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Lehrveranstaltungen SoSe 2017

ACHTUNG: Anmeldung ab dem 3. April 2017  als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs möglich.
Wichtig: Bitte melden sie zusätzlich im HIS Portal an, damit wir ihre Leistungen/Noten eintragen können.

Jungbluth, Konstanze
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

Einführung in die Kulturwissenschaften

6 ECTS

Vorlesung: BA, Kulturwissenschaften-Einführung

Mittwoch, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: HS GD 7, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2017

Für Studienanfänger biete ich eine interdisziplinär konzipierte Einführung in die Kulturwissenschaften an, die die Lektüre theoretischer Texte mit Beispielen aus dem Kulturraum des Mittelmeeres verbindet. Akademisch habe ich insbesondere eine Expertise für Sprachgemeinschaften und Minderheiten in ihren alten entlang des Mittelmeeres und im Zuge von Migration neuen Räumen in- und außerhalb Europas vorzuweisen. Zu diesem Raum haben wir alle Bilder im Kopf, die nicht nur sprachlich geschaffen und tradiert wurden, die häufig wenig oder fast gar nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen, aber nicht zuletzt dafür genutzt werden, Projektionen der (Anti-)Moderne zu bündeln.Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie Disziplinen übergreifend ermuntern, die gegenwärtigen Veränderungen in Europa (Stichworte: Postmoderne, Migration), insbesondere die wechselseitigen Verknüpfungen verschiedener Aspekte des kulturellen und gesellschaftlichen Wandels gemeinsam zu diskutieren. Welche Geschichte liegt ihm zugrunde und welche Lebensweisen haben die jeweiligen Akteure in ihren Herkunftsregionen über die Jahrhunderte habitualisiert? Wie ist das Verhältnis zwischen Natur und Kultur, das für die Kulturwissenschaften von grundlegender Bedeutung ist, in ausgewählten Orten in Mittel-, Ost- und Südeuropa kulturell gedeutet worden? Begleitend zu der Veranstaltung werden jeweils zwei obligatorische (!) Tutorien angeboten, die inhaltlich die in der VL vorgestellten Texte begleiten und in das wissenschaftliche Arbeiten einführen, um den Stoff in kleinen Gruppen gemeinsam zu vertiefen. Die Termine für die Tutorien werden demnächst auf der Homepage (https://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/sw/sw1/lehre/index.html) zu finden sein.

Literatur: Kittsteiner, H.-D. (Hg.). Was sind Kulturwissenschaften? 13 Antworten. Paderborn 2004; Metten, Thomas. Kulturwissenschaftliche Linguistik. Entwurf einer Medientheorie der Verständigung. Berlin 2014.

Hinweise zur Veranstaltung: Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 3.4.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs "Einführung in die Kulturwissenschaften" an! Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich.

Leistungsnachweis: Klausur


Elena Novozhilova

Tutorium 1 Einführung Kulturwissenschaften (1)

Teil A+B:

Mi, 14-18 Uhr

Karolin Breda / Sarah Baeblich

Tutorium 2 Einführung Kulturwissenschaften (1)

Teil A*: Karolin Breda Mo, 10-12 Uhr
Teil B*: Sarah Baeblich, Block

Termine: Freitag, 28.04.17, 10-17 Uhr GD 05
Sonnabend, 29.04.17, 10-17 Uhr HG 162
Sonntag, 30.04.17, 10-15 Uhr HG 162
Freitag, 14.07.17, 11-13 Uhr AM 203

Teil A:

Mo, 10-12 Uhr

 

+

Teil B: Block


 
 

Karolin Breda / Sarah Baeblich

Tutorium 3 Einführung Kulturwissenschaften (1)

Teil A*: Karolin Breda, Mo 12-14 Uhr
Teil B*: Sarah Baeblich, Block

Termine: Freitag, 05.05.17, 10-17 Uhr GD 06
Sonnabend, 06.05.17, 10-17 Uhr HG 162
Sonntag, 07.05.17, 10-15 Uhr HG 162
Freitag, 14.07.17, 14-16 Uhr AM 203

 

Teil A:

Mi, 12-14 Uhr

 

+

Teil B: Block


Jungbluth, Konstanze
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

Las variedades del español en el mundo

3/6/9 ECTS

Seminar: MICS: ZM II // MKK // MASS Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Sprache und Gesellschaft // MES

Dienstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: AM 105, Veranstaltungsbeginn: 11.04.2017

