstheoretische Begriffe und ihre Kontexte
Seminar: 3/6/9 ECTS, Donnerstag, 14-täglich, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Ramme, Jennifer/ Chołuj, Bożena: Judiths Butler’s performative theory of assemby
Seminar: 3/6/9 ECTS, Donnerstag, 10.00 - 12.30 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Chołuj, Bożena / Staśkiewicz, Joanna: Parodie, Hypersimulation oder Subversion? Spiel mit der Geschlechterordnung am Beispiel der (New) Burlesque

Seminar: 3/6/9 ECTS, Dienstag, 12.15 - 13.45 Uhr, Ort: CP 152 (Achtung: Raumänderung!), Veranstaltungsbeginn: 11.10.2016

Keinz, Anika: Von queeren Migrant_innen zu queering migration
Seminar: 3/6/9 ECTS, Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: AM 105, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Chołuj, Bożena: Kolloquium Macht und Differenz

Kolloquium: 6/9 ECTS, Block, monatlich, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016

BESCHREIBUNGEN der LEHRVERANSTALTUNGEN (WiSe16/17)


Chołuj, Bożena
(Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10406
Denkstil, Paradigma, Matrix, Framing – wissenschaftstheoretische Begriffe und ihre Kontexte
Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften, 3/6/9 ECTS
Donnerstag, 14-täglich, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Beschreibung:
Denkstil, Paradigma, Matrix und Framing wurden als Begriffe zur Bezeichnung komplexer Zusammenhänge von Denken und Wahrnehmen von AutorInnen des 20. Jhs. geprägt. Die mit ihnen verbundenen theoretischen Ansätze betreffen vor allem Mechanismen und Prozesse, in denen Erkenntnisse, Interpretationen, Deutungen und Wertungen hervorgebracht werden, sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Lebenswelt. Im Seminar wenden wir uns nicht der herkömmlichen Erkenntnistheorie zu, sondern analysieren die Funktion dieser Begriffe bei Ludwik Fleck, Thomas Kuhn, Paul Feyerabend, Judith Butler und Elisabeth Wehling. Wir untersuchen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen ihnen, um nachzuprüfen, welche Hilfskonstruktionen diese Begriffe funktionsfähig machen, vor allem in den Kulturwissenschaften. Unter die kritische Lupe nehmen wir die grundlegenden Texte der genannten AutorInnen. Bei der Analyse interessiert uns auch die Frage, ob jene Begriffe uns zum Einheitsdenken animieren oder eher unsere Betrachtungsweise in unterschiedlichen Disziplinen auf neue Aspekte öffnen, ob sie als komplementär fungieren können oder von einer Inkommensurabilität der Theorien zeugen.
Literatur:
wird in der ersten Sitzung angegeben
Teilnahmevoraussetzungen:
regelmäßige und aktive Teilnahme
Hinweise zum Blockseminar:
An folgenden Tagen: 13.10.; 27.10.; 10.11.; 24.11.;08.12.; 05.01.2017 ;19.01.
Leistungsnachweis:
Referat / Essay / Hausarbeit

Ramme, Jennifer / Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10439
Judiths Butler’s performative theory of assembly
Seminar: MASS Gender und Queer Studies / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen // alle MAs: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften 3/6/9 ECTS
Donnerstag, 10.00 - 12.30 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016

Beschreibung: This seminar is dedicated to Judith Butler’s latest publication “Notes Toward a Performative Theory of Assembly” and will be held in English. In order to understand Butler’s theoretical base, we start with a session about her concept of performativity and the understanding of politics by Hannah Arendt. The following sessions of the course will be dedicated entirely to Butler’s latest book. We will discuss her performative theory of assembly and concepts such as precarity, appearance, and support using examples, such as social protests, politics on the streets and coalitional politics. The aim of the seminar is not only to discuss Butler’s theory, but also to analyze and visualize modes of appearance. Questions we will address are: What helps us and others to appear? What does Judith Butler mean when she defines precarity as something universal? How can we and others act as political and social subjects and what might be reasons that our social and political participation is limited?
Literatur: Reading list: Arendt, Hannah: Between Past and Future: Eight Exercises in Political Thought, Penguin Books,1968, p. 143-171 (chapter „What is freedom?“); Butler, Judith: Bodies That Matter: On the Discursive Limits of "Sex", New York & London: Roudledge, 1993 (introduction); Butler, Judith: Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity. Routledge, New York, 1990 (conclusion)
Teilnahmevoraussetzungen:  The password for Moodle will be send via e-mail after registration (write to ramme@europa-uni.de).
Hinweise zum Blockseminar: 13.10.16 (introduction and relevant information about the course, 45 min.) / 27.10.16 / 10.11.16 /24.11.16/ 8.12.16/ 15.12.16 /5.01.17/12.01.17/ 19.01.17
Leistungsnachweis: Grading methods: Regular, active attendance is expected, providing reflection on readings, participating in group work, and the visualization of an example analysis. Participation in the course requires registering at Moodle platform. Final papers (6 and 9 ECTS) can be written either in English or in German. Details regarding grading methods to be announced by 13.10.16.

