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Europäische Kulturgeschichte (Master)

Gegenstand und Ziel des Studiengangs

Europa steht  im 21. Jahrhundert vor einer doppelten Herausforderung. Nach innen arbeiten die europäischen Gesellschaften an einer Verflechtung ihrer nationalen Kulturbestände. Nach außen müssen sie ihren Ort in einer bislang unbekannten Dynamik globaler Verflechtungen bestimmen. Beide Prozesse verlangen nach gründlicher historischer Orientierung.

Der MEK will diese Orientierung mit Hilfe unterschiedlicher kulturwissenschaftlicher Methoden schulen und zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten anleiten. Im Studium werden Text- und Bild-verstehende, symboltheoretische sowie typisierende und handlungstheoretische Methoden vermittelt und damit die interdisziplinären Bezüge zu den anderen Masterstudiengängen der kulturwissenschaftlichen Fakultät hergestellt.

Ziel des MEK-Studiengangs ist eine vertiefte Beschäftigung mit Eigenarten und Problemen der europäischen Geschichte und der europäischen Selbstwahrnehmung. Dabei wird Europa nicht als eigenständiger Kulturraum vorausgesetzt. Untersucht und gelehrt wird, wie Europa von der Antike bis zur Gegenwart sich in Begegnungen und Wechselwirkungen mit dem „Fremden“ konstituiert und dabei spezifische Muster politisch-sozialer Ordnungen und Konfliktkulturen hervorbringt.

Eine Liste von Themen bisher eingereichter Masterarbeiten im MEK präsentiert das Spektrum möglicher Forschungsfelder.

  • Der Orient in der Fotografie des 19. Jahrhunderts

  • Die Waffen nieder! - Zur Wirkungsgeschichte einer Idee

  • Die Sepulkralkultur Deutschlands im Wandel - Vom Kirchhof zur Weltraumbestattung

  • Lilith im 21. Jahrhundert? Die Darstellung von Weiblichkeit im Spiegel des Gut-Böse-Dualismus der TV-Serie "The Vampire Diaries"

  • Die Geheimdienste und die Sicherheitspolitik europäischer Großmächte vor dem Ersten Weltkrieg

  • Kunst und Wissenschaft. Transdisziplinäre Begegnungen

  • "Lichtarchitektur" - Elektrisches Licht, Reklame und das Neue Bauen in Berlin

  • Ein gescheitertes Geheimprojekt: Die Bunkeranlage Falkenhagen 1938 - 45

  • Die "Neue Frau"? Frauenbilder in der Zeitschrift Reigen. Magazin für galante Kunst

  • Die Stadt der Vergangenheit als Stadt der Zukunft? - Eine Analyse aktueller Projekte zur Rekonstruktion historischer Stadtviertel

  • Ein Staat in seinen Kinderschuhen Hermann Wendel und Robert William Seton-Watson zur nationalen Frage im SHS-Staat 1918-29

  • Fremde als Motor wirtschaftlicher Dynamik: Zur Bedeutung jüdischer Akteure für Brandenburg-Preußen im langen 18. Jahrhundert

  • Überzeugung oder Zwang? Die drei Führungspersönlichkeiten des Zentralausschusses der SPD im Schatten der Zwangsvereinigung vom Mai 1945 bis zum 22. April 1946

  • Von der Wunderkammer zum Museum. Eine Untersuchung zur Naturalienkammer der Brandenburg-Preußischen Kunstkammer.

  • Der bürgerliche Pazifismus und seine internationale Verflechtung am Beispiel des Internationalen Friedensbüros 1892 - 1924

  • Zuckerbrot und Peitsche - Die Herrschaftspolitik Napoleon Bonarpartes

  • Identitätskonstruktionen und Lebenswelten von hochqualifizierten türkeistämmigen TransmigrantInnen in Berlin und Frankfurt (Oder)

  • "Leg dein Ohr auf die Schienen der Geschichte" - Heimat, Emigration und die Bedeutung Eichmanns in der Biographie Hermann Arndts/Zvi Aharonis 1921 - 1961

  • Das Tempelhofer Feld - Funktionen und Instrumentalisierung im Wandel

  • Gestalten der Erinnerung - Zum Status des Denkmals im öffentlichen Raum in Deutschland

  • Wirkungskontrolle und Evaluation am Jakobsweg in Brandenburg

  • Formen und Orte der Geselligkeit. Altständische und Neuständische Vergesellschaftung im 18. Jahrhundert in Deutschland im Vergleich

  • Naturphilosophie oder Naturwissenschaft? Ernst Haeckels Denkmodell und dessen Kritik um 1900 aus kulturwissenschaftlicher Perspektive

  • Das Deutsche Rote Kreuz als Akteur während der Umsiedlungsaktionen der "Volksdeutschen" von 1939 bis 1945 in Danzig-Westpreußen und dem Wartheland

  • "Playing the Anti-Slavery-Game" Sklaverei und Abolition im kolonialen Westafrika

  • Die "Grande Cocotte" - modisches Vorbild im 19. Jahrhundert

  • Zur Formverwandlung der Geschichte bei Huizinga, Kracauer und Benjamin.

