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Lehrveranstaltungen

  Abgeschlossene Projekte im Bereich Lehre



Ringvorlesung "Gender Matters: Interventionen und Korrektive", SoSe2013

GenderCyborgTraining (Dariusz K. Balejko, Anna Kasten) 2013

 

Archiv der regulären Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2018/2019 Sommersemester 2018
Wintersemester 2016/2017 Sommersemester 2017
Wintersemester 2015/2016 Sommersemester 2016
Wintersemester 2014/2015 Sommersemester 2015
Wintersemester 2013/14 Sommersemester 2014
Wintersemester 2012/13 Sommersemester 2013
Wintersemester 2011/2012 Sommersemester 2012
Wintersemester 2010/2011 Sommersemester 2011
Wintersemester 2009/2010 Sommersemester 2010
Wintersemester 2008/2009 Sommersemester 2009
Wintersemester 2007/2008 Sommersemester 2008
Wintersemester 2006/2007 Sommersemester 2007
Wintersemester 2005/2006 Sommersemester 2006
Wintersemester 2004/2005 Sommersemester 2005
Wintersemester 2003/2004 Sommersemester 2004
Wintersemester 2002/2003 Sommersemester 2003
Wintersemester 2001/2002 Sommersemester 2002
Wintersemester 2000/2001 Sommersemester 2001
Wintersemester 1999/2000 Sommersemester 2000
 Wintersemester 2014/2015​ Sommersemester 1999

LEHRVERANSTALTUNGEN Wintersemester 2018/2019

Aptacy, Jarosław: Moderne Konzeptionen in der Linguistik

BA Kuwi: 6/9 ECTS // BA IKG: 3/6 ECTS, Seminar: Linguistik: Vertiefung

Mo, 12-13:30 Uhr, Ort: CP 154, Veranstaltungsbeginn: 15.10.2018

Im Rahmen des Kurses wird zunächst ein Überblick über die Teilsysteme der Sprache geboten, woraufhin die wichtigsten modernen Analyseansätze dieser Teilsysteme besprochen werden. Im phonologischen Teil werden der Phonembegriff (auch Minimalpaar, distinktive Merkmale) sowie die Silbenstruktur besprochen und analysiert. In der Morphologie werden Konstituentenstrukturen von komplexen Wörtern in Form von praktischen Übungen behandelt. Es wird auch auf neuere Tendenzen in der Morphologie des Deutschen eingegangen. In dem der Syntax gewidmeten Teil werden die Studierenden in das universelle Phrasen- und Satzschemader X-bar-Syntax eingeführt. Von den Ansätzen der semantischen Analyse bilden die Merkmals- und Prototypensemantik sowie das Wortfeld den Gegenstand der Veranstaltung.

Literatur: Bußmann, Hadumod (Hg.) (32002): Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart. Bzdęga, Andrzej Z. (1980/2011): KS-Regeln der deutschen Wortbildung. In: Bzdęga, A. Z.: Artificem commendat opus: ausgewählte Schriften / bearb. und hrsg. von Jarosław Aptacy: Frankfurt am Main: Lang, 237-244. Dürscheid, Christa (1991): Modelle der Satzanalyse. Überblick und Vergleich. Köln. Schwarz, Monika / Chur, Jeanette (1993): Semantik. Ein Arbeitsbuch. Tübingen: Narr. Vater, Heinz (2004): Einführung in die Sprachwissenschaft. München.

Leistungsnachweise: aktive und regelmäßige Teilnahme, Essay oder Hausarbeit


Chołuj, Bożena: Germanistik als Forschungsfeld

BA Kuwi: 6 ECTS // BA IKG: 3/6 ECTS, Seminar: Kulturwissenschaften: Einführung

Do, vierwöchentlich, 09 - 16 Uhr Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 18.10.2018

Jede Disziplin ist ein besonderes Forschungsfeld, das seine eigenen Methoden, eigenen Kategorien und Forschungsobjekte hat, und so auch die Philologie. Ihre Geschichte ist auch die Geschichte der Germanistik, die aber als Fach einen besonderen Entwicklungspfad genommen hat, besonders nach 1945, als in Europa eine neue politische Ordnung entstanden ist und Deutschland in zwei Staaten gespalten wurde. Diese Teilung mit ihren unterschiedlichen politischen Regimen beiderseits des Eisernen Vorhangs führte zur Entwicklung von zwei Wissenschaftskulturen und Literaturen, die sich in vielem voneinanderunterschieden. Dies hatte einen großen Einfluss auf die Auslandsgermanistik als Fremdphilologie in beiden politischen Lagern. Im Seminar analysieren wir die Dynamik dieser Differenzierungsprozesse am Beispiel der Literatur und Literaturwissenschaft.

Literatur: Kunicki, Wojciech; Zybura, Marek (Hrsg.): germanistik in polen. zur fachgeschichte einer literaturwissenschaftlichen auslandsgermanistik – 18 porträts, 2010; weitere Texte werden in der ersten Sitzung angegeben.

