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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2007/08

 

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Jungbluth, Konstanze

Sprache und Geschlechter II

9 ECTS

Seminar: MA, Sprache-Kultur-Identität / Linguistik // Hauptseminar, Sprache-Kultur-Identität / Interkulturelle Kommunikation

Dienstag, 16:15 - 17:45 Uhr, AM 105, Veranstaltungsbeginn: 23.10.07

MASS, MICS, MES

 

Das Seminar führt das Thema des vergangenen Semesters fort. Es sind aber auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen. Nachdem wir im SS vorallem synchron den Zusammenhang zwischen Sprache, natürlichen Geschlechtern (Mann und Frau) und Gender (sozial-kultureller Männlichkeit und Weiblichkeit) nachgezeichnet haben, soll es im WS wunschgemäß auch um einen ersten Versuch gehen, eine historische Tiefe für dieses Thema zu entwickeln, indem der Blick auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gerichtet wird. Aus heutiger Sicht ist es verblüffend, wie konservativ nicht nur das Frauenbild war, das beispielsweise in den Diktaturen Francos und Mussolinis vermittelt wurde, sondern auch die (fast) klaglose Akzeptanz alter Rollenbilder, die die Frauen in (West-?)Deutschland in der Nachkriegszeit ausgeübt haben. Neben sprachvergleichenden Themen (slavisch – germanisch – romanisch) kann untersucht werden, wer welche Varietäten (z.B. Dialekt bzw. Standardsprache) spricht, und wie kulturvergleichend unterschiedlich die Gesprächsstrategien sind, die von Männern und Frauen verfolgt werden. Ein sprachvergleichender Blick auf die Praktiken im Wandel der Zeit kann dazu beitragen, die Interdependenz zwischen Sprechen als aktueller Handlung und Sprache als historisch-kulturell gewachsener Struktur zu begreifen.

Literatur: Schlieben-Lange, Brigitte / Jungbluth, Konstanze (2001), Sprache und Geschlecht, in: Holtus, Günter u.a. (eds.), Lexikon der romanistischen Linguistik, allgemeiner Teil, Tübingen (Niemeyer), 331-348; Jungbluth, Konstanze (i.V.) Doing identities in regional, national and global contexts, in: Jungbluth, Konstanze / Meierkord, Christiane (eds.), Identities in migration contexts. Tübingen (Narr);

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein kann durch regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat (mit handout) und die Anfertigung einer Hausarbeit erworben werden.

 


 

Jungbluth, Konstanze / Solarte Llanos, Carolina

El mundo hispanófono: Variedades nacionales, regionales y sociales

9 (+ 5) ECTS

Seminar: MA, Sprache-Kultur-Identität / Linguistik // Hauptseminar, Sprache-Kultur-Identität

Dienstag, 14:15 - 15:45 Uhr, AM 105, Veranstaltungsbeginn: 23.10.07

MASS, MES

 

La finalidad de nuestro seminario consiste en conocer, describir y comparar distintas variedades del español hablado en los países hispanófonos, sobre todo de América; pero también el español de las diferentes regiones de España. Partiendo de las experiencias recogidas por los/las participantes en los diferentes países o regiones, se podrán profundizar los conocimientos sobre las variedades respectivas y sistematizar las diferencias, que tal vez se hayan oido ya intuitivamente, aplicando los métodos de la lingüística. ¿Cómo se distinguen las variedades fonética, morfológica y sintácticamente? ¿Cuáles son las diferencias pragmáticas, es decir, del uso de las entidades lingüísticas en la vida cotidiana? Proponemos como base para los primeros encuentros leer y analizar el libro El español americano: teoría y textos de Carmen Saralegui (2004). Se ofrecerán además horas extras para trabajar los aspectos del lenguaje especializado en español, como por ejemplo el ensayo, la monografía, la comunicación científica y el handout. Participando regular y activamente se podrán obtener dos “Scheine” con el mismo curso: “Leistungsschein MA” y “Fachsprachenzertifikatsschein Spanisch”.