  • Koloniale "Begegnung" und nationale "Identität" Das Narrativ der Descobrimentos und des portugiesischen Kolonialismus in Ausstellungen (1999 - 2000)

  • Identifikation mit dem FC Vorwärts Frankfurt (Oder) - Merkmale nationaler und regionaler Identitätsbildung beim FC Vorwärts Frankfurt (Oder) mit Fokus auf den deutsch-deutschen Europapokalspielen 1980 und 1982

  • Die Notwendigkeit der "Hölle" in der europäischen Kulturgeschichte am Beispiel von Dante Alighieris "Inferno"

  • Die erste deutsche Städte-Ausstellung 1903 in Dresden. Eine kulturhististorische Untersuchung von Stadt und Moderne.

  • Horror- oder Lernort: Berliner und Brandenburger Erinnerungsorte im Tourismus.

  • Waisenkinder im viktorianischen England und in Charles Dickens' Oliver Twist

  • Armut und Christentum im Wandel

  • Die Konstruktion von Heimat am Beispiel eines Ego-Dokumentes zur Zwangsmigration der Sudetendeutschen

  • Die Obstbausiedlung "Eden" bei Oranienburg von ihrer Entstehung 1893 bis zur nationalsozialistischen Gleichschaltung 1933 unter der gesonderten Berücksichtigung völkischer Einflüsse

  • Der gute Ort - Der Umgang mit jüdischen Erinnerungsorten in der DDR, am Beispiel des Jüdischen Friedhofs Weißensee

  • Die Ernährungsfrage in Frankfurt (Oder) im Ersten Weltkrieg. Alltag und Kriegswirtschaft 1914 - 1918

  • Den Ersten Weltkrieg erinnern. Gedenkkultur in Frankfurt (Oder)

  • Die Nutzung sozialer Medien durch politische Parteien im Vorlauf der Bundestagswahl 2013.

  • Kalter Krieg im Comic. Ein Vergleich der Zeitschriften Das Mosaik von Hannes Hegen und Disneys Die Micky Maus

  • Zu den Ursprüngen moderner Geldschöpfung in Europa.

  • Nationalsozialistische Moral: Spurensuche in Spruchkammerakten von Gestapo-Beamten

  • Deutsche Schiffe am Horn von Afrika. Diskussionen um somalische Piraterie im Deutschland des späten 19. und frühen 21. Jahrhunderts

  • Die Rezeption der "Konservativen Revolution" durch die "Neue Rechte" in der Bundesrepublik Deutschland

  • Martha Arendsee und ihre Rolle im Kampf um die Stellung der Frau von 1906 bis 1919

  • Der Staatsbesuch König Fuads von Ägypten 1929 in Deutschland aus der Sicht der Deutschen Öffentlichkeit

  • Die Mörderin Gesche Gottfried - Vergleich zweier Biografien in ihrem historischen Umfeld

  • Also sprach Thomas Mann Von der politisierten Kulturkritik zur Repräsentanz. Eine konservative Entwicklung in den Jahren 1914 - 1923

  • Tiere in Architektur. Über das Bauen in Zoologischen Gärten Deutschlands (unter besonderer Berücksichtigung Berlins)

  • Zander & Labisch (1895-1939) - Eine Fotoagentur zwischen Moderneentwicklung und NS-Kulturpolitik

  • Paul Klee - Elemente der Bewegungsdarstellung

  • Die Zukunft der Erinnerung - Der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in den sozialen Medien

  • Die Entstehungsgeschichte der ehemaligen Kaserne in Beeskow (1898-1902)

  • Himmel und Erde - Technologische Utopie und ökologische Bewusstseinsbildung in den bildenden Künsten des 20. Jahrhunderts

  • Der Schocken Verlag Berlin. Ein kulturzionistischer Wegweiser im Nationalsozialismus

  • Digitale Medien in der Erinnerungskultur. Bildungsangebote im Zeitalter des Web 2.0

  • Vorstellungen von Marxismus, Gewalt und Glück in der KPD der späten Weimarer Republik. Die Rekonstruktion der Ideologie der Parteiführung und Basis anhand zweier Reiseberichte über die Sowjetunion