Hinweise zur Veranstaltung/zum Blockseminar: Blockveranstaltung. Termine: 18.10.18/22.11.18/13.12.18/10.01.19

Leistungsnachweise: Essay, Referat, Hausarbeit


Chołuj, Bożena: Literarische Wissensproduktion

6/9 ECTS, Seminar: Literaturwissenschaft: Vertiefung

Fr, vierwöchentlich, 09-16 Uhr, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 19.10.2018

Konflikte, Machtverhältnisse, Sexualität, Gewalt, Krankheit, Geschlechterdifferenz, Fremdheit – dies sind nur einige Probleme, die im fortwährenden geisteswissenschaftlichen Diskurs behandelt werden. Literatur nimmt diese Themen in einer anderen narrativen Ordnung als die Wissenschaft auf. Das Seminar dient zur Erkundung der Rolle der Literatur bei der Wissensproduktion zu Themen, die erst über wissenschaftliche Diskurse an Bedeutung gewinnen. Als Grundlage dafür werden literarische Texte gelesen, die mit wissenschaftlichen Auseinandersetzungen zu deren relevanten Themen konfrontiert werden. Wir werden versuchen, die Erzählstrategien beider Textsorten sowie deren jeweiligen Umgang mit Wissen zu analysieren.

Literatur: Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Frankfurt am Main 2006; weitere Texte werden in der ersten Sitzung angegeben und auf der Moodle-Plattform bereitgestellt.

Hinweise zur Veranstaltung/zum Blockseminar: Blockveranstaltung. Termine: 19.10.18/23.11.18/14.12.18/11.01.19

Leistungsnachweise: Freude am Lesen und Diskutieren, aktive und regelmäßige Teilnahme, Hausarbeit


Hoenes, Josch: Queer: Gender Trouble, Bündnispolitiken oder die Macht des Begehrens? – Einführung in queere Theorie

3/6/9 ECTS, Seminar: MASS: Gender Studies und Queer Theory // Alle MAs: Optionsmodul: Transdiziplinäre Kulturwissenschaften

Fr, 14-täglich, 11-14:30 Uhr Ort: GD 202, Veranstaltungsbeginn: 19.10.2018

In aktivistischen Zusammenhängen wurde der Begriff queer in den US-amerikanischen politischen Kämpfen der 1990er Jahre gegen die repressive AIDS-Politik der Reagan-Ära populär und stand für Formen der Bündnispolitik, die Grenzen und Problemidentität politischer Bewegungen aufzulösen versprach. Mit der schnellen Verbreitung in verschiedene andere Länder und durch den zunehmenden Gebrauch des Begriffs queer nahm dieser jedoch schnell vielfältige Bedeutungen an und verlor zum Teil seinpolitisches kritisches Potential. Gleichzeitig formierte sich innerhalb der Wissenschaft queere Theorie, die von poststrukturalistischen Ansätzen geprägt neue Denkmodelle entwickelte, um die Herrschafts- und Machtmechanismen von Geschlecht und Sexualität kritisch zu analysieren. Insbesondere das Konzept der Performativität lenkte dabei die Aufmerksamkeit auf die politischen Potentiale aktivistischer und künstlerischer Ausdrucksformen. Was verbindet sich theoretisch und aktivistisch mit dem Begriff queer? Und wie kann "queer" in unterschiedlichen Kontexten sehr unterschiedlich funktionieren? Wie werden Macht, Subjektivität und Sexualität im Kontext queerer Theorien gedacht? Und wie lassen sich damit spezifische aktivistische und künstlerische queere Ausdrucksformen als politisch beschreiben. Mit diesen Fragen setzen wir uns im Seminar anhand theoretischer Texte, sowie aktivistischer und künstlerischer Ausdrucksformen auseinander.

Literatur: Butler, Judith 1993: Auf kritische Weise queer, in: dies. Körper von Gewicht, Frankfurt a.M.: Suhrkamp S.307-332Mesquita, Sushila u.a. (Hg.) 2012. Import – Export – Transport. Queer Theory, Queer Critique and Activism in Motion. Wien: zaglossus Erharter, Christiane u.a. (Hg.) 2015: Pink Labor on Streets. Queer Art Practices. Wien: Sternberg Press.

Leistungsnachweise: Essay, Hausarbeit

 

Matuszak-Loose, Bernadetta: Kultur-, Inter- und Transkulturalität
BA Kuwi: 6 ECTS // BA IKG: 3/6 ECTS, Seminar: Kulturwissenschaften: Einführung

Di, 11:15-12:45 Uhr, Ort: CP 156, Veranstaltungsbeginn: 16.10.2018

Interkulturell, multikulturell, transkulturell oder nur (leit)kulturell – diese Begriffe werden nicht selten synonym und ohne Schärfentiefe gebraucht. Zeitweise haben sich um diese Schlüsselworte unterschiedliche inhaltliche Diskurse und theoretische Arbeitsfelder gebildet, die nicht nur die angemessene Bedeutung und Bestimmung der einzelnen Kategorie ins Zentrum setzen, sondern auch die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung in einer immer stärker globalisierten Welt zeigen. An verschiedenen Beispielen werden im Seminar theoretische Grundlagen und gesellschaftliche Praxis mithilfe von Texten, Filmen, Medienbeiträgen vermittelt und gemeinsam diskutiert.

Literatur:

Hans-Jürgen Lüsebrink: Interkulturelle Kommunikation. Interaktion, Fremdwahrnehmung, Kulturtransfer. Weimar; 2012; Jürgen Bolten: Interkulturell Kompetenz. Erfurt 2012; Alois Wierlacher, Corinna Albrecht: Fremdgänge. Eine anthologische Fremdheitslehre für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Bonn 1998.

