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01: Deutsche und Polen pendeln durch die Zeit - Polaków i Niemców podróż pociągiem przez epoki

Von der Berlin-Frankfurter Eisenbahn zum Regionalexpress

1842 eröffnete die Berlin-Frankfurter Eisenbahngesellschaft die Linie zwischen den beiden Städten. Die Strecke entwickelte sich zu einer wichtigen europäischen Verbindung, die insbesondere für den deutsch-polnischen Austausch Bedeutung hatte. Die Europa-Universität Viadrina und die Wojewodschaftsbibliothek in Gorzów Wlkp. haben dies zum Anlass genommen, ihr eine Ausstellung zu widmen.

Als ab 1842 Eisenbahnen zwischen Frankfurt und Berlin verkehrten, erlebten die Menschen im Einzugsbereich eine „Vernichtung von Raum und Zeit“ – wie es der Historiker Wolfgang Schivelbusch treffend bezeichnet hat. Nur sieben Jahre nach der Eröffnung der ersten Bahnverbindung in einem deutschen Staat – derjenigen zwischen Nürnberg und Fürth – profitierten nun auch die Frankfurterinnen und Frankfurter von der „Industrialisierung des Reisens“: Ähnlich der Vorstellung Heinrich Heines, in der sein Exilort Paris plötzlich an die Nordsee heranrückte, befanden sich nun Berlin – aber auch Hamburg und Stettin – jäh im Einzugsbereich der Oderstadt.

Die Bahn entwickelte sich rasch zu einer wichtigen Verkehrsader – zunächst zwischen der Mark Brandenburg und Berlin, kurze Zeit später auch nach Breslau und Schlesien. Neben dem Warentransport prägten vor allem Reisende, PendlerInnen, HändlerInnen und Soldaten diese Strecke. In den vergangenen Jahren kamen die Studierenden der Europa-Universität Viadrina hinzu. Die viel genutzten Züge des Regionalexpresses der Linie 1 und des Berlin-Warszawa-Expresses sowie der steigende Warenumschlag im Containerterminal Frankfurt (Oder) zeigen, dass die Bedeutung der Strecke gerade für den deutsch-polnischen und internationalen Verkehr weiter wächst.

Gemeinsam mit unseren PartnerInnen und SponsorInnen laden wir Sie ein, mit dieser Ausstellung wichtige Aspekte der Vergangenheit und Gegenwart der Strecke zu erfahren!