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Lehre

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Lehrveranstaltungen
im Sommersemester 2021

Bitte halten Sie sich über aktuelle Entwicklungen und ggf. weitere Maßnahmen über die eingerichtete Website auf dem Laufenden.     
Änderungen vorbehalten! 
Informationen zum Format und evtl. zu den Räumen werden in Kürze aktualisiert. Sie finden alle Informationen auf dieser Webseite und in den jeweiligen Moodle-Kursen.

Prof. Dr. Werner Benecke

Einführung in die Kulturwissenschaften

Donnerstag, 11 bis 13 Uhr c.t.

BA Vorlesung: KuWi Einführung

Kulturwissenschaften – das ist ein Begriff, der sich kaum in einer kurzen, präzisen, eindeutigen und allgemein verbindlichen Weise begrenzen und definieren ließe. Anything goes aber sind Kulturwissenschaften auch nicht. Die Veranstaltung, die nach Möglichkeit eher in Präsenz denn im online-Format angeboten werden soll, wird sich systematisch mit jenen Wissensbereichen auseinandersetzen, die konkret an der Viadrina unter dem Dach der Kulturwissenschaften vereint sind. Die Befassung mit kulturwissenschaftlichen Fragestellungen, Methoden und Theorien soll insbesondere Studienanfängerinnen und -anfängern die Spezifik der Disziplinen vorstellen, Begriffe schärfen und so zur Orientierung an unserer Fakultät beitragen.

Mit Tutorium

      

Prof. Dr. Werner Benecke

Geschichte Polens (2) 1914- 2016

Montag, 14 bis 16 Uhr c.t.

BA/MA Vorlesung: KuGe Vertiefung // KGMOE Grundlagen der Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas / Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft / Räume - Grenzen - Metropolen // MEK Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum

Die Vorlesung bildet den zweiten Teil der im Wintersemester 2020/21 begonnenen dreiteiligen Folge einer Überblicksdarstellung der Geschichte Polens vom 10. bis zum 21. Jahrhundert. Einzelne Schwerpunkte werden in diesem zweiten Abschnitt die Geschichte der Zweiten Republik (1918-1939), die mehrschichtigen, tiefen Zäsuren der Jahre des Zweiten Weltkrieges, die Geschichte der Volksrepublik und ein Ausblick auf die jüngste Vergangenheit unseres Nachbarlandes sein.

     

Prof. Dr. Werner Benecke

Tradition-Innovation-Revolution. Mittel- und Osteuropa in der Ära Maria Theresias und Katharinas der Großen

Donnerstag, 16 bis 18 Uhr c.t.

MA Seminar: KGMOE Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft / Räume - Grenzen - Metropolen // MEK Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // MASS Gender Studies und Queer Theory 

Um die Mitte des 18. Jahrhunderts erfuhr das mittlere und östliche Europa tiefe, bis in die Gegenwart nachwirkende ökonomische, soziale, kulturelle und machtpolitische Umbrüche. Der Siebenjährige Krieg verflocht erstmals die globale Expansionspolitik der Kolonialmächte mit mittel- und osteuropäischen Konfliktfeldern wie Schlesien, Polen und dem Osmanischen Reich. Habsburg und Russland arbeiteten zeitgleich an wegweisenden inneren Reformprojekten, die diese noch lange nicht saturierten, sehr heterogenen Vielvölkerstaaten wirtschaftlich modernisieren und kulturell unifizieren sollten. Russland trat durch seine Handelspolitik und bedeutsame naturwissenschaftliche Expeditionsprojekte in die Liga der global player ein. An der Spitze Österreichs und Russlands standen zu dieser Zeit zwei außergewöhnliche Herrscherinnen, die ihre Herrschaft – anders als ihre männlichen Zeitgenossen – stets aufs Neue legitimieren mussten, aber aus guten Gründen zu den wichtigsten Impulsgeberinnen und Reformerinnen der europäischen Geschichte zählen.