Leistungsnachweise: Essay, Referat, Hausarbeit


Walczewska, Sławomira: Hundert Jahre Frauenwahlrecht. Biographisch – historischer Workshop

3/6 ECTS, Vorlesung/Übung: Praxisrelevante Fertigkeiten

Block, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 30.11.2018

Das Ziel dieses Workshops ist eine Erweiterung des Wissens über die Geschichte der Frauenemanzipation und Reflexion über die Zusammenhänge zwischen der eigenen Biographie und dieser Geschichte. Die Zielgruppe dieses Workshops sind Studierende und Lehrende der Gender Studies und alle, die eine Erfahrung der Sozialisation für die Frauenrolle haben oder die sich für Geschichte des Feminismus, für die autobiographische Reflexion und für das Lernen (aus) der Geschichte interessieren. Teilnehmende werden: ihre Kenntnisse der Geschichte der Frauenemanzipation erweitern; ihr Wissen und Kompetenzen bezüglichder biographischen Methode in der Erwachsenenbildung erhöhen; ihre Sensibilität bezüglich unterschiedlichen Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung erhöhen

Literatur: D. Baacke, T. Schultze, Aus Geschichten lernen. Zur Einübung pädagogischen Verstehens, 1993, A. Assmann: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. 3. Auflage. Beck, München 2006, 100 Jahre Frauenwahlrecht: Ziel erreicht – und weiter? Hg. I. Rohner, R. Beerheide, 2017

Hinweise zur Veranstaltung/zum Blockseminar: Blockseminar 30.11.-02.12.2018: Freitag, 16-19 Uhr, Samstag, 9-19 Uhr, Sonntag,10-19 Uhr

Leistungsnachweise: Kurzer biographischer Essay

Termine: Fr 30.11.18, 16-19 Uhr (CP 153), Sa 01.12.18, 09-19 Uhr (CP 153), So 02.12.18, 09-19 Uhr (CP 153)


Ramme, Jennifer: Gender und Queere Politiken der Form (Achtung: Änderung der Uhrzeit!)


6/9 ECTS, Seminar: Kulturwissenschaften: Vertiefung, Block, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 25.10.2018

Das Seminar ist der sozial-politischen Bedeutung von Wahrnehmung und Formgebung, darunter auch theoretischen Ansätzen zur widerständigen Gestaltung und queerer Ästhetik gewidmet. Es besteht aus einer Verbindung von Theorie-Seminar, Workshop-Format und Forschung d.h. des Ausprobierens von theoretischen Ansätzen aus dem Seminar. Folgende Fragen werden uns beschäftigen: Welche sinnlichen Grundformen können in der Gesellschaft beobachtet werden und wie „materialisieren“ sie sich diese in Zusammenhang mit Gender, Sexualität, sowie rassifizierten Versämtlichungen? Welche Erkenntnisse kann Kunst übergesellschaftliche Formgebung liefern und inwieweit erweitert sie unser Denken und Wahrnehmen der Welt in ihrer „materiellen“ sinnlichen Erscheinung? Wir sowohl die Eigenschaften wirkungsmächtiger hegemonialer Formen, wie auch Beispiele ästhetischen Widerstands. Für diesen Zweck werden wir im Seminar auch künstlerische Arbeiten analysieren, die sich mit Gender, sowie im weiterem Sinne mit Intersektionalität befassen und die als Ausdruck „queerer Ästhetik“ beschrieben werden könnten.

Teilnahmevoraussetzungen: Voraussetzung für die Teilnahme an dem Seminar ist die Nutzung von Moodle sowie (passive)Englischkenntnisse, da auch englischsprachige Texte behandelt werden.

Leistungsnachweise: Das Seminar erfordert eine regelmäßige und aktive Mitarbeit. Mögliche Leistung für 6 ECTS u.a. Videoessay. Zu den möglichen Leistungsnachweisen siehe auch die aktuelle Prüfungsordnung.

Termine: Do 25.10.18, 14-16:45 Uhr (CP 153), Do 15.11.18, 14-16:45 Uhr, Do 22.11.18, 14-16:45 Uhr, Do 29.11.18, 14-16:45 Uhr, Do 06.12.18, 14-16:45 Uhr, Do 13.12.18, 14-16:45 Uhr, Do 10.01.19, 14-16:45 Uhr, Do 17.01.19, 14-16:45 Uhr

 

Quinkenstein, Lothar: Kulturtransfer im mitteleuropäischen Raum

6/9 ECTS, Seminar: Literaturwissenschaft: Vertiefung

Do, 11:15-12:45 Uhr, Ort: CP 156, Veranstaltungsbeginn: 18.10.2018

Zu Beginn des Seminars wollen wir uns mit einigen Grund legenden Fragen beschäftigen: a) Was verstehen wir unter„Kulturtransfer“; b) welche Bedeutung hat die Erforschung des „Kulturtransfers“ in der Wissenschaft und welche Bilder von Europaergeben sich daraus; c) welche Definitionen von Mitteleuropa gibt es? Anschließend sollen anhand ausgewählter Beispiele einige mitteleuropäische Transferprozesse in ihren historischen Kontexten beschrieben werden. In einem weiteren Gedankenschrittwollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie das im 19. Jahrhundert entwickelte Konzept der „Nation“ diesen Transferinstrumentalisiert bzw. auch ignoriert hat. In den abschließenden Sitzungen werden wir uns mit dem Phänomen Kulturtransfer im Zusammenhang aktueller Fragen und Debatten befassen.

