Lehre an der Professur für Kulturphilosophie/Philosophie der Kulturen
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026
Die Seminarunterlagen, -beschreibungen und -ankündigungen finden Sie in Moodle.
Wichtig: Bitte vergessen Sie nicht, sich zusätzlich in viaCampus anzumelden, damit wir Ihre Leistungen und Noten eintragen können.
BA-Seminar
dienstags, 14:15-15:45 Uhr
Ort: AM 202
Veranstaltungsbeginn: 14.04.2026
Module:
KUL|BAC|CSS|2020|-WM3-Difference – Migration, Gender and Diversity
KUL|BAC|KUWI|-KUGE-V-Kulturgeschichte: Vertiefung
KUL|BAC|KUWI|-KUWI-V-Kulturwissenschaften: Vertiefung
KUL|REPO|-MÖM-Migration, Öffentlichkeit und Medien
KUL|REPO|-MGIII.4.-Modul III.4.: Recht und Politik im transnationalen Kontext (Vertiefung)
KUL|BAC|KUWI|-SOWI-V-Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung
Kaum ein anderer Abschnitt in Hegels »Phänomenologie des Geistes« wurde kontroverser debattiert als das Kapitel über die Dialektik von Herr und Knecht. Dieser Abschnitt hat fulminante marxistische, existenziale und anti-koloniale Auslegungen erfahren. Eine der jüngsten Interpretationen stammt von der US-Philosophin Susan Buck-Morss, die ein intellektuelles Erdbeben auslöste, als sie Hegels Herr-Knecht-Dialektik auf die Haitianische Revolution (1791-1804) bezog. Dieser Aufstand bildet die wohl verdrängteste, aber für die Globalgeschichte politischer Emanzipation (und ihr Scheitern) zugleich bedeutsamste Revolution, die – getragen von Schwarzen Sklav:innen – in die Gründung der Republik Haiti als drittem Verfassungsstaat der Moderne mündete. Das Seminar rekonstruiert das Revolutionsgeschehen am Schnittpunkt von Philosophie, Gender und Postcolonial Studies, Geschichts- und Kulturwissenschaften. Im Zentrum steht die Kontroverse über die Rolle, die Vodou als synkretistische Religion und Widerstandsritus in der Haitianischen Revolution gespielt hat. Das Seminar erörtert Fragen wie die folgenden: Inwiefern reagierte der Vodou auf den »sozialen Tod« der Sklaverei? Wie allegorisierte er – insbesondere durch die Figur des Zombie – die koloniale Gewaltgeschichte im Zeichen von Trauma, Enteignung und lebendigem Tod? Wie wurde die Stellung von women of color als Objekte von Begehren und Grausamkeit (gegen)ritualisiert? In welchen Formen registrierte der Vodou die Metamorphosen der Revolution zwischen Befreiung und neuen Unterwerfungsweisen, die auch von der Schwarzen militärischen Elite in Gang gesetzt wurden? Übernahm er eine organisierende Funktion im Revolutionsgeschehen oder nicht? Im Spiegel kulturtheoretischer Debatten über Black Atlantic religions diskutieren wir die Dekolonisierung von Handlungsmacht in der Haitianischen Revolution sowie die Stärken und Schwächen des philosophischen Verfahrens, Hegels Herr-Knecht-Dialektik zum Modell der Haitianischen Revolution zu erheben. Wir befassen uns mit philosophischen und literarischen Texten sowie mit künstlerischen Werken.
Literatur: Susan Buck-Morss: Hegel und Haiti (2020); Joan Dayan: Haiti, History and the Gods (1995); Carolyn Fick: The Making of Haiti: The Saint-Domingue Revolution from Below (1990); David Geggus: »The Bois Caiman Ceremony«, The Journal of Caribbean History (1991); G. W. F. Hegel: Phänomenologie des Geistes (Werke 3, Suhrkamp); Roberto Strongman: Queering Black Atlantic Religions. Transcorporeality in Candomblé, Santería and Vodou (2019).
Hinweise zur Veranstaltung: You can speak English in class and write your course paper in English.
