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Lehre SS 2018

Dr. Stephan Lanz
Kultur der Stadt: Eine empirische Untersuchung des Festivals ‚48 Stunden Neukölln‘

Dr. Stephan Lanz
Einführung in qualitative Methoden der empirischen Stadt- und Sozialforschung

Dr. Stephan Lanz
Theorien und Konzepte der Stadt- und Migrationsforschung

Dr. Stephan Lanz
Das Bild der Stadt: Fotografie in der Stadtforschung

Dr. Stephan Lanz
Interaktionen, Grenzen und Lebenswelten Die ZABH und Eisenhüttenstadt


PD Dr. Stephan Lanz

Kultur der Stadt: Eine empirische Untersuchung des Festivals ‚48 Stunden Neukölln‘

Seminar: BA, Kultur- u. Sozialwissenschaften- Vertiefung, 6/9 ECTS

Dienstag, 16.15 - 17.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2018, Ort: GD 303

Das Image von Berlin Neukölln verwandelte sich innerhalb der letzten 20 Jahre von einem Hotspot sozialer Probleme und Konflikte zu einem hippen internationalen Szenekiez. Eine zentrale Rolle dafür spielten urbane Kulturen und Szenen, die sich in diesem Zeitraum in Neukölln verortet haben. Zugleich versuchte das Kulturamt etwa durch die Gründung des jährlichen Kulturfestivals ‚48 Stunden Neukölln‘, das Label des Bezirks von ‚Problemkiez‘ zu ‚kulturell dynamischer Stadtteil‘ zu verschieben. Im Zuge der Transformation Neuköllns zu einem für verschiedenste (Sub-)Kulturmilieus attraktiven ‚Szenebezirk‘ hat sich ‚48 Stunden Neukölln‘ von einer eher marginalen Veranstaltung innerhalb der Berliner Kulturlandschaft zum größten Festival der freien Szene entwickelt. Basierend auf einführende Lektüren zur gegenwärtigen Verknüpfungsformen von Kunst, Kultur und Stadtentwicklung sollen in diesem Seminar studentische Kleingruppen mit Methoden der sozial- und kulturwissenschaftlichen Stadtforschung unterschiedlichste Aspekte des im Juni stattfindenden Festivals erforschen. Im Sinne eines ‚learning by doing‘ werden alle Phasen der Forschung – Fragestellung, Konzeption, Methodenfindung, Feldarbeit, Analyse, Präsentation, Verschriftlichung – gemeinsam diskutiert. Zudem findet eine von den Arbeitsgruppen vorbereitete Exkursion zum Festival statt.

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar ist auf 30 Teilnehmer_innen begrenzt. Erforderlich ist eine Anmeldung per E-Mail an wisogeo@europa-uni.de bis spätestens 06.04.2018.

Leistungsnachweis: Aktive Mitarbeit, Bereitschaft zur Entwicklung und Durchführung eines kleinen Forshcungsvorhabens, Mitorganisation der Exkursion, Forschungsbericht.


PD Dr. Stephan Lanz

Einführung in qualitative Methoden der empirischen Stadt- und Sozialforschung

Seminar: BA, Sozialwissenschaften- Einführung (Wahlobligatorik), 6 ECTS

Mittwoch, 11.15-12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 11.04.2018, Ort:  GD 205

Das Seminar führt grundlegend in Geschichte, Prinzipien, theoretische Positionen und Begriffe sowie in zentrale Methoden der qualitativen Sozialforschung ein. Dabei erfolgt letzteres überwiegend anhand von Beispielen aus der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung. Das Seminar richtet sich an Studierende im 1. und 2. Semester und vermittelt Grundkenntnisse, die im Fall einer sozialwissenschaftlichen Schwerpunktsetzung für den weiteren Verlauf des Studiums sowie generell für sozialwissenschaftliches Forschen notwendig sind. Wichtige methodologische Ansätze und Methoden der qualitativen Sozialforschung, die das Seminar einführend behandelt (wie Interviewführung und -analysen, Ethnographie, visuelle Analysen, partizipative Aktionsforschung, Diskursanalyse), können im weiteren Verlauf des Studiums in Vertiefungs- und Lehrforschungsseminaren angewandt und geübt werden.

Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar ist auf 30 Teilnehmende begrenzt. Erforderlich ist eine Anmeldung per Email an wisogeo@europa-uni.de bis spätestens 06.04.2018.

Leistungsnachweis: Aktive Mitarbeit, kurze Exzerpte zu allen Texten im Reader, Hausarbeit


PD Dr. Stephan Lanz

Theorien und Konzepte der Stadt- und Migrationsforschung

Seminar: MASS Zentralmodul // Urban Studies,   3/6/9 ECTS 

Dienstag,  11.15 - 12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2018, Ort: GD 205

Stadt ist ohne Migration nicht denkbar, Migrant*innen wiederum streben überwiegend große Städte an. Insofern daher alle Metropolen Ankunftsstädte sind, gibt es zwischen der Migrationsforschung und den Urban Studies seit deren Anfängen enge Verbindungen. Das Seminar beschäftigt sich mit zentralen Theorien und Konzepten im Spannungsfeld zwischen Stadt- und Migrationsforschung. Dazu gehören unter anderen die Chicago School der 1920er Jahre, auf sie gründende Assimilations- und Integrationskonzepte der 1960er und 70er Jahre, urbane Multikulturalismus- und Transnationalismus-Theorien ab den 1980er Jahren sowie aktuelle, auf postkoloniale Theorien gründende Ansätze der kritischen Stadt- und Migrationsforschung. Aus dieser mehrere Disziplinen überschreitenden Perspektive auf Stadt und Migration führt das Seminar beispielhaft in den Master-Studiengang Soziokulturelle Studien ein und verdeutlicht dessen interdisziplinäres Verständnis der Sozialwissenschaften mit kulturwissenschaftlicher Ausrichtung sowie dessen inhaltlichen Fokus auf elementare soziokulturelle Wandlungsprozesse spätmoderner Gesellschaften auf globaler, nationaler und lokaler Ebene.

Hinweise zur Veranstaltung: Der Kurs wendet sich an Erstsemester im MASS-Studiengang. Er wird als Lektüreseminar durchgeführt. Erforderlich ist eine Anmeldung per Email an wisogeo@europa-uni.de bis spätestens 06.04.2018

Leistungsnachweis: Exzerpte, Klausur mit offener Aufgabenstellung.


PD Dr. Stephan Lanz

Das Bild der Stadt: Fotografie in der Stadtforschung

Seminar: MASS Urban Studies // Forschungsmodul,  3/6/9 ECTS 

Block, 1. Veranstaltung: 18.04.2018, 14.15-15.45 Uhr, GD 312

Das Seminar fragt nach den Potentialen der Fotografie fur die wissenschaftliche und künstlerische Erforschung der Stadt. Es führt zunächst mit methodologischen Texten und fotografischen Positionen in wissenschaftliche Methoden und künstlerische Ansätze ein, die sich für die Erforschung der Stadt der Fotografie bedienen. Welche Beiträge, so wird diskutiert, hat Fotografie im Vergleich zu anderen Medien und Methoden der Stadterkundung historisch und gegenwärtig geleistet, um die Komplexität und Charakteristika des Urbanen entschlüsseln zu helfen? Auf dieser Basis sollen die Teilnehmer*innen in Kleingruppen eigene Projekte der Erkundung einer städtischen Frage mit Mitteln der Fotografie entwickeln und durchführen. Das gewählte Thema kann dabei entweder selbst fotografisch erkundet oder anhand bereits existierender Fotografien (etwa in Archiven, Medien, Ausstellungen, Büchern) bearbeitet werden. Die beiden Teile des Seminars sind auf zwei Semester aufgeteilt. Im Sommersemester 2018 wird ein theoretisches, methodologisches und methodisches Wissen zur Bedeutung der Fotografie bei der Erforschung von Stadt erarbeitet. Die zweite Seminarhälfte im folgenden Wintersemester dient der Durchführung und Diskussion eigener Forschungsvorhaben. Im Sinne eines ‚learning by doing‘ werden dabei alle Phasen der einzelnen Vorhaben –Fragestellung, Konzeption, Methodenfindung, Feldarbeit, Analyse, Präsentation –gemeinsam diskutiert.