Sprache: English

Chołuj, Bożena / Staśkiewicz, Joanna (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10405

Parodie, Hypersimulation oder Subversion? Spiel mit der Geschlechterordnung am Beispiel der (New) Burlesque
Seminar, MASS Gender Studies und Queer Theory, 3/6/9 ECTS
Dienstag, 12.15 - 13.45 Uhr, Ort: : CP 152 (Achtung: Raumänderung!), Veranstaltungsbeginn: 11.10.2016
Beschreibung:
Seit Mitte der 1990er Jahre entstand, angestoßen durch den Film Moulin Rouge, in mehreren Städten (z.B Berlin, Paris, New Orleans,
Warschau) eine lebendige Szene der (new)burlesque, die für die Gender Studies ein interessantes Forschungsthema bietet, insbesondere da sich die Performerinnen als Feministinnen bezeichnen und oft Absolventinnen der Gender Studies sind (einige sogar promoviert). Sie betrachten die (new)burlesque als ihren Weg, die heteronormative Geschlechter- und Sexualitätsordnung infrage zu stellen und diese anders zu definieren. Inzwischen entwickelten sich verschiedene neue Formen der (new)burlesque, wie queerlesque, boylesque oder die zurzeit in den USA populäre nerdlesque. Die Frage, ob und inwieweit die (new) burlesque einen Weg zum Empowerment von Frauen bedeutet, ist interessant, wenn man betrachtet, dass z.B. die Performer der boylesque diese nicht als eigenes Empowerment, sondern vielmehr als Kunst sehen. Warum sehen die Performerinnen das Spiel mit der Verführung und der Nutzung von Elementen des heteronormativen Sexappeals, wie hohe Absätze, starkes Make–up und laszive Pin-Up-Posen, als Möglichkeit, die heteronormative Sexualität neu zu konnotieren? Ist die (new)burlesque eine Art symulacra, der Parodie oder der subversiven Wiederholung? Wie steht es mit dem Blick der Anderen – der Zuschauenden und der Konstruktion einer Frau als eines sexuellen Objekts? Diese und weitere Fragen sollen mithilfe der Theorien von Barthes,
Bataille, Butler, Derrida, Baudrillard und Sartre diskutiert werden.
Literatur:
Die Literaturliste wird bei der ersten Veranstaltung sowie bei Moodle bekannt gegeben.
Teilnahmevoraussetzungen:
Regelmäßige und aktive Teilnahme

Hinweise zur Veranstaltung: Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt, bitte um Vora
nmeldung unter mail@joanna-staskiewicz.eu
Leistungsnachweis:
Referat, Essay oder Hausarbeit.
Sprache:
Teilweise Texte auf Englisch

Keinz, Anika (Professur für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie spätmoderner Gesellschaften) 10419
Von queeren Migrant_innen zu queering migration
Seminar: MASS Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory // MES , 3/6/9 ECTS
Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: AM 105, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016

Beschreibung: Ausgehend von der Perspektive „sexual migration“ werden wir in diesem Seminar Migrationsbewegungen, Migrationspolitik und Migrationsforschung aus einer gendersensiblen, heteronormativitätskritischen und rassismuskritischen Perspektive beleuchten. Das Seminar gliedert sich in drei thematische Blöcke: Im ersten Block werden wir die Bedeutung von Gender und Sexualitäten in der Migrationsforschung betrachten. In einem zweiten Block diskutieren wir an Beispielen aus der Forschungsliteratur, wie und auf welche Weise die Erfahrungen und Perspektiven von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und inter*geschlechtlichen Migrant_innen in die Migrationsforschung integriert werden können und welche Bedeutung heteronormative Vorstellungen und Strukturen in der Aufnahmegesellschaft spielen. Diese ersten Perspektiven sind eng verknüpft mit Fragen nach der Wissensproduktion. Daher wenden wir uns in einem dritten Themenblock der Frage zu, wie eine Forschung gelingen kann, die nicht nur darauf abzielt LGBTI-Migrant_innen in die Forschung zu inkludieren, sondern es sich zum Ziel macht Migrationsforschung an sich zu queeren.
Literatur:
Eithne Luibhéid und Lionel Cantú (Hg.) (2005): Queer Migrations. Sexuality, U.S. Citizenship, and Border Crossings. Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Teilnahmevoraussetzungen: Bitte anmelden bis zum 3.10.2016 unter: hiwi-anthro1@europa-uni.de (es wird keine Anmeldebestätigung verschickt!)
Hinweise zur Veranstaltung: Sie sollten vertraut sein mit Vokabular und Ansätzen aus den Gender Studies und der Queer Theory. Zur Vorbereitung auf das Seminar empfehle ich das Buch „Heteronormativität“ von Hartmann, Klesse et.al. und „Queer Theory“ von Annemarie Jagose. Es empfiehlt sich das Seminar mit Prof. Schiffauers „Einführung in die Migrationsforschung“ zu kombinieren.
Leistungsnachweis:
Abstracts, Hausarbeiten. Genaueres wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.


Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10407
MA-Kolloquium Macht und Differenz
Kolloquium: MA/Graduiertenstudium, MASS Gender Studies und Queer Theory / Forschungsmodul // MEK, KGMOE, MA Literaturwissenschaft: Forschungsmodul, 6/9 ECTS
Block, monatlich, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Beschreibung:
Das Kolloquium richtet sich sowohl an fortgeschrittene Studierende, als auch Masterstudierende und diejenige, die sich in der ersten Phase ihrer Arbeit an Dissertationen befinden. Wenn ihre Forschungsinteressen sich mit den thematischen Verflechtungen von Macht und Differenz verbinden, können sie mit uns ihre Abschlussarbeiten und Forschungsansätze diskutieren. Unter Differenz wird hier nicht nur die geschlechtliche Differenz verstanden, sondern auch nationale, kulturelle, konfessionelle, ethnische, also jede, nach der die Menschen voneinander unterschieden, abgegrenzt werden, durch welche sie sich selbst ausgegrenzt fühlen und durch die sie sich voneinander distanzieren. Auch die Grenzproblematik gehört zu unserem Themenkomplex, wenn diese mit  Differenzen bzw. Differenzierungsprozessen verbunden wird. Macht auszuüben, bedeutet in diesem Zusammenhang: Differenzen unterschiedlicher Provenienz so zu operationalisieren, dass die Menschen verfügbar werden, ihre Kapazitäten zur Disposition stellen und bereit sind, ihre Weltsicht solchen Ordnungslogiken anzupassen, welche durch Machtverhältnisse hervorgebracht werden. Im Kolloquium analysieren wir auf Grund des Materials, welches in die geplanten MA-Arbeiten und Dissertationen einbezogen wird, wann die Differenzen zu Grenzen verdichtet werden, wann sie sich auflösen und wie neue Differenzen entstehen. Im Kolloquium werden Fragmente der Abschlussarbeiten präsentiert und zusammen mit themenspezifischen Texten sowie theoretischen Ansätzen mit methodologischer Unterstützung intensiv diskutiert. Dies geschieht mit dem Ziel, den Schreibenden methodologische und inhaltliche Impulse und Orientierungen für das Verfassen ihrer Arbeiten zugeben. Das Programm des Kolloquiums und die Sekundärliteratur hängen von den Interessenbereichen der Teilnehmenden ab und wird deswegen am Beginn des Semesters erstellt.
Hinweise zum Blockseminar:
An folgenden Tagen: 13-14.10; 10-11.11; 8.-09.12; 5.-06.01.2017. Donnerstag, 18-20 Uhr und Freitag 10-13 Uhr.
Leistungsnachweis: Fragment der Arbeit


Sommersemester 2016

Almog, Yael: Sexualität und Gender in der jüdischen Literatur der Moderne

6 ECTS, Seminar, Freitag, 12.15 - 13.45 Uhr, Ort: TU TEL 811, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2016

Chołuj, Bożena: Differenz-, Gender-, Grenzstudien (Masterkolloquium)

6/9 ECTS, Kolloquium, Donnerstag und Freitag, monatlich: Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag 10-13 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 14.04.2016

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer: De/Naturalisierungen des Politischen

3/6/9 ECTS, Seminar, Mittwoch, Block, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 13.04.2016

Chołuj, Bożena / Czerwonogora, Katarzyna: Emancipation of Jewish women in modern Europe

3/6/9 ECTS, Seminar, Dienstag, zweimal im Monat, 10.00 - 13.00 Uhr, Room: GD 07, Course Start: 12.04.2016

Hennig, Anja: Gender Equality in Politik und Religion. Entwicklung und Aneignungspraktiken einer transnationalen Norm

3/6/9 ECTS, Seminar, Dienstag, 14-taglich ab der 4. Sitzung, 11.00 - 14.15 Uhr, Ort: GD 06, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2016

Knefelkamp, Ulrich: Verdrängte Erinnerung – die Hexenverfolgungen im kommunikativen Gedächtnis

3/6/9 ECTS, Seminar, Dienstag, 18.00 - 19.30 Uhr, Ort: HG 217, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2016

Krämer, Hannes: Einführung in die Ethnografie

3/6/9 ECTS, Seminar, Dienstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: AM 205, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2016

Morach, Norbert / Seidel, Sabine / Vogler-Lipp, Stefanie: „Der Islam ist eine Terrorreligion!“ oder „Homos dürfen keine Kinder haben!“ Diversitätskompetenz entwickeln und diskutieren