Literatur: Moreno Fernández, Francisco (1993), La división dialectal del español de América (Universidad de Alcalá de Henares); Noll, Volker (2001), Das amerikanische Spanisch. Ein regionaler und historischerÜberblick, Tübingen (Niemeyer); Sánchez Méndez, Juan (2003), Historia de la lengua española en América, Valencia (Universitat de València: tirant lo blanch); Saralegui, Carmen (2004), El español americano: teoría y textos, Pamplona (Universidad de Navarra: Eunsa ediciones).

Leistungsnachweis: Participar regular y activamente, presentación en clase y trabajo escrito sobre un tema a eligir.

 


 

Jungbluth, Konstanze

Linguistische Datenstrukturen: Theoretische und empirische Aspekte

7 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Einführung / Linguistik-Einführung // PS A bzw. C

Mittwoch, 11:15 - 12:45 Uhr, AM 104, Veranstaltungsbeginn: 24.10.07

 

Der Kurs bietet eine Einführung in die Arbeit mit empirischen Daten, die im Zuge der mittlerweile kanonisierten Korpuslinguistik ein immer bedeutsamerer Teil der Linguistik wird. In einigen Sitzungen sollen im zukünftigen MASS-LAB die Teilnehmer selbst Erfahrung mit der Transkription und Interpretation audiell gespeicherter Daten sammeln. Wer möchte, kann selbst Aufnahmen von Sprechereignissen in einer der ihm/ihr bekannten Sprachen erstellen. Einführend werden verschiedene theoretische und auch ethische Aspekte der Datenerhebung behandelt, insbesondere werden Glossierungen vorgestellt, die phonetische, phonologische, morphologische, syntaktische und diskursive Analysen der Daten abbilden.

Literatur: Literaturliste über: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/sw/sw1/index.html

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein kann durch regelmäßige und aktive Teilnahme, Transkription und Vorstellung der ausgewählten Daten in Form eines Kurzreferats (mit handout) und die Anfertigung einer Hausarbeit erworben werden.

 


 

Jungbluth, Konstanze

Einführung in die Kulturwissenschaften

(obligatorische Einführung)

7 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Einführung // PS Typ C

Mittwoch, 9:15 - 10:45 Uhr, Hs 8, Veranstaltungsbeginn: 24.10.07

 

Ausgehend von der Frage, wie Kultur und Sprache einander wechselseitig bedingen, werden die Hörer und Hörerinnen auf der Basis einer intensiven Lektüre kanonischer Texte bzw. Textausschnitte einen Überblick über die Entwicklung und die Methoden der Kulturwissenschaften und der in ihrem Kontext weitergeführten Disziplinen unter besonderer Berücksichtigung der Sprachwissenschaft erhalten. Die Wissenschaftsgeschichte wird in den Kontext der allgemeinen europäischen Geistesgeschichte eingebettet werden. Außerdem sollen die wichtigsten Ansätze und Arbeitsgebiete der modernen Kulturwissenschaften vorgestellt werden, wobei auch die grundlegende Arbeit mit empirischen Daten behandelt wird. Ergänzend führen die begleitenden Tutorien die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die Arbeitstechniken des Studiums der Kulturwissenschaft ein und vertiefen die Lektürearbeit durch die gemeinsame Diskussion texterschließender Fragestellungen.

Literatur: Böhme, Hartmut / Matussek, Peter / Müller, Lothar (2000), Orientierung Kulturwissenschaften. Was sie kann, was sie will, Reinbek (Rowohlt); Hansen, Klaus P. (32003), Kultur und Kulturwissenschaft. Eine Einführung, Tübingen (UTB 1846), Themenheft der ZGL «Linguistik und Kulturanalyse» Nr. 1, 2006, Kittsteiner, Heinz-Dieter (ed.), Was sind Kulturwissenschaften? 13 Antworten, München 2004 (zur Anschaffung empfohlen!). Schwarz, A.: Kulturwissenschaftliche Neugier auf die Welt. Fragen Frankfurter Viadrina Studenten. Findling Verlag, Neuenhagen 2004.