Teilnahmevoraussetzungen: Das Seminar ist auf 25 Teilnehmende begrenzt. Erforderlich ist eine Anmeldung per Email an wisogeo@europa-uni.de bis spätestens 06.04.2018. In beiden Semestern können ECTS-Punkte erworben werden. Es ist auch möglich, das Seminar nur im Sommersemester zu belegen.

Hinweise zum Blockseminar: Die einführende Sitzung findet am Mittwoch, 18.04.2018, 14.15-15.45 Uhr (GD 312), statt. Die Blocktermine werden zur Einführung nachgereicht.

Leistungsnachweis: Aktive Mitarbeit, Referat oder Exzerpte zu Texten im Reader, Hausarbeit oder Forschungsbericht


PD Dr. Stephan Lanz

Interaktionen, Grenzen und Lebenswelten. Die ZABH und Eisenhüttenstadt

Seminar: MA, MEK: Forschungsmodul // MASS: Migration, Ethnizität und Ethnozentrismus / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen / Gender Studies und Queer Theory / Politik und Kultur / Forschungsmodul / Urban Studies // KGMOE: Räume - Grenzen - Metropolen / Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften, 3/6/9 ECTS

Block, 1. Veranstaltung: 11.04.2018, AM 202

In Eisenhüttenstadt wurde vor 26 Jahren die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ eröffnet. Das Areal umschließt neben den Wohneinheiten eine Vielzahl an Institutionen und Behörden, wie zum Beispiel eine Außenstelle des Bundesamts fur Migration und Flüchtlinge und ein mittlerweile geschlossenes Abschiebegefängnis. Das Umfeld der Einrichtung bietet verschiedene Interaktionsräume zwischen Bewohner*innen und Anwohner*innen. Im Zuge des zweisemestrigen Forschungsprojekts wird die Erstaufnahmestelle fur Asylbewerber*innen in Bezug auf die Stadt Eisenhüttenstadt untersucht. Mögliche Untersuchungsfelder und Themenbereiche sind beispielsweise Praktiken der Identitätskonstruktion, Aus- und Einschlussmechanismen sowie die Wahrnehmung und Wirkung der ZASt im städtischen Raum und vice versa. Hinsichtlich der in den letzten Jahren erneut in den Vordergrund gerückten Debatten um Migration, territoriale Grenzen und Flucht, werden in Eisenhüttenstadt auch Fragen nach Politiken der Sichtbarkeit zentral. Es handelt sich bei dem Projekt um eine studentische Forschungsgruppe. Während im vergangenen Semester der Zugang zum Feld hergestellt wurde, soll nun die Auswertung der erhobenen Daten im Mittelpunkt stehen. Dennoch sind Gesprächsrunden und vertiefende Workshops angedacht, um auch für neue Teilnehmende die Möglichkeit zu bieten, ein eigenes Forschungsvorhaben zu realisieren. Die Ausarbeitung und Umsetzung der Präsentation der Ergebnisse bilden den Abschluss der Lehrveranstaltung. Geplant ist ebenfalls eine Ausstellung in Eisenhüttenstadt.

Teilnahmevoraussetzungen: Eigeninitiative und Interesse an selbstorganisierter Forschung.

Hinweise zur Veranstaltung: Blocktermine werden bekannt gegeben

Leistungsnachweis: Die spezifischen Leistungsanforderungen werden in der ersten Seminarsitzung besprochen.