Literatur: Zur Einführung: Manfred Weinberg (Hrsg.): Transkulturalität (2015). Weitere Literatur wird im Laufe des Semesters bekannt gegeben. Zu diesem Seminar wird ein Semesterapparat in der Bibliothek

 

Quinkenstein, Lothar: Literarische Analysen

BA Kuwi: 6 ECTS // BA IKG: 3/6 ECTS, Seminar: Literaturwissenschaft: Einführung

Do, 09:15-10:45 Uhr, Ort: CP 156, Veranstaltungsbeginn: 18.10.2018

In diesem Seminar wollen wir uns mit der Analyse literarischer Texte beschäftigen: In jeder Sitzung werden wir an einem (eher kürzeren) Prosatext oder an einem Gedicht arbeiten. Vorrangiges Ziel des Seminars ist es, zu einer „mikroskopischen Lektüre“ literarischer Texte anzuregen; zugleich soll mit den jeweiligen Herangehensweisen ein methodischer Rahmen vermittelt werden. Studierende der Kulturwissenschaften (Europa-Universität Viadrina) sind herzlich willkommen

Literatur: Zur Einführung: Peter Szondi: „Traktat über philologische Erkenntnis“, in: Szondi: Hölderlin-Studien, Frankfurt am Main1984 (weitere Auflagen).

Leistungsnachweise: regelmäßige Teilnahme; engagierte Mitarbeit; schriftliche Interpretation eines literarischen Textes (der eigenen Wahl)

 


LEHRVERANSTALTUNGEN Wintersemester 2016/2017

Chołuj, Bożena / Staśkiewicz, Joanna: Parodie, Hypersimulation oder Subversion? Spiel mit der Geschlechterordnung
am Beispiel der (New) Burlesque
Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory, 3/6/9 ECTS, Dienstag, 12.15 - 13.45 Uhr, Ort: GD 205, Veranstaltungsbeginn: 11.10.2016
Chołuj, Bożena : Denkstil, Paradigma, Matrix, Framing wissenschaftstheoretische Begriffe und
ihre Kontexte
Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften, 3/6/9 ECTS, Donnerstag, 14-täglich, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Chołuj, Bożena : Kolloquium Macht und Differenz
Kolloquium: MA/Graduiertenstudium, MASS Gender Studies und Queer Theory / Forschungsmodul // MEK, KGMOE, MA Literaturwissenschaft: Forschungsmodul, 6/9 ECTS, Block, monatlich, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016

Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10408
Doktorandenkolloquium
Kolloquium: Graduiertenstudium, Freitag/Block, monatlich, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 144, Veranstaltungsbeginn: 14.10.2016

Ramme, Jennifer/ Chołuj, Bożena: Judiths Butler’s performative theory of assemby
Seminar: MASS Gender und Queer Studies / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formatio
nen // alle MAs: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften 3/6/9 ECTS, Donnerstag, 10.00 - 12.30 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016


BESCHREIBUNGEN der LEHRVERANSTALTUNGEN (WiSe16/17)

Chołuj, Bożena / Staśkiewicz, Joanna (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10405

Parodie, Hypersimulation oder Subversion? Spiel mit der Geschlechterordnung am Beispiel der (New) Burlesque
Seminar, MASS Gender Studies und Queer Theory, 3/6/9 ECTS
Dienstag, 12.15 - 13.45 Uhr, Ort: GD 205, Veranstaltungsbeginn: 11.10.2016
Beschreibung: Seit Mitte der 1990er Jahre entstand, angestoßen durch den Film Moulin Rouge, in mehreren Städten (z.B Berlin, Paris, New Orleans,
Warschau) eine lebendige Szene der (new)burlesque, die für die Gender Studies ein interessantes Forschungsthema bietet, insbesondere da sich die Performerinnen als Feministinnen bezeichnen und oft Absolventinnen der Gender Studies sind (einige sogar promoviert). Sie betrachten die (new)burlesque als ihren Weg, die heteronormative Geschlechter- und Sexualitätsordnung infrage zu stellen und diese anders zu definieren. Inzwischen entwickelten sich verschiedene neue Formen der (new)burlesque, wie queerlesque, boylesque oder die zurzeit in den USA populäre nerdlesque. Die Frage, ob und inwi
eweit die (new) burlesque einen Weg zum Empowerment von Frauen bedeutet, ist interessant, wenn man betrachtet, dass z.B. die Performer der boylesque diese nicht als eigenes Empowerment, sondern vielmehr als Kunst sehen. Warum sehen die Performerinnen das Spiel mit der Verführung und der Nutzung von Elementen des heteronormativen Sexappeals, wie hohe Absätze, starkes Make–up und laszive Pin-Up-Posen, als Möglichkeit, die heteronormative Sexualität neu zu konnotieren? Ist die (new)burlesque eine Art symulacra, der Parodie oder der subversiven Wiederholung? Wie steht es mit dem Blick der Anderen – der Zuschauenden und der Konstruktion einer Frau als eines sexuellen Objekts? Diese und weitere Fragen sollen mithilfe der Theorien von Barthes, Bataille, Butler, Derrida, Baudrillard und Sartre diskutiert werden.
Literatur: Die Literaturliste wird bei der ersten Veranstaltung sowie bei Moodle bekannt gegeben.
Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige und aktive Teilnahme