6 ECTS Seminar BA/MA, Block, 10.00 - 17.00 Uhr, Ort: AB 07, Veranstaltungsbeginn: 29.04.2016


BESCHREIBUNGEN der LEHRVERANSTALTUNGEN

Almog, Yael: Sexualität und Gender in der jüdischen Literatur der Moderne (10095)

6 ECTS Seminar: MA Literaturwissenschaften: Vergleichende Literaturgeschichte / Literaturtheorie als Kulturtheorie // MASS Gender Studies und Queer Theory // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Freitag, 12.15 - 13.45 Uhr, Ort: TU TEL 811, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2016

Das Seminar beschäftigt sich mit der Darstellung von Sexualität und Geschlecht in literarischen Texten und Filmen jüdischer VerfasserInnen im zwanzigsten Jahrhundert. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie Formen der Sexualität, die vor dieser Zeit nicht akzeptiert waren (wie z.B Homosexualität), in der Reflexion jüdisch-christlicher Beziehungen, jüdischer Geschichte und religioser Zugehörigkeit verhandelt wird.

Literatur: Behandelt werden Texte u.a Gluckel von Hameln, Magnus Hirschfeld, Yona Wallach, “Walk on Water”.

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar findet in Kooperation mit dem Zentrum fur Antisemitismusforschung an der TU Berlin statt. Bei Fragen richten Sie sich bitte vorab direkt an die Dozentin: almog@zfl-berlin.org


Chołuj, Bożena: Differenz-, Gender-, Grenzstudien (10113)

(Masterkolloquium) 6/9 ECTS Kolloquium: MASS Gender Studies und Queer Theory // MA Literaturwissenschaften: Forschungsmodul // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Donnerstag und Freitag, monatlich: Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag 10-13 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 14.04.2016

Das Kolloquium zu Differenz-, Gender- und Grenzstudien richtet sich sowohl an Masterstudierende als auch an diejenigen, die eine Dissertation schreiben und in diesem thematischen Bereich ihre Recherchen durchfuhren mochten. Das Kolloquium hat zum Ziel, sie methodologisch dabei zu unterstützen und ihnen beim Verfassen der Arbeiten behilflich zu sein. Unter Differenz wird nicht nur die geschlechtliche Differenz, sondern auch jede andere verstanden, etwa nationale, kulturelle, konfessionelle, ethnische, also jede, nach der die Menschen voneinander unterschieden, abgegrenzt werden, durch welche sie sich selbst ausgegrenzt fühlen, und durch die sie sich voneinander distanzieren. Die Grenzproblematik gehört zu diesem Themenkomplex, wenn diese mit Differenzen bzw. Differenzierungsprozessen verbunden ist.

Literatur: Ein ausführliches Literaturverzeichnis wird zu Beginn des Semesters angegeben.

Teilnahmevoraussetzungen: aktive Teilnahme

Hinweise zum Blockseminar: An folgenden Tagen: 14.-15.04; 12-13.05,16-17.06; 07-08.07. Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag 10-13 Uhr

Leistungsnachweis: Fragment der Arbeit

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer: De/Naturalisierungen des Politischen (10115)

3/6/9 ECTS, Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory / Migration, Ethnizitat und Ethnozentrismus // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften

Mittwoch, Block, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 13.04.2016

Was ist überhaupt Politik, was gehört zum Politischem und was kann ein Politikum sein? Wer/was ist fähig zur Politik und wer/was wird von vorn hinein ausgeschlossen? Das sind Fragen, die nicht nur die politische Philosophie beschäftigt, aber auch in der Praxis sozialer Bewegung eine enorme Bedeutung haben. Naturalisierungen des Politischen meint in diesem Zusammenhang Fixierungen gesellschaftlich konstruierter Ordnungen, die als natürlich und unhinterfragbar gelten, obwohl sie ein Politikum sein konnten. Das Seminar widmet sich Theorien über das Politische, bei denen Konstruktionsweisen des Politischen selbst zur Frage stehen. Verglichen werden Verständnisse der Politik und des Politischen von Carl Schmitt, Hannah Arendt, Jacques Derrida, Jacques Ranciere sowie zusätzliche Autor_innen, die den Seminarteilnehmenden zur Auswahl stehen (z.B. Bruno Latour, Jean Baudrillard, Ernesto Laclau, Claude Lefort, Chantal Mouffe). Dabei diskutieren wir darüber, welche Fundamente in den Theorien hinterfragt oder beibehalten werden und wo eventuell neue Fundamente entstehen, mit welchen Konsequenzen.

In den Sitzungen werden, zusätzlich zur Besprechung der jeweiligen Theorien über das Politische, Bezüge zu aktuell stattfindenden Auseinandersetzungen um das Politische hergestellt und diskutiert (z.B. Flüchtlingsdebatte, Nationalismen, Pegidabewegung, Gender/LGBTQFragen u.a.).

