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Master of Arts
in European Studies

Lehrveranstaltungen

Deutsch-Polnische Beziehungen im heutigen Europa

3/6/9 ECTS
Seminar (Online-Veranstaltung): MES: WPM 1: Regieren in Europa
Veranstaltungsbeginn: 26.10.2022
Im deutsch-polnischen Verhältnis spiegelt sich das Modell der europäischen Integration wider, das darauf beruht, die Gräben zwischen Reich und Arm zuzuschütten und den Kontinent zu vereinen. In einer solchen Welt spielte Polen die Rolle eines nützlichen Bindegliedes, das über seiner Gewichtsklasse boxen konnte. Allerdings ändert sich das gerade: Vorrang vor Konvergenz gewinnen nunmehr ökonomische Umgestaltung und nachhaltige Entwicklung. Hinzu kommt noch der Krieg gegen die Ukraine, der die EU motiviert, effektiver zu werden und enger zusammenzuarbeiten. Sie wird möglicherweise auch „östlicher“, indem sie manche Sichtweisen ihrer neuen Mitglieder übernimmt. Die EU hat verstanden, dass sie keine Schönwetterorganisation bleiben darf, wenn sie zu ihren Werten stehen will. In diesem Seminar gehen wir am deutsch-polnischen Beispiel diesem Prozess und den mit ihm verbundenen Spannungen nach. Außerdem diskutieren wir, wie sich das europäische Ringen um die Zukunft auf das bilaterale Verhältnis konkret auswirkt. Vielleicht wäre es an der Zeit, sich auch für dieses Verhältnis etwas Neues auszudenken? Thematisiert werden politische und sozio-kulturelle Aspekte der polnischen Europapolitik, wobei auf die diplomatische Erfahrung und soziologische Studien Bezug genommen wird. --- Marek Prawda war von 2006-2012 Botschafter der Republik Polen in Berlin.
Von 2012-2016 fungierte er als Botschafter Polens bei der Europäischen Union, von 2016-2021 als Vertreter der Europäischen Kommission in Warschau.

Hinweise zur Veranstaltung: Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Es wird um Anmeldung bis zum 19.10. gebeten: mes_students@europa-uni.de.

Leistungsnachweise: Referat, Essay, Hausarbeit
Sprache: Deutsch