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Visualisierung der Erinnerung des Exils und der Diaspora

linseAjAB560x212 ©Foto von Andree Michaelis; Rechte gestattet

Ne­ben einer in­ter­dis­zi­pli­när aus­ge­rich­te­ten For­schung und ein­er for­schungs­na­hen Leh­re in den be­schrie­be­nen Be­rei­chen wid­met sich der Lehr­stuhl der Vi­sua­li­sie­rung und Vir­tua­li­sie­rung von Ge­dächt­nis und Er­in­ne­run­gen des Exils und der Dias­pora. Die Nut­zung und Er­wei­te­rung vor­han­de­ner EUV-Ar­chi­ve (wie u.a. des → Karl Dedecius Archivs) sowie die Ein­bindung die­ser Be­stän­de in künf­ti­ge For­schungs­vor­ha­ben, Kon­fe­ren­zen, Lehr­pro­jek­te und öf­fent­li­che Ver­an­stal­tun­gen gehören zu den Auf­ga­ben des Lehr­stuhls.

Als Pi­lot­projekt begann im Mai 2014 die DFG-geförderte Arbeit an einem mul­ti­me­dia­len „Ar­chiv jü­di­scher Au­to­rin­nen und Au­to­ren in Berlin 1933-1945“ (AjAB). Ein darauf aubauendes "On­line-Le­xi­kon jü­di­scher Au­to­rin­nen und Au­to­ren im na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Deutsch­land" (OLjA) ist ge­plant.
Der Lehr­stuhl setzt damit seine Be­mü­hun­gen um die Do­ku­men­ta­tion der Ver­fol­gung jü­di­scher Au­to­rin­nen und Au­to­ren in­ner­halb Deutsch­lands wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus auf vir­tu­el­ler Ebe­ne fort und kann da­mit in der Zu­kunft eine in der Welt ein­zig­ar­ti­ge Samm­lung an der Via­drina prä­sen­tie­ren.

In seinem öf­fent­li­chen Wir­ken soll der Lehr­stuhl zu einer ak­ti­ven Stim­me im ge­sell­schaft­li­chen Dia­log über Ge­dächt­nis, Er­in­ne­run­gen, Li­te­ra­tur und Ge­schich­te wer­den. Er soll im in­ter­re­li­giö­sen und in­ter­kul­tu­rel­len Dia­log, z.B. mit der Do­ku­men­ta­tion und Auf­ar­bei­tung eth­ni­scher Ver­fol­gun­gen, für eine größere To­le­ranz und ein er­wei­ter­tes Ver­ständ­nis im ge­sell­schaft­li­chen Mit­ein­an­der wer­ben.