Promotion

Informationen zum Promotionsverfahren

Promovierende bei Prof. Dr. Sarah Speck

Sarah Becker hat in Mainz Soziologie und Philosophie (B.A.) und in Jena Gesellschaftstheorie (M.A.) studiert. Aktuell lebt sie in Jena.

Promotionsprojekt: Materielle Lebensverhältnisse frauenliebender Frauen von der Nachkriegszeit bis heute. Ein Beitrag zur Diskussion von Sexualität und Kapitalismus.

Das Promotionsprojekt untersucht, wie sich die Geschlechter- und Sexualitäts- sowie ökonomische Ordnung von der Nachkriegszeit bis heute auf die materiellen Lebensverhältnisse von frauenliebenden Frauen ausgewirkt haben. Die Lebensgeschichten nicht-heterosexueller Frauen bilden die empirische Grundlage für die Untersuchung. Die Arbeit knüpft damit an materialistische feministische, lesbische und queere Theoriestränge an.

Kontakt: euv259478@europa-uni.de 

Hans Goerdten hat Soziologie und Philosophie in Potsdam, Berlin und Frankfurt am Main studiert. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen zwischen Geschlechtersoziologie, Gewaltsoziologie, kritischer Sexualforschung und qualitativ-rekonstruktiven empirischen Methoden. In seinem Promotionsprojekt setzt er sich mit Erfahrungen sexueller Gewalt von schwulen und bisexuellen Männern auseinander. Die Arbeit nimmt vor dem Hintergrund theoretischer Fragen zum Verhältnis von Geschlecht, Gewalt und Sexualität ihre Biografien aus einer materialistisch-subjektivierungstheoretischen Perspektive in den Blick und untersucht die Rolle, die sexuelle Gewalt darin spielen kann. Für das Projekt wurden biografische Interviews erhoben und rekonstruktiv ausgewertet.

Promotionsprojekt: Sexuelle Gewalt in den Biografien schwuler und bisexueller Männer

Kontakt: h.goerdten@em.uni-frankfurt.de   

Lio Okroi studierte Politikwissenschaft an der LMU München und Soziologie an der Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf Geschlecht, Sexualität, Subjektivierung, Affekt und Erinnerung. Sie arbeitet mit diskursanalytischen sowie rekonstruktiv-hermeneutischen Methoden.

Promotionsprojekt: Spannungsverhältnisse. Eine Soziologie fluider Geschlechter und Begehrensweisen

In ihrer Promotion widmet sich Lio Okroi dem Themenfeld der Stabilität bzw. Veränderlichkeit von Geschlecht und Begehren. Sie interessiert sich aus einer subjektivierungstheoretischen Perspektive für die gesellschaftliche Anforderung geschlechtlich-sexueller Eindeutigkeit und Beständigkeit. Dabei richtet sie den Blick auf die gesellschaftlichen Funktionen und Implikationen dieser Anforderung, auf Tendenzen ihrer Destabilisierung, sowie auf Erfahrungen von Personen, die ihr nicht entsprechen.

Kontakt: okroi@em.uni-frankfurt.de 

Marie Reich studierte Soziologie, Geschichte, Rechtswissenschaften und Geschlechterforschung an den Universitäten in Marburg, Frankfurt und Tel Aviv und schloss ihren Master mit einer Arbeit zum Thema Materialistisch-feministische Perspektiven auf Wandel und Persistenz vergeschlechtlicher Arbeitsteilung ab. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterforschung, feministische Gesellschaftstheorie und soziale Reproduktion. Gegenwärtig beschäftigt sie sich mit Geburt und Geburtshilfe aus Perspektive einer feministischen Theorie Kritisch-theoretischer Provenienz.

Promotionsprojekt: Being in labor. Erfahrungen von Gebärenden und Hebammen mit der gegenwärtigen Geburtshilfe.

Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit den (Leid-) Erfahrungen von Gebärenden und Hebammen mit der gegenwärtigen Organisation von Geburtshilfe. Es zielt darauf gesellschaftstheoretische - insbesondere feministische - Erkenntnisse über gesamtgesellschaftliche Bedingungen, wie eine dem Kapitalismus inhärente Abwertung von Reproduktion oder vergeschlechtliche Machtverhältnisse mit einer empirischen Analyse des gegenwärtigen Umgangs mit Geburten zusammenzubringen. 