La finalidad de nuestro seminario consiste en conocer, describir y comparar distintas variedades del español hablado en los países hispanófonos, sobre todo de América; pero también el español de las diferentes regiones de España. Partiendo de las experiencias recogidas por los/las participantes en los diferentes países o regiones, se podrán profundizar los conocimientos sobre las variedades respectivas y sistematizar las diferencias, que tal vez se hayan oido ya intuitivamente, aplicando los métodos de la lingüística. ¿Cómo se distinguen las variedades fonética, morfológica y sintácticamente? ¿Cuáles son las diferencias pragmáticas, es decir, del uso de las entidades lingüísticas en la vida cotidiana? Participando regular y activamente incluyendo una presentación sobre el tema elegido y combinado con algun trabajo escrito se podrá obtener el “Leistungsschein MA (3/6/9 ECTS)”.

Literatur: - http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/sw/sw1/lehre/datenbank.html, Moreno Fernández, Francisco (1993), La división dialectal del español de América (Universidad de Alcalá de Henares); Noll, Volker (2001), Das amerikanische Spanisch. Ein regionaler und historischerÜberblick, Tübingen (Niemeyer); Sánchez Méndez, Juan (2003), Historia de la lengua española en América, Valencia (Universitat de València: tirant lo blanch).

Hinweise zur Veranstaltung: Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 3.4.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs " Las variedades del español en el mundo" an! Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich.

Leistungsnachweis: Participar regular y activamente, presentación en clase y trabajo escrito sobre un tema a eligir.

Sprache: Spanisch / Español


Jungbluth, Konstanze
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

Research on Pragmatics - Forschungswerkstatt für fortgeschrittene MA-Studierende und Doktoranden

3/6/9 ECTS

Seminar: MASS: Sprache und Gesellschaft / Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus, Forschungsmodul // MICS  ZM 2

Dienstag, 17.00 - 20.00 Uhr, Ort: AM 105, Veranstaltungsbeginn: 11.04.2017

 Alle MA-Studierenden mit einem Interesse an aktueller Forschung in der Sprachwissenschaft sind herzlich eingeladen zu unserer Forschungswerkstatt. Die sprachwissenschaftliche Disziplin Pragmatik  fokussiert den Sprachgebrauch. Konkret beschäftigen wir uns mit der Aufnahme, Transkription und Analyse ein- und mehrsprachiger Daten, die eine bestimmte regionale oder soziale Herkunft und einen mehr oder weniger formellen diaphasischen Kontext widerspiegeln. Wir diskutieren gemeinsam über die angemessene Abbildung, Glossierung und Interpretation der gesammelten empirischen (Sprach-)Daten und beraten vorbereitend Vorträge und Manuskript(ausschnitt)e. Die teilnehmenden (Nachwuchs-)Forscherinnen und Forscher bereiten empirisch basierte MA-Arbeiten oder Dissertationen vor.

Literatur: Fernández-Villanueva, Marta/Jungbluth, Konstanze (eds.; 2016): Beyond Language Boundaries, Multimodal Use in Multilingual Contexts. Berlin (De Gruyter); Rosenberg, Peter / Jungbluth, Konstanze / Zinkhahn Rhobodes, Dagna (eds.; 2015): Linguistic Construction of Ethnic Borders, Frankfurt a.M. (Peter Lang)

Hinweise zur Veranstaltung: Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 3.4.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs " Research on Pragmatics Forschungswerkstatt für fortgeschrittene MA-Studierende und Doktoranden" an! Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich.

Leistungsnachweis: Eine regelmäßige Teilnahme vorausgesetzt, können ECTS-Punkte für Referate mit Handout (3 ECTS) oder für Hausarbeiten (je nach Umfang inhaltlicher und formaler Art 6 oder 9 ECTS) erworben werden.


