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Malgorzata Maksymiak

Meine Forschungsschwerpunkte bewegen sich im regionalen Dreieck der jüdischen Geschichte zwischen Osteuropa, Westeuropa und Palästina seit dem ausgehenden 18. bis in das 20. Jahrhundert. Die Begriffe Ost und West als soziokulturelle Differenzkategorien sind key terms meiner bisherigen Forschungen in den Bereichen jüdische Presse, gender studies, Zionismus in Europa und Palästina sowie jüdisch-arabische Beziehungen vor 1948. Die dabei aufgemachten Problemfelder werden insbesondere in Bezug auf mediale Repräsentationen der asymmetrischen Handlungsräume und Kommunikationen untersucht.

In meinem derzeitigen Forschungsprojekt wende ich mich der christlich-jüdischen Verflechtungsgeschichte im 18. Jahrhundert zu. Die Sammlung jiddischer und hebräischer Briefe des Universalgelehrten O. G. Tychsen wird in dem Projekt als kommunikative contact zone der christlichen und jüdischen Welten am Vorabend der bürgerlichen Emanzipation analysiert und auf die Bedeutung der ihr inhärenten Ambivalenzen und Unschärfen für die christlich-jüdischen Nachbarschaften hin untersucht.