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Dr. Nina Weller

Weller_Nina1.1 ©Nina Weller

Nina Weller


Kulturwissenschaftliche Fakultät (Kuwi)
Akademischer Mitarbeiter

Große Scharrnstraße 59
15230 Frankfurt (Oder)
🏠 HG 201a
☏ +49 335 5534 2868
✉ weller@europa-uni.de

Forschungsschwerpunkte

Russische, Belarussische und Ukrainische Kulturen und Literaturen (20./ 21. Jahrhundert)
Erinnerungskulturen in Literatur und Kultur (After Memory)
Alternativgeschichte, Fantastische Literatur und Popkultur
Erzähltheorie und Theorien der Fiktionalität
Stadt- und Dorfliteratur


Publikationen

Monographie
Zwischenzeit. Kontingenz-Erfahrung und transitorische Lebensentwürfe in den Romanen "V vozduche" von Sergej Bolmat und "Matiss" von Aleksandr Iličevskij. Slavistische Beiträge, Bd. 506. Wiesbaden 2017.

Sammelbände
Interventionen in die Zeit. Kontrafaktische historische Narrative und ihre erinnerungskulturelle Dimension. Paderborn: Schöningh Verlag 2019. Zusammen mit Riccardo Nicolosi und Brigitte Obermayr.
After Memory. Rethinking Representations of World War II in Contemporary Eastern European Literatures. Series Media and Cultural Memory (eds. Astrid Erll and Ansgar Nünning, De Gruyter publishers). Zusammen mit Matthias Schwartz und Heike Winkel [in Vorbereitung].
Die nicht mehr neuen Menschen. Russische Filme und Romane der Jahrtausendwende (Wiener Slawistischer Almanach: Sonderband 79), München/Berlin/Wien 2012. Zusammen mit Bettina Lange und Georg Witte.
 
Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden
 Selbst(er)findung des Minskers auf dem Lande: Andrus’ Horvat und sein Überraschungserfolg » Radziva ›Prudok‹. Dzenik (Radio ›Prudok‹. Ein Tagebuch), in: Yaraslava Ananka/Magdalena Marszałek (Hrsg.): Heu auf dem Asphalt. Topoi belarussischer Selbstverortung. [im Druck].
Großmacht-Samizdat. Michail Jur’evs ›Drittes Imperium‹ als alternativgeschichtliche Zivilisationsutopie, in: Sebastian Cwiklinski, Roman Dubasevych, Matthias Schwartz (Hrsg): Gefühle im Krieg. Imaginäre und affektive Dimensionen des Ukraine-Konflikts. [im Druck]
Gestern wird Krieg sein. Zeitreisen als neoimperiale Wunschmaschinen der russischen Erinnerungskultur, in: Riccardo Nicolosi/Brigitte Obermayr/Nina Weller (Hrsg.): Interventionen in die Zeit. Kontrafaktische historische Narrative und ihre erinnerungskulturelle Dimension. Paderborn: Schöningh Verlag 2019, S. 167-198.
Rurale 'Randzonen' der Geschichte: Das ukrainische Dorf als (anti)idyllischer Erinnerungsort in Maria Matios' Romanen, in: Yaraslava Ananka/Magdalena Marszałek (Hg.): Potemkinsche Dörfer der Idylle Imaginationen und Imitationen des Ruralen in den europäischen Literaturen, Bielefeld 2018, S. 57-88.
Vielstimmige Gegengeschichten. Kriegserfahrung und Kriegsdarstellung bei Ales’ Adamovič, Daniil Graniin und Svetlana Aleksievič, in: Osteuropa 1-2/68, 2018, S. 165-182.
Entmythisierung der Blockade Leningrads: Fiktionalisierung der Vergangenheit zwischen offizieller und persönlicher Erinnerung, in: Milka Car/Danijela Lugarić/Gábor Tamás Molnár (Hg.): Myth and Its Discontents / Mythos und Ernüchterung: Memory and Trauma in Central and Eastern European Literature / Zu Trauma und (fraglicher) Erinnerung in den Literaturen des zentralen und östlichen Europa. Wien 2017, S. 155-176.
Heimatsuche und Raumaneignung bei Aleksandr Iličevskij und Aleksej Ivanov, in: Bettina Lange/Nina Weller/Georg Witte (Hg.): Die nicht mehr neuen Menschen. Russische Filme und Romane der Jahrtausendwende, München / Berlin / Wien 2012, S. 111-142 . Zusammen mit Svetlana Sirotinina.
Ein Schiff wird kommen! Mythopoetische Dekonstruktionen und Neukonstruktionen russisch-jüdischer Identität in Oleg Jur’evs Roman "Vineta" (Die Russische Fracht), in: Bettina Lange/Nina Weller/Georg Witte (Hg.): Die nicht mehr neuen Menschen. Russische Filme und Romane der Jahrtausendwende München / Berlin / Wien 2012, S. 187-221. Zusammen mit Miriam Finkelstein.
Putins Matrix: Zur Mystifizierung, Banalisierung und Subversion des Politischen in aktueller russischer Fantastik, in: Wiener Slawistischer Almanach 68/2011, S. 225-273. Zusammen mit Matthias Schwartz.
Kontingenz, Kontextualität und Potentialität von Lebensgeschichten in Sergej Bolmats Roman "V vozduche"/In der Luft, in: Bildschirmtexte IV/2009 (Beiträge zum 9. Arbeitstreffen des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft, Wien 2008).
 
