Banner Viadrina

Lehre

lehre ©Heide Fest

Lehrveranstaltungen
im Sommersemester 2022

Im Sommersemester 2022 ist eine weitgehende Rückkehr zur Präsenzlehre geplant, die Änderungen sind jedoch vorbehalten. Bitte halten Sie sich über aktuelle Entwicklungen und ggf. weitere Maßnahmen über die eingerichtete Website auf dem Laufenden.     
Änderungen vorbehalten! Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Webseite und in den jeweiligen Moodle-Kursen.

  

Prof. Dr. Werner Benecke

Geschichte der Ukraine. Von den Anfängen bis zum Februar 2022

Präsenzveranstaltung: Dienstag, 9 bis 11 Uhr c.t., GD Hs.1

MA Vorlesung: KGMOE: Grundlagen der Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas / Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft // MEK: Wirtschaftskulturen / Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum

Historische Mythen und Legenden sind in der Geschichte auch Osteuropas oftmals zur Rechtfertigung territorialer Ansprüche, Grenzrevisionen und gar zur Erklärung der Nichtexistenz von Nationen missbraucht worden. Seit dem Februar 2022 erfahren die Ukraine und die Welt, dass dieses verhängnisvolle Mittel nach wie vor zu den Instrumenten russischer Geopolitik gehört. Das ist Anlass genug, sich mit der Geschichte der Ukraine in ihrer Gesamtheit zu beschäftigen und hierbei spätestens im 10. Jahrhundert einzusetzen. Ukrainische Geschichte ist europäische Geschichte – sie lässt sich nicht ohne griechische, tatarische, litauische, polnische, schwedische, osmanische, habsburgische, deutsche und gewiss auch russische Geschichte erzählen. Die Überblicksvorlesung richtet sich an alle Interessierten, denen die derzeit oft gebrauchten historischen Versatzstücke und tradierten Bilder nicht ausreichen. Die in Präsenz geplante Veranstaltung wird sowohl übertragen als auch aufgezeichnet; an jede Sitzung wird sich eine optionale Zusatzrunde anschließen, in der sich die Gelegenheit zur Diskussion bietet. 

      

Prof. Dr. Werner Benecke

Osteuropakolloquium

Präsenzveranstaltung: Montag, 18 bis 20 Uhr c.t., HG 162, Beginn: 25.04.2022

MA Veranstaltung: KGMOE: Grundlagen der Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas / Forschungsmodul // MEK: Wahlpflichtmodul: Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum / Forschungsmodul

In bewährter Weise versteht sich das Osteuropakolloquium als der Ort für alle an der Geschichte und Gegenwart Mittel- und Osteuropas Interessierten. Gegenwärtig an der Viadrina im Entstehen begriffene Forschungsarbeiten, Vorträge auswärtiger Osteuropawissenschaftlerinnen und – wissenschaftler und das Aufgreifen aktueller Fragen der osteuropäischen Gesellschaften stehen hierbei ebenso im Mittelpunkt wie der Blick auf die Chancen und Herausforderungen der Arbeitswelt, die sich unseren Absolventinnen und Absolventen öffnet.

Programm

        

Prof. Dr. Werner Benecke

Die Ostpolitik der beiden deutschen Staaten - FÄLLT AUS

Präsenzveranstaltung: Mittwoch, 11 bis 13 Uhr c.t., GD 205

BA Seminar: KuWi Vertiefung

Die gegen heftigen innenpolitischen Widerstand durchgesetzte Neuordnung der bundesdeutschen Außenpolitik eröffnete zu Beginn der 1970er Jahre ein neues Kapitel der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und den Staaten Ost- und Ostmitteleuropas. Diese Periode war allerdings ebenfalls von erheblicher Bedeutung für die Geschichte der DDR. Zum einen beschritt auch der ostdeutsche Staat mit der Öffnung der Oder-Neiße-Grenze im Januar 1972 außenpolitisches Neuland, zum anderen erwies sich die neue Ostpolitik als ein zentraler Impuls für das Ende der Ära Ulbricht. Das Seminar soll über die Arbeit am konkreten Gegenstand in grundlegende Arbeitstechniken des Faches einführen, wozu Referat, Hausarbeit und die regelmäßige Anfertigung einer Reihe bibliographischer Übungen gehören.

    

Prof. Dr. Werner Benecke

Neuer Geist in alten Mauern: Ausstellungsprojekt anlässlich des 30. Jubiläums der wiedergegründeten Viadrina (II)

Präsenzveranstaltung, Dienstag, 14 bis 16 Uhr c.t., HG 162

MA Seminar: KGMOE: Menschen - Artefakte - Visionen /  Räume - Grenzen - Metropolen / Praxisrelevante Fertigkeiten // MEK: Praxisrelevante Fertigkeiten

Die 1991 gegründete Europauniversität Viadrina setzt die akademische Tradition der Stadt Frankfurt (Oder) fort, war doch die zwischen 1506 und 1811 hier bestehende Viadrina die erste brandenburgische Landesuniversität. Eine eindeutige Traditionslinie, die sich etwa an der Architektur der Universitätsgebäude festmachen ließe, existiert aber nahezu nicht. Seit den frühen 1990er Jahren nutzt die Viadrina also eine Reihe von sehr unterschiedlichen Gebäuden, die zuvor in den meisten Fällen völlig anderen Zwecken dienten. Der zweite Teil des Projektseminars hat zum Ziel, nunmehr auf der Basis der im Wintersemester 2021/22 erarbeiteten theoretischen Grundlagen eine Ausstellung zu realisieren, die die Vergangenheit der uns heute so alltäglichen Universitätsgebäude rekonstruiert und offenlegt. 

