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Nicht nur Zucker und Sklaven. "Atlantic History" als Perspektive auf die Geschichte Europas

Dr. Jutta Wimmler

Seminar:

3/6/9

MA, MEK Wirtschaftskulturen// 
KGMOE Politische Ordnung - Wirtschaft - Gesellschaft //
MASS Kultur und Gesellschaft //
MA Literaturwissenschaft: Wissenskulturen und Künste

Mittwoch, 11.15 – 12.45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 11.10.2017, GD 312

Das Forschungsfeld der „Atlantic History“ ist vor allem für die Erforschung des Transatlantischen Sklavenhandels und der auf Sklaverei basierenden amerikanischen Plantagenwirtschaft bekannt. In den vergangenen Jahren rückte aber immer stärker die Frage in den Vordergrund, wie die europäische Expansion seit dem 15. Jahrhundert Europa verändert, gar das „moderne“ Europa überhaupt erst geschaffen hat. In dieser Lehrveranstaltung widmen wir uns dieser Frage auf verschiedenen Ebenen. Zum einen werden der Wandel der materiellen Kultur in Europa und die Entstehung von Konsumgesellschaften in den Blick genommen. Zum anderen fragen wir uns, wie der Kontakt mit anderen Kulturen die Weltanschauung der Europäer beeinflusst hat. Außerdem beobachten wir als dritte Ebene die Entstehung der modernen Naturwissenschaften (vor allem Botanik, Chemie und Medizin) vor einem „atlantischen“ Hintergrund. Wir werden dabei sehen, dass auch die Bevölkerung Afrikas und Amerikas eine wichtige Rolle in allen diesen Prozessen spielte, „Europa“ und die entstehende „Moderne“ also nicht unwesentlich durch diese mitgeformt wurde.

Literatur:

  • Jack P. Greene & Philip D. Morgan: Atlantic History. A Critical Appraisal (Oxford Univ. Press 2009)

Leistungsnachweis: Kurzreferate und schriftliche Arbeiten

Teilnahmevoraussetzungen: Gute Englischkenntnisse (englischsprachige Pflichtlektüre). Maximal 25 Studierende.

Anmeldung per Email zwischen 20.09. und 4.10. (jeweils 11:00) an wimmler@europa-uni.de. Platzvergabe nach Eingang der Emails.

Seminarplan siehe http://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/kg/wisogeschi/lehre