Hinweise zur Veranstaltung: Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt, bitte um Voranmeldung unter mail@joanna-staskiewicz.eu
Leistungsnachweis: Referat, Essay oder Hausarbeit.
Sprache:Teilweise Texte auf Englisch


Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10406
Denkstil, Paradigma, Matrix, Framing – wissenschaftstheoretische Begriffe und ihre Kontexte
Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften, 3/6/9 ECTS, Donnerstag, 14-täglich, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Beschreibung: Denkstil, Paradigma, Matrix und Framing wurden als Begriffe zur Bezeichnung komplexer Zusammenhänge von Denken und Wahrnehmen von AutorInnen des 20. Jhs. geprägt. Die mit ihnen verbundenen theoretischen Ansätze betreffen vor allem Mechanismen und Prozesse, in denen Erkenntnisse, Interpretationen, Deutungen und Wertungen hervorgebracht werden, sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Lebenswelt. Im Seminar wenden wir uns nicht der herkömmlichen Erkenntnistheorie zu, sondern analysieren die Funktion dieser Begriffe bei Ludwik Fleck, Thomas Kuhn, Paul Feyerabend, Judith Butler und Elisabeth Wehling. Wir untersuchen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen ihnen, um nachzuprüfen, welche Hilfskonstruktionen diese Begriffe funktionsfähig machen, vor allem in den Kulturwissenschaften. Unter die kritische Lupe nehmen wir die grundlegenden Texte der genannten AutorInnen. Bei der Analyse interessiert uns auch die Frage, ob jene
Begriffe uns zum Einheitsdenken animieren oder eher unsere Betrachtungsweise in unterschiedlichen Disziplinen auf neue Aspekte öffnen, ob sie als komplementär fungieren können oder von einer Inkommensurabilität der Theorien zeugen.
Literatur: wird in der ersten Sitzung angegeben
Teilnahmevoraussetzungen: regelmäßige und aktive Teilnahme
Hinweise zum Blockseminar: An folgenden Tagen: 13.10.; 27.10.; 10.11.; 24.11.;08.12.; 05.01.2017 ;19.01.
Leistungsnachweis: Referat / Essay / Hausarbeit


Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10407
MA-Kolloquium Macht und Differenz
Kolloquium: MA/Graduiertenstudium, MASS Gender Studies und Queer Theory / Forschungsmodul // MEK, KGMOE, MA Literaturwissenschaft: Forschungsmodul, 6/9 ECTS
Block, monatlich, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016
Beschreibung: Das Kolloquium richtet sich sowohl an fortgeschrittene Studierende, als auch Masterstudierende und diejenige, die sich in der ersten Phase ihrer Arbeit an Dissertationen befinden. Wenn ihre Forschungsinteressen sich mit den thematischen Verflechtungen von Macht und Differenz verbinden, können sie mit uns ihre Abschlussarbeiten und Forschungsansätze diskutieren. Unter Differenz wird hier nicht nur die geschlechtliche Differenz verstanden, sondern auch nationale, kulturelle, konfessionelle, ethnische, also jede, nach der die Menschen voneinander unterschieden, abgegrenzt werden, durch welche sie sich selbst ausgegrenzt fühlen und durch die sie sich voneinander distanzieren. Auch die Grenzproblematik gehört zu unserem Themenkomplex, wenn diese mit  Differenzen bzw. Differenzierungsprozessen verbunden wird. Macht auszuüben, bedeutet in diesem Zusammenhang: Differenzen unterschiedlicher Provenienz so zu operationalisieren, dass die Menschen verfügbar werden, ihre Kapazitäten zur Disposition stellen und bereit sind, ihre Weltsicht solchen Ordnungslogiken anzupassen, welche durch Machtverhältnisse hervorgebracht werden. Im Kolloquium analysieren wir auf Grund des Materials, welches in die geplanten MA-Arbeiten und Dissertationen einbezogen wird, wann die Differenzen zu Grenzen verdichtet werden, wann sie sich auflösen und wie neue Differenzen entstehen. Im Kolloquium werden Fragmente der Abschlussarbeiten präsentiert und zusammen mit themenspezifischen Texten sowie theoretischen Ansätzen mit methodologischer Unterstützung intensiv diskutiert. Dies geschieht mit dem Ziel, den Schreibenden methodologische und inhaltliche Impulse und Orientierungen für das Verfassen ihrer Arbeiten zugeben. Das Programm des Kolloquiums und die Sekundärliteratur hängen von den Interessenbereichen der Teilnehmenden ab und wird deswegen am Beginn des Semesters erstellt.
Hinweise zum Blockseminar: An folgenden Tagen: 13-14.10; 10-11.11; 8.-09.12; 5.-06.01.2017. Donnerstag, 18-20 Uhr und Freitag 10-13 Uhr.
Leistungsnachweis: Fragment der Arbeit


Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10408
Doktorandenkolloquium
Kolloquium: Graduiertenstudium, Freitag/Block, monatlich, 14.00 - 17.00 Uhr, Ort: CP 144, Veranstaltungsbeginn: 14.10.2016
Beschreibung: Das Kolloquium ist gedacht für fortgeschrittene Doktoranden und Doktorandinnen und für Mitwirkende an
den laufenden Forschungsprojekten des Lehrstuhls, und zwar „Grenzgänge(r) der Wissenschaft“ und „Wissensvermittlung
in interkulturellen Studiengängen“. Im Kolloquium werden Teile und Thesen aus Dissertationen schriftlich vorgelegt, präsentiert und Ergebnisse der Forschungsprojekte diskutiert. Alle Gastvorträge, die in diesem Rahmen stattfinden werden, sind öffentlich. Inhaltlich werden sie an einzelne Themen der diskutierten Projekte gebunden.
Hinweise zum Blockseminar: An folgenden Tagen: 14.10; 11.11; 9.12; 6.01


Keinz, Anika (Professur für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie spätmoderner Gesellschaften) 10419
Von queeren Migrant_innen zu queering migration
Seminar: MASS Migration, Ethnizität, Ethnozentrismus / Gender Studies und Queer Theory // MES , 3/6/9 ECTS
Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr, Ort: AM 105, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016

Beschreibung: Ausgehend von der Perspektive „sexual migration“ werden wir in diesem Seminar Migrationsbewegungen, Migrationspolitik und Migrationsforschung aus einer gendersensiblen, heteronormativitätskritischen und rassismuskritischen Perspektive beleuchten. Das Seminar gliedert sich in drei thematische Blöcke: Im ersten Block werden wir die Bedeutung von Gender und Sexualitäten in der Migrationsforschung betrachten. In einem zweiten Block diskutieren wir an Beispielen aus der Forschungsliteratur, wie und auf welche Weise die Erfahrungen und Perspektiven von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und inter*geschlechtlichen Migrant_innen in die Migrationsforschung integriert werden können und welche Bedeutung heteronormative Vorstellungen und Strukturen in der Aufnahmegesellschaft spielen. Diese ersten Perspektiven sind eng verknüpft mit Fragen nach der Wissensproduktion. Daher wenden wir uns in einem dritten Themenblock der Frage zu, wie eine Forschung gelingen kann, die nicht nur darauf abzielt LGBTI-Migrant_innen in die Forschung zu inkludieren, sondern es sich zum Ziel macht Migrationsforschung an sich zu queeren.
Literatur: Eithne Luibhéid und Lionel Cantú (Hg.) (2005): Queer Migrations. Sexuality, U.S. Citizenship, and Border Crossings. Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Teilnahmevoraussetzungen: Bitte anmelden bis zum 3.10.2016 unter: hiwi-anthro1@europa-uni.de (es wird keine Anmeldebestätigung verschickt!)
Hinweise zur Veranstaltung: Sie sollten vertraut sein mit Vokabular und Ansätzen aus den Gender Studies und der Queer Theory. Zur Vorbereitung auf das Seminar empfehle ich das Buch „Heteronormativität“ von Hartmann, Klesse et.al. und „Queer Theory“ von Annemarie Jagose. Es empfiehlt sich das Seminar mit Prof. Schiffauers „Einführung in die Migrationsforschung“ zu kombinieren.
Leistungsnachweis: Abstracts, Hausarbeiten. Genaueres wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.


Ramme, Jennifer / Chołuj, Bożena (Professur für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies) 10439
Judiths Butler’s performative theory of assembly
Seminar: MASS Gender und Queer Studies / Kulturelle Praktiken, Wissensordnungen, ästhetische Formatio
nen // alle MAs: Transdisziplinäre Kulturwissenschaften 3/6/9 ECTS
Donnerstag, 10.00 - 12.30 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 13.10.2016

Beschreibung: This seminar is dedicated to Judith Butler’s latest publication “Notes Toward a Performative Theory of Assembly” and will be held in English. In order to understand Butler’s theoretical base, we start with a session about her concept of performativity and the understanding of politics by Hannah Arendt. The following sessions of the course will be dedicated entirely to Butler’s latest book. We will discuss her performative theory of assembly and concepts such as precarity, appearance, and support using examples, such as social protests, politics on the streets and coalitional politics. The aim of the seminar is not only to discuss Butler’s theory, but also to analyze and visualize modes of appearance. Questions we will address are: What helps us and others to appear? What does Judith Butler mean when she defines precarity as something universal? How can we and others act as political and social subjects and what might be reasons that our social and political participation is limited?
Literatur: Preparatory reading list: Arendt, Hannah: Between Past and Future: Eight Exercises in Political Thoug
ht, Penguin Books,1968, p. 143-171 (chapter „What is freedom?“); Butler, Judith: Bodies That Matter: On the Discursive Limits of "Sex", New York & London: Roudledge, 1993 (introduction); Butler, Judith: Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity. Routledge, New York, 1990 (conclusion)
Teilnahmevoraussetzungen: Participation requires registration in advance (until 01.10.2016) via e-mail (ramme@europa-uni.de). The password for Moodle will be send via e-mail after registration.
Hinweise zum Blockseminar: 13.10.16 (introduction and relevant information about the course, 45 min.) / 27.10.16 / 10.11.16 /24.11.16/ 8.12.16/ 15.12.16 /5.01.17/12.01.17/ 19.01.17
Leistungsnachweis: Grading methods: Regular, active attendance is expected, providing reflection on readings, participating in group work, and the visualization of an example analysis. Participation in the course requires registering at Moodle platform. Final papers (6 and 9 ECTS) can be written either in English or in German. Details regarding grading methods to be announced by 13.10.16.

