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Forschungs- und Digitalisierungsprojekt

Logo 06 ©Logo AjAB, Lehrstuhl

Multimediales Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945

Prof. Dr. Kerstin Schoor
DFG-Projekt

Projektzeitraum  2014 – 2017 (1. Förderphase), 2017-2020 (2. Förderphase, laufender DFG-Antrag) 
Beschreibung



AjAB-Präsentation (PDF) ©Titelbild PDF-Präsentation von AjAB, (c) K. Schoor
Mit dem inhaltlichen Aufbau und der strukturellen Implementierung eines multimedialen „Archivs jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945“ (AjAB) an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) setzt die Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration ihre Bemühungen um die Dokumentation der Verfolgung jüdischer Autorinnen und Autoren innerhalb Deutschlands während der Zeit des Nationalsozialismus auf virtueller Ebene fort.
Gestützt durch einen institutionellen Verbund des Lehrstuhls mit der Universitätsbibliothek (UB) und dem Informations-, Kommunikations- und Multimediazentrums (IKMZ) der Europa-Universität Viadrina, der Universitätsbibliothek der Freien-Universität Berlin, dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (seit 2016) und dem Archiv des Jüdischen Museums Berlin, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar, dem BMBF-Projekt DARIA-DE/TextGrid und der darin federführenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und dem Konrad Zuse-Institut Berlin (ZIB) wird das AjAB überlieferte Texte verzeichnen und bewahren sowie einschlägige Sekundärliteratur präsentieren.
Ziel des Projektes ist es, in einer über sechs Jahre laufenden, zweiteiligen Projektphase (2014-2020) ein Portal zu etablieren, das in ca. 1.200 Bio-Bibliographien die nach 1933 in Berlin lebenden Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft erstmals in einem thematischen Schwerpunkt erfasst. Auf einer online zugänglichen Plattform werden seltene, nach 1945 nicht wieder aufgelegte Primärtexte (Bücher, Zeitungs-, Zeitschriftenbeiträge) und Originaldokumente, Fotos und Videos für Forschung und Lehre bereitgestellt. Das AjAB wird nach sechs Jahren als Gesamtprojekt mit seinen umfassenden Recherchemöglichkeiten innerhalb der erfassten Bestände über interne Verlinkungen sowie nach außen – zu internationalen Institutionen und Archiven – den seit Jahrzehnten betriebenen Forschungen zur Literatur des Exils, zur Literatur der sogenannten „Inneren Emigration“ und der NS-Literatur eine Erschließung von Dokumenten und Zeugnissen des literarischen Lebens von Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft, ihrer kulturellen und literarischen Aktivitäten im nationalsozialistischen Berlin vergleichend zur Seite stellen. Es soll unter bibliothekarischen, archivarischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten erstmals ein neues literarisches Feld für Forschung und Lehre in einer virtuellen Forschungsumgebung erschließen und international zugänglich machen.
Das AjAB stellt damit einen beispielhaften Brückenschlag zwischen Archiv, Bibliothek, Wissenschaftsplattform, Forschungskooperation und Lehrplattform dar. Es ist als Forschungs- und Digitalisierungsprojekt seit 2016 in die Forschungen im Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg integriert. Das AjAB richtet sich an alle interessierten WissenschaftlerInnen sowie an eine breitere Öffentlichkeit und ist als eine offene Wissenschaftsplattform konzipiert.
Projektteam

Prof. Dr. Kerstin Schoor (Projektleiterin)
Dr. phil. Christian Dietrich (Koordinator)

Nils Alberti, Dipl.- Inf. (Informatiker)
Dr. phil. Bertolt Fessen (Philosoph)
Barbara Heindl, M.A. (Literaturwissenschaftlerin)
Jan Loheit, M.A.  (Literaturwissenschaftler)

Florian Braun, M.A. (WHK)
Nicolas Drexel (SHK)
Nadine Kern, B.A. (WHK)
Doris Maja Krüger, M.A.  (WHK)
Sophia Stolf, B.A. (WHK)
Patricia Fromme Valladares, B.A. (WHK)

Kooperations-
partner
  • Archiv des Jüdischen Museums Berlin
  • BMBF-Projekt DARIA-DE/TextGrid und der darin federführenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
  • Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar (DLA)
  • Informations-, Kommunikations- und Multimediazentrum (IKMZ) der Europa-Universität Viadrina
  • Universitätsbibliothek der Europa-Universität Viadrina
  • Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS)

Ggfs. unerwähnte oder bisher nicht ausfindig gemachte Rechteinhaber des Bildmaterials möchten wir bitten, sich freundlicherweise zu melden.