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Master of Arts
in European Studies

Lehrveranstaltungen Bachelor

Wahlobligatorik: Einführung in die Methoden der empirischeSozialforschung. Am Beispiel von Klimabewegungen

6 ECTS

Seminar: Vergleichende Sozialwissenschaften: Einführung

Block Ort: GD 06, Veranstaltungsbeginn: 20.04.2020

Das Seminar dient dazu, verschiedene Methoden der empirischen Sozialforschung kennenzulernen und anzuwenden. Die Grundlagenkenntnisse der empirischen Sozialforschung werden dabei anhand von beispielhaften Fragestellungen zu einem konkreten Forschungsgegenstand vermittelt. Als inhaltliche Klammer dienen Soziale Bewegungen und insbesondere Klimabewegungen. Anhand ausgewählter Beispiele, bspw. Fridays For Future, wird diskutiert, mit welchen sozialwissenschaftlichen Methoden welche Fragen der Sozialen Bewegungsforschung – bspw. Zusammensetzung der Bewegung, Motivationen der Partizipation, Mobilisierungsstrategien – erforscht werden können. Hierzu betrachten wir die Grundlagen des Forschungsprozesses (u.a. Arbeit mit Theorien, Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen) und lernen grundlegende Methoden der empirischen Sozialforschung (u.a. Befragung, Inhaltsanalyse, Netzwerkanalyse) kennen. Daher wird das Seminar 14-tägig als Doppelsitzung angeboten, wobei jeweils die erste Sitzung der Einführung in die Methode dient und in der zweiten Sitzung die Anwendung am Gegenstand erprobt wird. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zu Forschungsdesigns und Methoden und eignet sich besonders für Studierende, die noch keine oder geringe Methodenkenntnisse haben.

Literatur: Atteslander (2010): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin: Erich Schmidt. David A./Soule, Sarah A./Kriesi, Hanspeter (2006) (Hg.): The Blackwell companion to social movements. Malden: Blackwell Publishing. Diekmann (2012):Einführung in die empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek: Rowohlt.

Teilnahmevoraussetzungen: Die Seminarteilnehmer*innen sollten vorher das Seminar/Tutorium zum wissenschaftlichenArbeiten besucht haben.

HinweisezurVeranstaltung/zumBlockseminar: Einführungssitzung am 20.04, ab 27.04. 14-tägige Doppelsitzung.

Leistungsnachweise: Referat/Präsentation, Forschungsexposé, Reflexionspapiere

Termine: Mo 20.04.20 10 - 11:30 Uhr (GD 06) | Mo 27.04.20 10 - 13:15 Uhr (GD 06) | Mo 11.05.20 10 - 13:15 Uhr (GD 06) | Mo25.05.20 10 - 13:15 Uhr (GD 06) | Mo 08.06.20 10 - 13:15 Uhr (GD 06) | Mo 22.06.20 10 - 13:15 Uhr (GD 06) | Mo 06.07.20 10 -13:15 Uhr (GD 06) | Mo 20.07.20 10 - 13:15 Uhr (GD 06)

Sprache:Deutsch

Europäisches Regieren: Politikfelder im EU-Mehrebenensystem

6/9 ECTS: Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung

Di, 14:15 - 15:45 Uhr Ort: GD 202,

Veranstaltungsbeginn: 15.10.2019

Ob Abgas-Grenzwerte für PKW, Datenschutz-Grundverordnung oder die Euroregion Pro Europa Viadrina – in vielen Bereichen hat die EU Einfluss. Doch wie werden in der EU Entscheidungen gefällt und welche Akteure sind an der Politikgestaltung beteiligt? Und wofür ist die EU eigentlich zuständig –und wofür nicht? Das Seminar beschäftigt sich mit diesen und weiteren Fragen. Anhand der Betrachtung unterschiedlicher Politikfelder und einschlägiger theoretischer Ansätze lernen wir, wie Politikformulierung und Implementation im europäischen Mehrebenensystem funktioniert und erörtern die Kompetenzaufteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten. Am Beispiel mehrerer Politikfelder, wie Agrarpolitik, Binnenmarkt, Regionalpolitik oder Asylund Migration, werden Unterschiede zwischen den EU-Politiken herausgearbeitet und zudem die historische Entwicklung der politikfeldspezifischen Integration nachgezeichnet.

Literatur: Heinelt et al. (Hrsg.) (2007): Politikfelder im EU-Mehrebenensystem: Instrumente und Strategien europäischen Regierens. Baden-Baden: Nomos.
Wallace et al. (Hrsg.) (2015): Policy-Making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. Cini et al. (Hrsg.) (2016): European Union Politics. Oxford: Oxford University Press.

Teilnahmevoraussetzungen: Grundkenntnisse des institutionellen Systems der EU und der Geschichte der europäischen Integration. Bereitschaft zum Lesen vorrangig englischsprachiger Literatur.