Kontakt: m.reich@em.uni-frankfurt.de

Bea S. Ricke ist seit 2024 Doktorandin im Kolleg »Dialektik der Teilhabe« am Institut für Sozialforschung in Frankfurt und Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung. Zuvor war sie im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in einem Projekt zur Geschichte des Instituts für Sozialforschung aus feministischer Perspektive beschäftigt. Sie studierte Soziologie (M.A.) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Soziale Arbeit (B.A.) an der Katholischen Hochschule NRW, Standort Köln. Während des Masterstudiums war sie Studentische Hilfskraft an der Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung bei Prof. Sarah Speck.

Promotionsprojekt: Betroffenheit. Historische Rekonstruktion eines kontroversen Begriffs feministischer Theorie und Bewegung. 

Die Dissertation untersucht die Anfänge der Frauen- und Geschlechterforschung in der BRD der 1970er- und 80er-Jahre anhand des Begriffs der Betroffenheit. Der Begriff, der einst als methodisches Prinzip der Frauenforschung galt und im Laufe des Institutionalisierungsprozesses der Frauenforschung immer stärker verworfen wurde, leitet dabei die Rekonstruktion des Materials und gibt bestimmte Fragen und Schwerpunkte vor. Mithilfe der materialreichen Arbeitsweise soll schließlich ein differenziertes Bild dieses Ausschnitts der Geschichte feministischer Wissenschaft entstehen und die Theoriebildung in einem engen Zusammenhang mit der Praxis der Akteurinnen und ihrem gesellschaftlichen Kontext verstanden werden.

Kontakt: ricke@em.uni-frankfurt.de 

Alicia Schlender ist neben ihrer Promotion als systemische Paartherapeutin in Berlin tätig sowie als Referentin zu Themen an der Schnittstelle von Feminismus und Familie. Sie ist im interdisziplinären Verein prina - Politiken der Reproduktion organisiert. 

Promotionsprojekt: "Familie(n)formen & Geschlechterungleichheit. Arbeitsteilung in Patchworkfamilien."

Die Studie untersucht anhand von Paarinterviews wie sog. Stiefmutterfamilien Sorge aushandeln und wie darin Ungleichheiten relevant werden. 

Kontakt: alicia.schlender@hu-berlin.de 

2009 bis 2016 Studium der Theaterwissenschaften, Kultursoziologie und Gesellschaftstheorie an der Universität Leipzig und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2020 bis 2023 wissenschaftliche Mitarbeit am Lehrstuhl Makrosoziologie des Instituts für Soziologie der Technischen Universität Dresden. Lehraufträge an der Philipps-Universität Marburg und der Universität Leipzig. Seit 2023 Doktorandin in dem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Promotionskolleg »Dialektik der Teilhabe« am Institut für Sozialforschung.

Promotionsprojekt: Die Töchter der realexistierenden Emanzipation. Die unabgegoltenen feministischen Visionen der deutsch-deutschen Frauenbewegung als widersprüchliches Erbe.

Das Promotionsprojekt »Die Töchter der realexistierenden Emanzipation« untersucht lebensgeschichtliche Emanzipationserzählungen von Frauen aus der ost- und westdeutschen Nachwendegeneration. Gefragt wird, ob und wie sich die ehemaligen sozialistischen und kapitalistischen Geschlechterarrangements der DDR und BDR sowie deren Politisierung durch die jeweiligen Frauenbewegungen mitsamt ihrer Emanzipationsvorstellungen in den widersprüchlichen Lebenszusammenhängen der Nachwendegeneration vermitteln. Wie setzen Frauen der ost- und westdeutschen Nachwendegeneration ihr Selbstbild, ihr geschlechtliches Gewordensein und ihre Lebenssituation zu den getrennten Erfahrungen ihrer Elterngeneration und den Transformationen der Nachwendezeit im vereinigten Deutschland in Beziehung und welche Rolle spielen Narrationen von Emanzipation in diesen biographischen Auseinandersetzungen? Entlang dieser Fragestellung wird untersucht, inwieweit unterschiedliche Entwürfe weiblicher Emanzipation in Deutungen widersprüchlicher und krisenhafter Lebenszusammenhänge der Gegenwart zwischen Reproduktion des bestehenden Geschlechterverhältnisses und dessen Transformation aufgerufen werden und ein emanzipatorischer Überschuss in den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Nachwendegeneration zu finden ist.

