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Lehre

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Lehrveranstaltungen
im Wintersemester 2021/2022

Zum Wintersemester 2021/2022 ist eine weitgehende Rückkehr zur Präsenzlehre geplant, die Änderungen sind jedoch vorbehalten. Bitte halten Sie sich über aktuelle Entwicklungen und ggf. weitere Maßnahmen über die eingerichtete Website auf dem Laufenden.     
Änderungen vorbehalten! Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Webseite und in den jeweiligen Moodle-Kursen.

Prof. Dr. Werner Benecke

Geschichte Polens III (1914-2020)

Freitag, 11 bis 13 Uhr c.t.
Hybride Veranstaltung – GD Hs8

BA/MA Vorlesung: MEK Wahlpflichtmodul: Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // KGMOE Zentralmodul: Grundlagen der Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas

Die Vorlesung schließt den seit zwei Semestern angebotenen dreiteiligen Zyklus zur Geschichte Polens ab. Sie soll einerseits einen soliden Überblick über die zentralen Ereignisse, Entwicklungslinien, Konflikte und Zäsuren der Geschichte Polens im 20. und frühen 21. Jahrhundert geben. Andererseits gilt es auch in dieser dritten Folge zu bedenken, dass die Geschichte Polens stets europäische Geschichte war, sodass der gesamteuropäische und globale Kontext dieser Zeit angemessene Berücksichtigung finden wird.

   

Prof. Dr. Werner Benecke

Neuer Geist in alten Mauern: Ausstellungsprojekt anlässlich des 30. Jubiläums der wiedergegründeten Viadrina

Donnerstag, 11 bis 13 Uhr c.t.
Präsenzveranstaltung – HG 162

MA Seminar: KGMOE Wahlmodul: Menschen - Artefakte - Visionen / Wahlmodul: Räume - Grenzen - Metropolen

Die 1991 gegründete Europauniversität Viadrina setzt die akademische Tradition der Stadt Frankfurt (Oder) fort, war doch die zwischen 1506 und 1811 hier bestehende Viadrina die erste brandenburgische Landesuniversität. Eine eindeutige Traditionslinie, die sich etwa an der Architektur der Universitätsgebäude festmachen ließe, existiert aber nahezu nicht. Seit den frühen 1990er Jahren nutzt die Viadrina also eine Reihe von sehr unterschiedlichen Gebäuden, die zuvor in den meisten Fällen völlig anderen Zwecken dienten. Das Projektseminar hat zum Ziel, im Jubiläumsjahr eine Ausstellung zu konzipieren und zu realisieren, die die Vergangenheit der uns heute so alltäglichen Universitätsgebäude rekonstruiert und offenlegt.

   

Prof. Dr. Werner Benecke

Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn. Einführung in die Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas

Mittwoch, 16 bis 18 Uhr c.t.
Hybride Veranstaltung – Raumwechsel: AM 105

BA Seminar: KuWi Einführung / KuGe Einführung

Mittel- und Osteuropa sind beileibe keine einmal und für alle Zeiten definierten, stets eindeutig zu identifizierenden kulturellen Räume. Viele bisweilen parallel erscheinende, viele bisweilen konträr zueinander wirkende Kräfte haben Mittel- und Osteuropa seit der Christianisierung bis auf den heutigen Tag geprägt. Die Annahme des Christentums brachte unterschiedliche Schriften und Sprachen mit sich, formte die gedankliche Ausrichtung auf Rom und auf Konstantinopel. In Ost- und Mitteleuropa prägten sich zueinander gegenläufige Entwürfe von Staat und Gesellschaft aus, dieser Teil Europas machte höchst unterschiedliche Erfahrungen in Phasen von Kolonisation und europäischer Expansion; es hat nicht zuletzt seine historischen Gründe, wen der Begriff 'Europa' heute in Polen, Russland, Ungarn und Deutschland höchst unterschiedlich ausbuchstabiert wird. In der Beschäftigung mit dieser Thematik will das Seminar anhand konkreter Beispiele in die grundlegenden Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft einführen und dazu anregen, Mittel-und Osteuropa als integralen Bestandteil der europäischen Geschichte kennenzulernen.

   

Prof. Dr. Werner Benecke

"Mit der Jugend jung geblieben, Walter Ulbricht, den wir lieben". Die SBZ / DDR zwischen Kriegsende und dem Beginn der Ära Honecker

Donnerstag, 16 bis 18 Uhr c.t.
Hybride Veranstaltung – Raumwechsel: AM 233

MA Seminar: MEK Wahlpflichtmodul Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // KGMOE Wahlmodul: Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft / Wahlmodul: Menschen - Artefakte - Visionen

Das Masterseminar wird - exemplarisch an der Person Walter Ulbrichts festgemacht - zwei Strategien folgen: Zum einen soll die Biographie des KPD Politikers, 1. Sekretärs der SED und Staatsratsvorsitzenden der DDR als ein Schlüssel zur Geschichte der sozialistischen Bewegung in Deutschland - von der Arbeiterbewegung des Kaiserreichs bis zum Beginn der Massenkonsumphase in der DDR – analysiert werden. Zum anderen werden die Grundlinien der politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR in der bemerkenswert langen Phase zwischen 1945 und 1973 im Fokus stehen, wobei insbesondere die Positionierung der DDR gegenüber der Sowjetunion einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits Berücksichtigung finden werden.