Sprache: English

Sommersemester 2016

Chołuj, Bożena

Literarische Wissensproduktion

6/8/9 ECTS
Seminar: Literaturwissenschaften-Vertiefung // IKG
Mittwoch, 16.00 - 19.00 Uhr, Ort: CP 21, Veranstaltungsbeginn: 14.10.2015
Konflikte, Machtverhältnisse, Sexualität, Gewalt, Krankheit, Geschlechterdifferenz, Fremdheit; dies sind nur einige Probleme, die im fortwährenden geisteswissenschaftlichen Diskurs behandelt werden. Literatur nimmt diese Themen in einer anderen narrativen Ordnung als die Wissenschaft auf. Das Seminar dient zur Erkundung der Rolle der Literatur bei der Wissensproduktion zu Themen, die erst über wissenschaftliche Diskurse an Bedeutung gewinnen.
Literatur: Ludwik Fleck: Über die Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Frankfurt am Main 2006; weitere Texte
werden in der ersten Sitzung angegeben.
Hinweise zum Blockseminar: 14.10.2015// 28.10.2015// 4.11.2015// 18.11.2015// 2.12.2015// 16.12.2015// 13.01.2016// 27.01.2016
Leistungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hausarbeit
 

Choluj, Bożena

Germanistik als Forschungsfeld

3 ECTS
Seminar: BA IKG, 1. Semester, Modul 2 Grundlagen
Donnerstag, 14-tägig, 14.00-17.00 Uhr, Ort: CP 153, Veranstaltungsbeginn: 15.10.2015
an folgenden Tagen: 15.10.2015 / 29.10.2015 / 5.11.2015 / 19.11.2015 / 3.12.2015 / 17.12.2015 / 14.01.2016 / 28.01.2016/
Jede Disziplin ist ein besonderes Forschungsfeld, das seine eigenen Methoden, eigenen Kategorien und Forschungsobjekte hat,und so auch die Philologie. Ihre Geschichte ist auch die Geschichte der Germanistik, die aber als Fach einen besonderen Entwicklungspfad genommen hat, besonders nach 1945, als in Europa eine neue politische Ordnung entstanden ist und Deutschland in zwei Staaten gespalten wurde. Diese Teilung mit ihren unterschiedlichen politischen Regimen beiderseits des Eisernen Vorhangs führte zur Entwicklung von zwei Wissenschaftskulturen und Literaturen, die sich in vielem voneinander unterschieden. Dies hatte einen großen Einfluss auf die Auslandsgermanistik als Fremdphilologie in beiden politischen Lagern. Im Seminar analysieren wir die Dynamik dieser Differenzierungsprozesse am Beispiel der Literatur und Literaturwissenschaft.                                
Literatur: Kunicki, Wojciech; Zybura, Marek (Hrsg.): germanistik in polen. zur fachgeschichte einer literaturwissenschaftlichen auslandsgermanistik – 18 porträts, 2010; weitere Texte werden in der ersten Sitzung angegeben.                                     
Teilnahmevoraussetzungen: IKG-Studierende im1.Semester                                                     
Leistungsnachweis: aktive und regelmäßige Teilnahme
 

Chołuj, Bożena

Differenz-, Gender- und Grenzforschung

9 ECTS
Kolloquium: MA/Graduiertenstudium, MEK/KGMOE/MASS/ MA Literaturwissenschaft: Forschungsmodul Block, monatlich, Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag 10-13 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 15.10.2015
Das Kolloquium zu Differenz-, Gender- und Grenzstudien richtet sich an fortgeschrittene Masterstudierende und Doktoranden, die in diesem Bereich ihre Recherchen durchführen und nach methodologischer Unterstützung suchen, die ihnen beim Verfassen der Arbeiten behilflich sein kann. Unter Differenz verstehen wir nicht nur die geschlechtliche Differenz, sondern auch jede andere, etwa nationale, kulturelle,konfessionelle, ethnische, also solche, die die Menschen voneinander unterscheiden, abgrenzen oder voneinander distanzieren. Grenzproblematik gehört auch zu diesem Themenkomplex, solange diese mit Differenzen bzw. Differenzierungsprozessen verbunden ist. In diesem Semester konzentrieren wir uns auf das non-duale Denken. Die Fragmente der Abschlussarbeiten werden im Kolloquium präsentiert und zusammen mit vorgegebenen themengebundenen Lektüren intensiv diskutiert. Das Programm des Kolloquiums und die Sekundärliteratur hängen von den Themen der Studierenden ab und werden am Beginn des Semesters erstellt.       
Literatur: Grundtexte: Ludwik Fleck: Über die Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Frankfurt/M 1980; Bruno Latour: Elend der Kritik. Zürich-Berlin 2007; Josef Mitterer: Das Jenseits der Philosophie. Wider das dualistische Erkenntnisprinzip. Wien 1992; ders.: Die Flucht aus der Beliebigkeit Frankfurt/M 2001. Hinweise zum Blockseminar: Termine: 15./16.10.2015// 19./20.11.2015// 17./18.12.2015// 14./15.01.2015                                               
Leistungsnachweis: Präsentation des eigenen Forschungsvorhaben
 

