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Aktuelles Seminarangebot

DozentTypVeranstaltungOrt
Kirsten Möller BA „Transit. Literarische Wege ins Exil“

Mi. 11-13

Raum: AM K12

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 und in den folgenden Jahren der Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft floh eine Vielzahl von Kulturschaffenden und Intellektuellen aus Deutschland. Gezwungenermaßen etablierten sie sich – mal mehr, mal weniger erfolgreich – in einem neuen Lebensumfeld, über die ganze Welt verstreut.
Im Seminar wollen wir uns mit dem Exil von SchriftstellerInnen in den 1930er und 1940er Jahren und mit ihrer Auseinandersetzung mit ihren Exilerfahrungen in ihren literarischen Werken beschäftigen. Im Zentrum stehen die Wege ins und Orte des Exils – in ihrer geschichtswissenschaftlichen, literarischen und filmischen Übermittlung. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen scheint eine Auseinandersetzung mit diesen historischen Erfahrungen der Flucht zeitgemäßer denn je.

DozentTypVeranstaltungOrt
Alexandra Tacke BA „‚Human Flow‘. Migrationsphänomene in Literatur und Film“

Di, 11-13 (bei Filmsichtung 10-13 Uhr)

Raum: AM 204

Ai Weiwei hat in seinem letzten Film in ruhigen, poetischen Bildern den ‚Human Flow‘, der derzeit fast auf der ganzen Welt zu beobachten ist, dokumentiert. Die globalen Wanderbewegungen von Menschen, die aufgrund von Krieg, Hunger, Dürre und anderen Sorgen ihre Heimat verlassen, um woanders Asyl und Schutz zu suchen, werden so geschickt von Weiwei in einen größeren Kontext gestellt. Bewusst weitet er seinen Blick, um die Komplexität der aktuellen Migrationsproblematik erfassen zu können: Ein Ansatz, der sich sowohl in anderen zeitgenössischen Filmen als auch in aktuellen Romanen und Comics beobachten lässt. Anhand von exemplarischen Film- und Textbeispielen soll im Seminar untersucht werden, wie Migrationsphänomene derzeit kulturell thematisiert werden. Lassen sich Narrative erkennen, die sich wiederholen? Knüpfen die Filme und Texte vielleicht sogar an altbekannte Rhetoriken bzw. Erzählweisen an oder finden sie vielmehr neue Ausdrucksweisen? Welche Einzelschicksale werden besonders gerne ausgewählt, um anhand von ihnen Exemplarisches zu verdeutlichen? Inwiefern verstärkt gerade der sich global ausbreitende Kapitalismus die Migrationsströme und muss als solcher mit problematisiert werden? Und nicht zuletzt gilt es, die Frage zu klären, inwiefern eine sich stark verändernde globale Arbeitswelt unmittelbar mit den aktuellen Migrationsbewegungen zusammenhängt?