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Interkulturelle Germanistik

Aktuelles

Interkulturelle Germanistik an der Europa- Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań. Wie es ist, an zwei Unis, doch an einem Ort zu studieren, was ein Studium im Allgemeinen und die Interkulturelle Germanistik im Besonderen ausmacht, haben unsere Studierenden kurz und knapp in einem unsere Studierenden kurz und knapp in einem Videoclip zusammengefasst. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden



Workshop 'Gerechtigkeit und (Anti-)Diskriminierung. Praktiken und Realität an der Hochschule'

Collegium Polonicum Słubice

Der zweitägige Workshop setzt esich anhand deutsch-polnischer Beispiele mit der theoretischen Kategorie der Differenz auseinander, die die Grundlage von (Anti-)Diskriminierungspraktiken ist. Der Umgang mit Differenzen, seien sie nationaler, politischer, kultureller oder geschlechtlicher Natur, zeigt gegenwärtig eine negative Verschiebung von der gesellschaftlichen Liberalisierung der Nachwendezeit zu populistischen, teilweise rechtsextremen Tendenzen im öffentlichen Leben. Dies geschieht in Deutschland genauso wie in Polen und führt zu inneren Spaltungen der Gesellschaft sowie zu Problemen und Konflikten in den bilateralen Beziehungen. In diesem Zusammenhang erfolgte eine theoretische Einführung zum Konzept der Differenz, die von zwei praktischen Workshops begleitet wurde. In den Workshops wurden (Anti-)Diskriminierungspraktiken an der Universität, beim wissenschaftlichen Arbeiten aber auch in direkten sprachlichen Konfrontation trainiert.

Exkursion nach Lublin, 7.-10. Juli 2022

 Vom 7. bis 10. Juli 2022 fand eine Exkursion nach Lublin statt, organisiert von der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder) und dem Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien (Jena / Halle). An der Exkursion nahmen Studierende aus Frankfurt, Jena und Słubice teil.  Die betreuenden Dozenten waren: Christoph Maisch (Europa-Universität Viadrina), Dr. Lothar Quinkenstein (Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań), Johann Wiede (Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien).

Ziel der Exkursion war es, den Studierenden den des Krieges in der Ukraine wegen nach Lublin ausgelagerten Teil des Bruno Schulz-Festivals („Schulzfest“) zu präsentieren und ihnen die Teilnahme an Programmpunkten des Festivals zu ermöglichen. Damit konnte auch unter den derzeit besonders erschwerten Bedingungen eine wesentliche Kontinuität geschaffen werden – in Anknüpfung an die Exkursion von Christoph Maisch und Dr. Lothare Quinkenstein, die im Spätsommer 2021 nach Lviv und Drohobycz geführt hatte. Die Kontakte, die damals in Drohobycz entstanden waren, konnten jetzt in Lublin weiter gepflegt und vertieft werden – insbesondere zu Frau Dr. Wiera Meniok, der Mitinitiatorin und Hauptorganisatorin des „Schulzfestes“ von Drohobyczer Seite, ebenso zu Grzegorz Józefczuk, dem Hauptorganisator des „Schulzfestes“ von Lubliner Seite.

In enger Anlehnung an die Themenstellungen des Festivalprogramms sowie in enger Bezugnahme auch auf das Werk von Bruno Schulz konnten weitere bedeutende Aspekte besprochen werden, die wiederum Lubliner Stadtgeschichte erfahrbar machten. Hier stand die Persönlichkeit von Władysław Panas (1947-2005) im Mittelpunkt. Panas, der an der Katholischen Universität Lublin gelehrt hatte, bahnte zum einen den Weg in eine Interpretation des Schulz´schen Prosawerks im Kontext der jüdischen Mystik; ebenso verdienstvoll sind seine Arbeiten zur Bewahrung der Erinnerung an das jüdische Lublin. Die Studierenden erhielten eine Einführung in zwei wichtige Bücher von Panas – „Księga blasku. Traktat o kabale w prozie Brunona Schulza“ [Das Buch des Glanzes. Traktat über die Kabbala in der Prosa von Bruno Schulz] sowie „Das Auge des Zaddik. Essay über Lublin“. Letztere Publikation diente als Vorlage für einen Rundgang mit den Studierenden auf den Spuren des ausgelöschten jüdischen Viertels in Lublin (Dr. Lothar Quinkenstein). Seine schlüssige Fortsetzung fand dieser Rundgang in einem Besuch des Museums und Archivs von „Brama Grodzka. Teatr NN“, einer Institution von mittlerweile internationalem Ansehen, an deren Entstehung Władysław Panas maßgeblich beteiligt gewesen war. Ergänzend erhielten die Studierenden des Weiteren eine grundlegende Einführung in die Verflechtungsgeschichte des Kulturraums Galizien (Christoph Maisch).