Leistungsnachweise: 6 ECTS 10-12 Seiten Hausarbeit, 9 ECTS 20-22 Seiten Hausarbeit
BA-Seminar, deutsch- und englischsprachig, mittwochs, 11:15–13:45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2026
Raum: GS 105
Module:
KUL|BAC|CSS|2020|-WM1-Europe/s – History, Culture, Politics
KUL|BAC|KUWI|-KUWI-V-Kulturwissenschaften: Vertiefung
KUL|REPO|-MGIII.2.-Modul III.2.: Recht und Politik im europäischen Kontext (Vertiefung)
KUL|BAC|KUWI|-SOWI-V-Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung
Seit den 1980er Jahren sind im Poststrukturalismus, in der queer-feministischen Theorie sowie den Postcolonial und Black Studies neue Philosophien des Politischen entstanden. In kritischer Abgrenzung vom Marxismus kommt ihre Gesellschaftskritik ohne die Zentralstellung einer universalen Klasse, ohne fortschrittstheoretische oder eurozentrische Zeitkonzepte, aber auch ohne die Idee einer umfassenden, die Vollendung der Geschichte einläutenden Revolution aus. Ereignis, Differenz, Überdetermination und Intersektionalität werden in das Denken des Politischen eingeführt. Im Zentrum der neuen Philosophien des Politischen stehen deshalb Fragen wie die folgenden: Wie verknüpfen sich Handlungen über die Differenzen von Rasse, Klasse, Geschlecht und Gattung hinweg und bringen neue Formen der nicht-identitären Verbundenheit, der Solidarität unter Ungleichen, der Politik der Affekte und der Trauer, der diasporischen, hybriden oder kreolischen Existenz, aber auch der Hegemonie, des Wahrheitsereignisses und des großen Bruchs hervor? Wir beschäftigen uns im Seminar mit den Konzepten der Mikropolitik bei Gilles Deleuze und Félix Guattari, der negativen Affektivität bei Ann Cvetkovich, Christina Sharpe und Xine Yao, der existenzialen Untätigkeit bei Giorgio Agamben und Jean-Luc Nancy, der flüchtigen Widerständigkeit bei Saidiya Hartman und Fred Moten, der Existenz in den Ruinen des Kapitalismus bei Anna Tsing, der Wahrheitsprozedur und des Teils ohne Anteil bei Alain Badiou und Jacques Rancière sowie der Hegemonie bei Chantal Mouffe und Ernesto Laclau. Das Seminar versteht sich als Einführung in zentrale Grundbegriffe der neuen Philosophien des Politischen.
Literatur: Uwe Hebekus und Jan Völker: Neue Philosophien des Politischen (2012) u.v.a.m.
Leistungsnachweise: 6 ECTS 10-12 Seiten Hausarbeit, 9 ECTS 20-22 Seiten Hausarbeit
BA/MA-Seminar, deutschsprachig, mittwochs, 18:00–19:30 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 15.04.2026
Raum: HG 201b
Module:
KUL|MAS|LIT|-FM-Forschungsmodul
KUL|MAS|SOZ|-FM-Forschungsmodul
KUL|MAS|GMT|-FM-Forschungsmodul
KUL|BAC|CSS|2020|-M6-Methods, Academic Writing and Research Skills
Das Forschungskolloquium richtet sich an BA- und MA-Studierende, die an ihren Abschlussarbeiten sitzen bzw. diese beginnen, und an Promotionsstudierende. Wir diskutieren methodologische, prozessuale und inhaltliche Probleme Ihrer Arbeiten, ggf. zusätzlich in meiner Sprechstunde. Sie erhalten Unterstützung bei der Herausarbeitung Ihrer Fragestellungen, der Präzisierung und Strukturierung Ihrer Argumente sowie der Abfassung Ihres Exposés. Neben Kapitel- oder ersten Problemvorstellungen bestimmen Textdiskussio-nen und Gastvorträge das Programm, vor allem aus den Bereichen (post-)strukturalistischer, dekolonialer und (post-)marxistischer Philosophie, auch in queer-feministischer Ausrichtung. Jedes Semester diskutie-ren wir eine philosophische Problematik. Dieses Semester geht es um Klassen-, Massen-, Pöbel- und Meu-tenbegriffe, um die Selbst- und Fremdbezeichnungen der Vielen, der Armen, der Unzugehörigen, der Aus-gestoßenen, der Proletarier:innen und Subproletarier:innen, der »multitudes«, »undercommons« und »ra-cial motley crews«. Es geht um kämpferische Bezeichnungen und verächtliche Abwertungen sowie ihre langen philosophischen Traditionen. Wir lesen ausgewählte Texte quer durch die politische und Kulturphi-losophie.
