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Interkulturelle Germanistik

Aktuelles

Interkulturelle Germanistik an der Europa- Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań. Wie es ist, an zwei Unis, doch an einem Ort zu studieren, was ein Studium im Allgemeinen und die Interkulturelle Germanistik im Besonderen ausmacht, haben unsere Studierenden kurz und knapp in einem unsere Studierenden kurz und knapp in einem Videoclip zusammengefasst. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!

Außeruniversitäre Lernorte
Exkursion auf den Spuren von Bruno Schulz

Selbst in Pandemie-Zeiten ist bei der Interkulturellen Germanistik interkulturelles Lernen möglich. Galizien - ein geradezu klassischer Raum des Kulturtransfers gehört zum festen Bestandteil der Veranstaltungen an der IKG. Ebenso das Werk von Bruno Schulz (1892-1942), der als Schriftsteller, Zeichner und Graphiker die polnische Moderne maßgeblich prägte.

Die faszinierende Verflechtungsgeschichte Galiziens lässt sich am anschaulichsten verstehen, wenn man sich selbst dorthin auf den Weg macht. So unternahmen Studierende der Interkulturellen Germanistik gemeinsam mit Studierenden / Forschenden des Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien in Jena und Halle und zwei Dozierenden - Christoph Maisch, Dr. Lothar Quinkenstein - im August 2021 eine Exkursion in die "Regionen der großen Häresie".

Mit Impfzertifikat, Maske und Negativtest erkundeten sie die vielfältigen kulturellen Schichten in Lemberg / Lwów / Lemberik / L`viv, unternahmen - u.a. mit Józef Wittlins "Mój Lwów" und Essays von Jurij Andruchowytsch in der Hand - ausgedehnte Erkundungsgänge durch die historischen Labyrinthe der Stadt und ließen sich im Rahmen von drei Vorträgen die komplexen Schichtungen der Historie nahe bringen.

In Drohobytsch begann es mit einer ganz besonderen Führung mit Frau Dr. Wiera Meniok - auf den Spuren von Bruno Schulz - , danach standen eine Besichtigung der orthodoxen Kirche St. Georg, der Choral-Synagoge und ein Besuch auf dem Neuen jüdischen Friedhof auf dem Programm. Bei einem abendlichen Treffen mit ukrainischen Studentinnen der Drohobytscher Polonistik bot das Polnische an einem polnisch-ukrainisch-deutschen Tisch die Möglichkeit zum Austausch. Abgerundet wurde der Ausflug zu Bruno Schulz mit einem halben Tag in dem ganz in der Nähe gelegenen Kurort Truskavets. Anschließend ging es zurück nach L`viv, wo ein weiterer ausgedehnter Stadtspaziergang Inspirationen gab. Stationen auf dieser letzten Erkundung waren u.a. der Lytschakiwski-Friedhof und das Wohnhaus der Schriftstellerin Debora Vogel (1900-1942), einer engen Vertrauten von Bruno Schulz, deren herausragende Stellung als Schriftstellerin, Philosophin und Kunstkritikerin lange verdeckt blieb durch das unglückliche Etikett der "Muse von Schulz".

Unter der Vielzahl an Eindrücken und Erkenntnissen, die die Gruppe mitnahm auf ihren Rückweg nach Berlin, machte eine Regung besonders spürbar auf sich aufmerksam: das Bedürfnis, eine solche Reise zu wiederholen.


Das online-Vademecum für Studierende der Interkulturellen Germanistik

Das Geheimnis eines gelungenen Studiums liegt in einer guten Balance zwischen den Anforderungen der Lehre, dem Anspruch an sich selbst und den Bedingungen und Umständen, die der Alltag mit sich bringt. Alles in Einklang zu bringen, ist ein Lernprozess, der sehr individuell verläuft. Die Studierenden der Interkulturellen Germanistik studieren zudem an zwei Universitäten gleichzeitig und erfahren zwei unterschiedliche Wissenschaftskulturen. Um die Orientierung zu erleichtern haben Studierende und Dozierende einige nützliche Informationen zusammengestellt. Sie sind hier zu finden.


Puzzle_leben ©Astrid Kapler

 

 

Viadrina zur beliebtesten Uni 2018 gewählt!
StudyCheck2019_FB ©StudyCheck.de