Lexikonartikel & Onlinepublikationen
Ales Adamovič (Ales Adamowitsch): Chatynskaja povest'. (Chatynskaja apovesc, Stätten des Schweigens). Eintrag im Kindlers Literaturlexikon Online (KLL), seit Juli 2019.
Ales Adamovič (Ales Adamowitsch): Karateli Radost' noža ili Žizneopisanie giperboreev (Henkersknechte. Das Glück des Messers oder Lebensbeschreibungen von Hyperboreern). Eintrag im Kindlers Literaturlexikon Online (KLL), seit Juli 2019
Aleksandr Iličevskij: Soldaty Apšeronskogo polka, in: Kindlers Literaturlexikon Online (KLL).
Blokadniki, [Gnose im Dossier "Der Große Vaterländische Krieg 1941 bis 1945"], in: Dekoder.org, 23.11.2015, in: Dekoder, http://www.dekoder.org/de/gnose/blokadniki.
Daniil Granin, [Gnose im Dossier ›Der Große Vaterländische Krieg 1941 bis 1945‹], in: Dekoder.org, 24.01.2018, https://www.dekoder.org/de/gnose/daniil-granin-blockadebuch.
Hans Knudsen, in: König, Christoph; Wägenbaur, Birgit (Hg.): Internationales Germanistenlexikon: 1800–1950 (Band 3), Berlin/New York 2003, 960–962.
 
Interviews & Rezensionen
Blindfleck Belarus. Yaraslava Ananka und Nina Weller im Gespräch mit dem belarussischen Autor Alhierd Bacharevič und seinem Übersetzer Thomas Weiler, in: Yaraslava Ananka/Magdalena Marszałek (Hrsg.): Potemkinsche Dörfer der Idylle Imaginationen und Imitationen des Ruralen in den europäischen Literaturen, Bielefeld 2018, S. 337-342.
Erinnerungslandschaften – Spurensuchen. Die Schatten des Gulag. Der russische Schriftsteller Sergej Lebedew im Gespräch mit Marina Klyshko und Nina Weller, in: Blog: Erinnerungskulturen. Erinnerung und Geschichtspolitik im östlichen und südöstlichen Europa (07.10.2016), <http://erinnerung.hypotheses.org/910>.
Wenn Du an einem Ort sitzen bleibst, brütest Du auch nichts Vernünftiges aus. Interview mit dem russischen Schriftsteller Aleksandr Iličevskij (Aleksandr Ilitschewski), in: Nachgefragt. Novinki im Gespräch mit Autor_Innen aus Osteuropa. Hg. von novinki. Norderstedt 2016, 88–97, <http://www .novinki.de/weller-nina-wenn-du-an-einem-ort-sitzen-bleibst-bruetest-du-auch- nichts-vernuenftiges-aus/>.
Wiederholungen der Vergangenheit. Formen des Reenactments in Medien, Kunst und Wissenschaft: Gespräch mit Magdalena Marszałek und Anja Schwartz, in: Portal Wissen. Das Forschungsmagazin der Universität Potsdam 2 (2014), 96–99.
Rezension zu: Jerofejew, Viktor: Russische Apokalypse. Berlin 2009, in: H-Soz-Kult, (15.06.2009), <http://www .hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-12816>.
Kurzrezensionen zu Natal’ja Ključareva, Andrej Gelasimov, Marusja Klimova – auf Novinkiblog (Blog der Internetzeitschrift novinki. Neuerscheinungen aus Mittel-, Ost-, und Südosteuropa.