Alle Texte und Materialien werden via Email-Liste versandt. Anmeldung unter: diefenbach@europa-uni.de
Hinweise zur Veranstaltung: You can speak English in class and write your thesis exposé in English.
Leistungsnachweise: 3 ECTS Referat; 6 ECTS 10-12 Seiten Hausarbeit/ Exposé; 9 ECTS 20-22 Seiten Haus-arbeit/ Exposé
MA-Seminar, deutschsprachig, donnerstags, 14:15–15:45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 23.04.2026
Raum: GD 205
Module:
KUL|MAS|GMT|-WPB-FW-Formen ästhetischer Welterschließung
KUL|MAS|GMT|-WPB-GK-Konflikt- und Gewaltgeschichte
KUL|MAS|SOZ|-WPM-KPWÄF-Wahlpflichtmodul: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Forma-tionen
KUL|MAS|LIT|-WPM-PUL-Wahlpflichtmodul: Philosophie und Literatur: Wechselwirkungen
KUL|MAS|TRANS|-OM-TK-Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
Das Seminar setzt mit einer Kritik der Emanzipations- und Universalitätsmodelle der philosophischen Ästhetik des 18. Jahrhunderts ein, insbesondere bei Kant und Hume: Wie konnte der Entwurf eines zweck- und interessefreien Subjekts sinnlicher Erfahrung von rassistischen Kategorien gerahmt werden? Welche Ausschlüsse unterlagen dem universalen Autonomieideal der europäischen Ästhetik und ihrer Idee eines freien Subjekts, das ohne Anleitung Dritter Geschmacksurteile fällt und in spielerischen Formen Gesetz und Gesetzlosigkeit versöhnt? Inwiefern wurden diese autonomieästhetischen Annahmen im Rahmen von »racial regimes of representation« entwickelt? Kurz: Mit welchen Begriffen wird der Zusammenhang von Ästhetik, Kolonialismus und Gewaltgeschichte erschlossen? Von diesen Überlegungen im Feld der Critical Philosophies of Race ausgehend untersucht das Seminar, wie dekoloniale Ästhetiken transindividuelle Regime des Sinnlichen gegen das autonome Subjekt der westlichen Ästhetik in Stellung gebracht und vor dem Hintergrund kolonialkapitalistischer Gewalt als Formen widerständiger Kreativität entworfen haben. Welche Poetiken der Hybridität, der Kreolisierung und der Ökokritik sind dabei entstanden? Im letzten Teil des Seminars debattieren wir, wie in den Black Studies der Ausschluss Schwarzer Menschen aus dem Bereich der Sublimierung sowie die Verbindung von Lust, Gewalt und Grausamkeit als konstituierende Kennzeichen europäischer Ästhetik bestimmt worden sind. Welche Formen nimmt das Ästhetische im Rahmen der gesteigerten Negativität dieser Analysen an? Welche neuen Beschreibungskategorien wie »Aphasie«, »Ungefühltes«, »disaffection« oder »Ante-Ästhetik« werden dabei erprobt? Perspektivwechsel und disziplinäre Grenzüberschreitungen bestimmen unsere Debatte. Wir befassen uns mit philosophischen und literarischen Texten und diskutieren Beispiele künstlerischer Praxis.
Literatur: Rizvana Bradley: Anteaesthetics. Black Aesthesis and The Critique of Form (2023); Aimé Césaire: Ein Mensch, der schreit. Gedichte aus sieben Jahrzehnten (2025); Suzanne Cesaire: Die große Maskerade. Schriften der Dissidenz, 1941-1945 (2023); Saidiya Hartman: Aufsässige Leben, schöne Experimente (2022); Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft (2009); David Lloyd: Under Representation. The Racial Regime of Aesthetics (2019)
Hinweise zur Veranstaltung: Die erste Seminarsitzung findet am 23. April 2026 statt.
