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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2007

 

 

 

 

Jungbluth, Konstanze / Solarte Llanos, Carolina

Razgos culturales compartidos en España y América Latina: Tradiciones y géneros discursivos

9 (+ 5) ECTS

Seminar: MA, Linguistik / Sprache - Kultur - Identität // HS

Dienstag, 14:15 - 15:45 Uhr, AM 204

MES / MASS – Wahlmodul Sprache und Gesellschaft/ gilt auch als Fachsprachenzertifikatskurs Spanisch (4-stündig)

Veranstaltungsbeginn: 17.04.07

 

Este seminario estará enfocado en el análisis de los llamados perfiles de las tradiciones discursivas, que son representaciones de la lengua escrita o hablada. Los perfiles tienen rasgos característicos que se manifiestan en los campos lingüísticos generales, como por ejemplo el médio y dentro de la lengua hablada, la prosodía; o en los campos lingüísticos particulares como el léxico y la gramática, es decir en la morfología y la sintáxis. Se tomará en consideración también el aspecto socio-cultural, teniendo en cuenta las siguientes preguntas: ¿Quién practica las tradiciones discursivas? ¿A cuáles grupos pertenecen los autores? ¿Quiénes son los oyentes o los lectores de las tradiciones discursivas respectivas? ¿Cuál es el contexto socio-cultural donde aparece la tradición discursiva enfocada? ¿Dónde esta el orígen de una cierta tradición discursiva? Para el análisis, partiremos de una recopilación de publicaciones de autores latinoamericanos los cuales investigan las primeras manifestaciones de su lengua nacional en los textos de la prensa y del mundo académico del siglo XIX. Podemos incluir en nuestro corpus también tradiciones discursivas cotidianas, como por ej. los libros de família españoles o catalanes del siglo XIX, que tienen sus orígines en las practicas sociales de las famílias italianas mercantiles del siglo XIII. Los intereses de los/las participantes definen el enfoque sincrónico o diacrónico del desarrollo del seminario. Se ofrecerán además horas extras para trabajar los aspectos del lenguaje especializado en español, como por ejemplo el ensayo, la monografía, la comunicación científica y el handout. Participando regular y activamente se podrán obtener dos “Scheine” con el mismo curso: “Leistungsschein MA” y “Fachsprachenzertifikatsschein Spanisch”.

Literatur: Ciapuscio, Guiomar / Jungbluth, Konstanze / Kaiser, Dorothee / Lopes, Célia (2006, eds.), Sincronía y diacronía de tradiciones discursivas en Latinoamérica, Madrid (Vervuert: Bibliotheca Ibero Americana 107); Wilhelm, Raymund (2001): “Diskurstraditionen”, in: Martin Haspelmath/Ekkehard König/Wulf Oesterreicher/Wolfgang Raible (eds.), Language Typology and Language Universals. An International Handbook, I, Berlin/New York: de Gruyter, pp. 467–477.

Leistungsnachweis: Participar regular y activamente, presentación en clase y trabajo escrito sobre un tema a eligir.

Sprache:Spanisch / Español

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Jungbluth, Konstanze

Sprache und Geschlechter

9 ECTS

Seminar: MA, Linguistik / Sprache - Kultur - Identität // HS

Dienstag, 16:15 - 17:45 Uhr, AM 104

MASS - Wahlmodul Sprache und Gesellschaft, MICS

Veranstaltungsbeginn: 17.04.07

 

Das Seminar befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Sprache, natürlichen Geschlechtern (Mann und Frau) und Gender (sozial-kultureller Männlichkeit und Weiblichkeit). Beispielsweise kann sprachvergleichend (slavisch – germanisch – romanisch) untersucht werden, wie Genus mit Geschlecht zusammenhängt oder wer verschiedene Varietäten (z.B. Dialekt bzw. Standardsprache) spricht. Kulturvergleichend zeigt sich, wie unterschiedlich die Gesprächsstrategien sind, die von Männern und Frauen verfolgt werden, und welche aktuellen Aushandlungs- und Zuschreibungsprozesse historisch Tradiertes zu überwinden versuchen. Ein sprachvergleichender Blick auf die Berufsbezeichnungen im Wandel der Zeit kann dazu beitragen, die Interdependenz zwischen Sprechen als aktueller Handlung und Sprache als historisch-kulturell gewachsener Struktur zu begreifen.