Übersetzungen
Tränen und Hysterie. Kommentar von Nina Belenitskaja, in: Theater der Zeit, 01/07, 66–67.
Die Angst begleitet uns zur Arbeit. Kommentar von Nina Belenitskaja, in: Theater der Zeit, 11/06, 80.


Lebenslauf / Vita

Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Forschungsprojekt „Vergangenheit der Gegenwart“, Lehrstuhl Osteuropäische Literaturen, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, (BMBF, Projektlaufzeit: 2018-2021.

Postdoc an der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (München/Regensburg) der Ludwig-Maximilians-Universität München (2015-2018).

Promotion am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin (2014):

Drittmittelkoordinatorin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slavistik der Universität Potsdam und am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin (2012-2014).

Stipendiatin des Begabtenförderungswerks des Evangelischen Studienwerkes Villigst e.V.; sowie freie Lehrbeauftragte, Literaturagentin und Lektorin (2009-2012).

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Die nicht mehr neuen Menschen. Fiktionalisierung von Individualität im postsowjetischen russischen Film und Roman“, Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin (DFG, Projektlaufzeit: 2006–2009).

Magister Artium (Russistik/NdL) an der Humboldt-Universität zu Berlin (2003).

Studium der Russistik und der Neueren Deutschen Literatur (Nebenfächer Osteuropawissenschaften, Musikwissenschaften) in Berlin und Moskau (1995-2003).


Lehrveranstaltungen

SoSe 2017: Stadt, Land, Fluss - geopoetische Kontrasträume in der belarussischen und ukrainischen Literatur und Kultur, LMU München
WS 2016/2017: Zwischen Sieg und Frieden: Historische und kulturelle Narrative der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in der Ukraine, LMU München, gemeinsam mit Mykola Borovyk
WS 2015/2016: Was wäre gewesen, wenn...? Kontrafaktisches Erzählen in der Literatur, LMU München, gemeinsam mit Riccardo Nicolosi
SoSe 2015: "Fabrik der Antiutopien": Fantastische Zukunftsentwürfe und Mystifizierung des Politischen in aktuellen russischen Romanen, LMU München
WS 2014/2015: Die Leningrader Blockade im narrativen und medialen Gedächtnis, FU Berlin
WS 2014/2015: Kulturtheoretische Grundlagen der Osteuropa-Forschung, FU Berlin
SoSe 2014: Narren- und Außenseiterfiguren in der russischen Kultur und Literatur, FU Berlin
SoSe 2010: "Flüchtige Identitäten. Kontingenzerfahrung und Laufbahnen in russischen Romanen der Gegenwart", FU Berlin
WS 2008/2009: Kindheit erzählen: Konstruktionen von Kindheit und Strategien des Kindlichen in sowjetischen und postsowjetischen Prosatexten, FU Berlin, gemeinsam mit Miriam Finkelstein
SoSe 2008: Putins Matrix. Aktuelle Romane aus Russland, FU Berlin, gemeinsam mit Matthias Schwartz
WS 2005/2006: Der Literaturbetrieb im heutigen Russland, FU Berlin
WS 2004/2005: Poetik des Monströsen im Kontext der russischen Gegenwartsliteratur, HU Berlin