Leistungsnachweise: 3 ECTS Referat m. Präsentation, 6 ECTS 10-12 Seiten Hausarbeit, 9 ECTS 20-22 Seiten Hausarbeit
University of Paris-Nanterre, May, 25–29 (online) June, 1–5 (University of Paris Nanterre)
Call for Participation, deadline 1st March 2026
6 ECTS, participation in Paris & online, course paper (10 pages)
English/ French
Module:
KUL|MAS|GMT|-WPB-FW-Formen ästhetischer Welterschließung
KUL|MAS|TRANS|-OM-TK-Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
KUL|MAS|SOZ|-WPM-KPWÄF-Wahlpflichtmodul: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen
KUL|MAS|LIT|-WPM-PUL-Wahlpflichtmodul: Philosophie und Literatur: Wechselwirkungen
KUL|MAS|GMT|-WPB-WI-Wissenskulturen und Ideengeschichte
Hardly any other Western philosopher of the early modern era developed more radical approaches than Baruch de Spinoza. The unconventionality of his philosophy stems from several doctrines, particularly the capacity of matter to form itself, the parallelism of body and mind, the excessivity of positive over negative affects, the infinite differentiality of Being, and the potentiality of the multitude to govern itself.
The Spinoza spring school »Thinking Emancipation« revisits these characteristics in multiple dimensions. It provides critical tools for interpreting the present era from a Spinozian perspective, but also offers an opportunity to study multiple aspects of Spinoza's philosophy in its historical contexts. In addition, you will gain insights into why Spinoza received outstanding attention from various currents of contemporary critical thought, from post-structuralism and post-Marxism to New Materialism.
The European University Viadrina and the professorship Cultural Philosophy/ Philosophies of Culture invite MA and doctoral students to apply for a grant for this Erasmus+ Blended Intensive Program on Spinoza, taught by Spinoza scholars from more than eight European universities to initiate a broad and multidisciplinary collaboration network.
Literatur: Literature will be made available on Moodle.
Hinweise zur Veranstaltung: Apply for an Erasmus+ grant by March 1st: diefenbach@europa-uni.de. The program carries 6 ECTS for a total of 30 teaching hour. The spring school takes place at the University of Paris Nanterre from June, 1 to 5. Dates of virtual mobility are May, 25 to 29. Courses are held in English and French. Skills in both languages are necessary. https://site.unibo.it/sivenatura/it/eventi/bip-hortus-spinozanum-iii-thinking-emancipation
Leistungsnachweise: 6 ECTS course paper in English or German (10 pages)
MA-Seminar, englischsprachig, dienstags, 11:15–12:45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 14.04.2026
Raum: GD 206
Module:
KUL|MAS|GMT|-WPB-GK-Konflikt- und Gewaltgeschichte
KUL|MAS|GMT|-WPB-KPÖ-Kulturen der Politik und Ökonomie
KUL|MAS|TRANS|-OM-TK-Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
KUL|MAS|KGMOE|-WPM-MAV-Wahlmodul: Menschen - Artefakte - Visionen
KUL|MAS|SOZ|-WPM-KPWÄF-Wahlpflichtmodul: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Forma-tionen
KUL|MAS|LIT|-WPM-WUK-Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen und Künste
This seminar examines the climate crisis in its contradictory social conditions: while critical environmental research and activism have constantly framed it as an emergency – rightly so – one of the authoritarian answers to emergency has been to simply normalise emergency. In recent years, we have observed an increasingly strong antiecological backlash all across the globe (Ghosh). This backlash cannot be understood merely as a discursive result of a new stage of neoliberalism that instrumentalises »merchants of doubt« to relativise critical climate research as a simple hoax. Rather, first of all we need to understand the deeper causes of the backlash, how they were structurally produced, how they remain deeply rooted in fossil capitalism (Malm) and extractivist interests. And second of all, also being self-critical of enviromentalism, we need to examine the ways in which the discourse of catastrophism contributes to creating a dystopian imaginary of the future. In this respect, it intensifies the collective inability to think – and act into – a future beyond survival. Catastrophism, despite being objectively correct, produces counter-effects: paralysed subjects who, in the face of recurring catastrophe – climate change – rather accept its normalisation. This seminar will also look at the set of cultural and political practices that keep the utopian imaginary open – just transformation – and offer productive ways to counter the conditions of the climate crisis.
Literature: Carton, Wim & Malm, Andreas (2024): Overshoot: How the World Surrendered to Climate Breakdown. London: Verso. Oreskes, Naomi & Conway, Erik M. (2010): Merchants of Doubt. New York: Bloomsbury.
Ghosh, Amitav (2016): The Great Derangement: Climate Change and the Unthinkable. Chicago: University of Chicago Press. Rodríguez, Iokiñe, Mariana Walter & Leah Temper, eds. (2024): Just Transformations: Grassroots Struggles for Alternative Futures. London: Pluto Press.