Rosenberg, Peter / Jungbluth, Konstanze / Weydt, Harald
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

                                                                                                                                                                                                                         Forschungscolloquium Migration und Minderheiten

Programm 19./20. Mai 2017;
Programm 7./8. Juli 2017

3/6/8/9 ECTS

Seminar: BA/MA, BA: Kulturwissenschaften-/Linguistik-/Sozialwissenschaften-Vertiefung MICS: Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus //

MASS: Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Forschungsmodul // MAKS: Forschungsmodul

Block, Veranstaltungsbeginn: 19.05.2017 Ort: AM 104

 Das Colloquium widmet sich dem Thema "Migration und Minderheiten" aus soziolinguistischer und sozialwissenschaftlicher Sicht. Europäische und außereuropäische Migranten- und Minderheitengruppen in Geschichte und Gegenwart sind Gegenstand des Colloquiums, insbesondere Sprachkontakt und sprachliche Integration von Minderheiten- und Migrantengruppen in Europa. Das Seminar versteht sich als Forschungscolloquium und behandelt vorzugsweise Work in Progress: In Blockseminaren werden u.a. Vorträge aus entstehenden oder fertiggestellten Forschungsarbeiten (Master-, Bachelor- und Doktorarbeiten) sowie Gastvorträge auswärtiger Wissenschaftler angeboten.

Literatur: Eine Literaturliste wird zu den jeweiligen Themen bekanntgegeben.

Hinweise zur Veranstaltung: 2 Blockveranstaltungen (Fr/Sa 19./20.05.17; 07./08.07.17: AM 104 bzw. AM 03). Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 03.04.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs „Forschungscolloquium Migration und Minderheiten“ an. Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich. Es gibt keine Teilnahmebeschränkung. Informationen zum Programm ca. 1 Woche vor dem jeweiligen Block unter: http://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/sw/sw1/lehre/index.html

Hinweise zum Blockseminar: 19./20.5.17; 7./8.7.17

Leistungsnachweis: Ein Leistungsnachweis wird durch Hausarbeit erworben. Gegenstand sind europäische und außereuropäische Migration und Minderheiten in Geschichte und Gegenwart (z.B. aus dem Sprachraum der erlernten Fremdsprache).


Rosenberg, Peter
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

Sprache und Kultur

6/8/9 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-/Linguistik-Vertiefung

Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: GD HS 7, Veranstaltungsbeginn: 13.04.2017

 Das Seminar beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Kultur. Kommunikation ist kulturspezifisch: Wir sprechen auf eine Weise, die unsere Kultur sowie unsere persönliche und soziale Identität, unsere Empfindungen und unsere Denkweise zum Ausdruck bringt. Sind wir - umgekehrt - durch die Sprache an eine bestimmte Kultur und Denkweise gefesselt? Jeder hat seine Intuitionen zu dieser Frage: Die Franzosen, hört man, sind „höflicher“ als die Deutschen. Sind sie das durch ihre Sprache? Die Japaner, heißt es, treiben einen enormen Aufwand an Ehrbezeugungen. Verlangt ihre Sprache solche Ehrerbietung? Denkt ein Hopi-Indianer, dessen Sprache kein Tempus kennt, „zeitlos“? „Sehen“ Eskimos die zahlreichen verschiedenen Schnee-Wörter ihrer Innuit-Sprache? Bewegt sich unsere Erkenntnis im engen „Laufstall“ unserer sprachlichen Kategorien? Sprache ist bis zu einem gewissen Grade immer Konvention. Zwingt uns eine bestimmte Sprache zu einer bestimmten Denkweise? Wenn dies so wäre, woher kämen dann neue Wörter? Was „kann“ man in einer Sprache, was „muss“ man in ihr? Gibt es ein „sprachliches Weltbild“? Eine ewig strittige Frage in der Linguistik. Die Veranstaltung wird sich auf zwei Ebenen mit dieser Frage beschäftigen: auf der Makroebene des sprachphilosophischen Zusammenhangs von Sprache und Kultur (anhand theoretischer Texte) und auf der Mikroebene der sprachlichen Konstitution von Kultur(en) (anhand konkreter Beispiele: Lifestyle-Milieus und ihre „Sprachen“, Sprache und Raum, Metaphern, Jugendsprache ...).

Literatur: Literaturliste im Moodle. Reader beim „Kopierfritzen“.

Teilnahmevoraussetzungen: Eine vorangehende Beschäftigung mit soziolinguistischen Basistheorien ist erwünscht. Die Veranstaltung ist – bei Bereitschaft zur Lektüre ausgeteilter Seminartexte – auch für Studierende der Nachbarfakultäten geeignet.

Hinweise zur Veranstaltung: Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 03.04.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs Sprache und Kultur an. Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich. Es gibt keine Teilnahmebeschränkung.

Leistungsnachweis: Ein Leistungsnachweis wird durch Klausur oder Referat (mit Schriftfassung) erworben.