Literatur: Wird auf der ersten Sitzung und per E-Mail angegeben.

Teilnahmevoraussetzungen: Benutzung von Moodle. Anmeldung vorab bei ramme@europa-uni.de. gerne mit Angabe eigener Wunsche bezüglich der im Seminar zu behandelnden zusatzlichen Autor_innen (z.B. Jean Baudrillard, Bruno Latour, Ernesto Laclau, Claude Lefort, Chantal Mouffe)

Hinweise zur Veranstaltung: 13.04.15 (Einführungssitzung – 60 min). Die restlichen Sitzungen circa 3-stundig.

Hinweise zum Blockseminar: 13.04.15 / 27.04.16 /11.05.16/ 01.06.16/ 08.06.206/15.06.2016/ 29.06.2016/06.07.2016

Leistungsnachweis: Regelmäsige Teilnahme. Vorbereitende Textlektüre. Bereitschaft zur Gruppenarbeit. Erstellung eines Mindmaps

(”Kartografie” des Politischen). Weitere Angaben folgen per E-Mail nach Anmeldung und in der Einführungssitzung.


Chołuj, Bożena / Czerwonogora, Katarzyna: Emancipation of Jewish women in modern Europe (10116)

3/6/9 ECTS, Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory

Dienstag, zweimal im Monat, 10.00 - 13.00 Uhr, Room: GD 07, Course Start: 12.04.2016

The course “Emancipation of Jewish women in modern Europe” focuses on presentation and analysis of political, social and cultural conditions of Jewish women’s emancipation in Central Europe at the turn of the nineteenth and twentieth centuries. Participants of the course will discuss various interpretations of the notion of emancipation determined by these conditions and learn about the particularities of the processes of the liberation of Jewish women against the background of the first wave of European feminisms. Some issues raised during the course will be: orientalization in cultural representations of Jewish women in European literature, Jewish women’s professional activity and political responses of Jewish women to their double, racial and gender, jeopardy.

Reading: Hannah Arendt, Rahel Varnhagen. The Life of a Jewess, ed. by Liliane Weissberg, Johns Hopkins University Press, 2000; Paula Hyman,Gender and Assimilation in Modern Jewish History: The Roles and Representation of Women; University of Washington Press, 1995; Puah Rakovsky, My Life as a Radical Jewish Woman, transl. by Paula Hyman and Barbra Harshaw, Indiana University Press 2004; Rahel Straus, Wir lebten in Deutschland. Erinnerungen einer Deutschen Juedinn 1880-1933, Stuttgart 1961; Manfred Voigts, Kafka und die judisch-zionistische Frau: Diskussionen um Erotik und Sexualitat im Prager Zionismus; mit Text-Materialien, Konigshausen & Neumann, 2007.

Dates of seminar sessions: 12.04.2016, 26.04, 10.05, 24.05, 7.06, 21.06

Assessment: Essay or oral exam

Language: The course is in English, participants must have a passive command of German to read the texts.


Hennig, Anja: Gender Equality in Politik und Religion. Entwicklung und Aneignungspraktiken einer transnationalen Norm (10120)

3/6/9 ECTS, Seminar: MASS Politik und Kultur / Migration, Ethnizitat und Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory // MES

Dienstag, 14-taglich ab der 4. Sitzung, 11.00 - 14.15 Uhr, Ort: GD 06, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2016

Gender equality, gender mainstreaming, gender als ein Aspekt von diversity – viele sind mit der Differenzierung zwischen biologischem und sozial konstituiertem Geschlecht sowie mit Instrumenten vertraut, die einer Ungleichbehandlung in öffentlichen Institutionen etwa auf Grund von sexueller Orientierung oder der Geschlechtszugehörigkeit entgegenwirken sollen. Und viele unterstützen diese Idee. Doch diese globale Norm - gender equality ist Teil des Menschenrechtskatalogs - wirft aus sozialwissenschaftlicher Sicht auch Fragen auf: Sie provoziert Widerstand etwa bei religiösen Akteuren, wird von rechtsradikalen Parteien für illiberale Zwecke missbraucht, wahrend politisch linke Akteure gender equality mitunter in Konflikt mit multikulturellen Normen sehen; etwa die feministische Kritik am islamischen Kopftuch. In diesem Seminar geht es somit insbesondere darum, die unterschiedlichen Aneignungen von bzw. Kritik an dieser politisch und gesellschaftlich relevanten Norm zu analysieren. Teil 1 widmet sich überblicksartig den wichtigsten theoretischen Impulsen zu gender als sozial konstituiertem Geschlecht sowie seiner Bedeutung innerhalb des Liberalismus als politischer Theorie. Teil 2 spurt der Genese von gender equality als transnationaler Norm nach, die über die UN und EU auf die nationalstaatliche Ebene diffundierte. Teil 3 untersucht in Fallstudien, wie sich zivilgesellschaftliche Akteure gegen gender-sensitive Curricula an Schulen wehren, welche Vorstellungen u.a. konservativ-katholische Akteure mit der „Gender-Ideologie“ verbinden oder wie gender equality als liberaldemokratischer Wert eingesetzt wird, um sich gegenüber „dem“ Islam abzugrenzen, der diesbezüglich als „illiberal“ verurteilt wird.