Leistungsnachweise: 3 ECTS : Referat – 6 ECTS: 10-15 Seiten Hausarbeit – 9 ECTS: 20-25 Seiten Hausarbeit
BA-Seminar, donnerstags, 14:15–15:45 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 16.04.2026
Raum: GD 303
Module:
KUL|BAC|CSS|2020|-WM3-Difference – Migration, Gender and Diversity
KUL|BAC|KUWI|-KUWI-V-Kulturwissenschaften: Vertiefung
KUL|REPO|-MÖM-Migration, Öffentlichkeit und Medien
KUL|REPO|-MGIII.4.-Modul III.4.: Recht und Politik im transnationalen Kontext (Vertiefung)
KUL|BAC|KUWI|-SOWI-V-Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung
In ihrem Buch Speculum schreibt die feministische Philosophin Luce Irigaray, dass jede Wissenschaft und mit ihr jede Theorie stets eine Theorie des männlichen Subjekts ist. Ausgehend von dieser provokanten These und der Einsicht, dass Wissen, Wissensproduktion und -distribution nie (geschlechts-)neutral sind, führt das Seminar in die verschiedenen Ströme und Positionen feministischer Erkenntnis- und Wissenschaftstheorien ein. Diskutiert werden neben den dekonstruktiven Eingriffen Irigarays u.a. Ansätze feministischer Standpunkttheorie (Hartsock, Collins, Harding), das Konzept situierten und verkörperten Wissens (Haraway), der Agentielle Realismus (Barad), neo-ontologische Positionen (Gatens, Lloyd, Stengers) sowie post- und dekoloniale Perspektiven auf Wissen, Macht und Körper (Spivak, Alcoff, Bhambra, Trinh, Anzaldúa). Programmatisch ist das Seminar um eine doppelte Kritikperspektive bemüht. Zum einen geht es um eine Kritik an anthropo-/andro-/eurozentrischen Wissensbegriffen. Zum anderen wird der Blick auf alternative Begriffe von Wissen, Objektivität, Rationalität gelenkt, die in feministischen Epistemologien entwickelt und erprobt werden. Die ausgewählten Texte werden vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Identitätspolitik, Postfaktizität und Künstlicher Intelligenz gelesen, zu denen sie wichtige Impulse liefern.
Literatur zur Einführung: Feministische Epistemologien. Ein Reader. Herausgegeben von Katharina Hoppe und Frieder Vogelmann, Suhrkamp: Berlin 2024.
Leistungsnachweise: 6 ECTS: 10-12 Seiten Hausarbeit | 9 ECTS: 20-22 Seiten Hausarbeit oder
eine kleine Hausarbeit (10-12 Seiten) und 5 Responsepaper.
BA/MA-Seminar, englischsprachig
Blockveranstaltung am 10., 11. und 17.07.2026, jeweils 10:00–16:00 Uhr, online
ECTS: 1,5
Module:
FAK|BAC|REPO|-90-Modul IV.3: Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|BAC|CSS|2020|-M8-Practical Skills
KUL|MAS|MES|-150-Praxismodul: praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|BAC|KUWI|-PRAXIS-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|LIT|-100-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|KGMOE|-100-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|GMT|-PF-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|SMG|-90-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|SOZ|-120-Praxisrelevante Fertigkeiten
How can you find and organise literature for term papers or theses? Which citation style is appropriate for your discipline, and how do you create an accurate bibliography? The reference management software Zotero supports these processes and helps you optimise your academic workflow. It is a powerful tool for managing sources, instantly integrating references into your texts, and adapting citation styles with minimal effort.
This online course offers a step-by-step introduction to Zotero’s interface and key functions. Through a combination of guided demonstrations and practical exercises, participants will learn how to research relevant sources and create collections, insert citations into Word documents, and generate bibliographies automatically. Designed for both undergraduate and graduate students, the course is ideal for anyone seeking to enhance their research practices. Participants are encouraged to bring a topic or project so they can build their own literature database and draft short texts during the session.