Leistungsnachweise: regelmäßige Anwesenheit, Referat, Hausarbeit Sprache: Deutsch

Europäisches Regieren: Politikfelder im EU-Mehrebenensystem

6/9 ECTS

Seminar: Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung

Di, 11:15 - 12:45 Uhr Ort: GD 05, Veranstaltungsbeginn: 09.04.2019

Ob Abgas-Grenzwerte für PKW, Datenschutz-Grundverordnung oder die Euroregion Pro Europa Viadrina – in vielen Bereichen hatdie EU Einfluss. Doch wie werden in der EU Entscheidungen gefällt und welche Akteure sind an der Politikgestaltung beteiligt? Und wofür ist die EU eigentlich zuständig –und wofür nicht? Das Seminar beschäftigt sich mit diesen und weiteren Fragen.Anhand der Betrachtung unterschiedlicher Politikfelder und einschlägiger theoretischer Ansätze lernen wir, wie Politikformulierungund Implementation im europäischen Mehrebenensystem funktioniert und erörtern die Kompetenzaufteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten. Am Beispiel mehrerer Politikfelder, wie Agrarpolitik, Binnenmarkt, Regionalpolitik oder Asyl und Migration, werden Unterschiede zwischen den EU-Politiken herausgearbeitet und zudem die historische Entwicklung derpolitikfeldspezifischen Integration nachgezeichnet.

Literatur: Heinelt et al. (Hrsg.) (2007): Politikfelder im EU-Mehrebenensystem: Instrumente und Strategien europäischenRegierens. Baden-Baden: Nomos. Wallace et al. (Hrsg.) (2015): Policy-Making in the European Union. Oxford: Oxford UniversityPress. Cini et al. (Hrsg.) (2016): European Union Politics. Oxford: Oxford University Press.

Teilnahmevoraussetzungen: Grundkenntnisse des institutionellen Systems der EU und der Geschichte der europäischen Integration. Bereitschaft zum Lesen vorrangig englischsprachiger Literatur.

Leistungsnachweise: regelmäßige Anwesenheit, Referat, Hausarbeit

Demokratie in der Krise? Eine Einführung in die Methodender empirischen Sozialforschung (Wahlobligatorik)

6 ECTS

Seminar: Vergleichende Sozialwissenschaften: Einführung

Mo, 14-täglich, 10 - 13:30 Uhr Ort: GD 06, Veranstaltungsbeginn: 15.10.2018

Das Seminar dient dazu, verschiedene Methoden der empirischen Sozialforschung kennenzulernen und an einem eigenenProjekt anzuwenden. Die Grundlagenkenntnisse der empirischen Sozialforschung werden dabei anhand von beispielhaftenFragestellungen zu einem konkreten Forschungsgegenstand – „Krise der Demokratie“ – vermittelt. Denn sowohl diewissenschaftliche als auch die öffentliche Debatte stellt seit längerem die Frage, ob und inwiefern die Demokratie westlicherPrägung in eine Krise geraten ist, wobei sich die „Krisenthese“ sowohl auf Einstellungen und Verhalten der Bürger, als auch aufUmstellungen innerhalb des politischen Systems bezieht. Ausgehend von einer theoretischen Klärung der Begrifflichkeiten undeinem Überblick über gängige Krisendiagnosen nimmt das Seminar diese zum Ausgangspunkt, um zu vermitteln, welche Methodenzur Erfassung empirischer Phänomene zur Verfügung stehen. Hierzu diskutieren wir die Grundlagen des Forschungsprozesses(u.a. Arbeit mit Theorien, Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen) und lernen grundlegende Methoden derempirischen Sozialforschung (u.a. Befragung, Inhaltsanalyse, Netzwerkanalyse) kennen. Daher wird das Seminar 14-tägig alsDoppelsitzung angeboten, wobei jeweils die erste Sitzung der Einführung in die Methode dient und in der zweiten Sitzung dieAnwendung am Gegenstand erprobt wird. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zuForschungsdesigns und Methoden und eignet sich besonders für Studierende, die noch keine oder geringe Methodenkenntnissehaben.

Literatur: Atteslander (2010): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin: Erich Schmidt. Diekmann (2012): Einführungin die empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek: Rowohlt. Lembcke et al. (2016):Zeitgenössische Demokratietheorie. Band 2: Empirische Demokratietheorien. Wiesbaden: VS. Merkel et al. (2015): Demokratieund Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie. Springer VS.