Die Exkursion nach Lublin verknüpfte somit über die Programmpunkte des „Schulzfestes“ einzelne Aspekte zu Leben und Werk von Bruno Schulz mit einer breiter gefassten mitteleuropäischen Perspektive auf kulturelle Transferprozesse, Aspekte der Memoria und eines performativ gestalteten Post-Holocaust-Gedächtnisses, wie es sich in Lublin in geradezu exemplarischer Weise entfaltet hat. Die besagten Themenpunkte kamen dabei jeweils sowohl in ihren (literar)historischen sowie ihren konkreten, gegenwärtigen Facetten eines intensiven polnisch-ukrainischen Austauschs zur Sprache.

Mit eigenen Beiträgen in einem Medium ihrer Wahl setzten sich die Studierenden nach dem Abschluss der Exkursion noch einmal intensiv mit dem erworbenen Wissen auseinander.

 

Tür

Gruppe_Markt

Im Zug

Schulz_Buehne

Interkulturelles Theater: Heimat in Progress - Premiere!

Heimat? Ist das Sprache, ein Ort, das Hirschgeweih an der Wand oder eher die Sprache? Kann Heimat nicht überall sein und ist es möglich, mehrere zu haben? Wer bin ich und wo gehöre ich hin? Fragen, die sich junge Menschen oft stellen. So auch (internationale) Studierenden im Projekt Interkulturelles Theater - Heimat in Progress. Zwei Semester lang gingen sie intensiv den Fragen nach: experimentierten, recherschierten, befragten andere. Was die Studierenden auf ihrer Suche nach Antworten gefunden, gelernt und erfahren haben, zeigten sie am 21. Mai 2022 im Theater des Lachens in Frankfurt (Oder) und am 4. Juni im Teatr Animacji in Poznań. 

Alle, die nicht dabei sein konnten, können sich einen kleinen Eindruck von einem der Ergebnisse machen:




Das von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit sowie dem DAAD geförderte Projekt bot eine vielfältige Beschäftigung mit der Frage der eigenen Identität durch das Medium Theater. Drei Gruppen: Studierende der Interkulturellen Germanistik der Viadrina, Studierende der Germanistik an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und die Theatergruppe des Theaters des Lachens in Frankfurt (Oder) erarbeiteten ein Stück, in dem sie versuchten herauszufinden, was für sie Heimat bedeutet und tauschten sich darüber künstlerisch aus. Ihre Arbeit, die zwei Semester lang dauerte und durch gemeinsame Workshops flankiert wurde, wurde nicht nur als eine reine Theaterproduktion verstanden. Es war ein gemeinsamer Lern- und Reflexionsprozess über die kulturelle Zugehörigkeit eines Individuums und die Wahrnehmung des Anderen.

Die Aufführungen waren spannend, manchmal stressig, doch am Ende waren wir zufrieden!

Tetar_Animacji_Finale ©Foto: Astrid Kapler

Heimat_Stueck ©Foto: Astrid Kapler

Der zweite Workshop im Februar 2022 musste wegen der Pandemie in hybrider Form umgesetzt werden.
Trotz des beschränkten Kontakts haben sich Teilnehmenden voll engagiert.

web_Work_II_stehend ©Foto: Antonina Balfanz

Workshop_IIa_TdL ©Foto: Antonina Balfanz

Der erste Workshop fand am Wochenende 22.-24.10.2021 am Collegium Polonicum in Słubice statt.

image-26-10-21-02-59-15 ©Foto: Luana Musumeci

image-26-10-21-02-59-4 ©Foto: Luana Musumeci

image-26-10-21-02-59-16 ©Foto: Luana Musumeci


Das online-Vademecum für Studierende der Interkulturellen Germanistik

Das Geheimnis eines gelungenen Studiums liegt in einer guten Balance zwischen den Anforderungen der Lehre, dem Anspruch an sich selbst und den Bedingungen und Umständen, die der Alltag mit sich bringt. Alles in Einklang zu bringen, ist ein Lernprozess, der sehr individuell verläuft. Die Studierenden der Interkulturellen Germanistik studieren zudem an zwei Universitäten gleichzeitig und erfahren zwei unterschiedliche Wissenschaftskulturen. Um die Orientierung zu erleichtern haben Studierende und Dozierende einige nützliche Informationen zusammengestellt. Sie sind hier zu finden.


Puzzle_leben ©Astrid Kapler

 

 

Viadrina zur beliebtesten Uni 2018 gewählt!
StudyCheck2019_FB ©StudyCheck.de