Prerequisite: Installation of Microsoft Office Word and Zotero (both are compatible with Windows and iOS operating systems). A university licence is available for Office, while Zotero is free to download.
https://www.ikmz.europa-uni.de/de/it-dienste/ms-office-365-fuer-studenten/index.html
BA/ MA-Seminar, deutschsprachig
Blockveranstaltung am 16., 17. und 18.09.2026, jeweils 10:00–16:00 Uhr, online
ECTS: 1,5
Module:
FAK|BAC|REPO|-90-Modul IV.3: Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|BAC|CSS|2020|-M8-Practical Skills
KUL|MAS|MES|-150-Praxismodul: praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|BAC|KUWI|-PRAXIS-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|LIT|-100-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|KGMOE|-100-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|GMT|-PF-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|SMG|-90-Praxisrelevante Fertigkeiten
KUL|MAS|SOZ|-120-Praxisrelevante Fertigkeiten
Wie recherchiere und ordne ich die Literatur für Haus- oder Abschlussarbeiten? Welchen Zitierstil wähle ich und wie erstelle ich ein akkurates Literaturverzeichnis? Mit dem Literaturverwaltungsprogramm Zotero lässt sich das wissenschaftliche Arbeiten in vielerlei Hinsicht vereinfachen und effizient strukturieren. Es ist ein nützliches Tool, um den Überblick über die verwendeten Quellen zu behalten, einheitlich formatierte Literaturverweise mühelos in eigene Texte einzufügen und Zitierstile zeitsparend anzupassen.
Der Online-Kurs stellt die Programmoberfläche von Zotero vor und führt schrittweise in die Grundfunktionen ein. Im Wechsel von anleitendem Input und praktischen Übungen lernen die Teilnehmenden, wie sie relevante Quellen recherchieren und in Sammlungen anlegen, Fußnoten in Word-Dokumenten verknüpfen und mit wenigen Klicks ein Literaturverzeichnis erstellen. Der Kurs eignet sich sowohl für Studienanfänger:innen als auch für Fortgeschrittene. Es wird empfohlen, bereits ein Thema oder Projekt mitzubringen, zu dem eine Literatursammlung angelegt und kurze Texte produziert werden können.
Voraussetzung: Installation der Programme Microsoft Office Word und Zotero (beide sind kompatibel mit den Betriebssystemen Windows und iOS). Für Office liegt eine Universitätslizenz vor, Zotero ist frei verfügbar.
https://www.ikmz.europa-uni.de/de/it-dienste/ms-office-365-fuer-studenten/index.html
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Das Rätsel der Geld- und Warenform:Aktualität und Grenzen der Marx`schen Werttheorie
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Einführung in die Literaturverwaltungsprogramme Citavi und Zotero
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The Making of the Canibal Monster: Kannibalismus als Muster kolonialer Fremdzuschreibung
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Dr. Gal Kirn
»Monuments Must Fall?«: Iconoclasm in Times of Postsocialism and Decolonisation
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Affekt, Macht und Geschlecht. Eine Einführung in feministische Affekttheorien
Seminar
Friederike Schneider
„The debt is owed to us“: Kulturtheoretische Perspektiven auf Schulden
Seminar
Philipp Linstädter, M.A.
Kritische Humanismen
BA Seminar: Kulturwissenschaften - Vertiefung; Vergleichende Sozialwissenschaften - Vertiefung
Philipp Linstädter, M.A.
Radikaler Antirassismus, translokale Solidarität und planetares Bewusstsein: Paul Gilroys Black Atlantic
BA Seminar: Kulturwissenschaften - Vertiefung; Recht und Politik im transnationalen Kontext Vertiefung
Prof. Dr. Katja Diefenbach
Spinoza and Colonialism: Potentia Multitudinis and Maroon Resistances in the Dutch Atlantic World
Blockveranstaltung (Semesterkurs): MASS: Wahlpflichtmodul: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften // GMT: Wissenskulturen und Ideengeschichte // MAL: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen und Künste // MEK: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen
Prof. Dr. Katja Diefenbach
Ereignis und Kritik: Kulturphilosophisches Forschungskolloquium
Forschungskolloquium (Präsenzveranstaltung): MASS: Forschungsmodul // GMT: Forschungsmodul // MAL: Forschungsmodul // MEK: Forschungsmodul
Prof. Dr. Katja Diefenbach
Gegen das Ressentiment, für das Leben – Einführung in das Denken Baruch de Spinozas
Vorlesung (Präsenzveranstaltung): MASS: Wahlpflichtmodul: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften // GMT: Wissenskulturen und Ideengeschichte // MAL: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen und Künste // MEK: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen – Wissenschaften, Religionen, Künste
Prof. Dr. Katja Diefenbach
Ökologien der Zerstörung, extraktivistisches Kapital, ›Kohlenstoff-Imaginäres‹: Philosophien der Klimakrise
Seminar (Präsenzveranstaltung): Kulturwissenschaften: Vertiefung // Kulturgeschichte: Vertiefung // Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung
Philipp Linstädter, M.A.