Leistungsnachweise: Referat, Hausarbeit / Essays

Politischer Protest

6/9 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung

Dienstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: GD 312, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2018

Politischer Protest ist integraler Bestandteil politischer Systeme. So unterschiedlich Ziele, Ausdrucksformen und Protestbedingungen in unterschiedlichen Systemtypen auch sind: sie alle fordern Veränderungen in Politik und Gesellschaft. Anhand verschiedener Fallbeispiele von Protestbewegungen beleuchtet das Seminar politischen Protest aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei stehen zum einen die Protestgruppen und Sozialen Bewegungen selbst im Vordergrund. In diesem Zusammenhang werden Ansätze der Bewegungsforschung vorgestellt und an konkreten Fallbeispielen diskutiert, um Bedingungen ‚erfolgreichen‘ Protests zu beleuchten. Hier geht es um Fragen wie: Wie formiert sich Protest? Wie funktioniert Mobilisierung? Welche Kommunikationsformen und Ausdrucksmittel können Protestakteure – auch jenseits der ‚klassischen‘ Formen wie Demonstrationen – wählen? Zum anderen stellen wir uns die Frage, wann politischer Protest (nicht) legitim ist und was er in (und für) unterschiedliche Systemtypen bedeutet. Handelt es sich um den Ausdruck „kritischer Bürger“ (Norris) oder unterminiert Protest die Systemlegitimität? Und wie unterscheidet sich Protest in Demokratien und Autokratien? Abschließend werden die Veränderungen politischen Protests durch Entwicklungen wie Digitalisierung und Transnationalisierung in den Blick genommen.

Literatur: Courpasson, David/Vallas, Steven (2016) (Hg.): The Sage Handbook of Resistance. London: Sage. Snow, David A./Soule, Sarah A./Kriesi, Hanspeter (2006) (Hg.): The Blackwell companion to social movements. Malden: Blackwell Publishing.

Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige und aktive Teilnahme, Bereitschaft zum Lesen auch englischsprachiger Texte

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit


Demokratie in der Krise?

Eine Einführung in die empirische Sozialforschung

6 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Einfuhrung (Wahlobligatorik)

Montag, 14-taglich, 14.00 - 17.30 Uhr, Ort: GD 302, Veranstaltungsbeginn: 09.04.2018

Das Seminar dient dazu, verschiedene Methoden der empirischen Sozialforschung kennenzulernen und an einem eigenen Projekt anzuwenden. Die Grundlagenkenntnisse der empirischen Sozialforschung werden dabei anhand von beispielhaften Fragestellungen zu einem konkreten Forschungsgegenstand – „Krise der Demokratie“ – vermittelt. Denn sowohl die wissenschaftliche als auch die offentliche Debatte stellt seit langerem die Frage, ob und inwiefern die Demokratie westlicher Pragung in eine Krise geraten ist, wobei sich die „Krisenthese“ sowohl auf Einstellungen und Verhalten der Burger, als auch auf Umstellungen innerhalb des politischen Systems bezieht. Ausgehend von einer theoretischen Klarung der Begrifflichkeiten und einem Uberblick uber gangige Krisendiagnosen nimmt das Seminar diese zum Ausgangspunkt, um zu vermitteln, welche Methoden zur Erfassung empirischer Phanomene zur Verfugung stehen. Hierzu diskutieren wir die Grundlagen des Forschungsprozesses (u.a. Arbeit mit Theorien, Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen) und lernen grundlegende Methoden der empirischen Sozialforschung (u.a. Befragung, Inhaltsanalyse, Netzwerkanalyse) kennen. Daher wird das Seminar 14-tagig als Doppelsitzung angeboten, wobei jeweils die erste Sitzung der Einfuhrung in die Methode dient und in der zweiten Sitzung die Anwendung am Gegenstand erprobt wird. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zu Forschungsdesigns und Methoden und eignet sich besonders fur Studierende, die noch keine oder geringe Methodenkenntnisse haben.

Literatur: Atteslander (2010): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin: Erich Schmidt. Diekmann (2012): Einfuhrung in die empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek: Rowohlt. Lembcke et al. (2016): Zeitgenossische Demokratietheorie. Band 2: Empirische Demokratietheorien. Wiesbaden: VS. Merkel et al. (2015): Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhaltnis von Theorie und Empirie. Wiesbaden: Springer VS.

Teilnahmevoraussetzungen: Regelmasige und aktive Teilnahme

Hinweise zum Blockseminar: 09.04., 16.04., 30.04., 14.05., 28.05., 11.06., 25.06., 09.07.

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit

Legitimationspolitik: Zur (Selbst-)Rechtfertigung

von ‚Politik‘ über Diskurse, Symbole, Praktiken

6/9 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung

Dienstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: GD 07, Veranstaltungsbeginn: 10.10.2017