Online-Übertragung (wiederkehrendes Meeting): 

https://us02web.zoom.us/j/84517597978?pwd=NDF1UFVxYWJnSm1sRmMrWXhpME1qUT09

Meeting-ID: 845 1759 7978
Kenncode: 944208

   

Dr. Markus Nesselrodt

Aus der Alten in die Neue Welt: Transatlantische Migration aus dem östlichen Europa (1880-1920)

Mittwoch, 11 bis 13 Uhr c.t.
Präsenzveranstaltung – GD 04

BA Seminar: KuWi Vertiefung / KuGe Vertiefung

Millionen Menschen wanderten im 19. Jahrhundert aus Europa in die sogenannte Neue Welt auf dem amerikanischen Kontinent aus. Sie verließen ihre Heimat, um Hunger, Armut und Arbeitslosigkeit zu entkommen. Andere gingen in der Hoffnung, ihre Religion und politischen Überzeugungen jenseits des Atlantiks frei von Verfolgung ausleben zu können. Was zu Beginn des Jahrhunderts noch vereinzelte Gruppierungen betraf, wandelte sich ab etwa 1880 zu einer Massenauswanderung. Im Seminar wollen wir uns auf die Migrationsbewegungen aus dem östlichen Europa konzentrieren, die vor allem Juden, Polen, Russen, Ukrainer, aber auch Deutsche umfassten. Ihre Wanderungsmotive und –wege aus den Dörfern und Städten über Berlin und die deutschen Nordseehäfen werden dabei im Vordergrund stehen. Immer wieder werden uns auch individuelle Schicksale und Biografien zwischen alter und neuer Heimat beschäftigen. Sofern es die Pandemielage zulässt, ist Ende 2021 eine Exkursion in das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven geplant.

    

Dr. Markus Nesselrodt

Gebaute Utopien? Stalinstädte im östlichen Europa (1924-1961)

Donnerstag, 18 bis 20 Uhr c.t.
Präsenzveranstaltung – HG 162

MA Seminar: MEK Wahlpflichtmodul: Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // KGMOE Wahlmodul: Räume - Grenzen - Metropolen // MASS Wahlpflichtmodul: Urban Studies

Schon kurz nach seinem Aufstieg zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion im Jahr 1922 begann ein beispielloser Personenkult um Josef Stalin. Bereits 1924 wurde die ukrainische Industriestadt Jusowka, das heutige Donezk zu seinen Ehren in Stalino umbenannt. Nur ein Jahr später erhielt das russische Zarizyn, das heutige Wolgograd, den prestigeträchtigen Namen Stalingrad. Den Höhepunkt der kultischen Verehrung markiert jedoch die Zeit nach dem Sieg im sogenannten Großen Vaterländischen Krieg gegen Nazideutschland. In den späten 1940-er und frühen 1950-er Jahren erhielten ausgewählte Industriestädte in Polen, Bulgarien, Ungarn und Rumänien den Namen Stalins. In der DDR wurde gar die „erste sozialistische Stadt auf deutschem Boden“ – das heutige Eisenhüttenstadt – Stalinstadt genannt. Wir werden uns im Seminar aus verschiedenen Perspektiven vergleichend mit den Stalinstädten befassen, wobei die Nachkriegszeit im Vordergrund steht. Neben der Frage nach der jeweiligen politischen Symbolik der Stadtumbenennung untersuchen wir auch die unterschiedlichen Konzepte sozialistischer Urbanitätsvorstellungen im kommunistischen Osteuropa.

      

Jan C. Behrends

Autokratie und Protest. Politische und soziale Entwicklungen in Russland, Belarus und der Ukraine (1985-2020)

Montag, 16 bis 18 Uhr c.t.
Präsenzveranstaltung – GD 04

MA-Seminar: MEK Wahlpflichtmodul: Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // KGMOE Zentralmodul: Grundlagen der Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas / Wahlmodul: Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft

Mit der Perestroika kamen die politischen Verhältnisse in der Sowjetunion ins Rutschen. Die kommunistische Diktatur endete mit der Auflösung der UdSSR, doch die Hoffnungen auf eine langfristige Liberalisierung und Demokratisierung erfüllten sich nur teilweise – insbesondere in der Ukraine. Belarus entwickelte sich bereits in den 1990er Jahren in ein Laboratorium autoritärer Politik und in Moskau stellte Vladimir Putin die Autokratie wieder her. Aus der Gesellschaft formierte sich in den vergangenen drei Jahrzehnten immer wieder Protest gegen die autoritäre Politik der post-sowjetischen Eliten – zuletzt in großem Umfang in Belarus. Das Seminar analysiert die politische, soziale und kulturelle Entwicklung in den drei großen Nachfolgerepubliken der Sowjetunion in vergleichender Perspektive. Verschiedene Modelle zur Beschreibung und zum Verständnis der Herrschaftssysteme werden ebenso vorgestellt wie die verschiedenen Strategien der Opposition gegen die autoritäre Restauration. Neben der inneren Entwicklung der Gesellschaften werden auch Kriege und Konflikte sowie das Verhältnis der post-sowjetischen Welt zum Westen thematisiert.

