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Lehre

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2018/19 

      

Prof. Dr. Andrii Portnov

Introduction into Soviet history

Vorlesung: MA, KGMOE Zentralmodul // MEK Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // MES Zentralbereich Kultur / Regionalentwicklung in Europa / Stadt, Region und Grenze in Europa / Kultur, Geschichte & Gesellschaft in Europa // MA Transdisziplinäre Kulturwissenschaften // BA Kulturgeschichte: Einführung

Mittwoch, 09.15 - 10.45 Uhr, GD 06

The social, political and cultural phenomenon of the Soviet Union (1922–1991) could not be properly understood without the analysis of the Bolshevik Revolution of 1917 and the consequent developments in the USSR. In our course we will discuss such questions as: What ‘Soviet man’ was supposed to be and how ‘social engineering’ of the state changed throughout Soviet history? How the experiences of the civil war 1918–1921, collectivization of agriculture and industrialization, the Second World War and the ‘Cold war’ era influenced the everyday life, ideology of the state, and images of the Soviet self and the West? How Soviet project influenced gender relations and what was the Soviet notion of women`s emancipation? How multinational and semi-federalist structure of the Soviet Union and the complexity of ‘center-periphery’ relationships could be conceptualized? When the pejorative notion of ‘homo soveticus’ (and later ‘sovok’) emerged and how writers and philosophers (from Aleksandr Zinoviev to Svetlana Aleksievich) attempted to conceptualize the ‘Soviet man’? Why and how the Soviet Union collapsed?

     

Prof. Dr. Andrii Portnov

Die Krim als historische Region

Seminar: MA, KGMOE Räume – Grenzen – Metropolen // MEK Mittel- und Osteuropa als kultureller Raum // MASS Urban Studies // MES Zentralbereich Kultur / Regionalentwicklung in Europa / Stadt, Region und Grenze in Europa / Kultur, Geschichte & Gesellschaft in Europa

Montag, 14.15 - 15.45 Uhr, CP 157

In unserem Seminar werden wir die reiche und kontroverse Geschichte der Krim sowie ihre Mythologien in verschiedenen politischen Kontexten untersuchen. Die Themen, die wir besprechen werden: Die Krim-Halbinsel im Mittelalter; Chersonesus als "Geburtsort" des Christentums in der alten Rus'; das Krimkhanat, das Osmanische Reich und die ukrainischen Kosaken; Krim in der russländischen imperialen Imagination und Politik; Krimtatarische Nationalbewegung; Krim in der Sowjetzeit und unter der NS-Besatzung; die "Übertragung" von 1954; Krim in der sowjetischen und postsowjetischen Ukraine; die Annexion von 2014 und ihre Folgen. Wir werden wissenschaftliche Publikationen sowie literarische Texte und Filme analysieren.

     

Bozhena Kozakevych, M.A.

Wie gottlos war die UdSSR? Die Rolle der Religion und der Kirchen in der Ukrainischen Sowjetrepublik

Seminar: BA, Kulturgeschichte: Vertiefung

Mittwoch, 16:15 - 17:45 Uhr, AM 105

„Das revolutionäre Proletariat wird durchsetzen, dass die Religion für den Staat wirklich zur Privatsache wird“, schrieb Wladimir Lenin 1905 in „Sozialismus und Religion“. Die sowjetische Religionspolitik zwischen 1917 und dem Zerfall der Sowjetunion 1991 durchlebte mehrere Phasen, von einem anfänglich entschiedenen Kampf gegen die meisten Religionen bis zu einer gewissen Toleranz seitens des Staates, und wurde von einer Reihe außen- und innenpolitischer Faktoren beeinflusst. Während einige Konfessionen geduldet wurden, wurden andere komplett verboten: Wie unterschied sich der Umgang mit Christentum, Islam, Judentum und anderen Konfessionen? Die Rolle der Religion und der Kirche(n) in der Ukrainischen Sowjetrepublik wird im Kontext der Religionspolitik auch in anderen Sowjetrepubliken behandelt. Im Seminar wird die Religionspolitik während der ganzen Zeit der sowjetischen Herrschaft untersucht und dadurch gleichzeitig ein guter Überblick über die Geschichte der Sowjetunion gewonnen.