Literatur: Aslove, Andrej at.al (2015): Gender and populist radical-right politics: an introduction, in: Patterns of Prejudice 49, Nos 1-2, p.3-15 Rolandsen Augustin, Lise (2013): Gender Equality, Intersectionality, and Diversity in Europe; Palgrave Macmillan: New Yorkradical religion Van der Vleuten, Anna (2007): The Price of Gender Equality: Member States and Governance in the European Union; Ashgate: Adlershot.

Teilnahmevoraussetzungen: Interesse am The Bereitschaft zur selbstständigen Recherche einer Fallstudie in einer AG, regelmäßige Teilnahme und Lektüre englischsprachiger Texte; Teilnahme an 1-2 online-Forumsdiskussionen.

Hinweise zum Blockseminar: 2-wochentlich ab der vierten Sitzung; Sitzung 1-3 am 12.4., 19.4., 26. von 11:15-12:35; danach 14-taglich: 10.5., 24.5., 7.6., 21.6., 5.7., jeweils 11-14 Uhr

Leistungsnachsweis: Seminarbegleitende Essays oder Hausarbeit plus Gruppenreferat (Fallstudien zu Teil 3), Sitzungsprotokoll (nur für 3 ECTS)


Knefelkamp, Ulrich: Verdrängte Erinnerung – die Hexenverfolgungen im kommunikativen Gedächtnis (10131)

3/6/9 ECTS, Seminar: MEK Zentralmodul / Wissenskulturen – Wissenschaften, Religionen, Künste / Forschungsmodul // KGMOE Menschen-Artefakte-Visionen // MASS Gender Studies und Queer Theory // MA Literaturwissenschaften: Wissenskulturen und Künste // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften // MES

Dienstag, 18.00 - 19.30 Uhr, Ort: HG 217, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2016

Unter dem Begriff der Christianisierung liest man in der Fachliteratur, wie sich unter den Karolingern das Christentum weiter in den Norden und Osten verbreitete, um das Jahr 1000 gelten weite Teil Europas als christianisiert. Die Kirche als Institution wurde immer dogmatischer und ihr System perfekter. Sie schaffte es aber nicht, die Volksfrömmigkeit unter Kontrolle zu bringen. Viele Bewegungen wurden zu Ketzerbewegungen erklärt, die Dominikaner wurden zur Inquisition eingesetzt. Trotzdem war der Glaube an Dämonen und Magie weit verbreitet. Dem stellte die Kirche ihre Heiligen gegenüber, die als Vermittler zwischen Gott und den Menschen geschaffen wurden. Die Figur der Jeanne d’Arc zeigt, wie dicht Heilige und Hexe nebeneinander liegen, als Hexe verbrannt und als Heilige verehrt. Die tief verwurzelte Angst im Volk vor den Dämonen führte schließlich zur großen Hexenverfolgung in Europa ab ca 1570. Man spricht von etwa 60-70.000 Opfern. Das wurde lange verdrängt. Erst etwa seit den 1990er Jahren begann man, sich der Opfer zu erinnern in der Öffentlichkeit. Mahnmale wurden errichtet; auch die Kirchen reagierten mit Entschuldigungen, genau wie es in manchen Städten dazu kam. Ausgangspunkt der Analyse im Seminar sind der Begriff des „Kollektiven Gedächtnisses“ des französischen Soziologen Maurice Halbwachs und die Fragen, warum und an was sich Gesellschaften erinnern.

Literatur: Ahrendt-Schulte, Ingrid: Geschlecht, Magie und Hexenverfolgung. Bielefeld 2002. Blauert, Andreas: Ketzer, Zauberer, Hexen. Die Anfange der europäischen Hexenverfolgung, Frankfurt am Main 1990. Hersperger, Patrick: Kirche, Magie und ≪Aberglaube≫. Superstitio in der Kanonistik des 12. und 13. Jahrhunderts. Forschungen zur kirchlichen Rechtsgeschichte und zum Kirchenrecht. Bd. 31, Köln 2010. Rummel, Walter/ Vollmer, Rita: Hexen und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit. Darmstadt. 2008. Schwaiger, Georg (Hrsg.): Teufelsglaube und Hexenprozesse, 4. Aufl. München 1999. Schulte, Rolf: Hexenmeister. Die Verfolgung von Mannern von 1530-1730. Frankfurt a.M. 2000. Welzer, Harald: Das kommunikative Gedächtnis: eine Theorie der Erinnerung. München 2002., Assmann, Aleida: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention, München 2013. Knefelkamp, Ulrich: Erinnerung an Täter und Opfer der großen Hexenverfolgungen ca. 1570- 1630. in: Erinnerung und Erzählung FS für Godehard Ruppert zum 60. Geburtstag, Bamberg. 2013, S. 165-176.

