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Dr. Alexandra Tacke

Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gender und der Border Studies sowie in der Thematisierung des Wechselverhältnisses von Literatur und anderen Medien und Künsten. Ich habe mich in meinen Publikationen insbesondere den Männlichkeits- und Weiblichkeitsbildern in den europäischen Literaturen und Medien (Dandy, Carmen etc.) gewidmet, wobei mein besonderes Interesse dem Bild der Neuen Frau als internationalem, interkulturellem und intermedialem Phänomen der Moderne galt. Neben den (Exil-)Autorinnen der 1920er Jahre (Irmgard Keun, Mascha Kaléko, Vicki Baum, Maria Leitner, Mela Hartwig, Annemarie Schwarzenbach etc.) fanden dabei zahlreiche (jüdische) Fotografinnen, Künstlerinnen und Tänzerinnen der Golden Twenties meine besondere Aufmerksamkeit.


Am Axel Springer-Stiftungslehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration leite ich derzeit den Aufbau der „Chiellino-Bibliothek. Eine Forschungsstelle für Literatur und Migration“.


Mein aktuelles Forschungsprojekt thematisiert die vielschichtige Symbol- und Kulturgeschichte der Mauer. Sie ist und bleibt einer der Erinnerungsorte (Pierre Nora) deutscher Geschichte, an den literarische, filmische und künstlerische Projekte bis heute anknüpfen, um alte nationale Narrative zu verfestigen oder aufzubrechen, neuartige Ausdrucksformen zu erproben und auszubilden. Die Studie wird sich dabei nicht nur auf die (anwesend-abwesende) Berliner Mauer und die unterschiedlichen Erinnerungspolitiken und -diskurse um diese konzentrieren, sondern darüber hinaus nach den heute sichtbaren bzw. unsichtbaren Mauern bzw. Grenzen und deren Wirkungen in einer globalen Welt (Israel/Palästina, Mexiko/USA, Nord-/Süd-Korea, Afrika/Europa, Fire-Wall, Gated Communities, ‚Festung Europa‘ etc.) fragen.