Wenn Politiker der Grünen öffentlichkeitswirksam mit dem Fahrrad fahren, die Europäischen Gemeinschaften sich eine Europahymne geben oder Angela Merkel den Atomausstieg begründet, können solche Praktiken, Symbole und Diskurse als Legitimationspolitik begriffen werden. Denn sie zielen (auch) darauf, die „Anerkennungswürdigkeit einer Ordnung, einer Entscheidung, oder auch eines Akteurs, herzustellen, zu sichern, zu kritisieren oder zu zerstören“ (Nullmeier et al. 2012: 13). Die Beispiele verweisen darauf, dass sowohl politische Ordnungen und ihre Institutionen als auch ihre Repräsentanten kontinuierlich versuchen, Legitimität für sich und ihre Entscheidungen zu generieren. Diese Perspektive ist in der (empirischen) Legitimationsforschung bisher relativ unterbelichtet, da sich die Forschung vorrangig auf den „Legitimitätsglauben“ (Max Weber) der Bürger richtet. Das Seminar will daher die Perspektive umkehren und „Legitimationspolitik“ sowohl theoretisch-konzeptionell einfangen, als auch unterschiedliche empirische Legitimationspolitiken diskutieren. Dabei kann es sich um (diskursive) Delegitimationsstrategien der Opposition gegenüber der Regierung und ihrer Politik genauso handeln wie um die Architektur von Parlamenten und Regierungssitzen oder die eingangs genannten Beispiele. Das Seminar findet bis Weihnachten wöchentlich statt. Nach einer Forschungsphase, in der die Studierenden unterschiedliche Legitimationspolitiken erforschen, findet am 12.01.18 (Freitag) ein Blocktermin statt. Bei ausreichender Teilnehmerzahl ist für den 01.12.17 (Freitag) eine Architekturführung im Bundestag geplant.

Literatur: Geis et al. (2012): Der Aufstieg der Legitimitätspolitik. Rechtfertigung und Kritik politisch-ökonomischerOrdnungen. Baden-Baden: Nomos.

Hinweise zur Veranstaltung: bei ausreichender Teilnehmerzahl Exkursion nach Berlin am 01.12.17 (Freitagnachmittag)

Hinweise zum Blockseminar: wöchentlich bis Semestermitte. Blocksitzung am 12.01.18, 10-16 Uhr

Leistungsnachweis: Projektvorstellung inkl. Exposé + Hausarbeit


Demokratie in der Krise?

Eine Einführung in die Methoden der empirischen Sozialforschung

(Wahlobligatorik)

6 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Einführung

Mittwoch, 14-täglich, 14.00 - 17.15 Uhr, Ort: AM 205, Veranstaltungsbeginn: 11.10.2017

Das Seminar dient dazu, verschiedene Methoden der empirischen Sozialforschung kennenzulernen und an einem eigenen Projekt anzuwenden. Das methodische Interesse verbinden wir mit der Frage, auf welcher empirischen Basis die Rede von einer „Krise der Demokratie“ steht. Denn sowohl die wissenschaftliche als auch die öffentliche Debatte stellt seit längerem die Frage, ob und inwiefern die Demokratie westlicher Prägung in eine Krise geraten ist. Zur Untermauerung werden u.a. der Rückgang der Wahlbeteiligung, der Vertrauensverlust in politische Institutionen oder auch der Aufstieg populistischer Parteien herangezogen. Die „Krisenthese“ bezieht sich also sowohl auf Einstellungen und Verhalten der Bürger, als auch auf Umstellungen innerhalb des politischen Systems. Ausgehend von einer theoretischen Klärung der Begrifflichkeiten und einem Überblick über gängige Krisendiagnosen beschäftigt sich das Seminar damit, wie sich diese Phänomene empirisch untersuchen lassen. Wir verbinden die Arbeit am Gegenstand kontinuierlich mit der Diskussion der Grundlagen des Forschungsprozesses (Arbeit mit Theorien, Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen,…) und einem Überblick über grundlegende Methoden der empirischen Sozialforschung (bspw. Befragung, Inhaltsanalysen, Netzwerkanalyse). Daher wird das Seminar 14-tägig als Doppelsitzung angeboten, wobei jeweils die erste Sitzung der Einführung in verschiedene Methoden dient und in der zweiten Sitzung die Anwendung am Gegenstand erprobt wird.

Literatur: Atteslander (2010): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin: Erich Schmidt. Diekmann (2012): Einführung in die empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek: Rowohlt. Lembcke et al. (2016): Zeitgenössische Demokratietheorie. Band 2: Empiri-sche Demokratietheorien. Wiesbaden: VS. Merkel et al. (2015): Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie. Wiesbaden: Springer VS.

Hinweise zum Blockseminar: Einführungssitzung 11.10. 14.00-15.30 Uhr. Alle weiteren Termine 14.00-17.15 Uhr.

Termine: 18.10., 01.11., 15.11., 29.11., 13.12., 03.01., 17.01., 31.01.

Leistungsnachweis: Projektvorstellung inkl. Exposé + Hausarbeit

Legitimität und Demokratie in der Europäischen Union

6/8/9 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung

Mittwoch, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: AM 105, Veranstaltungsbeginn: 12.04.2017

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion rief Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ aus und meinte damit, dass die Demokratie sich nun gegen mögliche Systemalternativen durchgesetzt habe. Zwar sehen wir heute eine immer größere Zahl demo-kratischer Staaten, gleichzeitig sind wir aber auch mit demokratischen Rückschritten konfrontiert. Woran äußert sich dies aber und wie erfasst man „Demokratiehaftigkeit“? Was Demokratie konkret bezeichnet war und ist weniger eindeutig als die alltagssprachliche Verwendung des Demokratiebegriffs nahelegen mag. Während im antiken Athen unter Demokratie die direkte Beteiligung der Bürger gemeint war, assoziieren wir Demokratie heute meist mit repräsentativen Systemen. Und auch sonst unterscheiden sich zentrale Parameter – bspw. die Ausgestaltung von Partizipation, Gewaltenteilung oder liberaler und demokratischer Rechte – zwischen verschiedenen Demokratietheorien. Das Seminar widmet sich in einem ersten Schritt der Diskussion und dem Vergleich unterschied-licher Theorien zu Demokratie und Legitimität. In einem zweiten Seminarteil wenden wir uns empirischen Ansätzen zu und diskutieren, wie sich die konkrete empirische Ausgestaltung auf mitgliedstaatlicher und auf EU-Ebene erfassen und bewerten lässt.