Teilnahmevoraussetzungen: Offen für alle Fakultäten

Leistungsnachweis: Textanalyse, Referat und Essays bzw. Hausarbeit


Kramer, Hannes: Einführung in die Ethnografie (10137)

3/6/9 ECTS, Seminar: MASS Zentralmodul / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen / Urban Studies / Gender Studies und Queer Theory / Politik und Kultur / Forschungsmodul

Dienstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: AM 205, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2016

Die Ethnografie gilt als fester Bestandteil der Sozial- und Kulturwissenschaften. Trotz der verschiedenen disziplinären Ursprünge in der Soziologie und Ethnologie lasst sich ein gemeinsamer Kern im Interesse festmachen, unbekannte Lebenszusammenhänge bzw. Kulturen sowie Praktiken und Objekte zu entdecken. Dabei folgt die Ethnografie der Grundidee, lange und ko-präsent vor Ort zu sein, um Menschen in situativen und institutionellen Kontexten beim Vollzug ihrer Praxis zu beobachten. Nur durch eine entsprechend große Nahe liesen sich – so das Argument – die Wissensformen der Teilnehmenden verstehen. Die ethnografische Forschung ist demnach von Neugier, der systematischen Suche nach Überraschendem und der Bereitschaft gekennzeichnet, sich auf fremde Felder einzulassen. Das Seminar wendet sich der ethnografischen Methode und Methodologie zu, indem zentrale Techniken ethnografischen Forschens diskutiert und erlernt werden. Das bedeutet, dass wir Arten und Weisen des Feldzugangs, Praktiken der Datengewinnung (Interviews, teilnehmende Bobachtung, Artefaktanalysen), Strategien der Analyse (Feldnotizen, Feldprotokolle, Codierungen etc.) sowie schriftliche Darstellungen der Ergebnisse (in Miniethnografien) betrachten und anhand eines konkreten, empirischen Falles anwenden. Dabei wechseln sich Textlektüre und forschendes Ausprobieren miteinander ab.

Literatur: Breidenstein, Georg et al. (2013): Ethnografie. Die Praxis der Feldforschung. Konstanz: UVK/UTB. Gobo, Giampietro (2008): Doing Ethnography. Los Angeles u.a.: Sage. Hammersley, Martyn/Atkinson, Paul (1995): Ethnography. Principles in Practice. London u.a.: Tavistock Publ.

Teilnahmevoraussetzungen: Erwartet werden unbedingt kulturwissenschaftliche Neugier, regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit.

Hinweise zur Veranstaltung: Die Zahl der Teilnehmenden ist aus forschungspraktischen Gründen auf 30 Personen beschrankt. Bitte melden Sie sich bis zum 10.4.2016 mit einem kurzen Motivationsschreiben von zwei bis fünf Sätzen unter kraemer[at]europa-uni.de an. Sie bekommen am 11.4. eine Email mit der Aufnahme/Ablehnungsbestätigung. Aufgrund der Forschungsorientierung des Seminars sind einzelne Blocksitzungen möglich.

Leistungsnachweis: Anfertigen der Schreibaufgaben wahrend des Semesters für 3 ECTS

+ Miniethnografie (13 Seiten) für 6 ECTS

+ Miniethnografie (25 Seiten) für 9 ECTS

Morach, Norbert / Seidel, Sabine / Vogler-Lipp, Stefanie: „Der Islam ist eine Terrorreligion!“ oder „Homos dürfen keine Kinder haben!“ Diversitätskompetenz entwickeln und diskutieren (10052)

6 ECTS Seminar: BA/MA, BA Praxisrelevante Fertigkeiten // MEK Praxisrelevante Fertigkeiten // MAKS Praxisrelevante Fertigkeiten// KGMOE Praxisrelevante Fertigkeiten// MASS Gender Studies und Queer Theory // Praxisrelevante Fertigkeiten // MA Literaturwissenschaften: Praxisrelevante Fertigkeiten

