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Kommende Veranstaltungen und Vorträge


Fr, 16.07.2021, 12:30-18:30 Uhr, Online- und Präsenzveranstaltung
Raum LH 101/102, Frankfurt (Oder)

Workshop des Forschungskolloqiums Kulturphilosophie/ Philosophie der Kulturen

Projektvorstellungen von Till Hahn (Leuphana Universität Lüneburg), Philipp Linstädter (Universität Frankfurt/O.), Pablo Validivia (Universität Frankfurt/O.) und Eckardt Lindner (Universität Wien) im Rahmen des Forschungskolloquiums Ereignis und Kritik. Das Politische zwischen poststrukturalistischer und postkolonialer Philosophie organisiert von Katja Diefenbach.

https://europa-uni-de.zoom.us/j/84648883497?pwd=ZFlJQmk5SDFNWklPM0RsdDdDWXhhUT09

Meeting-ID: 846 4888 3497
Kenncode: 303565

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Mi, 30.06.2021, 18:15 Uhr, Online-Vortrag
Andrea Gremels (Goethe-Universität, Frankfurt/M.)

Der afrokaribische Surrealismus von Aimé und Suzanne Césaire

In den 1930er und 40er Jahren stößt der Surrealismus bei afrokaribischen Intellektuellen und Schriftsteller*innen auf große Resonanz. Ausgehend von Aimé und Suzanne Césaire untersucht der Vortrag, wie sich auf Martinique die surrealistische Forderung nach der Entfesselung unbewusster Kräfte mit einer radikal antikolonialen Kritik verbindet. So manifestiert der lyrische Gründungstext der Négritude, Cahier d’un retour au pays natal (1939), wie Aimé Césaire den Surrealismus für die Bearbeitung des kollektiven Traumas der Sklaverei produktiv macht. Im Umfeld der antifaschistischen Zeitschrift Tropiques (1941-45) sieht auch Suzanne Césaire in den surrealistischen Forderungen die Möglichkeit zur sozialen Befreiung von der kolonialen Last der Unterdrückung und Selbstverneinung. Im Gegensatz zu Aimé Césaire setzt sie sich nicht nur für die Anerkennung des verdrängten, afrikanischen Erbes der Karibik ein, sondern auch für deren transkulturelle Verfasstheit, wie sie aus der Geschichte der Sklaverei hervorgegangen ist. Inwiefern werden Aimé und Suzanne Césaires Texte zu Ereignissen einer antikolonialen Kritik, die erst mithilfe der Aktivierung des Unbewussten zur Sprache gebracht werden können?

Andrea Gremels ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität, Frankfurt/M. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Kulturen und Literaturen Lateinamerikas (Karibik), Avantgarde- und Surrealismus-Forschung, postkoloniale Literaturtheorie sowie inter- und transmediale Verfahren. Zu ihren Publikationen zählen u.a. Violencia e infancias en el cine latinoamericano (hg. mit S. Sosenski, 2019), Kubanische Gegenwartsliteratur in Paris zwischen Exil und Transkulturalität (2014). Ihr Habilitationsprojekt Kosmovisionen und Weltkünste: Der transversale Surrealismus untersucht transnationale Netzwerke des Surrealismus zwischen Afrika, Europa und Lateinamerika.

https://europa-uni-de.zoom.us/j/85833778174?pwd=UXl0YVluUlB5NVFlajRyYVBacGVUdz09

Meeting-ID: 858 3377 8174
Kenncode: 555589
Zugang ab 18:00 Uhr


Di, 22.6., 14:15-15:45 Uhr

Online-Vortrag im Seminar „Theorien neuer Protestformen“ von Çiğdem Inan (Universität Hamburg) über rassistische Gewalt und Politik der Trauer.