Literatur: Kohler-Koch / Rittberger (Hrsg.) (2007): Debating the democratic legitimacy of the European Union. Lanham: Rowman & Littlefield; Lembcke / Ritzi / Schaal (Hrsg.) (2012): Zeitgenössische Demokratietheorie. Band 1: Normative Demokratietheorien. Wiesbaden: VS.; Lembcke / Ritzi / Schaal (Hrsg.) (2016): Zeitgenössische Demokratietheorie. Band 2: Empirische Demokratietheorien. Wiesbaden: VS.; Schmidt (2008): Demokratietheorien. Eine Einführung. Wiesbaden: VS.

Leistungsnachweis: Referat, Hausarbeit

Einführung in die qualitative Analyse von Texten: Die diskursive Konstruktion von Legitimität

6 ECTS

Seminar: Sozialwissenschaften-Einführung

Mittwoch, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: AM 203, Veranstaltungsbeginn: 14.10.2015

Das Seminar bietet einen grundlegenden Einblick in qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung und fokussiert dabei auf die inhaltsanalytische Bearbeitung von Texten. In der ersten Semesterhälfte wird grundlegend in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen und das „Handwerkszeug“ eingeführt. In einer „seminarfreien“ Phase wenden die Studierenden das Gelernte in kleinen Projekten an; Blocksitzungen geben hier die Gelegenheit, mögliche Herangehensweisen, offene Fragen und eventuelle Probleme zu diskutieren. In einer Abschlusssitzung werden die einzelnen Projekte vorgestellt und diskutiert. Inhaltlich werden sich die Projekte damit befassen zu rekonstruieren, wie (politische) Akteure bestimmte Probleme deuten und unter Rückgriff auf welche Argumente sie politische Positionen und Entscheidungen legitimieren (oder delegitimieren). Dies kann sich – je nach Interesse der Studierenden – auf unterschiedliche (aktuelle) Probleme und Debatten in verschiedenen Politikfeldern beziehen (bspw. Eurokrise, Klimawandel, TTIP, Migration,…). Als Datenbasis können so unterschiedliche Materialien wie Medienberichte, Reden, Parlamentsdebatten, Interviews etc. dienen.

Literatur: Keller, Reiner (2007): Diskursforschung: Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen. VS Verlag. Lamnek, Siegfried (2005): Qualitative Sozialforschung. Beltz. Mayring, Philipp (2010): Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken. Beltz. Kuckartz, Udo (2009): Einführung in die Computergestützte Analyse qualitativer Daten. VS Verlag. Nullmeier, Frank et al. (2010) (Hrsg.): Prekäre Legitimitäten: Rechtfertigung von Herrschaft in der postnationalen Konstellation. Campus.

Teilnahmevoraussetzungen: Lust zur eigenständigen Projektarbeit

Hinweise zum Blockseminar: Wöchentlich Mittwoch bis ca. Semestermitte; und ein ganzer oder zwei halbe Blocktage gegen Semesterende (Freitag; voraussichtlich 8.1. und / oder 29.1.)

Leistungsnachweis: Projektpräsentation, Hausarbeit


Postdemokratie und Simulative Demokratie: Crouch und Blühdorn im Vergleich

6/8/9 ECTS

Seminar: Kulturwissenschaften-/Sozialwissenschaften-Vertiefung

Dienstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: AM 202, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2015

Sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der öffentlichen Debatte hat der Begriff der Postdemokratie in den letzten Jahren Konjunktur erfahren.Als einer der zentralen Autoren in der Diskussion prägte Colin Crouch den Begriff mit. Laut Crouch befinde sich die (westliche) Demokratie in einer Krise: die (gleiche) Partizipation der Bürger sowie ihre Partizipationschancen gingen zurück, intermediäre Institutionen wie Parteien würden ihre Aufgaben zunehmend weniger erfüllen und Politikergebnisse seien zunehmend an ökonomischen Effizienzkriterien orientiert. Demgegenüber setzt Ingolfur Blühdorn mit der „Simulativen Demokratie“ eine alternative Konzeption und diagnostiziert keine Krise, sondern einen „Formwandel“ der Demokratie. Trotz der unterschiedlichen Begriffe geht auch er von Veränderungen in Beteiligungs- und Repräsentationsmustern sowie Entscheidungsprozessen aus. Das Seminar befasst sich in intensiver Textlektüre mit beiden Ansätzen und will Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den theoretischen Herangehensweisen und empirischen Diagnosen herausarbeiten. Außerdem soll es darum gehen, den empirischen Gehalt der „Postdemokratisierungsthese“ zu überprüfen, denn obwohl sich der Postdemokratie-Begriff wachsender Beliebtheit erfreut, sind empirische Studien, die uns entscheiden lassen, ob und inwieweit wir in einer „Postdemokratie“ leben bisher Mangelware. Das Seminar richtet sich daher an Studierende, die sowohl Interesse an der theoretischen Debatte mitbringen, als auch Lust haben, sich (eigenständig) mit der empirischen Überprüfung möglicher Anzeichen einer Postdemokratisierung zu befassen.

