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Lehre SS 2019

Dr. Stephan Lanz
Wahlobligatorik: Einführung in qualitative Methoden der empirischen Stadt- und Sozialforschung

Dr. Stephan Lanz
Crossing Berlin. Die U8 als urbaner Raum

Dr. Stephan Lanz
Urban citizenship, solidarity Cities, Sanctuary Cities?

Dr. Stephan Lanz
Psychiatrie, Gefängnis, Gemeinschaftsunterkunft?

Dr. Stephan Lanz
Kunst und Gentrifizierung. Ein Forschungsseminar in Kooperation mit dem Projekt `Realty – Vom Versuch die Gentrifizierung zu überwinden´ des KW Institute for Contemporary Art


PD Dr. Stephan Lanz

Wahlobligatorik: Einführung in qualitative Methoden der empirischen Stadt- und Sozialforschung

Seminar: BA, Sozialwissenschaften- Einführung, 6 ECTS

Dienstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 09.04.2019, Ort: GD 206

Das Seminar führt grundlegend in Geschichte, Prinzipien, theoretische Positionen und Begriffe sowie in zentrale Methoden der qualitativen Sozialforschung ein. Dabei erfolgt letzteres überwiegend anhand von Beispielen aus der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung. Das Seminar richtet sich an Studierende im 1. und 2. Semester und vermittelt Grundkenntnisse, die im Fall einer sozialwissenschaftlichen Schwerpunktsetzung für den weiteren Verlauf des Studiums sowie generell für sozialwissenschaftliches Forschen notwendig sind. Wichtige methodologische Ansätze und Methoden der qualitativen Sozialforschung, die das Seminar einführend behandelt (wie Interviewführung und -analysen, Ethnographie, visuelle Analysen, partizipative Aktionsforschung, Diskursanalyse), können im weiteren Verlauf des Studiums in Vertiefungs- und Lehrforschungsseminaren angewandt und geübt werden.

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar ist auf 30 Teilnehmer_innen begrenzt. Erforderlich ist eine Anmeldung per E-Mail an wisogeo@europa-uni.de.

Leistungsnachweis: Aktive Mitarbeit, kurze Exzerpte zu den Texten im Reader, beispielhafte Anwendung einer Methode im Rahmen eines kleinen Seminarprojekts.


PD Dr. Stephan Lanz

Crossing Berlin. Die U8 als urbaner Raum

Seminar: BA, Kultur- und Sozialwissenschaften- Vertiefung, 6/9 ECTS

Dienstag, 14.15-15.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 09.04.2019, Ort:  GD 05

Die U-Bahnlinie 8 kreuzt Berlin von Nord nach Süd. Sie verbindet so unterschiedliche urbane Orte wie zentrale Verkehrsknoten und modernistische Großwohnsiedlungen in West wie Ost, einen Central Business District und jüngst aufgewertete Wohn- und Geschäftsviertel, benachteiligte Einwanderungsquartiere sowie historische Arbeiter- und aktuelle Szeneviertel. Am Beispiel der U8 lassen sich verschiedenste Dimensionen des Städtischen erkunden, deren Zusammenspiel Stadt und Urbanität täglich neu(re-)produziert. Dazu gehören Spuren der Geschichte Berlins, Funktionsweisen technischer Infrastrukturen und Formen urbaner Mobilität, Begegnungen heterogener Milieus und Körper im öffentlichen Raum, urbane Rhythmen des Arbeitens und der Freizeit, legale und illegale Ökonomien sowie städtische Ordnungen und davon abweichende Aneignungen. Die Studierenden sollen in Arbeitsgruppen diese unterschiedlichen Dimensionen der alltäglichen (Re-)Produktion des Städtischen am Beispiel der U-Bahnlinie 8 selbst erkunden und im zweiten Seminarteil die Ergebnisse ihrer Recherchen präsentieren sowie diskutieren.

Teilnahmevoraussetzungen: Grundlagenkenntnisse in der Stadt- und der empirischen Sozialforschung.

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar ist auf 30 Teilnehmende begrenzt. Erforderlich ist eine Anmeldung per Email an wisogeo@europa-uni.de.

Leistungsnachweis: Durchführung eines empirischen Seminarprojekts in einer Arbeitsgruppe, Präsentation, Arbeitsbericht.


PD Dr. Stephan Lanz

Urban Citizenship, solidarity Cities, sanctuary Cities?

Seminar: MASS Forschungsmodul // Urban Studies // Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus,   3/6/9 ECTS 

Mittwoch,  11.15 - 12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2019, Ort: GD 201

Große Städte weisen heute bezogen auf die nationalen Zugehörigkeiten ihrer Bewohner*innen eine hochgradige Diversität auf. Herkömmliche politische und soziale Teilhaberechte, die an den Besitz eines Pass jenes Nationalstaates gekoppelt sind, demeine Stadt angehört, bleiben so immer mehr Stadtbewohner*innen verschlossen. In den Urban Studies sowie in politischenDebatten werden daher zunehmend Konzepte wie urban citizenship oder solidarity city diskutiert, die bürgerschaftliche Rechtevon nationalstaatlichen Zugehörigkeiten abkoppeln. Wir betrachten zunächst klassische Modelle von Staatsbürgerschaft undcitizenship sowie historische wie aktuelle Kämpfe um urbane Bürgerrechte. Darauf aufbauend vergleichen wir gegenwärtigeModelle einer Stadtbürgerschaft, die entgegen der Logik nationaler Staatsbürgerschaft auch Bewohner*innen ohne gesichertenAufenthaltsstatus offenstehen. Dafür diskutieren wir politische Initiativen und Strategien für urban citizenship, solidarity citiesoder sanctuary cities an Beispielen aus New York, Palermo, Barcelona oder Berlin, fragen nach Möglichkeiten ihrer kommunalenInstitutionalisierung sowie nach ihren Effekten im urbanen Alltag. Um diese Fragen an einem Fallbeispiel genauer zu erforschen, wird das Seminar im Wintersemester gegebenenfalls mit einer Exkursion nach Palermo fortgesetzt.