Block, 10.00 - 17.00 Uhr, Ort: AB 07, Veranstaltungsbeginn: 29.04.2016

Denkt ihr, solche Aussagen wie im Titel sind bloß ausgedacht?! Nein! Provokativ?! Ja schon, denn in diesem Seminar geht es in erster Linie darum, gemeinsam mit den Studierenden über Vielfalt zu sprechen, sie zu hinterfragen und über sie zu diskutieren. Es soll ein Bewusstsein für Diversitätskompetenzen auf interdisziplinärer Ebene entwickelt werden. Über den Weg der Sensibilisierung und Reflexion sollen die Studierenden Fähigkeiten und Fertigkeiten im Kontext der Diversität erlernen, die im Ergebnis zu einem kompetenten Umgang mit Vielfalt führen. Es soll um Vielfalt im Allgemeinen gehen, aber auch auf unterschiedliche Bedürfnisse der Studierenden Rücksicht genommen werden: religiöse Vielfalt, sexuelle Orientierung, Behinderung oder strukturelle Diskriminierung u.v.m. Mit ihren erlernten Fähigkeiten können die Studierenden andere Studierende im Rahmen des Konzepts Peer-Tutoring - Lernen auf Augenhöhe - unterstützen. Das Seminar ist für Studierende geeignet, die die Ausbildung zum/zur Diversity Peer-Tutor*in absolvieren mochten. Im ergänzenden Praxisseminar, das im Wintersemester 2016/17 angeboten wird, wird an die Inhalte angeknüpft. Dieses Seminar deckt das kompetenzspezifische Modul „Lernprozesse begleiten: Peer Tutoring“ ab. Weitere Infos: www.europa-uni.de/peertutoring

Literatur: ASTA, Europa-Universitat Viadrina: Vielfaltiger. Eine studentische Papiermenagerie fern vom Normstudi. Link: https://www.europa-uni.de/de/struktur/gremien/beauftragte/gleichstellung/Studium/Vielfaeltiger/index.html. Klein; U./ Heitzmann, D. (Hrsg.) (2012): Hochschule und Diversity – Theoretische Zugange und empirische Bestandsaufnahme. Weinheim/ Basel: Beltz Juventa. Krempkow, R./ Pohlenz, P./ Huber, N. (Hrsg.) (2014): Diversity Management und Diversität in der Wissenschaft. Bielefeld: UVW UniversitätVerlagWebler.

Teilnahmevoraussetzungen: Da im Seminar intensiv mit der E-Learningplattform mahara gearbeitet wird, ist für Teilnehmende, die nicht an „Wissen schaffen im Team“ teilnehmen, eine zusätzliche mahara-Schulung obligatorisch (16.04.2016, 14-17 Uhr oder 22.04.2016, 10-13 Uhr, Anmeldung über etutoring@europa-uni.de). Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Diversität und Vielfalt, Selbstreflexion und Implementierung an der Uni. Wünschenswert wäre eine internationale und interdisziplinäre Gruppenzusammensetzung!

Hinweise zur Veranstaltung: Begrenzte Teilnehmendenzahl. Bitte bis 20.4.2016 unter www.europa-uni.de/peertutoring anmelden

(Reihenfolge des Einganges, Teilnehmende an der Peer Tutoring-Ausbildung werden bevorzugt). Die zusätzliche Teilnahme am Blockseminar „Wissen schaffen im Team“ wird empfohlen (Termine: 15./16.4. und 10.06.), bitte gesondert anmelden!).

Hinweise zum Blockseminar: 4 Blocktermine: 29.04.2016, 27.05.2016, 24.6.2016 + ein Auswertungstermin (N.N.)

Leistungsnachweis: aktive Teilnahme, Lektürearbeit, Führen eines E-Portfolios auf der E-Learningplattform mahara

 


ARCHIV der LEHRVERANSTALTUNGEN ( Modul 'Transdisziplinäre Gender und Queer Theory)

WiSe 2015/2016


Bergmann, Anna: Geschichte und Konzepte der Kindheit seit dem Spatmittelalter bis in die Gegenwart (Vorlesung)

Chołuj, Bożena: Differenz-, Gender- und Grenzforschung (Kolloquium)

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer: Das Politische anders denken und den Kategorien entgehen? Lektüreseminar zu Rancière

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer / Balejko, Dariusz: Gender&Motion

Morach, Norbert / Vogler-Lipp, Stefanie: Diversitatskompetenz entwickeln

SoSe 2015

Bethke, Svenja -Kleidung und Mode in historischer Perspektive. Fallbeispiele aus der Neueren Europäischen Geschichte im transnationalen Kontext

Chołuj, Bożena -Differenz-, Gender- und Grenzforschung (Kolloquium)

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer -Un/Doing Gender. Stabilisierungen und Destabilisierungen von Geschlechterordnungen.

Coffey, Judith / Balling, J. Rafael - Erzählungen von Liebe in der Literatur 1850-1950

Gorzelniak, Samanta – Liebeskonzepte

Guérot, Ulrike - Ist Europa eine Frau? Diskurse und Gender in Europa

Keinz, Anika - Intersektionalität, Queering, Passing, Assemblage. Denken gegen Ausschließlichkeiten und Unvereinbarkeiten

Lanza, Giovanni - Die offene Botschaft: Identität, Alterität, Medienübersetzung