Hinweise zur Veranstaltung: Der Kurs gilt als eine obligatorisch geforderte Einführungsveranstaltung. Regelmäßige und aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung sowie am Tutorium ist eine Voraussetzung für den Scheinerwerb.

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein wird durch Textstudium (Exzerpte) und Abschlussklausur erworben. (Wir planen außerdem, die Ergebnisse am Ende des Semesters in Form einer Ausstellung der von den Teilnehmern gestalteten Plakate zu einzelnen Kulturgegenständen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dieses Engagement wird anteilig in die Gesamtnote eingehen.)

 


 

Rosenberg, Peter

Einführung in die Linguistik

(Obligatorische Einführung in die Disziplin)

7 ECTS

Seminar: BA, Linguistik - Einführung // GS, Proseminar Typ A

Montag, 14:15 - 15:45 Uhr, Hs 8, Veranstaltungsbeginn: 15.10.07

 

Der Kurs soll den Teilnehmenden eine Einführung in die Grundlagen, die wichtigsten Theorien und Anwendungsgebiete sowie die Geschichte der Sprachwissenschaft geben: einen Überblick über die Entwicklung der Sprachwissenschaft von der ersten Beschäftigung mit Sprache in der Antike über die Entstehung der Sprachwissenschaft im 19. Jahrhundert bis zur Linguistik der Gegenwart. Die Wissenschaftsgeschichte der Linguistik wird vor dem Hintergrund der allgemeinen europäischen Geistesgeschichte betrachtet werden; die wichtigsten Ansätze und Arbeitsgebiete der modernen Sprachwissenschaft: Strukturalismus, Sprechakttheorie, Soziolinguistik, Pragmatik, Konversationsanalyse, Soziolinguistik. Dies soll anhand von ausgewählten Texten sowie an angewandten Beispielen geschehen; das begleitende Tutorium gibt eine Einführung in Arbeitstechniken des Studiums der Sprachwissenschaft. Die dem Kurs unterliegende Grundfrage ist die nach dem Zusammenhang von Sprache und Kultur.

Literatur: Ein Reader mit den wichtigsten Texten wird zu Beginn des Semesters zum Kopieren beim „Kopierfritzen“ und beim Dozenten bereit­gestellt. Weiterführende Literaturangaben können über die Homepage des Lehrstuhls heruntergeladen werden: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www/

Teilnahmevoraussetzungen: Keine besonderen Voraussetzungen (für Studienanfänger geeignet).

Hinweise zur Veranstaltung: Der Kurs gilt als eine der obligatorisch geforderten BA-Einführungsveranstaltungen im Modul Sprachwissenschaft.

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein wird durch Textstudium und Abschlussklausur erworben. (Als freiwillige Übung können Kurzreferate über ausgewählte Literatur gehalten werden, die in die Gesamtnote eingehen.)

 


 

Rosenberg, Peter / Ehlers, Klaas-Hinrich

Stadt und Sprache

9 ECTS

Seminar: MA, Linguistik / Kulturwissenschaften / Sprache - Kultur - Identität / Stadt - Region - Kultur // HS, Sprache-Kultur-Identität

Donnerstag, 14-tägig, 2:15:00 PM - 5:45:00 PM Uhr, GD 203, Veranstaltungsbeginn: 18.10.07

MASS (Wahlmodul Sprache und Gesellschaft), MES, 5. Fach für WiWis

 

Die Lehrveranstaltung wird einen Überblick über die moderne soziolinguistische Stadtsprachenforschung geben und dies verbinden mit der exemplarischen Bearbeitung einschlägiger Fallstudien (u.a. New York, Buenos Aires, Barcelona, Prag, Belfast, Dritte Welt, Berlin, Hamburg). Stadtgeschichte, städtische Sozial- und Raumstruktur, Stadtkultur, Stadtidentität und Stadtsprache sollen als komplexes Bedingungsgefüge soziokultureller Netzwerke verstanden werden. Das Seminar ist interdisziplinär orientiert und vermittelt Kenntnisse aus Stadtgeographie, Geschichtswissenschaft, Soziolinguistik und Stadtplanung. Einen zentralen Aspekt der behandelten Studien werden Migrations- und Integrationsprozesse darstellen.