     

Prof. Dr. Werner Benecke

Osteuropakolloquium

Montag, 18 bis 20 Uhr c.t. / AM 104 - mind. bis Ende April online

KGMOE Zentralmodul / Forschungsmodul

Das Osteuropakolloquium versteht sich – auf bewährte Weise – als der zentrale Semestertermin für die Studierenden des Studienganges KGMOE und für alle an Osteuropa Interessierten. Das Programm wird zu annähernd gleichen Teilen Frankfurter Examensarbeiten, laufende Forschungsprojekte auswärtiger Gäste und Praxisberichte aus dem osteuropabezogenen beruflichen Alltag jenseits der engeren akademischen Welt umfassen.

      

Dr. Markus Nesselrodt

Geschichte der Juden in Deutschland seit 1945

Mittwoch, 11 bis 13 Uhr c.t.

BA Seminar: KuWi Vertiefung / KuGe Vertiefung

Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft war nicht abzusehen, dass es jemals wieder eine zahlenmäßig bedeutende jüdische Gemeinde in Deutschland geben würde. Deutschland, das war nun das „Land der Täter“ und nicht mehr die Heimat einer Gemeinde, deren Spuren bis in das Jahr 331 zurückreichen. Zwar ist die Geschichte der deutschen Juden in hohem Maße durch Ausgrenzung, Gewalt und den Kampf um rechtliche Emanzipation bestimmt gewesen, doch der von den Deutschen begangene Völkermord an den europäischen Juden schien das Versprechen, deutsch und jüdisch zugleich sein zu können für immer unmöglich zu machen. Die Geschichte der deutschen Juden schien deshalb im Frühjahr 1945 tatsächlich beendet zu sein. Für die Zeit nach 1945 ist häufig die Rede von den Juden in Deutschland, um auch sprachlich die Distanz zum deutschen Staat auszudrücken. Wir werden im Seminar versuchen, die großen Tendenzen jüdischer Geschichte in beiden deutschen Staaten und im wiedervereinigten Deutschland zu beleuchten. Dabei werden Biografien von Jüdinnen und Juden, das Verhältnis zum Staat Israel und die Beziehungen zur nichtjüdischen Gesellschaft im Fokus stehen. Zur besseren Vorbereitung sei die Lektüre eines der beiden empfohlenen Bücher angeregt.

     

Dr. Markus Nesselrodt

Fremde Nachbarn: Preußen und Polen im langen 19. Jahrhundert

Montag, 11 bis 13 Uhr

MA Seminar: KGMOE Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft / Räume - Grenzen - Metropolen // MEK Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // MES Kultur, Geschichte & Gesellschaft in Europa // MASS Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus 

Der Aufstieg Preußens zu einer bedeutenden europäischen Großmacht seit dem 18. Jahrhundert ist ohne die Rolle Polens nicht zu verstehen. Im Seminar werden wir zunächst die schwierigen Beziehungen zwischen der preußischen Monarchie und der polnisch-litauischen Adelsrepublik analysieren. Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts führte das Ringen Preußens, Österreichs und Russland um territoriale Expansion auf Kosten der Adelsrepublik zu den drei Teilungen Polen-Litauens (1772, 1793 und 1795). Für über 120 Jahre verschwand der polnische Staat von der europäischen Landkarte. Ein Teil seiner ehemaligen Einwohner fand sich im langen 19. Jahrhundert (Eric Habsbawm) unter preußischer Herrschaft wieder. Durch die Teilungen hatte die Monarchie zwar ihr Territorium erheblich vergrößert, doch sah sie sich zugleich einer eigensinnigen und widerständigen polnischsprachigen Bevölkerung gegenüber. Im Laufe des Jahrhunderts wurden die zahlreichen Konflikte zunehmend in nationale Kategorien gedeutet und politisiert. Im Seminar werden wir uns sowohl mit der klassischen Sekundärliteratur als auch mit zeitgenössischen Primärquellen befassen, um uns ein möglichst vielfältiges Bild von der preußisch-polnischen Beziehungsgeschichte zu machen.

     

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen KVV sowie in den Moodle-Kursen.