Rosenberg, Peter
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

Sprache und Migration

3/6/9 ECTS

Seminar: MICS: Zentralmodul 2 / Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus //

MASS: Sprache und Gesellschaft / Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus //

Dienstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: GD HS 7, Veranstaltungsbeginn: 11.04.2017

Sprache sei der Schlüssel der Integration. Das hört man allerorten. Nur fragt sich, was die beiden Seiten der Formel bedeuten: Was genau kann die Sprachförderung leisten? Menschen mit familiärer Migrationsbiographie sprechen meist fließend Deutsch. Andererseits weisen Schulleistungsuntersuchungen tatsächlich in nahezu allen Ländern auf eine geringere Bildungsbeteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund hin, in deren Zentrum die Sprache steht. Liegen die Ursachen von Integrationsproblemen doch woanders? Oder braucht es andere Lösungen? Ist das anzustrebende Ziel gesellschaftlicher Teilhabe mit Integration angemessen formuliert? Konzepte der Transmigration, der Inkorporation und Inklusion richten den Blick eher auf die Exklusion durch die Mehrheitsgesellschaft. Das deutsche Bildungssystem folge immer noch einem „monolingualen Habitus“ (Gogolin 2008). Wie aber könnte ein multilingualer Habitus aussehen?Das Seminar wird parallel an der Viadrina und an der Universität Potsdam (Prof. Christoph Schroeder, Germanistik) gegeben. Es richtet sich an linguistisch und interdisziplinär an der Linguistik interessierte Studierende (Sozialwissenschaftler, Juristen, MES). Der Fokus liegt auf Deutschland mit Ausblicken in die internationale Forschung, u.a.:Sprache als Schlüssel der Integration? Migrationsentwicklung und Teilhabe. Integrationskonzepte und Sprachmodelle (Muttersprachunterricht, Superdiversity). Sprachkontakterscheinungen (Code Switching, ‚Kiezdeutsch‘). Sprache und Schulerfolg, Erwerb von Schriftlichkeit in L1 und L2. Spracherwerb von Flüchtlingen. Mehrsprachigkeit und Transkulturalität.

Literatur: Literaturliste im Moodle.

Teilnahmevoraussetzungen: Vorkenntnisse, insbesondere in der Sprachkontakt- und Migrationsforschung, erwünscht. Teilnehmende mit eigenen Migrationserfahrungen sind besonders herzlich willkommen.

Hinweise zur Veranstaltung: Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 03.04.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs Sprache und Migration an. Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich. Es gibt keine Teilnahmebeschränkung.

Leistungsnachweis: Die genannten Themen werden anhand von zentralen Texten und Fallstudien behandelt. Ein Leistungsnachweis wird durch eine Fallstudie, ein Literaturexzerpt und/oder eine Klausur erworben (3, 6, 9 ECTS sind möglich).


Vallentin, Rita
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

Praxis der linguistischen Transkription

 6/8/9 ECTS

Seminar: BA, Linguistik-Vertiefung

 Block, Veranstaltungsbeginn: 09.06.2017, Ort: AM 103 (MassLab)

In diesem Seminar werden wir uns theoretisch und praktisch mit der linguistischen Datentranskription beschäftigen. Im ersten Block setzen wir uns mit den Besonderheiten der linguistischen Datentranskription auseinander und vergleichen sie mit anderen Transkriptionsformen. Besonders wird uns interessieren, welchen Forschungsfragen man sich durch Fein - und Basistranskriptionen annähern kann. Außerdem lernen wir im ersten Block verschiedene Transkriptionsprogramme kennen und üben, mit dem EXMARaLDA-Partitur-Editor linguistische Transkriptionen zu erstellen.

Im zweiten Block werden wir die Transkriptionen, die die Studierenden in der Zwischenzeit erstellt haben, auswerten. Außerdem diskutieren wir Analysemöglichkeiten für die anfangs entwickelten Fragestellungen. In kleinen Forschungsteams werden die Transkriptionen analysiert und am Ende des zweiten Blocks in einer Kurzpräsentation vorgestellt.

Dieses Seminar bietet das Handwerkszeug für eigene empirische Forschungs- und Abschlussprojekte der Studierenden und ist entsprechend praktisch und weniger literaturorientiert.

Literatur: Literatur wird zu Beginn des Semesters in Moodle bereitgestellt.

Teilnahmevoraussetzungen: Aktive Teilnahme am Seminar und Interesse am praktischen Arbeiten.

Die Transkriptionsleistung wird in den 3 Wochen zwischen den Seminarblöcken erwartet. Bitte planen Sie den Zeitaufwand langfristig ein.