Literatur: Schlieben-Lange, Brigitte / Jungbluth, Konstanze (2001), Sprache und Geschlecht, in: Holtus, Günter u.a. (eds.), Lexikon der romanistischen Linguistik, allgemeiner Teil, Tübingen (Niemeyer), 331-348; Jungbluth, Konstanze (i.V.) Doing identities in regional, national and global contexts, in: Jungbluth, Konstanze / Meierkord, Christiane (eds.), Identities in migration contexts. Tübingen (Narr); Lakoff, Georg (1987), Women, Fire, and Dangerous Things: what categories reveal about the mind. University of Chicago Press.

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein kann durch regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat (mit handout) und die Anfertigung einer Hausarbeit erworben werden.


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Jungbluth, Konstanze

Soziolinguistik und Sprachkontakt

8 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung / Linguistik-Vertiefung // HS, Sprache - Kultur - Identität

Mittwoch, 9:15 - 10:45 Uhr, AM 104

MES

Veranstaltungsbeginn: 18.04.07

 

Der Kurs bietet eine Einführung in die „Klassiker“ des Sprachkontakts: die Substrat-, Superstrat-, Adstrattheorie werden genauso behandelt wie die Abgrenzung zwischen Bilinguismus und Diglossie. Ein weiterer Schwerpunkt wird die deskriptive Darstellung der in den sprachlichen Daten sichtbaren Kontaktphänomene sein. Insofern ist der Kurs dazu geeignet, morphologische und syntaktische Kenntnisse aufzufrischen, sie auf empirisch erhobene Daten anzuwenden und sie gegenüber lexikalischen Phänomenen abzugrenzen.

Literatur: Literaturliste über: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www.

Leistungsnachweis: regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat und Hausarbeit

 

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Jungbluth, Konstanze

Einführung in die Linguistik

obligatorische Einführung in die Disziplin Linguistik

7 ECTS

Vorlesung: BA, Linguistik-Einführung // GS Typ A

Mittwoch, 11:15 - 12:45 Uhr, AM 104

Veranstaltungsbeginn: 18.04.07

 

Ausgehend von der Frage, wie Sprache und Kultur einander wechselseitig bedingen, werden die Hörer und Hörerinnen auf der Basis einer intensiven Lektüre kanonischer Texte bzw. Textausschnitte einen Überblick über die Entwicklung und die Methoden der Sprachwissenschaft erhalten. Die Wissenschaftsgeschichte der Linguistik wird in den Kontext der allgemeinen europäischen Geistesgeschichte eingebettet werden. Außerdem sollen die wichtigsten Ansätze und Arbeitsgebiete der modernen Sprachwissenschaft vorgestellt werden: Strukturalismus, Sprechakttheorie, Soziolinguistik, Pragmatik, Konversationsanalyse, Variationslinguistik u.a. Ergänzend führen die begleitenden Tutorien die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die Arbeitstechniken des Studiums der Sprachwissenschaft ein und vertiefen die Lektürearbeit durch die gemeinsame Diskussion texterschließender Fragestellungen.

Literatur: Ein Reader mit den wichtigsten Texten wird zu Beginn des Semesters zum Kopieren beim „Kopierfritzen“ und beim Dozenten bereitgestellt. Weiterführende Literaturangaben können über die Homepage des Lehrstuhls heruntergeladen werden: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www/

Hinweise zur Veranstaltung: Der Kurs gilt als eine der obligatorisch geforderten BA-Einführungsveranstaltungen im Modul Sprachwissenschaft (bzw. im Diplomstudiengang: als eines der obligatorisch geforderten Proseminare Typ A in der Disziplin Sprachwissenschaft).

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein wird durch Textstudium und Abschlussklausur erworben. (Als freiwillige Übung können Kurzreferate über ausgewählte Literatur gehalten werden, die in die Gesamtnote eingehen.)