Literatur: Crouch, Colin (2008): Postdemokratie. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Blühdorn, Ingolfur (2013): Simulative Demokratie. Neue Politik nach der postdemokratischen Wende. Berlin: Suhrkamp. Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen Heft 19(4): Postdemokratie – ein neuer Diskurs? (2006).

Leistungsnachweis: Hausarbeit; Präsentation

Grundlagen der empirischen Sozialforschung Teil A: Theoretische Grundlagen der Erstellung eines

Forschungsdesigns

6/8/9 ECTS

Seminar: Sozialwissenschaften-Vertiefung

Dienstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: AM 205, Veranstaltungsbeginn: 14.04.2015

Das Seminar fuhrt grundlegend in die empirische Sozialforschung ein. Dabei beschaftigen wir uns zunachst mit den Grundbegriffen sowohl der qualitativen als auch der quantitativen Forschung. Neben der Vermittlung von Grundbegriffen werden Geschichte und Logik qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden erlautert. Im Verlauf des Seminars wird darauf aufbauend der Ablauf eines empirischen sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekts von Entdeckung und Festlegung der Fragestellung uber Hypothesenbildung und Operationalisierung bis hin zu Darstellung und Verbreitung der Ergebnisse nachvollziehbar dargestellt. Dies geschieht anhand eines konkreten Projekts, anhand dessen sowohl Fragen des Designs, wie auch der Datenerhebung und –auswertung diskutiert und erprobt werden konnen. Ziel des Seminars ist es, in Haus- und Abschlussarbeiten die jeweilige Forschungslogik uberzeugend darlegen, eine angemessene Methodik auswahlen und sie sinnvoll umsetzen zu konnen. Das Seminar bildet den Teil A eines kombinierten Seminars mit dem Kurs „Grundlagen der empirischen Sozialforschung, Teil B: Statistik und Datenanalyse mit SPSS“ (Dozentinnen: Arnold/Henkel, LS Schwarz). Die beiden Kurse sind aufeinander abgestimmt, das in Kurs A erworbene Wissen wird direkt in Teil B computergestützt umgesetzt.

Literatur: Atteslander, Peter (2010): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin: Erich Schmidt. Diekmann, Andreas (2012): Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek: Rowohlt. Gehring, Uwe W. / Weins, Cornelia ( 2009): Grundkurs Statistik fur Politologen und Soziologen. Wiesbaden: VS Verlag fur Sozialwissenschaften. Jahn, Detlef (2006): Einfuhrung in die vergleichende Politikwissenschaft. Wiesbaden: VS Verlag fur Sozialwissenschaften.

Teilnahmevoraussetzungen: Regelmasige Teilnahme. Bitte beachten Sie die Anmeldemodalitaten im Kurs B der Dozentinnen Arnold/Henkel.

Leistungsnachweis: Prasentation, Essay/Hausarbeit


Postdemokratie. Demokratie in der Krise?

6/8/9 ECTS

Seminar: Sozialwissenschaften-Vertiefung

Mittwoch, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: GD 06, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2015

Der Begriff ‚Postdemokratie‘ erfuhr in den letzten Jahren im wissenschaftlichen Kontext aber auch in der offentlichen Debatte Konjunktur. So stellte Spiegel Online im Mai 2013 fest, Angela Merkel sei die perfekte Kanzlerin der Postdemokratie, die taz diagnostizierte Anfang 2014, die EU „richtet sich immer mehr in der Postdemokratie ein“. Welche konkreten Beobachtungen aber stecken hinter diesen Feststellungen und welche Indikatoren kennzeichnen eine Postdemokratie? Bedeutet dies gleichzeitig eine Krise und/oder Verfall der Demokratie und ihrer Normen und Institutionen? In die theoretische Debatte wurde der Begriff von Jacques Ranciere eingefuhrt, kam durch die Publikation von Colin Crouch zu groserer Popularitat und wurde von weiteren Autoren aufgegriffen und weitergefuhrt. Unter anderem werden mit dem Begriff Verschiebungen in Beteiligungs- und Reprasentationsmustern, Entscheidungsprozessen und Kommunikationsstilen bezeichnet, die laut Autoren zu einer Entpolitisierung und Technokratisierung fuhrten. Wir beginnen das Seminar mit einem knappen Uberblick uber ‚klassische‘ Demokratietheorien, um die normative Gegenfolie der Postdemokratie-Autoren kennenzulernen. Daran anschliesend lesen wir zentrale Texte zur Postdemokratie-Debatte (Ranciere, Crouch) sowie ähnlicher Diagnosen, die z.T. unter anderen Begrifflichkeiten diskutiert werden (Bspw. Bluhdorn: „Simulative Demokratie“). Wir befassen uns mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Ansatze, diskutieren kritische Reaktionen auf den Postdemokratie-Diskurs und fragen, ob und inwieweit tatsachlich eine Postdemokratisierung stattfindet.