Kontakt: stutz@em.uni-frankfurt.de

Kontakt: urban@europa-uni.de

Lisa Vatter ist Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg ‚Doing Transitions' der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihr Interesse an der Geschlechter- und Familiensoziologie sowie an den Methoden der qualitativ-rekonstruktiven Sozialforschung entwickelte sie während ihres Studiums der Gender Studies (M.A.) an den Universitäten Freiburg und Basel sowie der Sozialen Arbeit (B.A.) an der Ev. Hochschule Freiburg; vertieft wurde dieses Interesse durch ihre Forschungstätigkeit am Cornelia Helfferich Institut für Geschlechter- und Familienforschung, insbesondere zu Familienplanung sowie zu Gewalt im Geschlechterverhältnis. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der soziologischen Geschlechter- und Familienforschung, in Fragen sozialer Reproduktion und reproduktiver Ungleichheiten sowie in den Methoden der qualitativen Sozialforschung.

Promotionsprojekt: Lisa Vatter untersucht in ihrem Dissertationsprojekt das Eltern-Werden in unterschiedlichen Beziehungskonstellationen und fragt, inwiefern sich dabei soziale Ungleichheit, insbesondere Geschlechterungleichheit, (re-)produziert. Den Ausgangspunkt des Projekts bildet eine Gleichzeitigkeit, auf die der Forschungsstand aufmerksam macht: ‚Familie‘ erscheint heute mehr denn je als aktive Herstellungsleistung, die eigens gestaltet, begründet und verantwortet werden muss — und entzieht sich diesem Zugriff zugleich immer wieder, indem sie sich ergibt, einstellt, unterläuft oder den Beteiligten als Erlittenes gegenübertritt. Aus Paarinterviews rekonstruiert die Arbeit, wie sich ‚Familie‘ für die Beteiligten ungleich gestaltbar zeigt, und verbindet dafür praxis-, prozess- und geschlechtertheoretische Perspektiven; so macht sie eine bislang kaum systematisch betrachtete Dimension sozialer Ungleichheit beim Eltern-Werden sichtbar.

Kontakt: vatter@em.uni-frankfurt.de

Kontakt: nyalcin@em.uni-frankfurt.de 

Rahel Zelenkowits studierte von 2016 bis 2022 Soziologie im Bachelor und Master an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2023 bis 2026 war sie Promotionsstipendiatin im von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Kolleg „Dialektik der Teilhabe“ am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Seit April 2026 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Promotionsprojekt: Die Plattformarbeiter:innen – eine Betrachtung reproduktiver Dienstleistungsarbeiten auf digitalen Plattformen 

Das alltägliche Caring, Cooking und Cleaning lässt sich heute simpel, flexibel und in kürzester Zeit per App auslagern – die digitalen Plattformen erzeugen damit eine neue Arbeiter:innenschaft im reproduktiven Niedriglohnsektor. Das Promotionsprojekt untersucht qualitativ-empirisch, wie diese Plattformarbeiter:innen die teils widersprüchlichen Anforderungen von Sorgearbeit und Plattformökonomie im Arbeitsalltag organisieren, wenn etwa sorgende Nähe und professionelle Distanz, digitale Sichtbarkeit und alltägliche Unsichtbarkeit, ständige Verfügbarkeit und algorithmische Steuerung miteinander vereinbart werden müssen. Im Zentrum steht die Frage, welche Deutungen und Praktiken die Arbeiter:innen dabei entwickeln und wie sie die daraus entstehenden Widersprüche subjektiv bearbeiten.

Kontakt: zelenkowits@em.uni-frankfurt.de