Literatur: Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Reader mit der Textgrundlage für die Seminardiskussion bereitgestellt. Als Hilfestellung für die notwendige eigenständige Literaturrecherche wird außerdem eine Auswahlbibliographie zur Stadtsprachenforschung zusammengestellt. Zur Einführung: Dittmar, Norbert, Schlieben-Lange, Brigitte (1982): „Stadtsprache. Forschungsrichtungen und -perspektiven einer vernachlässigten soziolinguistischen Disziplin“. In: Bausch, Karl-Heinz (ed.): Mehrsprachigkeit in der Stadtregion. (= Jahrbuch 1981 des Instituts für deutsche Sprache. 56) Düsseldorf: Schwann: 9-86.

Teilnahmevoraussetzungen: Soziolinguistische und/oder sozialwissenschaftliche (insbesondere stadtgeographische) Vorkenntnisse sind erforderlich.

Hinweise zur Veranstaltung: Weitere Informationen unter: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/sw/sw1/index.html

Leistungsnachweis: Regelmäßiges und gründliches Studium von Basistexten (Reader). Ein Seminarschein wird in erster Linie durch Referat zu einer Stadtsprachen-Fallstudie mit Schriftfassung oder Hausarbeit erworben. Es können 3 (Essay, Kurzreferat), 6 (mehrere Essays, Hausarbeit 12 Seiten, mdl. Prüfung) oder 9 ECTS-Credits (Hausarbeit 20-25 Seiten) erworben werden.

 


 

Rosenberg, Peter / Weydt, Harald

Forschungscolloquium „Migration und Minderheiten“

9 ECTS

Colloquium: BA, Linguistik – Vertiefung / Kulturwissenschaften – Vertiefung / Sprache - Kultur - Identität //

HS, Sprache - Kultur - Identität

Blockseminar: Fr / Sa, 7./8.12.07 und 18./19.01.08 (Fr: 11-19, Sa: 9-14 Uhr)

(7.12.: GD 203; 8.12., 18.1. und 19.1.: AM 03

MASS (Forschungsmodul), MES, 5. Fach für WiWis

 

Das Colloquium widmet sich dem Thema "Migration und Minderheiten" aus soziolinguistischer und sozialwissenschaftlicher Sicht. Europäische und außereuropäische Migranten- und Minderheitengruppen in Geschichte und Gegenwart sind Gegenstand des Colloquiums, insbesondere Sprachkontakt und sprachliche Integration von Minderheiten- und Migrantengruppen in Europa. Das Seminar versteht sich als Forschungscolloquium und behandelt vorzugsweise Work in Progress: In Blockseminaren werden u.a. Vorträge aus entstehenden oder fertiggestellten Forschungsarbeiten (Master-, Diplom-, Bachelor- und Doktorarbeiten) sowie Gastvorträge auswärtiger Wissenschaftler angeboten.

Literatur: Literatur wird zu den jeweiligen Themen bekanntgegeben.

Teilnahmevoraussetzungen: Es handelt sich um ein Forschungscolloquium. Vorkenntnisse über Migrationsforschung, Minderheiten- und Sprachkontaktforschung sind erforderlich. Das Forschungscolloquium steht insbesondere den Master-Studierenden im Studiengang MA „Soziokulturelle Studien“ offen.

Hinweise zur Veranstaltung: Informationen über Termin und Programm unter:http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/sw/sw1/index.html

Leistungsnachweis: Variable Formen der Leistungserbringung (3, 6 oder 9 Credits). 9 Credits: Referat/Projektarbeit. Gegenstand sind europäische und außereuropäische Migration und Minderheiten in Geschichte und Gegenwart.