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Rosenberg, Peter

Migration und Integration

8 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung / Linguistik-Vertiefung // HS, Sprache - Kultur - Identität

Montag, 14:15 - 15:45 Uhr, GD Hs4

5. Fach für WiWis

 

Migration ist vielleicht die im Alltag am deutlichsten merkbare Globalisierungserscheinung. Migration bedeutet Sprach- und Kulturkontakt. Dieser bringt gravierende Neuanforderungen an die Migranten (wie für die Aufnahmegesellschaft) mit sich: Spracherwerb, Neuaufbau sozialer Netzwerke, Umbewertung des sozialen und kulturellen Kapitals, Verarbeitung von "Kulturschocks", Identitätsumbau... Migrationsforschung und Sprachkontaktforschung haben eine Reihe gemeinsamer Gegenstände. Sie beschäftigen sich mit den Bedingungen und Folgen des Sprach- und Kulturkontakts auf individueller und sozialer Ebene: Was bedeuten Migration, Sprach- und Kulturkontakt für die soziale Identität des Einzelnen? Unter welchen sozialen und integrationspolitischen Bedingungen leben Migranten und Mehrheitsgesellschaft mehr oder weniger gedeihlich zusammen, unter welchen kommt es zu Devianzverhalten oder ethnokulturellen Konflikten? Welche Integrationskonzepte werden in Europa und in den USA verfolgt? Welche Rolle spielt die Herkunfts- und welche die Verkehrssprache - und welche sollte sie spielen? Das Seminar behandelt Migration und Integration unter folgenden Gesichtspunkten: Migrationsentwicklung  und Integrationsbilanz; Integrationskonzepte und Sprachmodelle (besonders in der Schule: wie viel "Muttersprache" im Zweitspracherwerb?); Sprachkontakterscheinungen (u.a. Code Switching, ‚Kanaksprache’, Substandardvarietäten, Ethnolekte, Sprache und Schulerfolg); Ipolitische nstrumentalisierung von Migration: Ausländerfeindlichkeit und Neue Rechte; Mehrsprachigkeit und Multikulturalität als ethische Frage: „Reichtum“ oder Risiko?

Literatur: Literaturliste über: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www. Reader beim „Kopierfritzen“ und am Lehrstuhl.

Teilnahmevoraussetzungen: Soziolinguistische Vorkenntnisse, insbesondere in der Sprachkontakt- und Migrationsforschung, erwünscht. Teilnehmende mit eigenen Migrationserfahrungen sind besonders herzlich willkommen.

Leistungsnachweis: Die genannten Themen werden anhand von zentralen Texten und Fallstudien behandelt. Ein Seminarschein wird durch Referat  (mit Schriftfassung) oder Hausarbeit erworben.

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Tieszen, Bozena

 

Language and Society

9 ECTS

Seminar: MA, Sprache-Kultur-Identität // HS, Sprache - Kultur – Identität

MASS: Wahlmodul Sprache und Gesellschaft

Blockveranstaltung: 25.06.07 bis 06.07.07; jeweils 9:00-11:00 Uhr s.t.

(Mo, Di, Mi, Fr AM 205, Do AM 104)

 

Language is an invaluable means that reflects, maintains and sculptures society. Without it societies as we know would not be able to exist.  The way we speak defines us who we are and mirrors what the society expects from us what roles, based on gender, religion, ethnicity etc., are we to fulfill.

In the course of this seminar we will look at the different aspects of the relationship between language and society, we will attempt to determine the degree to which language reflects and perpetuates societal structure. We will analyze linguistic means to express and maintain one’s identity, especially now in the era of globalization; ways and reasons for code-switching, constructing gender as well as basis for linguistic stereotypes, ethnic jokes etc. Also, we will examine the state of minority languages in Europe, language policies and language maintenance.

Leitsungsnachweis: Hausarbeit

Literatur: Bitte vor dem Seminar über ifranke@euv-frankfurt-o.de anfordern.  