Hinweise zur Veranstaltung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Erforderlich ist eine Anmeldung per Email an wisogeo@europa-uni.de.

Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme, Durchführung eines empitischen Seminarprojekts in einer Arbeitsgruppe, Präsentation , Arbeitsbericht.


PD Dr. Stephan Lanz

Psychiatrie, Gefängnis, Gemeinschaftsunterkunft? Umnutzung von Gebäuden als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete

Seminar: MASS Urban Studies // Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus // Forschungsmodul ,   3/6/9 ECTS 

Mittwoch, 14.15 - 15.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2019,  Ort: AM 204

In urbanen Räumen mit knappem Wohnraum wird die Frage nach geeigneten Unterkünften für Geflüchtete stark diskutiert. In Berlin hat diese Debatte erneut an Relevanz gewonnen, da verbliebene Notunterkünfte geschlossen werden sollen. Eine häufig praktizierte Lösung, um Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen, ist der Umbau bestehender Gebäudekomplexe. Nicht selten sind dies leerstehende Krankenhäuser, Kasernen oder Psychiatrien. Das zweisemestrige Forschungsseminar ist eine studentische Initiative. Es baut auf den Erfahrungen eines ebenfalls selbstorganisierten Seminars über die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt auf. Empirisch untersucht das Seminar in Berlin die Umnutzung eines alten Gebäudekomplexes für die Unterbringung von Geflüchteten. Gemeinsam wollen wir Wahrnehmungen und Strukturen innerhalb der Unterkunft und auch Außenperspektiven beleuchten: In welcher Form wirken ehemalige Nutzungen der Gebäude etwa als Kaserne oder Psychiatrie nach? Wie erleben Geflüchtete das Leben an einem solchen Ort und wie interagieren sie mit ihm? Wie wird die Unterkunft von außen wahrgenommen und welche Faktoren nehmen darauf Einfluss? In einer ersten Phase des Seminars werden theoretische Grundlagen gemeinsam erarbeitet. Eingeladene Gäste bieten Inneneinsichten aus unterschiedlichen Perspektiven. In einer zweiten Phase führen wir eigene Forschungen durch, die zum Abschluss des zweiten Semesters in einer Ausstellung aufbereitet werden sollen.

Teilnahmevoraussetzungen: Die Bereitschaft dazu, eigenständig empirisch zu forschen sowie die Bereitschaft, den ablauf des Seminars selbst mitzugestalten.

Hinweise zur Veranstaltung: Teilnahmerzahl max. 20. Erforderlich ist eine Anmeldung per E-Mail an wisogeo@europa-uni.de.

Leistungsnachweis: Die Leistungsanforderungen werden in der ersten Seminarsitzung besprochen.


PD Dr. Stephan Lanz

Kunst und Gentrifizierung. Ein Forschungsseminar in Kooperation mit dem Projekt `Realty – Vom Versuch die Gentrifizierung zu überwinden´ des KW Institute for Contemporary Art

Seminar: MASS Urban Studies, Forschungsmodul, 3/6/9 ECTS

Block, 1. Veranstaltung: 17.04.2019, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: GD 07

Der Zuzug von Künstler*innen in ein bis dahin marginalisiertes innerstädtisches Viertel und dort die Eröffnung von Ateliers oder Galerien gilt als klassisches Zeichen für eine beginnende Gentrifizierung desselben. Deren Ende markiert eine kommerzielle Inwertsetzung der nun veredelten Immobilien und eine Verdrängung angestammter Bewohner*innen und Gewerbetreibender,die sich die Mieten nicht mehr leisten können. In den beginnenden 1990er Jahren entwickelte sich das heruntergekommene Scheunenviertel zum Epizentrum einer künstlerischen Subkultur im Postwende-Berlin. Dort eröffnete damals in einer ehemaligen Margarinefabrik das KW Institute for Contemporary Art. Heute prägt ein kommerzielles Galerien-Cluster, hochpreisige Gastronomie und teurer Wohnraum die Gegend – der Prozess der Gentrifizierung ist weitgehend abgeschlossen. Seit 2017 beschäftigt sich das am KW Institute angesiedelte Kunstvorhaben ‚REALTY – vom Versuch die Gentrifizierung zu überwinden‘ „mit der Rolle zeitgenössischer Kunst in jüngeren Fällen von Gentrifizierung" und fragt nach möglichen Strategien, um diese zu überwinden.In Kollaboration mit Realty und der Berliner Universität der Künste (Studiengang Art in Context) führen die Teilnehmenden des zweisemestrigen Forschungsseminars empirische Recherchen zu Zusammenhängen zwischen Kunst und Gentrifizierung in Berlin durch und arbeiten ggf. an einer Publikation mit.

Hinweise zur Veranstaltung: Das zweisemestrige Seminar startete im WS 2018/19 und ist nicht geöffnet für neue Teilhmer*innen.