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Odra-Oder, Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines europäischen Kulturraums

Idee

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Die Oder hat bis vor Kurzem eine periphere Existenz geführt: als Grenzfluss im äußersten Osten Deutschlands, als Grenzfluss im äußersten Westen Polens. Das Jahrhunderthochwasser 1997, noch mehr aber die gänzliche Veränderung der politischen und geographischen Konstellation seit 1989 haben die Oder für einen Augenblick wenigstens ins Zentrum der Öffentlichkeit gerückt. Mit dem Beitritt Polens und Tschechiens zur Europäischen Union 2004 ist die Oderregion wieder zu einer Landschaft im Zentrum Europas geworden.

Das auf Regierungsebene vereinbarte Deutsch-Polnische Jahr 2005/2006 sowie das 500-jährige Jubiläum der Gründung der Alma Mater Viadrina im Jahre 2006 waren Anlass und angemessener Rahmen, sich der seit Jahrzehnten marginalisierten und an den Rand gedrängten, so reichen Kulturlandschaft des Oderraumes zuzuwenden. Mit dem Projekt „Odra-Oder. Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines europäischen Kulturraums“ sollte dieses Thema einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht werden. Doch geschieht damit nur, was für andere Kultur- und Stromlandschaften längst geschehen ist - die Wiedergewinnung der räumlichen Dimension geschichtlicher und vor allem kulturgeschichtlicher Arbeit.