 


 

Jańczak, Barbara

Frauenmigration

8 ECTS

Seminar: BA, Linguistik-Vertiefung / Kulturwissenschaften-Vertiefung // HS, Sprache-Kultur-Identität

Dienstag, 14:15 - 15:45 Uhr, HG 162, Veranstaltungsbeginn: 16.10.07

 

Bei der Analyse der gegenwärtigen Migrationsprozesse darf die steigende Zahl der Migrantinnen nicht außer Acht gelassen werden. Heutzutage spricht man von der weltweiten Feminisierung der Migration. Frauen aus Osteuropa, Afrika, Asien und Lateinamerika verlassen ihre Herkunftsländer aus verschiedenen Gründen Die Veranstaltung behandelt die Problematik der Frauenmigration aus Sicht der Migrationsforschung, Genderstudies, interkulturellen Soziologie und Sprachwissenschaft. In dem Seminar werden anhand von ausgewählten Texten Theorien zur Frauenmigration und interkulturellen Kommunikation dargestellt. Darüber hinaus werden die häufigsten Probleme, mit denen sich viele Migrantinnen auseinandersetzen (Einstellung im Niedriglohnsektor, Heiratsmigration, Zwangsprostitution u.a.), analysiert.

Literatur: Ein Reader wird zum Semesterbeginn bereitgestellt. Einführend: Han, P. (2003): Frauen und Migration. Strukturelle Bedingungen, Fakten und soziale Folgen der Frauenmigration. Stuttgart: Lucius und Lucius; Kofman, E., Phiyacklea, A., Raghuram, P., Sales, R. (2000): Gender and International Migration in Europe. Employment, welfare and politics. London; New York: Routledge.

Teilnahmevoraussetzungen: Aktive Mitarbeit im Seminar und Lektüre der Texte werden vorausgesetzt. Frühere Teilnahme an Veranstaltungen zur Migration ist wünschenswert, jedoch nicht obligatorisch. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an BA-/Diplom-Studierende in fortgeschrittenen Semestern.

Hinweise zur Veranstaltung: Die Teilnehmerzahl wird max. auf 50 Personen begrenzt, deswegen bitte ich um Voranmeldung ab 1. Oktober an basienkat@hotmail.com.

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein kann durch Referat (mit Schriftfassung) und Anfertigung einer Hausarbeit erworben werden.

 


 

Kartosia, Alexander

Sprachensituation in Georgien

9 ECTS

Seminar: MA, Sprache-Kultur-Identität / Linguistik // HS, Sprache-Kultur-Identität

Mittwoch, 14:15 - 15:45 Uhr, AM 105, Veranstaltungsbeginn: 17.10.07

MASS, MES

 

Es handelt sich um eine ehemalige Sowjetrepublik am Rande des sowjetischen Imperiums, die auf eine sehr lange Kultur- und Bildungstradition zurückblicken kann. Alte Geschichte, eigene kulturelle Leistungen und interkulturelle Vernetzungen, aber auch die eigene Sprache und das eigene Alphabet gehörten zu den wesentlichsten Grundlagen für ein durch die Jahrhunderte hindurch ungebrochenes nationales Selbstbewusstsein, das Georgien vor einer durchgängigen Russifizierung sowie tiefgreifenden Sowjetisierung bewahrt hat. Die Sprachensituation sowie die Sprachwissenschaft in Georgien als politisches Problem werden das Thema des Seminars sein.

Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme, Hausarbeit

 


 

Jordan, Lothar

Prosa Heinrich von Kleists

7 ECTS

Seminar: BA, Literaturwissenschaft-Einführung// PS Typ A

Donnerstag, 11:15 - 12:45 Uhr, Ort: Bibliothek des Kleist-Museums, Große Oderstr. 26/27, Eingang Rückseite, 1. Etage, Raum 201,

Veranstaltungsbeginn: 18.10.07 (230. Geburtstag Heinrich von Kleists)

 

Das Seminar will anhand hervorragender Beispiele in die Prosa Heinrich von Kleists, des modernsten der deutschen Klassiker, einführen. Analysiert werden sollen die Erzählungen „Michael Kohlhaas (aus einer alten Chronik)“, „Das Erdbeben in Chili“ und „Der Findling“ (sowie einige ganz kurze Texte wie Anekdoten u.ä.). Vor allem sollen die moralischen  Fragen, welche diese Werke aufwerfen, besprochen werden wie die nach Recht und Gerechtigkeit und die nach einem differenzierten Bild von Mensch und Gesellschaft. Setzt sich Kleist in diesen Werken von den optimistischen Programmen der Aufklärung und der Klassik ab? Außerdem sollen Struktur, Sprache und die Einordnung in literarische Gattungen (Novelle, Erzählung, Kurzgeschichte) besprochen werden. An zwei interessanten Filmbeispielen soll ein Einblick in die jüngere Rezeptionsgeschichte des „Michael Kohlhaas“ gegeben werden. 1968/69 drehte Volker Schlöndorff mit Bezug auf die Studentenbewegung 1968 den Film “Michael Kohlhaas, der Rebell“, und 1999 transformierte John Badham diese Erzählung in den Hollywood-Western „The Jack Bull – Reiter auf verbrannter Erde“.

Literatur: Heinrich von Kleist: „Michael Kohlhaas (Aus einer alten Chronik)“, „Das Erdbeben in Chili“, „Der Findling“. Preiswerte Ausgabe: Heinrich von Kleist: „Sämtliche Erzählungen und andere Prosa.“ Nachwort v. Walter Müller-Seidel. Stuttgart: Reclam 2007 (=Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8232). Zur Einführung: Klaus Müller-Salget: „Heinrich von Kleist“.  Stuttgart: Reclam 2002 (= Universal-Bibliothek Nr. 17635). Ein Seminarapparat befindet sich in der Bibliothek des Kleist-Museums, Große Oderstr. 26/27, Eingang Rückseite, 1. Etage, Raum 201.

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar wird auf 25 Teilnehmer begrenzt. Anmeldung bitte ab 1. Oktober über jordan@kleist-museum.de.

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit

 


 

Matthiessen, Sönke

Zwischen „Freiheit“ und „Treue“
Eine Annäherung an die (Un)Möglichkeit(en) des Übersetzens

8 ECTS

Seminar: BA, Linguistik-Vertiefung // GS, Typ B

Donnerstag, 9:15 - 10:45 Uhr, Ort: AM 202, Veranstaltungsbeginn: 25.10.07

 

Im Seminar werden zunächst verschiedene Grundlagentexte aus dem Bereich der Übersetzungstheorie gelesen und die zentralen Aussagen herausgearbeitet. Im Anschluss daran werden wir uns mit den Möglichkeiten der Übersetzung beschäftigen und anhand von Beispielen aus Literatur und Film versuchen, die etwaigen Grenzen der Übersetzbarkeit näher zu beleuchten.

Literatur: Ein Reader wird zum Seminarbeginn zusammengestellt. Zur Einführung in das Thema eignet sich besonders Stolze, Radegundis (2005): Übersetzungstheorien. Eine Einführung. Tübingen: Narr, welches auch zur Anschaffung empfohlen wird.

Hinweise zur Veranstaltung: Nur nach vorheriger, verbindlicher Anmeldung (nach dem Motto: first come, first served) bis zum 19.10. an: lehre_euv@gmx.de.  Das Seminar ist auf max. 20 Studierende beschränkt. Zum ersten Termin ist eine kleine Übersetzungsaufgabe (aus dem Englischen) vorzubreiten, die Ihnen in Ihrer Anmeldebestätigung per Mail zugesendet wird.

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit

Teilnahmevoraussetzungen: Für Studierende des BA ab dem 2. Semester! Der erfolgreiche Besuch der obligatorischen „Einführung in die Linguistik“ wird ebenso vorausgesetzt, wie die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.