›Wundmale der Demokratie‹: Einführung in Theorien des Faschismus und Aspekte des rechtsextremistischen Populismus
Seminar (Präsenzveranstaltung): Kulturgeschichte: Vertiefung // Vergleichende Sozialwissenschaften: Vertiefung
Philipp Linstädter, M.A.
Weltgedächtnis, Singularität und multidirektionale Erinnerung: der ›Historikerstreit 2.0‹
Seminar (Präsenzveranstaltung): Kulturwissenschaften: Vertiefung // Kulturgeschichte: Vertiefung
PD Dr. Kerstin Andermann
Immanenz und Negativität: Spinoza oder Hegel?
MA Seminar: MEK: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen – Wissenschaften, Religionen, Künste // Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften // MASS: Zentralmodul: Kultur und Gesellschaft // MASS: Wahlpflichtmodul: Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formationen // MAL: Wahlpflichtmodul: Philosophie und Literatur: Wechselwirkungen // MAL: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen und Künste // GMT: Wissenskulturen und Ideengeschichte
PD Dr. Kerstin Andermann
Politische Philosophie der Natur
BA-Seminar Einführung: Difference – Migration, Gender and Diversity
PD Dr. Kerstin Andermann
Ereignis und Kritik: Kulturphilosophisches Forschungskolloquium
Forschungskolloquium: Methods, Academic Writing and Research Skills
PD Dr. Kerstin Andermann
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MA Seminar: MEK: Wahlpflichtmodul; Wirtschaftskulturen; Alle MAs: Optionsmodul: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften; MAL: Wahlpflichtmodul: Philosophie und Literatur: Wechselwirkungen; MAL: Wahlpflichtmodul: Wissenskulturen und Künste; GMT: Kulturen der Politik und Ökonomie
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BA Seminar: Kulturwissenschaften - Vertiefung; Kulturgeschichte - Vertiefung; Vergleichende Sozialwissenschaften - Vertiefung
Prof. Dr. Katja Diefenbach
Ereignis und Kritik: Kulturphilosophisches Forschungskolloquium
MA Seminar: MEK: Forschungsmodul; MASS: Forschungsmodul; MAL: Forschungsmodul; GMT: Forschungsmodul
Philipp Linstädter, M.A.
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BA Seminar: Kulturwissenschaften - Vertiefung; Vergleichende Sozialwissenschaften - Vertiefung
Philipp Linstädter, M.A.
Zwischen Kultur und Identität. Einführung in kritische Ansätze der Vermischung und Hybridisierung
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Hinweise für Haus- und Abschlussarbeiten
Betrachten Sie Ihre Hausarbeiten als eine Übung im Abfassen wissenschaftlicher Texte und als Vorbereitung auf größere Arbeiten, etwa die Bachelor- oder Masterarbeit, für die die hier folgenden Hinweise im Grunde gleichermaßen gelten. Dazu gehört die eigenständige Auseinandersetzung mit philosophischen Themen, Fragen und Positionen, die auf einem aufmerksamen Studium von Texten gründet, welche über eine bestimmten Problematik geschrieben worden sind. Die strukturierte Wiedergabe von wissenschaftlichen Argumentationen in eigenen Worten stellt die Voraussetzung für die Entwicklung Ihrer (zunehmend komplexen) Denk- und Argumentationsweise dar.
Hier können Sie den gesamten Leitfaden als PDF-Dokument lesen.
Am Ende einer schriftlichen Hausarbeit haben Sie mit Ihrer Unterschrift und datiert zu dokumentieren, dass Sie die Arbeit eigenständig verfasst, alle benutzten Quellen und Hilfsmittel angegeben und die Arbeit noch nicht an anderer Stelle als schriftliche Prüfungsleistung eingereicht haben.
Eine entsprechende Erklärung sollte folgendermaßen aussehen (s. Muster).