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer

Das Politische anders denken und den Kategorien entgehen? Lektüreseminar zu Rancière

3/6/9 ECTS
Seminar: MASS Gender Studies und Queer Theory // alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften
Mittwochs, 14.00 - 16.00 Uhr, Ort: CP 152, Veranstaltungsbeginn: 14.10.2015
Jacques Rancière ist ein Autor, der immer größere Beachtung findet und interdisziplinär rezipiert wird. Sowohl in der Philosophie, politischen Theorie, Soziologie, wie auch in den Kunst- und Literaturwissenschaften finden seine Denkansätze zunehmend Anwendung. Grund dafür ist mitunter sein innovatives Konzept der sinnlichen Ordnung, sowie sein Ästhetik-Verständnis. Diese erlauben es, das Politische anders zu denken und es nicht an Identitäten zu binden. Das Seminar ist der intensiven Beschäftigung mit Jacques Rancières Theorie und seinen Begriffen gewidmet. Zusätzlich werden aktuelle Beispiele aus sozialer Praxis und Kunst herangezogen, um zu prüfen, wie sich seine Theorie konkret anwenden lässt.
Literatur: Jacques Rancière: Die Aufteilung des Sinnlichen. Die Politik der Kunst und ihre Paradoxien. b_books, Berlin 2006; Zehn Thesen zur Politik. Diaphanes, Zürich/Berlin 2008; Moments politiques, Interventionen 1977−2009. Diaphanes, Zürich 2011.
Hinweise zur Veranstaltung: 14. Oktober (Mittwoch) - Einführungssitzung inklusive Aufgabenverteilung (Achtung, im KVV ist ein falsches Datum angegeben).

Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme, vorbereitende Textlektüre und Freude am Diskutieren. Angaben zu den Leistungsnachweisen folgen.
 

Chołuj, Bożena / Ramme, Jennifer / Balejko, Dariusz

Gender&Motion

3/6/8/9 ECTS
Seminar: BA/MA (integriertes Training vorhanden), BA Kulturwissenschaften–Vertiefung // MASS Gender Studies und Queer Theory //alle MAs: Optionsmodul Transdisziplinäre Kulturwissenschaften Block, 10.00 - 17 .00 Uhr, Ort: CP 154, Veranstaltungsbeginn: 23.10.2015
Wieviele Geschlechter gibt es? Wo und wie kommen sie zustande? Warum identifizieren wir uns eigentlich mit einem Geschlecht? Das ist erst der Anfang des Fragenkatalogs, der sich in unserem Seminar füllen darf und soll. In dieser Veranstaltung suchen wir gemeinsam nach Fragen und möglichen Antworten in prozessorientierter Trainings-Arbeit, in der Rezeption wissenschaftlicher Texte sowie anderer Dokumente und in Diskussionen. Wir lassen uns von dem Blick auf die „affektiv-leibliche Dimension der abstrakten sozialen Ordnung“ (P.-I.Villa) leiten und betrachten die Körper als Materie, die mit Gefühlen, Diskursen, Erinnerungen und anderen dynamischen Einflüssen verschränkt sind. Das Anliegen des Seminars ist nicht zuletzt zwischen konstruktivistischen und essenzialistischen Positionen zu vermitteln, was durch den sog. „affective turn“ auch unsere persönliche biographische Betroffenheit zu berücksichtigen verspricht. Um den Zugang zur Thematik zu vervollständigen, ziehen wir das Konzept der Intersektionalität heran. Damit rückt Identitätsbildung unter vielfältigen sozialen Zwängen und Verlockungen ins Zentrum der Auseinandersetzung mit der Kategorie „Gender“, die bisweilen auf privilegierte (z.B. eurozentristische, heteronormative, statische etc.) Erscheinungen eingeschränkt wird.
Literatur: Judith Butler Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen, Frankfurt/M 2009; Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien, Heft 2/2014 („Affect Studies – Politik der Gefühle“); Gesa Lindemann Das paradoxe Geschlecht: Transsexualität im Spannungsfeld vom Körper, Leib und Gefühl, Wiesbaden 2011.
Paula-Irene Villa Sexy Bodies. Eine soziologische Reise durch den Geschlechtskörper, Wiesbaden 2011.
Weitere Literatur wird zu Semesterbeginn in Moodle angegeben.
Teilnahmevoraussetzungen: Wegen beschränkter Teilnehmer*innenzahl bitte um eine Anmeldung mit kurzer Motivation (ein Paar Sätze) an die Adresse: balejko@europa-uni.de zwischen 9. und 16. Oktober 2015.
Hinweise zur Veranstaltung: Das Seminar besteht zum Teil aus prozessorientierter Arbeit in einem Gender-Kompetenz-Training, daher ist die TN-Zahl auf 25 Personen beschränkt. Der konkretisierte Seminarplan wird nach erfolgreicher Anmeldung im Moodle abrufbar sein. Für die eventuelle Kinderbetreuung während des Blockseminars bitte Kontakt mit der Familienbeauftragten aufnehmen: familie@europa-uni.de
Hinweise zum Blockseminar: 23.- 24.10.2015 + 27.-28.11.2015
Leistungsnachweis: Laut Studien- und Prüfungsordnung; möglich sind: Hausarbeit, Projektarbeit, Präsentation, Sitzungsprotokoll