Literatur: Crouch, Colin (2008): Postdemokratie. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Bluhdorn, Ingolfur (2013): Simulative Demokratie. Neue Politik nach der postdemokratischen Wende. Berlin: Suhrkamp. Badiou, Alain / Ranciere, Jacques (Hrsg.) (2010(1996)): Politik der Wahrheit. Wien: Turia + Kant. Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen Heft 19(4): Postdemokratie – ein neuer Diskurs? (2006). Schmidt, Manfred G. (2008): Demokratietheorien. Eine Einfuhrung. Wiesbaden: VS Verlag.

Teilnahmevoraussetzungen: Regelmasige Teilnahme, Bereitschaft zur intensiven Textlekture

Leistungsnachweis: Referat, Essay/Hausarbeit

Protestbewegungen und ihre Lieder aus der Perspektive von Sozialwissenschaft und Linguistik

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften- // Linguistik Vertiefung

Donnerstag, 11.15 - 12.45 Uhr, Ort: AM 205, Veranstaltungsbeginn: 10.04.2014

Protestierende bedienen sich seit jeher diverser sprachlicher und nicht-sprachlicher Ausdrucksmittel (Modalitäten), um ihrer politischen Position Gehör zu verschaffen. Ein oft eingesetztes Mittel ist das Singen von Liedern: Bob Dylan wollte mit „Masters of War“ ein Zeichen gegen die USPolitik im Kalten Krieg setzen, die irische Band The Cranberries machte mit ihrem Lied „Zombie“ international auf den gewalttätigen Konflikt in Irland aufmerksam und Bands wie Rage Against the Machine widmen gleich ihre gesamte musikalische Karriere dem Protest. Dieses interdisziplinäre Seminar widmet sich dem Phänomen Protestbewegungen und ihren Liedern, nimmt aber gleichzeitig neben musikalischen auch weitere Ausdrucksformen in den Blick. Dem Gegenstand nähern wir uns in drei systematischen Schritten. Zuerst werden aus sozialwissenschaftlicher Perspektive theoretische Grundlagen sozialer Bewegungs- und politischer Protestforschung gegeben. Aus linguistischer Perspektive wird beleuchtet, wie Politik und Sprache, sowie andere Mittel der Kommunikation, zusammenhängen. In einem gemeinsamen Ansatz soll dann die Bedeutung von Musik im Protest erarbeitet werden. Im zweiten Teil des Seminars werden interdisziplinäre Ansätze und Methoden zur Analyse von Protestbewegungen und damit verbundenen Diskursen vorgestellt (u.a. Framing, Diskursanalyse, multimodale Metaphernanalyse). Im letzten Teil haben die Studierenden die Möglichkeit in betreuter Gruppenarbeit selbst gewählte Protestbewegungen wissenschaftlich zu analysieren und ihre Ergebnisse in einer abschließenden Blockveranstaltung kreativ zu präsentieren.

Literatur: Schiller, Dietmar (2012): A change is gonna come: Popmusik und Politik: Empirische Beiträge zu einer politikwissenschaftlichen Popmusikforschung. Lahusen, Christian (1996): The Rhetoric of Moral Protest: Public Campaigns, Celebrity Endorsement and Political Mobilization. Snow, David/Soule, Sarah/Kriesi, Hanspeter (Hrsg.) (2004): Blackwell Companion to Social Movements.

Hinweise zur Veranstaltung: Teilnahmebeschränkung. Interessierte melden sich bitte ab dem 25.3.2014 (10:00 Uhr) online unter der Lehrstuhladresse http://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/sw/sw0/lehre/index.html an.

Hinweise zum Blockseminar: Wöchentlich 10.4., 17.4., 24.4., 8.5., 15.5., 22.5., 5.6., 12.6. und 19.6. in AM 205, sowie Blockveranstaltung (ganztägig) am 11.7. in GD 07

Leistungsnachweis: Regelmäßige Anwesenheit, Projektpräsentation und Hausarbeit (oder Äquivalent)


Grundlagen der empirischen Sozialforschung Teil A: Theoretische Grundlagen der Erstellung eines Forschungsdesigns

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften-Vertiefung

Mittwoch, 14-täglich, 9.30 - 12.45 Uhr, Ort: AB 106, Veranstaltungsbeginn: 09.04.2014

