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Aktuelle Publikationen

bpb%20SR1753_Schoor_Schueler_Springorum_Gedaechtnis_u_Gewalt_140_222_U1 copy ©Bundeszentrale für politische Bildung

Kerstin Schoor u. Stefanie Schüler-Springorum (Hg.):
Gedächtnis und Gewalt. Nationale und transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa, Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung, Band 1753, 2016.

Angesichts gegenwärtiger globaler wie europäischer Entwicklungen steht die europäische Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts erneut zur Debatte. Es stellt sich die Frage, in welchem Bezug diese Geschichte zum gegenwärtigen europäischen Erinnerungsdiskurs steht und wofür sie beansprucht wird.

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes untersuchen historische, literarische und kulturelle Formen der Bearbeitung der gewaltvollen europäischen Vergangenheit des 20. und 21. Jahrhunderts. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird dabei deutlich, in welcher Weise und mit welcher Absicht die Bilder nationaler Vergangenheiten im Licht der gegenwärtigen Entwicklungen zu- und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Im Blick auf die Gewalterfahrungen und die Flucht- und Vertreibungsbewegungen im östlichen Europa geht es den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen und Frankreich dabei im Kern auch um die Frage nach der Legitimität und ethischen Stabilität einer europäischen Gemeinschaft, deren Grundlage Gewalt und Vernichtungsgeschehen sind.

http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/236997/gedaechtnis-und-gewalt  

Cover_Grenzüberschreitungen ©Böhlau Verlag

Wiebke Sievers (Hg.):
Grenzüberschreitungen: Ein literatursoziologischer Blick auf die lange Geschichte von Literatur und Migration, Böhlau 2016.

Begriffe wie Migranten- oder Migrationsliteratur werden von den betroffenen AutorInnen oft abgelehnt. Dieser Band überschreitet solche Kategorisierungen, indem er den unterschiedlichen Wegen von MigrantInnen in die Literatur folgt. Zu diesem Zweck widmet er sich der Geschichte der literarischen Zuwanderung (Elias Canetti, Milo Dor, György Sebestyén) und GegenwartsautorInnen, die bisher kaum diskutiert wurden (Seher Çakır, Ilir Ferra, Tanja Maljartschuk, Stanislav Struhar). Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen dabei die Fragen, wie sich diese AutorInnen in ihren Werken und über bestimmte Veröffentlichungsorgane selbst verorten, wie sie durch Verlage, Kritik oder Preise positioniert werden und welche Rollen ihre Migrationsbiographien und ihre Mehrsprachigkeit in diesen Prozessen spielen.

Andree Michaelis:
Surviving as Writer and as Witness, or Why Primo Levi Did Not Want to Be Called a ‘Survivor’,

in: LBI Yearbook 2016, doi: 10.1093/leobaeck/ybw003; online verfügbar unter: http://leobaeck.oxfordjournals.org/cgi/reprint/ybw003?ijkey=LNiYqBpJySNz5nY&keytype=ref.

 

 

Cover_Gedächtnis und Gewalt ©(c) Wallstein Kerstin Schoor u. Stefanie Schüler-Springorum (Hg.):
Gedächtnis und Gewalt. Nationale und transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa, Wallstein, 2016.

Angesichts gegenwärtiger globaler wie europäischer Entwicklungen steht die europäische Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts erneut zur Debatte. Es stellt sich die Frage, in welchem Bezug diese Geschichte zum gegenwärtigen europäischen Erinnerungsdiskurs steht und wofür sie beansprucht wird.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes untersuchen historische, literarische und kulturelle Formen der Bearbeitung der gewaltvollen europäischen Vergangenheit des 20. und 21. Jahrhunderts. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird dabei deutlich, in welcher Weise und mit welcher Absicht die Bilder nationaler Vergangenheiten im Licht der gegenwärtigen Entwicklungen zu- und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Im Blick auf die Gewalterfahrungen und die Flucht- und Vertreibungsbewegungen im östlichen Europa geht es den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen und Frankreich dabei im Kern auch um die Frage nach der Legitimität und ethischen Stabilität einer europäischen Gemeinschaft, deren Grundlage Gewalt und Vernichtungsgeschehen sind.

Zwischen Orten, Zeiten und Kulturen_cover_front ©Peter Lang Kerstin Schoor:
Wider das Konzept vom »frei flottierenden« Subjekt: Die Entstehung der Ghettogeschichte in den plurikulturellen Regionen Ost(Mittel)Europas,
in: Zwischen Orten, Zeiten und Sprachen – Zum Transitorischen in der Literatur, hg. v. Anna Pastuszka, Jolanta Pacyniak, Peter Lang Verlag: Lubliner Beiträge zur Germanistik, 2016, S. 27-39.
Broch-Handbuch ©(c) DE GRUYTER Barbara Picht:
Politische Schriften,
in: Kessler, Michael/Lützeler, Paul-Michael (Hg.): Hermann-Broch-Handbuch. Berlin/Boston: de Gruyter, 2016, S. 401-432.

Cover_Handbuch der deutsch-jüdischen Literatur ©(c) DE GRUYTER Kerstin Schoor:
Deutsch-jüdische Literatur im nationalsozialistischen Deutschland,
in: Handbuch der deutsch-jüdischen Literatur, hg. v. Hans Otto Horch, Berlin, Boston: de Gruyter Oldenbourg, 2015, S. 164-188.
cover_geschichte intellektuell ©(c) Mohr Siebeck Friedrich Wilhelm Graf, Edith Hanke u. Barbara Picht (Hg.):
Geschichte intellektuell. Theoriegeschichtliche Perspektiven, Tübingen: Mohr Siebeck, 2015.

Geschichte intellektuell, das heißt: Geschichte in ihrer Relevanz für unsere Gegenwart und das politische Handeln zu denken. 28 Autorinnen und Autoren aus den Geschichts-, Sozial- und Kulturwissenschaften denken über dieses Wechsel- und Spannungsverhältnis in diesem Band neu nach: über Grundfragen der Geschichtstheorie und ihren Standort als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute. Sie porträtieren Geschichtsdenker und Geschichtsintellektuelle wie Jacob Burckhardt, Max Weber, Eric Hobsbawm und Stefan Czarnowski. Indem sie Geschichte interdisziplinär denken, befassen sie sich mit Begri en und deren Transfer aus den Nachbardisziplinen und in andere Kulturen. Schließlich, im vierten Teil des Aufsatzbandes, betrachten sie Europa als Schauplatz der Geschichte und zugleich als ein Problem der Historiographie. Alle Beiträge verbindet der Bezug auf Gangolf Hübinger und sein Verständnis von Geschichtswissenschaft als intellektuellem Beruf.

Kulturerbe Cover ©(c) De Gruyter Verlag Christian Dietrich:
Eine deutsch-jüdische Symbiose? Das zionistische Interesse für Fichte und Sombard, Moritz Goldsteins Überlegungen zur deutsch-jüdischen Kultur und die Schwierigkeiten mit dem Bindestrich,
in: Elke-Vera Kotowski (Hg.): Das Kulturerbe deutschsprachiger Juden. Eine Spurensuche in den Ursprungs-, Transit- und Emigrationsländern (= Europäisch-jüdische Studien Beiträge; Bd. 9), Berlin, München, Boston: de Gruyter, 2015, S. 43-55.