     

Jörg Hafkemeyer

Journalistisches Schreiben in Osteuropa

Dienstag, 16 bis 18 Uhr c.t.
Präsenzveranstaltung – Raumwechsel: GD 204

BA/MA Seminar: Praxisrelevante Fertigkeiten

Es geht in dieser 15teiligen Veranstaltungsreihe um die Situation der Medien im zentralen Osteuropa am Beispiel konkreter Berichterstattung in Zeitungen, im Radio und im Fernsehen. Gelehrt und gelernt werden soll nicht allein die Lage der Medien in den betreffenden Staaten, erarbeitet werden sollen auch die verschiedenen journalistischen Formen und in einem dritten Schritt die Erarbeitung eigener Texte wie Reportagen, Hintergrundberichte, Porträts, Rezensionen und Interviews. Das beinhaltet das Lesen, das Sehen, das Anhören und das Besprechen der Manuskripte, das Erarbeiten ihrer Unterschiede sowie das eigene Anfertigen. In einer Einführungsveranstaltung werden den Teilnehmern sowohl das Programm wie dessen Inhalte vorgestellt. Hier zunächst vier konkrete Beispiele: Bratislava: Eine Zeitungsreportage aus einer verletzten Stadt; Krakau: Das Mädchen im roten Mantel - Mit Roma Ligocka im alten Ghetto von Krakau, eine Hörfunkreportage; St. Petersburg: Der Trompeter von St. Petersburg - Eine Rezension über das Buch von Christian Neef; Bronisław Geremek: Ein Pole für Europa, ein Zeitungsinterview. 

     

Vladimir Vsevolodov

Das Kriegsende 1945 in Frankfurt (Oder) aus sowjetischer Perspektive

Der Kurs fällt leider aus und wird voraussichtlich im Sommersemester 2022 nachgeholt.

MA Seminar: MEK Wahlpflichtmodul: Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // KGMOE Wahlmodul: Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft / Wahlmodul: Räume - Grenzen - Metropolen

Das Ende des Zweiten Weltkrieges markiert eine der tiefsten Zäsuren in der gesamten Geschichte der Stadt Frankfurt (Oder). Die Evakuierung der Zivilbevölkerung, das verheerende unkontrollierte Ausbrennen nahezu des gesamten Stadtzentrums, die Schlacht auf den Seelower Höhen, die Grenzziehung entlang der Oder und die Neubesiedlung Słubices sind hierbei nur einige wichtige Aspekte, derer das Museum Viadrina und die Europa-Universität im Sommer 2020 gedachten. Von Beginn an war eine Kooperation mit dem russischen Militärhistoriker und Museumsleiter Prof. V. Vsevolodov geplant, der seine Lehrveranstaltung in russischer Sprache bereits im Sommer 2020 anbieten wollte. Die Pandemiesituation hat dieses aber unmöglich gemacht. Im Wintersemester 2021/22 soll sie nun – sofern möglich – nachgeholt werden, denn ihre Aktualität ist ebenso zeitlos wie ihre Perspektive wissenschaftlich unverzichtbar. Sie wird mit russischsprachigen Quellen arbeiten, die insbesondere die Situation im Großraum Frankfurt (Oder) im Frühjahr 1945 erschließen, ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kontextualisierung der Ereignisse im gesamteuropäischen Zusammenhang bei Kriegsende. Mehrere Exkursionen u.a. nach Seelow und nach Berlin-Karlshorst sind ebenfalls geplant. Die Veranstaltung wird gedolmetscht werden, um allen Interessierten Zugang zu gewähren. Nähere Informationen über diese Veranstaltung sind über die Professur für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas zu erfahren.

     

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen KVV sowie in den Moodle-Kursen. 

    

Zusatzangebot der Universität Potsdam: Liste

Im Wintersemester 2021/2022 dürfen Studierende im MA KGMOE an ausgewählten Veranstaltungen der Universität Potsdam teilnehmen und diese sich als reguläre Kurse in Wahlpflichtmodulen des KGMOE anrechnen lassen. Das Angebot richtet sich primär auf diejenigen, die sich für Literaturwissenschaften interessieren, ist aber allen KGMOE-Studierenden offen. 

Weitere Informationen erteilen Dozierende der Universität Potsdam sowie Prof. Dr. Werner Benecke.