Das Seminar führt grundlegend in die empirische Sozialforschung ein. Dabei beschäftigen wir uns zunächst mit den Grundbegriffen sowohl der qualitativen als auch der quantitativen Forschung. Neben der Vermittlung von Grundbegriffen werden Geschichte und Logik qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden erläutert. Im Verlauf des Seminars wird darauf aufbauend der Ablauf eines empirischen sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekts von Entdeckung und Festlegung der Fragestellung über Hypothesenbildung und Operationalisierung bis hin zu Darstellung und Verbreitung der Ergebnisse nachvollziehbar dargestellt. Dies geschieht anhand eines konkreten Projekts, anhand dessen sowohl Fragen des Designs, wie auch der Datenerhebung und –auswertung diskutiert und erprobt werden können. Ziel des Seminars ist es, in Haus- und Abschlussarbeiten die jeweilige Forschungslogik überzeugend darlegen, eine angemessene Methodik auswählen und sie sinnvoll umsetzen zu können. Das Seminar bildet den Teil A eines kombinierten Seminars. Die beiden Kurse sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich. Daher sollte parallel der Kurs „Grundlagen der empirischen Sozialforschung, Teil B: Statistik und Datenanalyse mit SPSS“ (Dozentinnen: Arnold/Henkel, LS Schwarz) besucht werden. Die beiden Kurse wechseln sich in 14-tägigem Rhythmus ab. Ziel dessen ist es, das in Kurs A erworbene Wissen direkt in Teil B computergestützt umzusetzen. Teil A kann auch unabhängig von Teil B besucht werden, jedoch nicht umgekehrt.

Literatur: Atteslander, Peter, Jürgen Cromm, and Busso Grabow. 2003. Methoden der empirischen Sozialforschung. 10. A. de Gruyter. Flick, Uwe, Ernst von Kardorff, and Ines Steinke. 2005. Qualitative Forschung: Ein Handbuch. 9th ed. Rororo. Gehring, Uwe W., and Cornelia Weins. 2009. Grundkurs Statistik für Politologen und Soziologen. 5, überarb. Aufl. 2010. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Jahn, Detlef. 2006. Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Teilnahmevoraussetzungen: Bereitschaft zum Lesen auch englischsprachiger Texte, Bereitschaft, ein kleines Forschungsprojekt in einer Gruppe durchzuführen.

Hinweise zur Veranstaltung: Max. 30 TN. Eine Anmeldung unter barnickel@europa-uni.de ist erforderlich. Studierenden, die auch Teil B besuchen möchten, wird der Vorzug gegeben (Bitte in der Anmeldung vermerken).

Hinweise zum Blockseminar: Erster Termin des Seminars am 16.4.14

Leistungsnachweis: Referat, Essay/Hausarbeit

Theorien der Europäischen Integration

8 ECTS

Seminar: BA, Sozialwissenschaften – Vertiefung

Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: LH 120, Veranstaltungsbeginn: 17.10.2013

Die Entwicklung der Europäischen Union ist seit ihren Anfängen ein dynamischer Prozess der Vertiefung und Erweiterung. In diesem Prozess der regionalen Integration waren und sind unterschiedliche Phänomene erklärungsbedürftig und / oder normativ diskussionswürdig. Dies bezieht sich bspw. auf die folgenden Fragenkomplexe: Warum waren und sind die Mitgliedstaaten bereit, Souveränität abzugeben? Wie hat sich die Ausgestaltung der Institutionen und Entscheidungssysteme der EU entwickelt und warum haben sie sich so entwickelt? Welche Kritiken werden an die Union herangetragen und welche Visionen und Konzeptionen der künftigen Ausgestaltung der Union formuliert? Um diese und ähnliche Fragen zu diskutieren setzt sich das Seminar mit der historischen Entwicklung der Europäischen Integration auseinander und führt unterschiedliche theoretische Konzepte und Ansätze ein. Dazu zählen unter anderem die frühen Theorien Europäischer Integration wie Föderalismus, Funktionalismus und Intergouvernementalismus sowie deren Weiterentwicklung. Genauso betrachten wir neuere Ansätze der Governance in Europa, der Europäisierung und Konzepte der differenzierten Integration. Ausgehend von diesen Ansätzen analysieren und erklären wir Entstehung und Wandel sowohl von Institutionen als auch Politikfeldern der Europäischen Union.

Literatur: Bieling / Lerch (Hrsg.) (2006): Theorien der europäischen Integration. Wiesbaden: VS. Wiener / Diez (2009). European Integration Theory. Oxford: University Press. Rosamond (2010): Theories of European Integration. Houndmills: Palgrave. Holzinger et al. (2005): Die Europäische Union : Theorien und Analysenkonzepte. Paderborn: Schöningh. McAllister (2010): European Union. An historical and political overview. London/New York: Routledge.Hix (2011): The political system of the European Union. Basingstoke: Palgrave.

Teilnahmevoraussetzungen: Bereitschaft zum Lesen auch englischsprachiger Texte

Leistungsnachweis: Referat + Hausarbeit