NSU-Komplex, rassistische Gewalt und Fluchtlinien des Politischen: Affekt-Wissen als widerständige Praxis. Gastvortrag von Çiğdem Inan

Der Vortrag diskutiert ausgehend von den Täter-Opfer-Verkehrungen im Kontext des NSU-Komplexes und der fehlenden Bereitschaft zu dessen rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Aufklärung unterschiedliche Figuren antirassistischer Politik. Dabei wird herausgestellt, wie Widerständigkeiten aus der unmittelbaren Verwobenheit von rassistischer Gewalt und migrantisch situiertem Affekt-Wissen hervorgehen können. Entlang der Trauma-Geschichten der Migration und der erlebten Erfahrung strukturellen Rassismus im Zusammenhang des NSU-Komplexes werden die Begriffe des Außer-Sich-Seins (bei Judith Butler), des wake work (bei Christina Sharpe) sowie der Undercommons (bei Stefano Harney und Fred Moten) herangezogen, um Ort und Gestalt des Politischen neu zu verhandeln und im Sinne der Black Studies und des dekonstruktiven Feminismus auf das Unrepräsentierbare und Flüchtige zu öffnen.

Çiğdem Inan ist Soziologin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich kontinentalphilosophischer Affekttheorien sowie der kritischen Migrations- und Rassismusforschung.

https://europa-uni-de.zoom.us/j/84756956400?pwd=NlVUaG5TVlNycjZJa1RnamZtQkhQUT09

Meeting-ID: 847 5695 6400
Kenncode: 810127


SDK481_Medien_3 Kopie ©K. Gretzinger

Do, 03.06.2021
Erich Hörl: ­­­­­­Im Epochenlosen
https://europa-uni-de.zoom.us/j/82030944442?pwd=Zm5Ic1NISncwUlZVZWhxQVE0dC8vdz09
Meeting-ID: 820 3094 4442 | Kenncode: 111312 | Zugang ab 18:00 Uhr
Abstract und Plakat

Mi, 30.06.2021
Andrea Gremels: Der afrokaribische Surrealismus
https://europa-uni-de.zoom.us/j/85833778174?pwd=UXl0YVluUlB5NVFlajRyYVBacGVUdz09
Meeting-ID: 858 3377 8174 | Kenncode: 555589 | Zugang ab 18:00 Uhr
Abstract und Plakat

Do, 15.07.2021
Iris Därmann: Fluchtlinien
https://europa-uni-de.zoom.us/j/88962342167?pwd=S3psUjUyK0gzZ2FYa1VsWWRZNFY1Zz09
Meeting-ID: 889 6234 2167 | Kenncode: 903296 | Zugang ab 18:00 Uhr
Abstract und Plakat 



Spinoza after Marx

27.-29.05.2021, 17:30-20:30 Uhr
Online-Kurzvortrag und Round-Table-Teilnahme von Katja Diefenbach im Rahmen der Konferenz »Spinoza after Marx«, University of Pennsylvania (Department of Germanic Languages & Literatures, in Kooperation mit dem Jewish Studies Program und dem Program in Comparative Literature & Theory).
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Was wird der Poststrukturalismus gewesen sein?

25.03.21, 10:00-13:00 Uhr
Online-Vortrag im Rahmen der Workshop-Reihe des Instituts für Philosophie der Universität Wien Was wird der Poststrukturalismus gewesen sein? Organisiert von Eva-Maria Aigner, Arno Böhler, Jonas Oßwald (Fachbereich Poststructuralism, Gender Theory, Psychoanalysis).
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Zwei Vorträge zur Ästhetik der Black Radical Tradition und der Dekolonisierung des Politischen

20.01.2021, 19:00 Uhr
Ruth Sonderegger (Akademie der bildenden Künste, Wien)
Auf dem Weg zur Abolition der westlichen Ästhetik. Fred Motens Auseinandersetzung mit Theodor W. Adorno.

11.02.2021, 19:00 Uhr
Jeanette Ehrmann (Universität Gießen)
Tropen der Freiheit. Die Haitianische Revolution und die Dekolonisierung des Politischen.

Audiomitschnitt: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/politikwissenschaft-die-haitianische-revolution

Organisiert von Katja Diefenbach und Pablo Valdivia. Kulturwissenschaftliche Fakultät. Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)
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