   

Dr. Markus Nesselrodt

Der Krieg hat (k)ein weibliches Gesicht: Erfahrungsräume von Frauen im Zweiten Weltkrieg

Präsenzveranstaltung, Montag, 16 bis 18 Uhr c.t., GD 07

MA Seminar: KGMOE: Menschen - Artefakte - Visionen // MEK: Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // MASS: Gender Studies und Queer Theory

Im Jahr 1985 veröffentlichte die belarusische Publizistin Swetlana Aleksijewitsch ihr Buch „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“. Es basiert auf Interviews, die die spätere Literaturnobelpreisträgerin in den 1970er Jahren mit sowjetischen Frauen geführt hat, die den Zweiten Weltkrieg als Sanitäterinnen, Scharfschützinnen, MG-Schützinnen, Flak-Geschützführerinnen oder als Partisaninnen erlebt hatten. Das Buch stieß eine bis heute andauernde Debatte um weibliche Erfahrungswelten im Zweiten Weltkrieg an, die wir im Seminar aufgreifen wollen. Neben den sowjetischen Rotarmistinnen und Partisaninnen soll es auch um die Erlebnisse von Frauen unter deutscher Besatzungsherrschaft gehen. Wie reagierten Frauen auf die Gewalt der männlichen Besatzer, worin unterschieden sich jüdische von nichtjüdischen Erfahrungen und welche Handlungsspielräume nutzten Frauen? Im Seminar werden wir schlaglichtartig eine Vielzahl weiblicher Erfahrungen behandeln und uns dabei auf den Raum des östlichen Europas konzentrieren.

       

Dr. Markus Nesselrodt

Jüdisches Frankfurt Virtuell

Präsenzveranstaltung, Dienstag, 11 bis 13 Uhr c.t., GD 305

BA/MA Seminar: KuWi Vertiefung / KUGe Vertiefung // BA/MA Praxisrelevante Fertigkeiten 

Obwohl die jüdische Geschichte Frankfurts bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht und ein bedeutender Bestandteil der Lokalgeschichte ist, ist sie in der Stadt relativ wenig bekannt. Im Jahr 2010 entstand im Rahmen eines Viadrinaseminars die Webseite „Jüdisches Frankfurt virtuell“. Darauf waren eine interaktive Karte mit jüdischen Orten und ein Audioguide zu finden. Wir wollen im Seminar das Projekt reaktivieren und einem umfassenden Update unterziehen. Ziel wird sein, eine zeitgemäße Webseite mit neuen Texten und einem neuen Audioguide zu produzieren, der das Interesse an der jüdischen Geschichte Frankfurts unter den Frankfurt:innen und den Tourist:innen wecken soll. Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, sei ein Besuch der Webseite https://www.juedischesfrankfurtvirtuell.de/ empfohlen. Eingeladen mitzumachen sind alle, die Erfahrungen in einem Projekt an der Schnittstelle von angewandter Geschichtswissenschaft und Tourismus sammeln möchten. Das Seminar wird in Kooperation mit der Kulturkoordinatorin Constanze Krüger umgesetzt.

        

Jörg Hafkemeyer

Journalistisches Arbeiten in Osteuropa (II)

Präsenzveranstaltung, Dienstag, 16 bis 18 Uhr c.t., GD 102

BA/MA Seminar: Praxisrelevante Fertigkeiten 

Es geht in dieser 15teiligen Veranstaltungsreihe um die Situation der Medien im zentralen Osteuropa am Beispiel konkreter Berichterstattung in Zeitungen, im Radio und im Fernsehen. Gelehrt und gelernt werden soll nicht allein die Lage der Medien in den betreffenden Staaten, erarbeitet werden sollen auch die verschiedenen journalistischen Formen und in einem dritten Schritt die Erarbeitung eigener Texte wie Reportagen, Hintergrundberichte, Porträts, Rezensionen und Interviews. Das beinhaltet das Lesen, das Sehen, das Anhören und das Besprechen der Manuskripte, das Erarbeiten ihrer Unterschiede sowie das eigene Anfertigen. In einer Einführungsveranstaltung werden den Teilnehmern sowohl das Programm wie dessen Inhalte vorgestellt. 1. Kiew: Eine Reise durch eine umkäpfte Stadt - Reportage 2. Moskau / Berlin: Wo es ganz still ist - Russen in Berlin - Eine Hörfunkreportage 3. Moskau / Grosny: Ein ferner Krieg so nahe - Eine Fernsehdokumentation 4. Kaliningrad: Die geschundene Stadt - Eine Zeitungsreportage 5. Krakau: Das Mädchen im roten Mantel - Eine Hörfunkreportage 6: Moskau: Antiterroreinheiten - eine 24-Stunden-Fernsehreportage 7. Die baltischen Staaten: Jemseits der alten Zeit - Eine Zeitungsdokumentation.

     

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen KVV sowie in den Moodle-Kursen.