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Rosenberg, Peter / Ehlers, Klaas-Hinrich

Soziolinguistik und Pragmatik der Dialekte

9 ECTS

Seminar: MA, Linguistik / Sprache - Kultur - Identität // HS

Donnerstag, 14-tägig, 14:15 - 17:45 Uhr,  GD 204, Veranstaltungsbeginn: 12.04.07

MASS: Wahlmodul Sprache und Gesellschaft

 

Sprachlicher Regionalismus spielt in Deutschland seit jeher eine bedeutende Rolle. Dialekte und regionale Umgangssprachen gehören zu den sprachlichen Identifikationsmerkmalen von Sprechern: in regionaler, aber auch in sozialer Hinsicht. Dialekt gilt zudem als Sprache der Nähe, des informellen Sprachgebrauchs, der Direktheit. Andererseits bestehen hier erhebliche Unterschiede zwischen Nord und Süd, Ost und West. Der Kurs wird sich mit folgenden Schwerpunkten befassen: Soziolinguistische und pragmatische Dialektforschung: Sind Dialekte heute Soziolekte der sozialen "Unterschicht"? Welche Funktionen haben dialektale und regionalsprachliche Varietäten heute? Welche "Botschaft" vermittelt der Dialektgebrauch? Was liegt dem Süd-Nord-Gefälle in Bewertung und Gebrauch dialektaler Varietäten zugrunde? Wie ist die Dialektsituation in Ostdeutschland einzuschätzen? Dialekte in der Schule: Haben dialektsprechende Kinder spezifische Schulschwierigkeiten? Dialekt in den Medien: Welche Effekte werden mit Dialekten in den Medien erzielt (Comedy, Karneval, Kabarett, Mundartliteratur, Dialekt im Film)? Dialekt bei Minderheiten: Dialekte in deutschen Sprachinseln (z.B. in Russland, in Lateinamerika, in den USA); Dialektelemente in Ethnolekten von Migranten ("Kanaksprache"). Die Geschichte der Dialekte und ihrer Erforschung: Wie lassen sich Dialekte von einander abgrenzen? Was lässt sich aus der Entwicklung der Dialekte für die Sprachgeschichte des Deutschen erkennen? Welche Gründe sind für den heutigen Rückgang der Dialekte zugunsten regionaler Umgangssprachen und neuer Substandards festzustellen?

Literatur: Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Reader mit der Textgrundlage für die Seminardiskussion zur Verfügung gestellt. Als Hilfestellung für die notwendige eigenständige Literaturrecherche wird außerdem eine Auswahlbibliographie zur Dialektforschung zusammengestellt.

Teilnahmevoraussetzungen: Eine vorangegangene Beschäftigung mit soziolinguistischen und pragmatischen Fragestellungen ist erforderlich.

Hinweise zur Veranstaltung: Weitere Informationen unter: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www

Leistungsnachweis: Variable Formen der Leistungserbringung (3, 6 oder 9 Credits). 9 Credits: Referat mit schriftlicher Ausarbeitung bzw. Hausarbeit. Eine Liste mit Vorschlägen für Referatsthemen wird ab Anfang April am Lehrstuhl ausgehängt, um eine frühzeitige Entscheidung

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Rosenberg, Peter/Weydt, Harald

Forschungscolloquium "Migration und Minderheiten"

8 bzw. 9 ECTS

Seminar: BA/MA, Kulturwissenschaften-Vertiefung / Linguistik-Vertiefung // Lingiustik / Sprache - Kultur - Identität // HS

Blockseminar: Termine – 4./5.5.07 und 29./30.6.07, AM 03

MES

 

Das Colloquium widmet sich dem Thema "Migration und Minderheiten" aus soziolinguistischer und sozialwissenschaftlicher Sicht. Europäische und außereuropäische Migranten- und Minderheitengruppen in Geschichte und Gegenwart sind Gegenstand des Colloquiums, insbesondere Sprachkontakt und sprachliche Integration von Minderheiten- und Migrantengruppen in Europa. Das Seminar versteht sich als Forschungscolloquium und behandelt vorzugsweise Work in Progress: In Blockseminaren werden u.a. Vorträge aus entstehenden oder fertiggestellten Forschungsarbeiten (Master-, Diplom-, Bachelor- und Doktorarbeiten) sowie Gastvorträge auswärtiger Wissenschaftler angeboten.

Literatur: Literatur wird zu den jeweiligen Themen bekanntgegeben.

Teilnahmevoraussetzungen: Es handelt sich um ein Forschungscolloquium. Vorkenntnisse über Migrationsforschung, Minderheiten- und Sprachkontaktforschung sind erforderlich. Das Forschungscolloquium steht insbesondere den Master-Studierenden im Studiengang MA „Soziokulturelle Studien“ offen.