Hinweise zur Veranstaltung: Wenn Sie an dem Seminar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte ab dem 3.4.2017 als Teilnehmer*in im Moodle-Kurs "Praxis der linguistischen Transkription" an. Ein Zugangsschlüssel ist nicht erforderlich.

Hinweise zum Blockseminar: 9.6.-10.6.2017; jeweils 9.00 - 17.00 Uhr und 30.6.-1.7.2017; jeweils 9.00-18.00 Uhr

Leistungsnachweis: 6 ECTS: Basistranskript von ca. 15 Minuten gesprochener Interaktion + Kurzpräsentation + schriftliche Reflexion zum Transkriptions- und Analyseprozess (ca. 5 Seiten)

8 ECTS: Feintranskript von ca. 15 Minuten gesprochener Interaktion + Kurzpräsentation + schriftliche Reflexion zum Transkriptions- und Analyseprozess (ca. 5 Seiten)

9 ECTS: Feintranskript von ca. 20 Minuten gesprochener Interaktion + Kurzpräsentation + schriftliche Reflexion zum Transkriptions- und Analyseprozess (ca. 5 Seiten)

 


Wölck, Sascha
Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Sprachvergleich

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Ethnographie deutscher Kolonialgeschichte  unter besonderer Berücksichtigung soziolinguistischer Aspekte

6/8/9 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-/Linguistik-Vertiefung

Donnerstag, 10.00 - 12.00 Uhr, Ort: AM 03, Veranstaltungsbeginn: 13.04.2017; AM 03

Hiesige Auseinandersetzungen mit Verbrechen die von Deutschland ausgingen konzentrierten sich lange auf den Nationalsozialismus, während eine Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus nur randständig betrieben wurde. Sukzessive setzt sich jedoch ein Bewusstsein durch, dass viele Elemente der NS-Ideologie, aber auch aktuelle globale Un/Ordnungen und kulturalistische/rassisierte Perzeptionen in kolonialer Geschichte und Ideologie ihre Genese finden.

In diesem Seminar wird erörtert, wie Wissen über den „Anderen“ produziert und tradiert wird: Welche Repräsentationen des „Eigenen“ und „Anderen“ haben sich im kolonialen Diskurs formiert? Wie wurden rassisierte Hierarchien in Sprache und Praxis (re-)produziert? Und wie spiegeln sich koloniale Muster der V/Erkennung in deutschen Diskursen der jüngeren Geschichte wider? Als Ausgangspunkte der Diskussion dienen Kolonialwaren, Exponate, politische Texte und privaten Korrespondenzen. Das Seminar ist interdisziplinär konzipiert und verbindet Ansätze der Diskurslinguistik, der Kulturanthropologie und den Kulturwissenschaften. Diskursanalytisch werden Formen, Regeln und Prozesse der Repräsentation betrachtet und mit Mitteln der postkolonialen Kritik und der Psychoanalyse Lacanscher Ausrichtung Mechanismen von Macht, Hegemonie und Begehren aufgezeigt.

Literatur: Arndt, Susan/Hornscheidt, Antje (Hg.): Rassismus und Sprache: Kritisches Nachschlagewerk zur deutschen Afrikaterminologie, 2009, Münster i.D.

Gründer, Horst (Hg.): „...da und dort ein junges Deutschland gründen“: Rassismus, Kolonien und kolonialer Gedanke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, 1999, dtv.

Spitzmüller, Jürgen; Warnke Ingo H.: Diskurslinguistik

Eine Einführung in Theorien und Methoden der transtextuellen Sprachanalyse. 2011 de Gruyter..

Teilnahmevoraussetzungen: Die Studierenden werden gebeten zur ersten Stunde folgenden Text vorzubereiten: Susan Arndt, Susan: Kolonialismus, Rassismus und Sprache. Kritische Betrachtungen der deutschen Afrikaterminologie. http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59407/afrikaterminologie?p=all

Hinweise zur Veranstaltung: Bei Interesse an dem Seminar melden Sie sich bitte ab dem 3.4.2017 im Moodlekurs "Ethnographie deutscher Kolonialgeschichte" an. Ein Zugangscode ist nicht erforderlich.

Leistungsnachweis: 6 ECTS: Referat und schriftliche Ausarbeitung; 8/9 ECTS: Referat und Hausarbeit (10-15 Seiten); 9 ECTS: Referat und Hausarbeit (15-20 Seiten)