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Diskurstheorie und Diskursanalyse als qualitative Forschungsmethod(ologi)e

Christoph Burmeister M.A./ Daniel Felscher M.A.

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-/Sozialwissenschaften-Vertiefung
6 ECTS-Punkte
Montag, 11.15 - 12.45 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 09.10.2017

In diesem Seminar lernen wir eine der produktivsten qualitativen Forschungsmethoden kennen und anwenden: die Diskursanalyse. Ausgehend von Foucaults archäologisch-genealogischen Arbeiten hat sich in den letzten Dekaden ein breites Spektrum diskursanalytischer Ansätze entwickelt, von der historischen über die kritische und die wissenssoziologische Diskursanalyse hin zu weniger standardisierten poststrukturalistischen Heuristiken. Ziel des Seminars ist es, sowohl ganz grundsätzlich die epistemologischen Grundlagen qualitativer Sozialforschung zu reflektieren (Was ist Theorie? Was ist Methodologie und was Methode?) als auch fundierte Kenntnisse diskursanalytischer Method(ologi)e zu gewinnen. Nachdem wir uns dazu in einem ersten Schritt die epistemologischen Grundlagen vergegenwärtigt haben, wenden wir uns im zweiten den Gründungstexten des Diskursdenkens zu. Im dritten Schritt dann lernen wir verschiedene sozialwissenschaftliche Begründungen der Diskursanalyse kennen (Jäger, Keller) und im vierten ihre Operationalisierungen: von der Methodologie zur Methode. Im fünften und abschließenden Schritt soll durch kleine diskursanalytische Übungen das Gelernte zur Anwendung gebracht werden. Dieses Seminar ist theoretisch wie inhaltlich auf das Seminar „Wuchernde Themen. Aktuelle diskursanalytische Studien zur spätmodernen Kultur“ von Burmeister/Felscher abgestimmt. Es empfiehlt sich, beide Seminare gemeinsam zu besuchen.

Literatur: Ein Reader steht zu Beginn des Seminars auf Moodle und beim Kopier-Fritzen zur Verfügung.

Teilnahmevoraussetzungen: Bereitschaft zur Lektüre langer Texte, Neugier an der Welt und Zweifel am Bestehenden.

Leistungsnachweis: Exzerpte und Essays