Hinweise zum Blockseminar: 2 Blockveranstaltungen im Mai und Juni 2007 (Information zu Terminen und Programm über Homepage des Lehrstuhls: http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www)

Leistungsnachweis: Variable Formen der Leistungserbringung (3, 6 oder 9 Credits). 9 Credits: Referat (mit Schriftfassung)/Projektarbeit. Gegenstand sind europäische und außereuropäische Migration und Minderheiten in Geschichte und Gegenwart.

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Kartosia, Alexander

Sprachen und Kulturen des Kaukasus

9 ECTS

Seminar: MA, Linguistik / Sprache - Kultur - Identität // HS

Mittwoch, 14:15 - 15:45 Uhr, GD 05

MES / MASS Wahlmodul Sprache und Gesellschaft

Veranstaltungsbeginn: 18.04.07

 

Bereits die Araber im 8. Jh. bezeichneten den Kaukasus als „Berg der Sprachen“. Der kaukasische Raum zwischen dem Schwarzen Meer im Westen, dem Kaspischen Meer im Osten, dem Asowschen Meer/Russland im Norden und der Türkei/Iran im Süden bietet eine schillernde Vielfalt von Sprachen und Religionen. Die Kenntnis der Tatsache, dass das südkaukasische Armenien, Aserbaidschan und Georgien sowie die nordkaukasischen Republiken der Russischen Föderation (Tschetschenien, Dagestan ...) vor fünfzehn Jahren noch gemeinsam zur Sowjetunion gehörten, trägt wenig zum Verständnis andauernder Konflikte in der Region bei, wenn die tiefgreifenden Unterschiede hinsichtlich kultureller Tradition und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Zukunftsorientierungen der Länder unbelichtet bleiben.

Literatur: wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben

Leistungsnachweis: Teilnahme, Hausarbeit

 

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Jańczak, Barbara

Bikulturelle Familien

8 ECTS

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-Vertiefung / Linguistik-Vertiefung // HS, Sprache - Kultur - Identität

Montag, 16:15 - 17:45 Uhr, GD 07, Veranstaltungsbeginn: 16.04.07

 

Die Veranstaltung behandelt die Problematik der bikulturellen und bilingualen Familiengemeinschaften aus Sicht der interkulturellen Familiensoziologie, Sprachwissenschaft und Migrationsforschung. Bei der Analyse der gegenwärtigen Migrationsprozesse darf die steigende Zahl der bikulturellen Partnerschaften und Familien nicht außer Acht gelassen werden. Bikulturelle Familien setzen sich mit Problemen auseinander, die vielen monokulturellen Paaren oft überhaupt nicht bewusst werden (unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Geschlechterrollen in der Familie, Konfessionsunterschiede, kulturbedingte Essgewohnheiten, Finanzgebaren, Kommunikationsschwierigkeiten, bilinguale Kindererziehung u.a. ). In dem Seminar werden anhand von ausgewählten Texten Konzepte der Bikulturalität und Bilingualität dargestellt. Darüber hinaus sollen die Probleme der interkulturellen Kommunikation und der zweisprachigen Kindererziehung analysiert werden.

Literatur: Ein Reader wird zum Semesterbeginn bereitgestellt. Einführend: Pusitz, H., Reif, E. (Hrsg.) (1996): Interkulturelle Partnerschaften: Begegnungen der Lebensformen und Geschlechter. Frankfurt am Main: Verlag für Interkulturelle Kommunikation; Romano, D. (1988): Intercultural Marriage. Promises and Pitfalls. Yarmouth, Maine: Intercultural Press; Varro, G., Gebauer, G. (Hrsg.) (1997): Zwei Kulturen – eine Familie. Paare aus verschiedenen Kulturen und ihre Kinder am Beispiel Frankreichs und Deutschlands. Opladen: Leske + Budrich.

Teilnahmevoraussetzungen: Aktive Mitarbeit im Seminar und Lektüre der Texte werden vorausgesetzt. Teilnahme an Veranstaltungen zur Migration ist wünschenswert, jedoch nicht obligatorisch.

Leistungsnachweis: Ein Seminarschein kann durch Referat und Anfertigung einer Hausarbeit erworben werden.